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Tunesien: Sehenswertes und Unternehmungen

Sehenswürdigkeiten in Tunesien

Archäologische Ausgrabungsstätte Sbeitla

Nahe der Stadt Sbeitla liegt eine der größten archäologischen Stätten des Landes. Die Ruinen der römischen Stadt vermitteln einen anschaulichen Eindruck, wie Sbeitla vor langer Zeit ausgesehen haben muss und lassen das damalige städtische Treiben der Römer erahnen. Der Triumphbogen des römischen Kaisers Diocletian am Ortseingang ist beeindruckend. Auch das Kapitol mit seinen drei Tempeln, die Kathedralkirche von Bellator und die Kapelle von Jucundus sind sehenswert. Faszinierend sind die Aquäduktbrücke und die Überreste eines Amphitheaters. Ein Ausflug nach Sbeitla selbst, das etwa 160 Kilometer landeinwärts von Sousse und Sfax liegt, lohnt sich ebenfalls.

Archäologische Grabungsstätte des antiken Utica

Das Ausgrabungsgelände der antiken Hafenstadt Utica ist von Tunis oder Bizerte aus gut erreichbar. Die bereits um 1100 v. Chr. gegründete Stadt lag ursprünglich auf einer Halbinsel. Heute sind von Utica nur noch Ruinen übrig, die 10 Kilometer landeinwärts zu finden sind. Die umfangreichen Ausgrabungen mit Funden aus phönizischer, punischer und römischer Zeit sind bis heute nicht beendet. Zu besichtigen gibt es ein römisches Villenviertel und eine punische Nekropole. Besonders sehenswert sind die Villen Maison de la Cascade, Maison du Tresor und Maison de la Chasse. Zu sehen sind außerdem Überreste von zwei Theatern, eines Aquädukts und einigen Thermen. Einige Meter entfernt vom Ausgrabungsgelände kann man ein kleines archäologisches Museum besuchen, in dem Exponate aus dem 8. bis 5. Jahrhundert v. Chr. ausgestellt werden.

Bizerte

Die ganz im Norden gelegene Hafenstadt Bizerte besticht durch ihren Charme. In ihrem alten Fischerhafen reihen sich bunte Boote aneinander. Außerdem gibt es eine Kasbah und ein andalusisches Viertel. Die Medina (Altstadt) lädt zu einer Entdeckungsreise durch Souks und kleine Gässchen ein. An der Corniche oberhalb der feinen Sandstrände liegen herrliche Alleen und Hotels mit prächtigen Gärten. Die wundervolle Landschaft lädt zu Ausflügen in die Umgebung ein. Der Nationalpark Ichkeul-See ist ein lohnenswertes Ziel für Tagesausflüge. Hier sind viele Vogelarten und sogar Wasserbüffel beheimatet.

Bulla Regia

Etwa 60 Kilometer nordwestlich von Dougga liegen die Ruinen der römischen Stadt Bulla Regia. Die Überreste aus römischer, frühchristlicher und byzantinischer Zeit machen Bulla Regia zu einem lohnenswerten Ausflugsziel. Eine Besonderheit dieser antiken Stadt sind die unterirdischen Paläste und Villen mit raffinierten Mosaiken. Man kann heute noch die Ruinen des Maison du Tresor, des Jagdpalasts oder des Palasts des Pfaus besichtigen. Besonders schön ist ein Mosaik mit Neptun und seiner Gattin Amphitrite als Motiv. Es befindet sich im Palast der Amphitrite. Viele Mosaiken sind mittlerweile in das Bardo-Museum nach Tunis gebracht worden. Im Jagdpalast können aber noch einige interessante Mosaiken bestaunt werden. Sehenswert sind auch der Tempel des Apollo, die Thermen der Julia Memmia und das örtliche Museum.

Chott el Djerid

Der Chott el Djerid ist einer von drei riesigen Salzseen im Süden Tunesiens. Seinen Namen verdankt der See der nahen Oasenregion Bled el Djerid (Land der Dattelpalmen). Chotts sind ausgetrocknete Salzseen, deren Aussehen sich abhängig von den Jahreszeiten, Wetterlagen und von den Temperaturen ständig verändert. Unter der sengenden Sonne, die auf die unendlich weiten Ebenen brennt, entstehen manchmal Trugbilder: Die berühmten Fata Morganas. Eine Überquerung des Sees über die asphaltierte Straße ist faszinierend und spannend zugleich. Abseits dieser Salzwüste wachsen in der größten Oasenlandschaft Tunesiens Millionen von Palmen. Weiter südlich beginnt die Wüste. Sehr empfehlenswert ist ein Ausflug in die Sahara. Ein Muss für jeden Tunesienurlauber.

