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Libyen: Länderinfos

Überblick

Durch die Isolation Libyens ist seine Schönheit und Vielseitigkeit bisher weitgehend unbekannt geblieben. Die weiße Hauptstadt Tripolis ist für nordafrikanische Verhältnisse sehr ruhig, bietet aber eine gute Auswahl an Restaurants und Hotels.
Die Großstadt Benghazi ist das kommerzielle Herz des Landes. Die Küste Libyens hat spektakuläre Überresten römischer Städte zu bieten, darunter Leptis Magna und Sabrata. Auch die griechischen Kolonien Kyrene und Apollonia sind sehenswert. Der Großteil des Landes besteht aus Wüste. Die Sahara ist hier zugänglicher als anderswo und von unglaublicher Schönheit.
Nach Libyen kann man nur im Rahmen einer geführten Reisegruppe fahren, aber ein einheimischer Fremdenführer kann viel zum Verständnis dieses Landes beitragen. Die Libyer, die meist von den Arabern oder den Berbern abstammen, sind warmherzig und äußerst gastfreundlich. Die Touareg, ein Berberstamm, leben in unzugänglichen Gegenden und machen zehn Prozent der Bevölkerung aus. Die restlichen 90 % leben in Küstenstädten.

Wichtige Fakten

Fläche:

1.759.500 qkm.

Offizieller Name:

Staat Libyen.

Bevölkerung:

6.330.159 (UNO Schätzung 2016).

Bevölkerungsdichte:

3,6 pro qkm.

Hauptstadt:

Tripolis.

Staatsform:

Republik mit arlamentarischer Demokratie seit 2011 (laut Verfassung von 2011). Islamistisch-Sozialistische Volksrepublik seit 1976. Verfassung von 1977, seit 1994 Scharia (islamisches Recht). Oberstes Staatsorgan (seit August 2012): Nationalversammlung mit 200 Abgeordneten. Bürgerkrieg von Februar bis Oktober 2011. Von Februar 2011 bis Juli 2012 war der Nationale Übergangsrat oberstes Organ. Die seit Ende 2015 amtierenden Staatsorgane Präsidialrat, Parlament und Staatsrat sollen spätestens Ende 2017 von einer neuen Regierung abgelöst werden. 

Staatsoberhaupt:

Fayez al-Sarraj, seit April 2016.

Regierungschef:

Fayez al-Sarraj, seit April 2016.

Elektrizität:

150/220 V, 50 Hz. Gelegentlich Stromausfall.

Libyen: Reise- und Sicherheitsinformationen

Stand - Tue, 09 Apr 2019 09:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Tue, 09 Apr 2019 09:07:23 +0200)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung (Innenpolitische Lage)

Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisewarnung

Vor Reisen nach Libyen wird gewarnt.
Deutsche Staatsangehörige, die sich gegebenenfalls dort noch aufhalten, werden zur sofortigen Ausreise aufgerufen.

Innenpolitische Lage
Die Lage ist in weiten Teilen des Landes sehr unübersichtlich und unsicher. Gegenwärtig kommt es im Großraum Tripolis und einigen weiteren Städten im Nordwesten Libyens zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen Kräften der international anerkannten Regierung des Nationalen Einvernehmens und Einheiten der sogenannten Libyschen Nationalen Armee. Hiervon ist auch der Flughafen Mitiga in Tripolis betroffen, der am 8. April 2019 bis auf weiteres geschlossen wurde.
Auch in anderen Landesteilen kommt es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, von denen auch Ausländer betroffen sein können. In den vergangenen Monaten kam es zu Kampfhandlungen u.a. im Süden Libyens in der Region Sabha.

Terrorismus
Es besteht ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge insbesondere gegen staatliche Institutionen..
Die staatlichen Sicherheitsorgane können grundsätzlich keinen ausreichenden Schutz garantieren. Bewaffnete Gruppen mit zum Teil unklarer Zugehörigkeit treten häufig als Vertreter der öffentlichen Ordnung auf, sind jedoch nicht ausgebildet und wenig berechenbar.

Kriminalität
In ganz Libyen und insbesondere in den Großräumen Tripolis, Sirte, Benghazi und Derna sowie im Süden des Landes besteht ein hohes Entführungsrisiko für Ausländer.
Es besteht landesweit die Gefahr, zum Opfer von bewaffneten Raubüberfällen und "car-jacking" zu werden, insbesondere mit hochwertigen Fahrzeugen und Geländewagen.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen, die trotz Reisewarnung nach Libyen reisen, wird dringend empfohlen, sich mit den Aufenthaltsdaten in die Krisenvorsorgeliste einzutragen und ihre Eintragungen aktuell zu halten.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Vor Reisen nach Libyen wird gewarnt.

