Osh Bazaar in Bishkek, Kyrgyzstan
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© Creative Commons / neiljs

Kirgisistan Reiseführer

Key Facts
Offizielle Landesbezeichnung

Kirgisische Republik.

Gebiet

198.500 qkm.

Bevölkerung

6.033.769 (UNO Schätzung 2016).

Bevölkerungsdichte

28 pro qkm.

Hauptstadt

Bischkek (ehemals Frunze). 

Regierung

Präsidialrepublik seit 1991. Verfassung von 1993, letzte Änderung 2003. Zweikammerparlament (Zhogorku Kenesh): Gesetzgebende Versammlung mit 35 und Rat der Volksvertreter mit 70 Mitgliedern. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre. Seit 1991 unabhängiger Teilstaat der GUS.

Staatsoberhaupt

Almazbek Atambayev, seit Dezember 2011.

Regierungschef

Übergangspremierminister: Mukhammetkaly Abulgaziyev, seit August 2017.

Elektrizität

220 V, 50 Hz.

Kirgisistan kann man nur als atemberaubend schön beschreiben: Grüne Wiesen liegen direkt neben schneebedeckten Bergen, und wo immer man auch ist, die vielseitige Landschaft bildet den perfekten Hintergrund zu einzigartigen Erlebnissen.
Obwohl der Tourismus zunimmt, sind die Besucherzahlen noch immer so gering, dass man hier auf jeden Fall Ruhe und Erholung findet.
Der Blick auf die Berge allein ist eine Reise nach Kirgisistan wert, aber wer sich weiter hinein traut, findet Gletscher und versteckte, glasklare Bergseen vor. Es lohnt sich unbedingt, wenigstens zu einem dieser blauen Gewässer zu wandern. Die Auswahl ist groß, und Wanderwege durchkreuzen das gesamte Land.
Die größeren Städte von Kirgisistan reflektieren zwei verschiedene Seiten des Landes. Osch liegt neben der Grenze zu Usbekistan. Einflüsse des Nachbarlandes sowie des Islam bestimmen hier das Leben. Bischkek dagegen hat sich sehr gewandelt und ist modern geworden, was sich nicht nur in der westlichen Bekleidung der jungen Bevölkerung widerspiegelt.

Reisewarnung

Kirgisistan

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 10.01.2017
Unverändert gültig seit: 30.12.2016



Landesspezifische Sicherheitshinweise

Bei Reisen innerhalb ganz Kirgisistans wird zu Vorsicht geraten. Gewaltsame Zusammenstöße, beispielsweise im Rahmen von Demonstrationen im Zusammenhang mit innenpolitischen Entwicklungen in Kirgisistan, können im gesamten Land nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden, nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr zu Fuß unterwegs zu sein und sich regelmäßig über die Sicherheitslage informiert zu halten.

Im Gebiet um Tamga und Barskoon am südlichen Ufer des Sees Issyk-Kul (Rayon Jeti-Oguz) kann es gelegentlich im Zusammenhang mit Protesten gegen die Goldmine Kumtor zu Demonstrationen und Straßenblockaden kommen.

Auch im Süden des Landes (usbekische Exklave Sokh bzw. in Djalal-Abad) kann es aufgrund der fortbestehenden Spannungen zu Auseinandersetzungen kommen.

Terrorismus

Insbesondere im Süden des Landes gibt es islamistische Gruppierungen mit potenziell terroristischer Ausrichtung. Anschläge auch auf westliche Einrichtungen sind nicht auszuschließen. 2015 führten kirgisische Sicherheitsbehörden im Stadtgebiet Bischkek Antiterroreinsätze mit mehreren getöteten mutmaßlichen Terroristen und auch zivilen Opfern durch. Am 30.8.2016 war die chinesische Botschaft in Bischkek Ziel eines Selbstmordattentats.

Reisen über Land / Straßenverkehr

Von Überlandfahrten bei Nacht wird abgeraten, da sie wegen teilweise sehr schlechter Straßen, Erdrutschen, dem häufig unsicheren technischen Zustand der am Verkehr teilnehmenden Fahrzeuge und dem wechselhaften Klima (Kälteeinbrüche) schwierig und gefährlich sind. Die schlechten Straßenverhältnisse landesweit und die von westeuropäischen Verkehrsgewohnheiten abweichende Fahrweise bedeuten eine generell erhöhte Unfallgefahr im Straßenverkehr. Dies gilt auch für die vielbefahrene Strecke Bischkek-Almaty.

Bei Unfällen (auch unverschuldeten) muss damit gerechnet werden, dass der Fahrer straf- und zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen wird. Bei Ausländern gilt dann, dass vor Ausreise unter Umständen der Ausgang eines Gerichtsprozesses abgewartet werden muss. Die Botschaft rät daher davon ab, als Selbstfahrer innerhalb Kirgisistans zu verreisen.

In den Grenzgebieten (zu Usbekistan, Tadschikistan, Kasachstan und China) gelten besondere Regeln (z.B. Fotografierverbot). Auch können diese Gebiete vermint sein. Der Grenzverlauf ist an vielen Stellen nicht klar ausgeschildert. Im Falle von Grenzübertritten abseits offizieller Grenzkontrollpunkte drohen längere Haftstrafen. Es wird daher empfohlen, die Grenzregion nicht ohne ortskundige Reiseführer zu bereisen.

Grenzübergänge

Grenzübergänge können ad hoc geschlossen werden. Eine verlässliche Auskunft kann hierzu nicht gegeben werden, da die Grenzöffnungen oder -schließungen ohne Vorlaufzeit bekanntgegeben werden.

Das Auswärtige Amt weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dem Grenzübergang Karamyk nach Tadschikistan nicht um einen internationalen Grenzübergang handelt. In der Vergangenheit wurde deutschen Staatsangehörigen der Grenzübertritt dort bereits häufig verwehrt.

Kriminalität

Angesichts der signifikant gestiegenen allgemeinen Kriminalität ist besondere Umsicht geboten, vor allem an schlecht einsehbaren Orten wie Fußgängerunterführungen und bei Dunkelheit.

In der generell bei Dunkelheit sehr schlecht beleuchteten Hauptstadt Bischkek ist es in der Vergangenheit, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, zu Raubüberfällen auch auf Ausländer gekommen. Reisenden wird empfohlen, bei Dunkelheit grundsätzlich nicht mehr zu Fuß unterwegs zu sein. Taxis sind in Bischkek günstig und können telefonisch bestellt werden. Bitte seien Sie an typischerweise von Ausländern frequentierten Orten besonders vorsichtig (z. B. in der Nähe von Hotels, Restaurants, Bars). Achtung auch vor Taschen- und Trickdiebstählen auf den zahlreichen Basaren. Bei Überfällen wird von Widerstand abgeraten, da die Gewaltschwelle niedrig liegt.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.