Lac Abbe Flamingos and Rock Formation, Djibouti
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© iStockphoto / Thinkstock

Djibouti Reiseführer

Key Facts
Offizielle Landesbezeichnung

Republik Djibouti.

Gebiet

23.200 qkm.

Bevölkerung

899.598 (UNO Schätzung 2016).

Bevölkerungsdichte

35 pro qkm.

Hauptstadt

Djibouti.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1977. Verfassung von 1992. Nationalversammlung (Assemblée Nationale) mit 65 Mitgliedern (33 Issa, 32 Afar), auf fünf Jahre gewählt. Unabhängig seit 1977 (ehemalige französische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Ismail Omar Guelleh, seit 1999.

Regierungschef

Abdoulkader Kamil Mohamed, seit März 2013.

Elektrizität

220 V, 50 Hz.

Djibouti war ursprünglich die Heimat von Nomadenstämmen, deren Hauptvertreter, die Afar und die Issa, eng mit Äthiopien und Somalia verbunden sind. Im Jahr 1862 unterschrieben die französischen Besatzer einen Vertrag, in dem sie den Afar-Anführern Land an der nördlichen Küste übertrugen. Während der folgenden Jahrzehnte wurde die Beziehung zu Frankreich immer enger.
Französisch-Somaliland, wie Djibouti damals hieß, wurde 1945 zum Französischen Überseegebiet und 1967 zum Französisches Afar- und Issa-Territorium. Unabhängigkeit von Frankreich erlangte Djibouti im Jahr 1977.
Da Djibouti den Zugang zum Roten Meer kontrolliert, ist es von großer strategischer Bedeutung. Während des Golfkrieges war hier die französische Armee stationiert, die nach wie vor in der Region präsent ist und direkt und indirekt mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes von Djibouti erzeugt.
 

Reisewarnung

Dschibuti

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 15.06.2016
Unverändert gültig seit: 03.06.2016



Aktuelle Hinweise

Bis auf weiteres wird von nicht unbedingt notwendigen Reisen in entlegene Gebiete Dschibutis dringend abgeraten. Für Ausländer besteht ein erhöhtes Anschlags- und Entführungsrisiko. 

Reisende sollten daher vor allem auf öffentlichen Plätzen, in Restaurants, Bars und Einkaufszentren, an religiösen Stätten, beim Besuch von internationalen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter sowie exponierten touristischen Sehenswürdigkeiten besondere Aufmerksamkeit walten lassen. Vergnügungslokale und Restaurants im Stadtzentrum sollten ebenso wie größere Menschenansammlungen und Demonstrationen vollständig gemieden werden. Es wird empfohlen, die aktuellen Nachrichten zu verfolgen und den Anweisungen der dschibutischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus / Kriminalität

Im Mai 2014 kam es in Dschibuti zu einem terroristischen Anschlag auf ein auch von Ausländern besuchtes Restaurant. Dabei wurden mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt.

Durch die exponierte Lage Dschibutis am Horn von Afrika, die Entsendung eines dschibutischen Kontingents zu den Kräften der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) und die starke westliche Truppenpräsenz in Dschibuti besteht die Gefahr fortgesetzter terroristischer Anschläge sowie das Risiko gezielter krimineller Übergriffe und Entführungen. Die Drohung der somalischen al-Shabaab-Miliz mit Vergeltungsaktionen in Reaktion auf die Beteiligung des dschibutischen Militärs an der AMISOM-Mission in Somalia ist ernst zu nehmen.

In wenig bevölkerten und grenznahen Landesteilen Dschibutis (nördlich des Golfs von Tadjoura, westlich des Lac Assal, südlich an der Grenze zu Somalia/Somaliland) sind reguläre Sicherheitskräfte nur spärlich vertreten. Im Norden war in den letzten Jahren wiederholt eine bewaffnete Gruppe von aufständischen Afar aktiv.  

 Die Grenzregion zu Eritrea sollte wegen des ungelösten Grenzkonflikts gemieden werden.

Piraterie

Wegen Piratenüberfällen wird für die Schifffahrt östlich von Dschibuti entlang der somalischen Küste auf die Reisewarnung für Somalia und den Golf von Aden verwiesen (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/SomaliaSicherheit.html ).

Minengefahr

2004 erklärte die Regierung mehrere Minenräumprojekte für erfolgreich abgeschlossen. Dennoch sollten die Küstenstraße nach Obock und andere Pisten nicht verlassen werden.

Sonstiges

Die Sicherheitskontrollen (Personen, Gepäck, Fracht) des Internationalen Flughafens Mogadischu bei Abflug von kommerziellen Fluggesellschaften entsprechen nicht europäischen Standards. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko für dort abfliegende Maschinen von Fluglinien, die auf ihrem Zwischenstopp in Dschibuti Passagiere nach Europa aufnehmen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de