Das Cap Bon

Das Cap Bon ist eine Halbinsel, auf der die schönsten und beliebtesten Badeorte Tunesiens liegen. Es liegt zwischen dem Golf von Hammamet und dem Golf von Tunis. Ihren Namen hat die Region von dem gleichnamigen Kap, das im äußersten Norden der Halbinsel liegt. Auf dem Cap Bon findet man wunderschöne, lange Sandstrände, zerklüftete Küsten, eine außergewöhnlich vielfältige Landschaft und viele interessante Städte. Im Frühjahr wird in den Städten am Cap Bon das Orangenblütenfest gefeiert. Ein Spektakel, das jedes Jahr viele Besucher anlockt. Beliebte Ziele von Pauschal- und Individualurlaubern sowie Ausflüglern sind Hammamet, Kerkouane, Korba, Kelibia, El Haouaria, Korbous und Soliman. Alle Orte sind sehr gut von den beiden Flughäfen in Monastir oder Tunis aus erreichbar. Das Cap Bon hat für jeden etwas zu bieten – vor allem aber garantiert es einen unvergesslichen Urlaub.

Das Ksar

Ein Ksar (Plural: ksour) ist eine maghrebinische Besonderheit: Die Speicherburgen der Wüste sind außer in Tunesien auch in Marokko, Libyen und Mauretanien zu finden. Ihre Bauweise ist von Region zu Region sehr unterschiedlich. Meist bestehen sie aus Stein oder Lehm. Die Räume (Ghorfas) erstrecken sich über mehrere Etagen und bilden einen gut geschützten Komplex. In früheren Zeiten diente ein Ksar zur sicheren Aufbewahrung der Ernte und als Zufluchtsort vor Hitze, Kälte, Sandstürmen und Angriffen. Heute sind die Ksour entweder verfallen oder zu Hotels umgebaut und deshalb sehr gut erhalten oder restauriert. Die schönsten und bekanntesten Ksour in Tunesien sind der Ksar Hadada, der Ksar Toujane, der Ksar Ouled Dabbab, der Ksar Ezzahra, der Ksar El Farch, der Ksar Maztouria, der Ksar Djelidat, der Ksar Gattoufa und der Ksar Ouled Soltane.

Der Süden Tunesiens

Die Sehenswürdigkeiten im Süden Tunesiens sind faszinierend: Ein unterirdisches Hotel in einer Mondlandschaft und Höhlensiedlungen tief im Berg sowie Häuser in uralten Getreidesilos, die wie gigantische Honigwaben aussehen, erstaunen die Besucher. Dieser Teil Tunesiens diente viele Male als Kulisse für Hollywoodfilme. Unter anderem wurden hier Teile der Star Wars-Filme gedreht. Örtliche Veranstalter bieten Ausflüge zu den bekanntesten Drehorten an. Weitere Informationen sind von den Fremdenverkehrsbüros erhältlich.

Die Seldja-Schlucht

Wenige Kilometer von der kleinen Stadt Metlaoui entfernt, am Rande der Wüste liegt die beeindruckende Seldja-Schlucht. Inmitten einer atemberaubenden Landschaft öffnet sich die zerklüftete Schlucht mit engen Felsspalten und Felswänden, die bis zu 200 Meter hoch sind. Erreichbar ist dieses kleine Wunder mit dem Zug Lézard Rouge" (Rote Eidechse). Die Nostalgiebahn aus Holz wurde dem Bey von Tunis 1913 zum Geschenk gemacht und gehört heute der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCFT. Die Bahn startet im Bahnhof von Metlaoui und man tuckert bei einem Tässchen Tee und mit gelegentlichen Stopps der Schlucht entgegen. Die Fahrt ist ein unvergessliches Erlebnis und sehr zu empfehlen. Oft wird ein Abstecher zur Seldja-Schlucht mit einem Ausflug nach Douz oder Tozeur verbunden.

Djerba

Die Insel Djerba ist eines der beliebtesten Urlaubsziele in Tunesien. Die Anreise kann entweder über den Römerdamm, mit der Fähre oder mit dem Flugzeug erfolgen. Die Ferieninsel verzaubert vor allem durch ihre kilometerlangen paradiesische Strände. Die größte und wichtigste Stadt von Djerba ist Houmt Souk, wo ein Volkskundemuseum und der Fischereihafen besucht werden können. Die Hauptattraktion der Stadt ist die Piratenfestung Bordj el Kebir. Weitere Sehenswürdigkeiten der Insel sind die Synagoge Al Ghriba, der Leuchtturm, die Schädelpyramide oder die im Djerba Explorer Park gelegene Krokodilfarm. Auch die Ruinen und Überreste von Bauten und Städten aus römischer Zeit, wie zum Beispiel Meninx und das Kastell von Djerba, lohnen einen Besuch. Eine unterirdische Moschee unweit von Sedouikech zählt ebenfalls zu den Besonderheiten Djerbas.