Zuständige Auslandsvertretung
Die deutsche Botschaft in Tripolis ist derzeit für den Besucherverkehr geschlossen und kann im Notfall keine konsularische Hilfe vor Ort leisten. Die Dienstgeschäfte auch im Notfall werden von Tunis aus wahrgenommen.

Versorgung im Notfall
Konsularische Unterstützung für Deutsche kann derzeit vor Ort durch deutsche Auslandsvertretungen nicht geleistet werden.
Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist zwingend notwendig, siehe auch Medizinische Versorgung. Ob dieser überhaupt gewährt werden kann, sollte vorab mit einem Reiseversicherungsanbieter geklärt werden.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Vor Reisen nach Libyen wird gewarnt.

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Nein

Vorläufiger Personalausweis: Nein

Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Ausweisdokumente müssen noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Die Einreise nach Libyen bei vorhandenem israelischen Visum oder Ein-/Ausreisestempel ist untersagt.
Der Reiseausweis als Passersatz zur Rückkehr nach Deutschland wird nur bei touristischem Aufenthalt anerkannt.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Libyen ein Visum. Dabei muss das ausgestellte Visum dem tatsächlichen Reisezweck entsprechen, da es sonst bei der Einreise und/oder Ausreise zu Problemen mit den libyschen Behörden kommen kann.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von alkoholischen Getränken, Drogen und Schweinefleischprodukten ist verboten. Bei Zuwiderhandlung muss mit der Abnahme des Reisepasses, einer längeren Gerichtsverhandlung und einer Geldstrafe gerechnet werden.

Die Einfuhr und Ausfuhr von libyschen Dinaren ist verboten. Devisen müssen bei Einfuhr deklariert werden. Umtauschbelege sollten aufbewahrt werden, um die bei der Ausreise erlaubte Menge an Devisen (bei der Einreise angegebener Betrag abzüglich der nachgewiesenen umgetauschten Menge) nachweisen zu können.

Antiquitäten (auch Steine, Tonscherben u. ä. ) und Stücke von Meteoriten dürfen nicht außer Landes gebracht werden.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Besitz von Drogen wird streng geahndet. Ehebruch, außerehelicher Geschlechtsverkehr und Homosexualität sind in Libyen strafbar.

Das Sammeln, der Erwerb und die Ausfuhr von Steinen, Tonscherben u.ä. sind verboten.

Das Fotografieren von öffentlichen Gebäuden, Häfen, Flughäfen, militärischen Anlagen und Fahrzeugen, Industrieanlagen, Brücken, Botschaftsgebäuden, Uniform- und Dienstkleidungsträgern sowie Innenansichten von Moscheen und Grabstätten ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung kann es zu einer Verhaftung kommen.

Die Haftbedingungen in Libyen entsprechen nicht deutschem Standard.

Medizinische Hinweise

Vor Reisen nach Libyen wird gewarnt.

Aktuelle medizinische Hinweise
Die WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes gegen Masern für Erwachsene und Kinder wird daher spätestens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen.

Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus Infektionsgebieten vorgeschrieben. Bei direkter Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen erforderlich.
Das Auswärtige Amt empfiehlt grundsätzlich, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich jeder Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster (Gürtelrose).
Als Reiseimpfungen wird Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.

HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Malaria und andere durch Mücken übertragene Erkrankungen
In den vergangenen Jahren sind ausschließlich importierte Malaria-Fälle in Libyen aufgetreten. Im März 2019 trat der Verdachtsfall einer nicht-importierten Malaria-Erkrankung in Tripolis auf. Das Risiko für Reisende ist als gering einzuschätzen. Es kommen jedoch auch andere durch Mücken übertragene Infektionskrankheiten vor.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden eine Expositionsprophylaxe empfohlen. Speziell sollte auf folgende Punkte geachtet werden
· körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden)
· in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
· ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden.
Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Bilharziose
ist in einigen Regionen endemisch, dort Süßwasserkontakt meiden!
Hepatitis A, B, C, Echinokokkose, Typhus und Tollwut können landesweit vorkommen.
Leishmaniose
und Phlebotomus-Fieber sind endemisch.

Sonstige Gesundheitsgefahren
Gefahren durch Schlangen und Skorpione

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist insbesondere außerhalb der Hauptstadt vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch.
Zunehmend gewalttätig ausgetragene Konflikte und die Ausreise des häufig ausländischen Pflegepersonals der staatlichen Krankenhäuser und privaten Kliniken stellen eine zusätzliche Belastung für das angeschlagene Gesundheitssystem dar.
Grundsätzlich ist für alle Reisenden eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption für dringende Notfälle empfehlenswert.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Auslandsreiseerfahrung haben, s. z.B. www.dtg.org.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden können nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

· zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;

· auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;

· immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;

· trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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