Moldau: Sehenswertes und Unternehmungen
Sehenswürdigkeiten in Moldau
Benderi, Balti, Kagul und Hirjauca
Benderi ist eine der ältesten Städte des Landes, die leider ebenso wie das Schloss (17. Jh.) in den jüngsten Kampfhandlungen beschädigt wurde. Aus Balti, einem 150 km von Chisinau gelegenen industriellen Zentrum, kommen Zucker und Speiseöle. Der Kurort Kagul liegt etwa 160 km südlich der Hauptstadt und bietet Thermal- und Moorbäder. Es gibt ein kleines Hotel und ein gutes Theater. Hirjauca, in der gleichen Region, ist ebenfalls ein Kurbad.
Chisinau
Die moldauische Hauptstadt Chișinău ist eine entspannte, grün geprägte Stadt, die sich am besten ohne Eile erkunden lässt. Sie liegt auf sieben Hügeln am Fluss Bîc und blickt auf eine rund 500-jährige Geschichte zurück. Breites Boulevardgrün, Denkmäler aus der Sowjetära und repräsentative öffentliche Gebäude treffen hier auf moderne Cafés, lebendige Weinbars und geschäftige Märkte. Große Parkanlagen wie der Park Ștefan cel Mare geben der Stadt eine offene, grüne Atmosphäre, während Museen und Galerien Einblicke in die vielschichtige Geschichte und Kultur Moldaus gewähren. Zudem ist Chișinău der beste Ausgangspunkt, um die berühmten Weinkeller und das ländliche Umland des Landes zu erkunden.
Zu den architektonischen Besonderheiten Chișinăus gehören rund 30 historische Bauwerke, die eine einzigartige Verschmelzung russischer und italienischer Stilelemente zeigen. Einblicke in Geschichte und Volkskunst gewährt das Nationalmuseum für Ethnografie und Naturgeschichte. Einen Besuch wert ist auch das National Museum of History of Moldova sowie das Nationale Kunstmuseum (Muzeul Național de Artă al Moldovei), dessen Sammlung moldauische, westeuropäische und russische Gemälde sowie Skulpturen umfasst.
Das Puschkin-Museum erinnert an die Jahre 1820–1823, als der russische Dichter Alexander Puschkin hier im Exil lebte. Kulturhistorisch bedeutend sind zudem der alte armenische sowie der jüdische Friedhof; auf Letzterem sind zahlreiche Opfer des Pogroms von Chișinău von 1903 beigesetzt. Die jüdische Geschichte der Stadt spiegelt sich auch im Tschechow-Theater wider, das in einer ehemaligen Synagoge untergebracht ist.
Im Zentrum der Stadt steht am Eingang des zentralen Parks das Denkmal für den moldauischen Fürsten Ștefan cel Mare, unter dessen Herrschaft (1457–1504) das Fürstentum Moldau eine Blütezeit erlebte. Naherholung findet man unter anderem am Valea-Morilor-See (ehemals Chișinău-See) mit seinen Parkanlagen, Bootsverleihstellen und der Freilichtbühne (Teatrul de Vară). Das Naherholungsgebiet ist bequem mit dem Oberleitungsbus zu erreichen.
Tiraspol
Tiraspol, 70 km von der Hauptstadt enfernt, wurde 1792 an der damaligen russischen Grenze gegründet. Mit seinen 200.000 Einwohnern ist die Stadt heute ein wichtiges Industriezentrum und zugleich Hauptstadt der einseitig ausgerufenen Republik Transnistrien.