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Tansania: Sprache und Kultur

Tansania: Kultur

Religion

Muslime (35 %), Christen (30 %), Anhänger von Naturreligionen (35 %) und hinduistische Minderheit. Sansibar ist zu fast 100 % muslimisch.

Sitten und Gebräuche

Die tansanische Gesellschaft ist von Höflichkeit, Respekt und einem starken Gemeinschaftssinn geprägt. Ausführliche Begrüßungen und ein respektvoller Umgangston sind im Alltag von großer Bedeutung. Zur Begrüßung reicht man sich üblicherweise die Hand; Einzelpersonen werden klassischerweise mit „Jambo“ (Antwort: ebenfalls „Jambo“) begrüßt, Gruppen mit „Hamjambo“ (Antwort: „Hatujambo“). Beim Überreichen oder Annehmen von Gegenständen sollte stets die rechte Hand verwendet werden, da die linke Hand traditionell als unrein gilt. Kleine Gastgeschenke werden von Gastgebern sehr geschätzt.

Kleiderordnung und Sensibilität:

Die Kleidung sollte grundsätzlich dezent und respektvoll sein, insbesondere in ländlichen Regionen und an der Küste mit ihrem starken islamischen Einfluss. Während in Großstädten und reinen Touristenresorts ein lockerer Kleidungsstil üblich ist, gilt an öffentlichen Orten – vor allem auf der Insel Sansibar (wo rund 95 % der Bevölkerung muslimisch sind) – eine strenge Kleiderordnung: Schultern und Knie sollten sowohl bei Männern als auch bei Frauen stets bedeckt sein. Verstöße gegen diese lokalen Vorgaben werden auf Sansibar konsequent kontrolliert und können empfindliche Geldstrafen (teilweise bis zu ca. 700 US-Dollar) nach sich ziehen. An religiösen Stätten ist das Ausziehen der Schuhe obligatorisch.

Fotografieren:

Fotografieren im öffentlichen Raum und an Touristenattraktionen ist grundsätzlich erlaubt. Strengstens verboten ist jedoch das Aufnehmen von militärischen Anlagen, Polizeikräften, Regierungsgebäuden, Brücken, Flughäfen oder sicherheitsrelevanten Infrastrukturen. Zudem sollte man aus Höflichkeit – insbesondere in ländlichen Regionen – stets vorab um Erlaubnis fragen, bevor man Menschen fotografiert (wobei hierfür gelegentlich ein kleines Entgelt erwartet wird).

Trinkgelder:

Entgegen früherer Gewohnheiten haben sich Trinkgelder im Tourismussektor etabliert und werden von Kellnern, Guides, Fahrern und Hotel- bzw. Safari-Trägern sehr geschätzt. In Restaurants und Cafés sind etwa 10 % üblich, sofern kein Service-Aufschlag enthalten ist. In Bars rundet man den Betrag meist auf oder lässt kleines Rückgeld da.

Öffentliches Verhalten, Rauchen und Ramadan

Sprache

Kisuaheli und Englisch sind Amtssprachen. Arabisch und verschiedene regionale Sprachen.