Douggas römische Ruinen

Die Ausgrabungsstätte Dougga verfügt über die am besten erhaltenen römische Ruinen in Nordafrika. Dougga verdankt ihren Namen den am ehemaligen, nördlichen Stadtrand gelegenen Felsen, die auf Numidisch "tukka" heißen. Auch die antike und ursprünglich numidische Stadt, die noch vor dem 5 Jh. v. Chr. auf einer Bergspitze gegründet wurde und auf deren Überresten das moderne Dougga bis gegen Mitte des 20. Jahrhunderts stand, hieß wie die Felsen Thukka oder Thugga. Um die Ruinen von Thugga, die seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, freilegen zu können, wurde das heutige Dougga in das Tal des Oued Khalled verlegt. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten zählt vor allem das in Fels gehauene antike Theater. Das 168 n. Chr. von den Römern erbaute Theater wurde restauriert und hat 3500 Plätze. Es wird heute noch für Aufführungen griechischer Dramen genutzt. Sehenswert sind außerdem das libysch-punische Mausoleum (2. Jh.), die Liciniusthermen (260 n. Chr.) und das Kapitol. 

Douz

In der Wüstenstadt Douz sind die Traditionen der Nomaden noch sehr präsent sind. Die Stadt war früher eine wichtige Karawanenstation. Jeden Donnerstag herrscht auf dem Wochenmarkt ein buntes Treiben. Es werden unter anderem wundervoller Berberschmuck und Waren aus Ziegen- oder Kamelleder verkauft. Berühmt ist Douz auch für ihre Wüstenwindhunde, die Slougis. Jährlich Ende Dezember findet als beliebtes Highlight das Festival International du Sahara statt. Vier Tage lang sind Reiterspiele, Rennen mit Windhunden, Araberpferden und Kamelen zu sehen. Abgesehen davon ist die Stadt oft nur ein Halt auf einer Tour durch Tunesien. Dennoch ist Douz einen Aufenthalt wert. Schon allein wegen der dort startenden Kamel- und Wüstentouren.

El Kef

Eine der schönsten Städte Tunesiens ist El Kef. Von der auf einem Berghang gelegen Stadt hat man einen weiten Ausblick über das Land. Die algerische Grenze ist etwa 35 Kilometer und die Hauptstadt Tunis etwa 150 Kilometer entfernt. El Kef war immer schon ein religiöses Zentrum. Davon zeugen heute noch die vielen verschiedenen Gotteshäuser. Zahlreiche Moscheen, die Synagoge Al Ghriba und Überreste der byzantinischen Basilika Dar El Kous können besichtigt werden. Sehenswert ist die Kasbah, eine türkische Festung aus dem 17. Jh. Unterhalb der Festung liegt die wunderschöne Medina (Altstadt). Sehenswert sind außerdem die römischen Thermen, die Zisternen, das Aquädukt oder das Mausoleum des Sidi Bou Makhlouf. Auch das Musée Régional des Arts et Traditions Populaires ist einen Besuch wert.

Gabès

Die Hafenstadt Gabès liegt etwa 400 Kilometer von Tunis entfernt und bildet das Zentrum einer Oase. Leider wurde die Altstadt im 2. Weltkrieg stark beschädigt. Das römische Wasserverteilersystem ist jedoch bis heute erhalten geblieben. Sehenswert sind auch die Sidi-Driss-Moschee (11. Jh.), das Grabmal von Sidi Boulbaba (7. Jh.) und das Volkskundemuseum. Für Erholungsbedürftige bietet Gabès einen sehr schönen Sandstrand. Von Djerba aus kann die Küstenoase im Rahmen eines Tagesausflugs besucht werden. Von hier aus starten auch viele Ausflüge und Tagestouren in andere Städte und Regionen Tunesiens. Eine beliebte Tour führt beispielsweise zu den Souks von Jara, die für ihre Korbwaren bekannt sind.

