Somalia: Gesundheit und Impfungen
| Titel | Besondere Vorsichtsmaßnahmen | Pflichtimpfungen |
|---|---|---|
| Dengue-Fieber | 1 | - |
| Malaria | 4 | - |
| Tollwut | 5 | |
| Hepatitis A und B | 3 | |
| Gelbfieber | 2 | |
[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird allen Reisenden empfohlen, die in die folgenden Regionen reisen: Bakool, Banaadir, Bay, Gado, Galgadud, Hiran, Lower Juba, Middle Juba, Lower Shabelle und Middle Shabelle. .
[3] Hepatitis A ist weitverbreitet, Hepatitis B kommt landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[4] Hohes Malaria-Risiko ganzjährig im ganzen Land. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum herrscht zu 84 % vor.
[5] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
[6] Eine Typhus-Impfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen. Poliomyelitis kommt vor. Die WHO verlangt von Somalia sicherzustellen, dass alle Ausreisenden mit einem Aufenthalt von mindestens 4 Wochen in Somalia, bei der der Ausreise eine gültige Impfung gegen Poliomyelitis, die vier Wochen bis 12 Monate vor der Ausreise stattgefunden haben muss, bescheinigen. Bei kürzeren Aufenthalten soll eine Impfung bei der Ausreise erfolgen. Somalia kann Personen, die nicht gegen Polio geimpft sind, an der Ausreise hindern.
Medizinische Versorgung und Gesundheitswesen
Die andauernden Kampfhandlungen haben das medizinische Versorgungssystem so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es praktisch nicht existiert. Internationale Organisationen bemühen sich im Moment um den Aufbau eines Versorgungsnetzes. Neben einem hohen Sicherheitsrisiko ist landesweit mit erheblichen Engpässen bei der ärztlichen und medikamentösen Versorgung zu rechnen.
Eine adäquate Ausstattung der Reiseapotheke ist ratsam.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Essen und Trinken
Sonstige Risiken
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Bilharziose-Erreger kommen landesweit in manchen Teichen und Flüssen vor, besonders in den Flussgebieten Whebi-Skebeli und Ghenale Djuba. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht.
Die Filariose kommt vor allem an der Südküste vor. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.
Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Tuberkulose kommt landesweit vor. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion.
Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.