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Oslo Geschichte

Oslo, die älteste der skandinavischen Hauptstädte, ist durchdrungen von historischem Charme. Bisher ging man davon aus, dass der norwegische König Harald Hardråde die Stadt 1050 gründete. Bei Ausgrabungen der jüngeren Zeit wurden jedoch christliche Gräber aus der Zeit um 1000 entdeckt, weshalb die Stadt im Jahr 2000 ihr tausendjähriges Jubiläum feierte, während 1950 erst der 900. Geburtstag begangen wurde. Sicher ist, dass Hardråde der Stadt den Namen Áslo gab – die Weide der Götter.

In den Jahren nach Hardrådes Tod verwandelten christliche Könige wie Olav Kyrre die Stadt mit dem Bau der Hovedøya Abtei und vieler weiterer Kirchen sowohl in Norwegens spirituelles als auch in ein militärisches Zentrum. Trotz der friedlichen Absichten Kyrres und seinesgleichen lebte der Kampfgeist der Wikinger-Könige in Machthabern wie Hakon V. weiter – dem ersten norwegischen König, der Oslo zu seiner permanenten Basis machte und der im späten 13.Jahrhundert die imposante Burg und Festung Akershus Slott bauen ließ.

Doch Oslos Erfolg als Militärmacht und geistiges Zentrum war nicht von Dauer, denn kaum ein Jahrhundert später wurden Norwegen und seine Hauptstadt zu einer dänischen Provinz, die von Kopenhagen regiert wurde.

Ursprünglich war Oslo eine Stadt aus Holz, aber die Feuersbrunst von 1624 zerstörte die Stadt völlig. Der dänische König Christian IV., der die ehemalige Pracht der Stadt wieder herstellen wollte, befahl den Wiederaufbau in Stein, woraufhin die Stadt ihm zu Ehren Christiania genannt wurde und diesen Namen für 300 Jahre behielt. Nach den Napoleonischen Kriegen musste Dänemark Norwegen im Jahre 1814 an Schweden abtreten, doch erst 1925, 20 Jahre nachdem Norwegen endlich unabhängig geworden war, erhielt die Stadt ihren alten norwegischen Namen zurück.

Vermutlich aufgrund des frühen Unglücks ist Oslo heute nicht für großartige Architektur bekannt. Vieles der früheren Stadtgeschichte ist jedoch noch heute in mittelalterlichen Gebäuden wie dem Akershus Slotts zu sehen. In dem gegenüberliegenden Park befindet sich der dunkle, verwinkelte Gebäudeblock des Rådhus (Rathaus), das im Stil der 1930er Jahre gebaut ist. 

Während die Stadt immer größer wurde, nahm auch ihre Wichtigkeit als großes finanzielles, militärisches und administratives Zentrum zu. Die folgende Entwicklung der Schifffahrt, Industrie und des Forstwesens verhalfen der Stadt zu der dominanten Rolle, die sie heute noch in der Wirtschaft des Landes innehat. 

In den letzten Jahren ist Oslo sogar noch weiter gewachsen, weil die finanzielle Bedeutung der Stadt durch den Reichtum stieg, den die Ölfunde in der Nordsee in den 1960er Jahren nach sich zogen. Eine moderne architektonische Verschönerung erfolgte aufgrund des Öl-Reichtums, der sich in der Entwicklung des betriebsamen Hafens widerspiegelt, und im lebendigen Geschäftsbezirk und Freizeitbereich rund um Aker Brygge - einem umgestalteten, ehemaligen Lagerhallenbereich am Hafen.