Hammamet

Das Urlaubs- und Touristenparadies schlechthin ist Hammamet. Das ehemalige Fischerdorf an der Spitze des Cap Bon ist eins der beliebtesten Urlaubsziele Tunesiens. Von feinen Sandstränden und einem türkisblauen Meer umgeben liegen im maurisch-andalusischen Stil errichtete Hotels. Eine Kasbah thront über der von einer Stadtmauer umgebenen Medina aus dem 12. Jahrhundert und bietet eine gute Panoramasicht über Hammamet. Die Reste der ehemaligen Römersiedlung Pupput machen die Geschichte der Stadt Hammamet sichtbar. Besucher können sie auf einem Ausgrabungsgelände besichtigen. Beliebte Sehenswürdigkeiten sind auch die Große Moschee (15. Jh.), die Sidi Gailani Moschee (17. Jh.) sowie das Internationale Kulturzentrum. Im Erholungsgebiet liegen Restaurants, Nachtklubs, Bars, Cafés, Boutiquen und Souvenirläden. Auch für sportlich aktive Urlauber hat Hammamet einiges zu bieten: Tretbootfahren, Jetski, Windsurfen, Paragliding und Wasserski sind nur einige Aktivitäten, die neben einem umfangreichen Unterhaltungsprogramm angeboten werden.

Historische Stätten

Tunesien verfügt über eine Vielzahl gut erhaltener Überreste punischer, römischer, byzantinischer und islamischer Siedlungen. Acht historische Stätten gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Zu den bekanntesten zählen die bei Tunis gelegenen Ruinen von Karthago. Auch das Amphitheater von El Jem (3. Jh.) gehört dazu. Ebenso die Medina von Tunis, der nahegelegene Nationalpark Ichkeul-See und die punische Stadt Kerkouane mit ihrer Totenstadt. Besonders beeindruckend sind die Ruinen von Dougga und das dort 168 n. Chr. erbaute römische Theater. Einen Ausflug wert sind aber auch Bulla Regia mit ihren wundervollen unterirdischen Palästen und Sbeitla, eine der bedeutendsten archäologischen Stätten des Landes. Und auch die Medina von Sousse und Kairouan lohnen einen Besuch.

Kairouan

Die 670 n. Chr. von einem Anhänger des Propheten Mohammed gegründete Stadt Kairouan ist die viertheiligste Stadt des Islam. Wichtiger sind nur noch Mekka, Medina und Jerusalem. Ihre Bedeutung wird klar, wenn man weiß, dass sieben Besuche in Kairouan einer Fahrt nach Mekka entsprechen. Die berühmteste Sehenswürdigkeit Kairouans ist die Djama-Sidi-Oqba-Moschee (672 n. Chr.). Sie ist die älteste und bedeutendste Moschee Nordafrikas. Nicht-Muslime haben zum Gebetsraum der Moschee keinen Zutritt. Vom Innenhof aus können sich jedoch Touristen jeder Konfession einen Überblick über die wunderschöne Architektur des Gotteshauses verschaffen. Die Barbier-Moschee und das daran anschließende Mausoleum von Sidi Sahab sind ebenso beeindruckend. Nicht verpassen sollte man einen Besuch der vollständig erhaltenen Medina oder der Wasserbassins der Aghlabiden (9. Jh.). Kairouan ist auch bekannt für seine große Vielfalt an geknüpften, geknoteten und gewebten Teppichen. Diese kann man im ONAT, dem staatlichen Amt für Kunsthandwerk, bewundern.

Karthago

Die Ruinen der 814 n.Chr. von den Phöniziern gegründeten antiken Stadt Karthago liegen nahe Tunis. Das heutige Karthago ist ein Villenvorort von Tunis. Das nahe gelegene archäologische Ausgrabungsgelände gehört sein 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen die punischen Häfen, deren Hafenbecken bis heute erhalten sind. Auch die Ruhestätte Tophet ist einen Besuch wert. Die ehemalige Kathedrale von Karthago, die auf dem Hügel Byrsa liegt, beherbergt heute das Kultur- und Veranstaltungszentrum Acropolium. Daneben befindet sich das ehemalige Kloster Pères Blancs (Weiße Väter), in dem das archäologische Nationalmuseum untergebracht ist. Die Ausstellung zeigt punische und römische Funde. Sehenswert sind auch die römischen Zisternen von La Malga oder die Antonius-Pius-Thermen.

Kerkennah

Die kleine Inselgruppe Kerkennah liegt im Mittelmeer knapp 20 Kilometer vor der Küste von Sfax. Die beiden Hauptinseln Gharbi und Chergui sind bisher vom Massentourismus verschont geblieben und deshalb noch wahre Oasen der Ruhe. Es gibt wenige, aber gute Hotels und in dem Paradies aus Palmen kann man völlig entspannt Urlauben. Man lebt dort auch heute noch ganz traditionell von der Fischerei. An den Stränden von Kerkennah können Muschelsammler bei Ebbe ihre Körbe füllen. Für Besucher lohnt sich ein Ausflug auf einem traditionellen Segelschiff oder ein Abstecher zu der alten Festung Borj el Hissar.

Korbous

Korbous ist der Kurort schlechthin in Tunesien und vor allem bekannt für seine Thermalquellen. Der malerische Ort liegt auf der Halbinsel Cap Bon im Golf von Tunis und ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Ursprünglich gründeten hier die Römer die Stadt Aquae Calidae Carpitanae, – das heutige Korbous. Die etwas beschwerliche Anfahrt über steile Straßen wird mit einem wunderbaren Blick auf die Bucht von Tunis belohnt. Bis in den Berg "Djbel Korbous" eingebettet liegen die Häuser der Stadt. In Korbous lebte einst der ehemalige tunesische Präsident Bourguiba. Seine Villa wurde bis 2007 vollständig restauriert. Viele Tunesier, – aber auch Touristen –, kommen wegen der heilenden Wirkung der Thermalquellen nach Korbous. 

Kébili

Die Oasenstadt Kébili ist für die meisten Touristen nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zu den Oasen Douz und Tozeur. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Kébili Ziel vieler Sklavenkarawanen. Die Stadt zählt zu den heißesten Orten der Welt. Bis zu 56 °C werden im Sommer erreicht. In den warmen Quellen kann man selbst im Winter baden. Für Exkursionen in die Sahara ist die Stadt der ideale Ausgangspunkt. Man kann auch einen Ausflug zum nahegelegenen Salzsee Chott el Djerid oder in die etwa zwei Stunden entfernte Oasenstadt Gabès unternehmen.

Mahdia

Als der Obeid Allah El Mahdi im Jahr 912 eine neue Hauptstadt für sein Reich schaffen wollte, wählte er eine kleine felsige Halbinsel an der Ostküste und baute dort Mahdia. Heute gilt das Fischerstädtchen wegen der langen Strände und des saphirfarbenen Meers als Geheimtipp für Urlauber. Besonders sehenswert ist die wunderschöne, dicht am Wasser gelegene Medina (Altstadt), zu der man durch das imposante Stadttor Skiffa El Kahla gelangt. Direkt neben dem Stadttor stellt das kleine Musée Régional de Mahdia (Regionalmuseum) u.a. Mosaiken, Schmuck und Fundstücke aus punischer und römischer Zeit aus. Auf dem Wochenmarkt verkaufen die Weber Mahdias ihre berühmten Seidenstoffe. Es lohnt sich aber auch ein Besuch der Großen Moschee, der Festung Bordj el Kebir oder des alten Fischerhafens. Ein Spektakel der besonderen Art gibt es zu bestaunen, wenn die Fischer nachts in ihren Kuttern und mit den Fischerlampen das Meer zum Leuchten bringen.

Matmata

Im Dahargebirge mit seinen engen Schluchten und kahlen Bergen versteckt sich zwischen den kegelförmigen Hügeln eine kleines Wunder: Die Matmata. Die berühmten Höhlenwohnungen der Berber sind weltweit einzigartig. Bis zu 10 Meter tief reichen sie in die Erde und bieten einen hervorragenden Schutz gegen Sommerhitze und kalte Winde. Marabouts sind Heiligtümer, deren weiß getünchte Kuppeln aus der Erde ragen. Die Jahrhunderte alten Matmata sind die Touristenattraktion der Region schlechthin. Hier wurden auch einige berühmte Filme, wie zum Beispiel "Krieg der Sterne" gedreht. Für Tagestouren bieten sich umliegende Berberdörfer wie Tamezret, Taoujout, Hadej oder Beni Aissa an.

Medenine

Die Stadt Medenine war früher eine wichtige Station für Karawanen. Viele der 35 originalen Ksour (befestigte Zitadellen) existieren heute nicht mehr. Sie wurden entweder abgerissen oder umgebaut. Die verbliebenen Ksour dienen heute als Hotels oder Restaurants. In einigen befinden sich kleine Läden, in denen man Beduinenschmuck kaufen kann. Auf einer Rundfahrt von Medenine nach Foum Tataouine kann man weitere Ksour besichtigen. So zum Beispiel Ksar Djouama, Beni Kheddache oder Haddada. Die schönsten Berg-Ksour sind Ouled Soltane, südlich von Tataouine und Chenini im Westen. Südlich der nahegelegenen Dörfer Tataouine, Remada und Borj Bourguiba liegen die Ausläufer der Sahara. Ein Ausflug dorthin lohnt sich auf jeden Fall.

Monastir

Monastir liegt im Golf von Hammamet dort, wo einst die antike phönizisch-römische Stadt Ruspina stand. Heute ist die Stadt ein beliebter Badeort. Das milde Klima, die feinen Sandstrände und das glitzernde Meer verleihen Monastir einen einzigartigen Charme. Die komfortablen Hotels ermöglichen einen entspannten Urlaub mit oder ohne Familie. Auch Aktivsportler kommen auf ihre Kosten: Segeln, Surfen, Tauchen, Reiten, Tennis, Golf und vieles mehr stehen zur Auswahl. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehört die Festung Ribat, eine der ältesten Festungsanlagen Nordafrikas. Das dort integrierte Museum der islamischen Kunst ist einen Besuch wert. Sehenswert sind auch die Bourguiba-Moschee und das benachbarte Bourguiba-Mausoleum mit seinem goldenen Kuppeldach. Während der Hochsaison locken zahlreiche Feste und Pferderennen nach Monastir. Als Ausflugsziele in der Umgebung bieten sich Sousse, Kairouan oder Moknine an.

Nabeul

Nabeul liegt an der Südseite der Halbinsel Cap Bon, ungefähr 10 Kilometer östlich von Hammamet. Ihren Namen verdankt Nabeul den Griechen. Diese hatten "Neapolis" (neue Stadt) wohl an gleicher Stelle gegründet. Das Ausgrabungszentrum Neapolis liegt südlich des Stadtzentrums. Die Funde werden zum Teil in einem kleinen archäologischen Museum ausgestellt. Nabeul gehört außerdem zu den wichtigsten Töpferstädten Tunesiens. Die handgearbeiteten Töpferwaren sind ein einzigartiges Andenken. Sehenswert ist auch der Kamelmarkt, der jeden Freitag viele Besucher anlockt. Etwa eine Autostunde entfernt liegt das malerische Korbous. Auch das nahe gelegene Fischerstädtchen Sidi Daoud lohnt einen Tagesausflug.

Nefta

Die Oase Nefta liegt nördlich des riesigen Salzsees Chott el Djerid. Die einstige Karawanenstation ist eine der schönsten Oasen Tunesiens. Nefta bietet einige architektonische Besonderheiten. Neben der typischen Lehmziegelarchitektur finden sich in der heiligen Stadt des Djerid über 100 Marabouts (heilige Grabmäler) und 40 Moscheen. Die Altstadt von Nefta mit ihren Souks, engen Gassen und hohen Mauern ist ebenfalls einen Besuch wert. Unvergesslich bleibt eine Kutsch- oder Fahrradfahrt durch die Oase. Empfehlenswert ist auch ein Ausflug in die Umgebung von Nefta. Nördlich liegen die Dörfer Chebika, Tamerza und Mides. Im Südosten befindet sich Douz.

Ostküste von Tunesien

Die über 800 km lange Ostküste Tunesiens bietet u.a. Hügellandschaften mit Gärten und Oliven-, Granatapfel- und Mandelbaumhainen sowie lange Sandstrände und felsige Klippen. Die Ostküste ist auch bekannt für ihre traditionellen Webstoffe und ihren Goldschmuck. Kleine Museen stellen zum Beispiel Sammlungen mit jahrhundertealtem Goldschmuck aus. Viele der Städte und Dörfer stehen auf den Ruinen römischer und punischer Siedlungen. Die meisterhaften und wunderschönen Mosaiken und Artefakte aus römischer Zeit, die im archäologischen Museum von Sousse und im El Jem Museum von El Jem ausgestellt sind, spiegeln die große Vielfalt der römischen Künste und den damaligen Wohlstand dieser Gegend wider.

Port el Kantaoui

Die Hafenstadt Port el Kantaoui liegt etwa 10 Kilometer nördlich von Sousse und wird deshalb auch gerne Sousse-Nord genannt. Die Stadt wurde speziell für Touristen gebaut und bietet neben einem Jachthafen und einem Golfplatz diverse Einkaufsmöglichkeiten. Zahlreiche Cafés und Restaurants laden zum Flanieren und Schlemmen ein. Die im maurischen Stil gebauten Hotels und Bungalows sind ideal für Familienurlaube. Einen Besuch wert sind der Hannibal-Park, ein riesiger Freizeit- und Vergnügungspark, oder der Acqua Palace. Durch den etwa 40 Kilometer entfernten Flughafen in Hammamet ist Port el Kantaoui gut und schnell zu erreichen.

Raf Raf

Wer einen unvergesslichen Strandurlaub erleben möchte, sollte nach Raf Raf reisen. Die kleine Stadt liegt etwa 40 Kilometer östlich von Bizerte. Sie besteht aus der eigentlichen Stadt, die oberhalb der Küste liegt, und dem Raf Raf Plage. Die Stadt bietet einen wunderbaren Blick auf das Mittelmeer. Direkt am Strand liegen die Hotels sowie die meisten Restaurants und Cafés. Raf Raf ist im Sommer wegen seines milden Klimas auch ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge der Einwohner aus dem nahe gelegenen Tunis. Pauschal- und Individualurlauber können einen Abstecher nach Raf Raf mit einem Besuch der archäologischen Grabungsstätte Utica und den dortigen archäologischen Sehenswürdigkeiten verbinden.

Sfax

Tunesiens zweitgrößte Stadt Sfax liegt direkt am Meer. Sie ist zwar kein touristisches Zentrum, aber dennoch einen Besuch wert, was vor allem an der wunderschönen Medina (Altstadt) liegt. Diese ist von einer historischen Stadtmauer umgeben. Besondere Attraktionen sind der Souk de Forgerons (Markt der Schmiede) und die Große Moschee (9. Jh.). Sfax hat drei interessante Museen zu bieten: Ein Volkskundemuseum, ein archäologisches Museum und das Museum "La Kasbah". Auch in der Umgebung locken kulturelle Sehenswürdigkeiten: Etwa 12 Kilometer südlich liegt die Ausgrabungsstätte Thaenae mit gut erhaltenen Resten einiger Bäder, einer Kirche und eines Friedhofs. Vom antiken Taparura, das etwa drei Kilometer von Sfax entfernt liegt, sind leider nur wenige Überreste erhalten. Noch weiter südlich von Sfax liegen bezaubernde Badeorte wie Sousse oder Mahdia. Die Inselgruppe Kerkennah mit ihren traumhaften Stränden ist direkt von Sfax aus per Fähre oder Boot in weniger als einer Stunde zu erreichen.

Sousse

Sousse ist Tunesiens drittgrößte Stadt und seit mehr als 3000 Jahren eine der wichtigsten Hafenstädte am Mittelmeer. Sie wurde bereits um 900 v. Chr. von den Phöniziern unter dem Namen Hadrumet gegründet. Die sehr schöne Medina (Altstadt) des heutigen Sousse hat ihren Ursprung im 9. Jh. n. Chr. Sie liegt innerhalb einer Stadtmauer mit fünf noch erhaltenen Toren und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sehenswert sind die vielen bunten Moscheen. Zu den bekanntesten gehören die Hauptmoschee und die Bou-Fatata-Moschee, die älteste Moschee der Stadt. Eine Besichtigung des Ribat, ein ehemaliger Wehrturm, lohnt sich schon wegen des einmaligen Blicks über die Medina. Auch die Kasbah, eine Festung aus dem Jahr 844, und der dazu gehörige Leuchtturm Khalaf al-Fatâ sind einen Besuch wert. Die Kasbah beherbergt heute ein archäologisches Museum.

Tabarka

Tabarka liegt etwa 140 Kilometer westlich von Bizerte direkt am Mittelmeer. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen eine Basilika aus dem 19. Jahrhundert, die Ruinen zweier Festungen aus türkischer Zeit und ein kleines Museum. Tabarka gilt immer noch als Geheimtipp. Das ganzjährig milde Klima lockt Erholungs- und Aktivurlauber gleichermaßen. Besonders beliebt sind Schnorchel- und Tauchkurse. Denn die Tauchspots von Tabarka mit ihren wunderschönen Korallenbänken sind weithin bekannt. Ein Ausflug mit einem der mittelalterlichen Piratenschiffe ist ein einmaliges Erlebnis. Wanderungen durch die bergigen Regionen zwischen Tabarka und Ain Draham führen durch Wiesen, Felder, Wälder und traditionelle Berberdörfer. Tabarka bietet außerdem acht Golfplätze. Auch Ausflüge in die nähere Umgebung lohnen sich. Im Winter sind beispielsweise die nahegelegenen Skigebiete gut zu erreichen.

Tataouine

Tataouine ist das touristische Zentrum im Süden Tunesiens. Die Gegend um Tataouine ist berühmt für ihre beeindruckenden Ksour (Speicherburgen der Berber). Die riesigen Festungen dienten früher als Speicherburgen und sind absolut sehenswert. Das Ksar Ouled Soltane gehört zu den schönsten in ganz Tunesien. Auch die umliegenden Beberdörfer Chenini und Douiret mit ihren in die Berge gebauten Ksour sind einen Besuch wert. Jedes Jahr Ende März findet hier das 3-tägige Festival der Ksour mit Kamel- und Pferderennen statt. Bei den Aufführungen mit regionalen Tänzen und Liedern und verschiedenen Musikgruppen fühlt man sich wie in eine andere Welt versetzt. Von Djerba oder Zarzis aus ist Tataouine innerhalb von zwei Stunden erreichbar.

Tozeur

Die Oasenstadt Tozeur liegt im Süden Tunesiens und ist die Hauptstadt des Djerid – eine Kette von Oasen. Sie ist mit über 1,5 Millionen Palmen die größte Oase des Landes. Die Oase kann man auf Wunsch auf einer Esel- oder Kameltour besichtigen. Berühmt ist Tozeur auch für die einzigartige Lehmziegelarchitektur und ihre verwinkelte Altstadt. Sehenswert sind der Wüstenzoo mit verschiedensten Reptilien und der Vergnügungspark "Milles et une nuit". Auch das Kulturzentrum "Dar Cherait" mit dem angegliederten Museum "Les Trésors de Tunisie" lohnt einen Besuch. Abgesehen von der zauberhaften Umgebung ist Tozeur der perfekte Urlaubsort für Extremsportler. Angefangen bei Quad-, Motorrad- und Mountainbiketouren durch die Sand- oder Steinwüste über Flüge mit Heißluftballons bis hin zu Speedsailing auf dem Salzsee Chott el Djerid ist alles geboten. Die Stadt ist außerdem der ideale Ausgangspunkt für Safaris in die Sahara.

Tunis

Tunis, die moderne Hauptstadt am Golf von Tunis, erinnert an eine Mischung aus 1001 Nacht und Großstadtdschungel. Die Stadt wartet mit stolzen 700 historischen Baudenkmälern auf, die sich über die Ville Nouvelle (Neustadt) und die historische Medina (Altstadt) verteilen. Die verwinkelte Medina mit ihren bunten Souks ist ebenso unvergesslich wie die für Tunis typische Art-Deco-Architektur. Unbedingt sehenswert ist das berühmte Bardo-Museum mit der weltweit größten Sammlung römischer Mosaike. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Olivenbaummoschee "Djamaa Ez-Zitouna", das Opernhaus, das Mausoleum Tourbet El Bey und drei Medersen (Koranhochschulen). Auch die Kathedrale von Tunis ist einen Besuch wert. Ein beliebtes regionales Ausflugsziel sind die im Norden der Stadt gelegenen Belvédère-Hügel. Dort kann man im Belvédère-Park flanieren oder den Zoo besuchen. Südöstlich von Tunis liegen Hammam-Lif und die Ruinen eines römischen Thermalbades. Die Vororte von Tunis (Karthago, Sidi Bou Said, Gammarth, La Soukra, La Goulette) sind sehr bekannt und es lohnt sich ein Ausflug dorthin.

Yasmine Hammamet

Yasmine Hammamet wurde in den 1990er Jahren geschaffen. Das künstliche Paradies liegt im nördlichen Teil des Golfs von Hammamet. Neben einer Vielzahl an Hotels gibt es eine Marina, einen Jachthafen, eine neu konstruierte Medina, ein Kasino, eine Eislaufbahn, Restaurants und Diskotheken. Besonders der typisch arabische Souk lockt viele Besucher an. Auch die kilometerlange Strandpromenade, diverse Strandclubs, zahlreiche Cafés und zwei Golfplätze gehören zu dem Komplex. Seit 2003 ist der Freizeitpark Medina Mediterrane die Attraktion von Yasmine Hammamet. Er wurde im Stil der Neuen Medina erbaut und bietet ein riesiges Unterhaltungsangebot. Eine Märchenwelt und der Abenteuerpark Karthage-Land sind nur zwei davon.

Zarzis

Die Küstenstadt Zarzis besteht aus mehreren kleinen Oasen und liegt etwa 60 Kilometer von Djerba entfernt. Der südlichste Badeort Tunesiens entstand auf den Ruinen des römischen Gergis. Schöne Strände und zahlreiche Hotels ermöglichen einen erholsamen Urlaub. Neben der stolzen Zahl von über 100.000 Palmen und 700.000 Olivenbäumen gibt es in Zarzis eine Moschee und ein volkskundliches Museum zu besichtigen. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Insel Djerba. Sie ist mit Bus oder Taxi gut zu erreichen.