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Costa Rica: Mobilität vor Ort

Flugreisen

Die Fluggesellschaft SANSA (RZ) bedient den regionalen Flugverkehr und verbindet San José mit zahlreichen Orten des Landes.

 

Straßenverkehr

Das Straßennetz hat eine Gesamtlänge von ca. 36.000 km; nur ca. 6.500 km sind asphaltiert.

Die zweispurig ausgebaute Panamericana durchquert von der Grenze nach Nicaragua bis zur Grenze nach Panama ganz Costa Rica und führt über San José. Gut ausgebaute Straßen verbinden San José mit allen größeren Städten.

Maut: Viele Autobahnstrecken sind in Costa Rica gebührenpflichtig und in bar zu bezahlen. Nur auf der Strecke zwischen San José und Caldera gibt es ein elektronisches Zahlsystem.

Tankstellen sind zumeist rund um die Uhr geöffnet; die Bezahlung ist meistens nur in bar möglich. Reisende sollten Tankmöglichkeiten nutzen, da die Tankstellendichte oft eher gering ist.

Links- / Rechtsverkehr

Rechtsverkehr

Straßenqualität

Die Panamericana und die Straßen von San José zu anderen größeren Orten sind asphaltiert. Auf Nebenstraßen ist mit zahlreichen Schlaglöchern zu rechnen; hier sind Allrad-Fahrzeuge empfehlenswert.

Autoverleih

Mietwagen sind an Flughäfen und in den Städten erhältlich. Die Fahrer müssen mindestens 18 Jahre alt sein (je nach Fahrzeugkategorie) und seit mindestens einem Jahr einen Führerschein besitzen. Bei Fahrern unter 25 Jahren wird oft eine Jungfahrergebühr erhoben. Von einigen Autovermietern wird ein Maximalalter von 75 Jahren angegeben.

Taxi

In San José gibt es zahlreiche rote Taxis; orangefarbene Taxis fahren nur zum Flughafen und sind teurer. Reisende sollten unbedingt darauf achten, dass der Taxameter eingeschaltet ist oder den Fahrpreis vorab vereinbaren, um Überraschungen am Zielort zu vermeiden.

Reisebus

Ab San José bestehen mehrmals täglich regelmäßige Busverbindungen zu den wichtigsten Touristenorten.

Busse verbinden außerdem zu günstigen Preisen die meisten Städte des Landes. San José ist hier Drehkreuz; zwischen den anderen Städten gibt es zumeist keine Direktverbindungen.

Es werden außerdem zahlreiche Rundreisen angeboten; oft mit Abholung vom Hotel. Auskünfte erteilt das Fremdenverkehrsamt in Costa Rica (s. Adressen).

Bestimmungen

Verkehrsbestimmungen:
- Promillegrenze: 0,5 ‰;
- für Motorräder und Mopeds herrscht ganztags Lichtpflicht;
- Kraftfahrzeuge müssen mit zwei Warndreiecken, einem Verbandskasten und einem Feuerlöscher ausgestattet sein;
- Kinder, die kleiner als 1,45 m und jünger als 12 Jahre sind, dürfen nur auf dem Rücksitz in altersgerechten Kindersitzvorrichtungen befördert werden.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
- innerorts: 40 km/h;
- auf Nebenstraßen: 60 km/h;
- auf Hauptstraßen: 80-100 km/h (Beschilderung beachten!).

Pannendienste

Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (89) 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (89) 76 76 76.

Der ADAC-Partnerclub ist der Automóvil Club de Costa Rica (ACCR) in San José, Tel. +506 (2) 220 04 43. 

Unterlagen

Bei einem touristischen Aufenthalt von maximal bis zu sechs Monaten ist der nationale Führerschein in Verbindung mit dem Reisepass zwar so lange ausreichend, wie vom Grenzbeamten bei der Einreise gestattet. Um Schwierigkeiten zu vermeiden, wird jedoch empfohlen, zusätzlich den Internationalen Führerschein mitzuführen.

 

In der Stadt unterwegs

Der Stadtverkehr in Costa Rica wird hauptsächlich durch Busse, Taxis und Privatfahrzeuge geprägt. San José bildet das Zentrum des nationalen Verkehrsnetzes. In der Hauptstadt sowie den Städten der Gran Área Metropolitana (Heredia, Alajuela und Cartago) kommt es insbesondere an Werktagen während der Hauptverkehrszeiten regelmäßig zu erheblichen Verkehrsstaus. Dadurch können selbst kurze Strecken deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Öffentliche Busse sind das wichtigste Verkehrsmittel. In San José betreiben private Busunternehmen ein dichtes Liniennetz, das die Innenstadt mit den Vororten und Nachbarstädten verbindet. Die Fahrpreise sind günstig, allerdings können die unterschiedlichen Abfahrtsorte und das Fehlen eines zentralen Busbahnhofs für Ortsunkundige unübersichtlich sein. Auch in kleineren Städten verkehren zuverlässige Stadtbusse.

Ein Nahverkehrszug verbindet San José mit Heredia, Cartago, Alajuela und weiteren Vororten. Das Angebot richtet sich vor allem an Berufspendler und verkehrt überwiegend während der Hauptverkehrszeiten an Werktagen.

Taxis sind in allen größeren Städten leicht verfügbar. Offizielle rote Taxis verkehren landesweit, während am internationalen Flughafen Juan Santamaría orangefarbene Flughafentaxis eingesetzt werden. Darüber hinaus sind Fahrdienste wie Uber insbesondere in San José und anderen größeren Städten weit verbreitet.

In einigen Stadtvierteln, etwa Barrio Escalante oder Teilen der Innenstadt von San José, sowie in touristischen Orten wie La Fortuna, Puerto Viejo de Talamanca und Tamarindo lassen sich viele Ziele gut zu Fuß erreichen. Allerdings können unebene Gehwege, dichter Verkehr und eine teilweise unzureichende Fußgängerinfrastruktur das Gehen erschweren.

In vielen Küstenorten und kleineren Gemeinden werden für kurze Strecken häufig Fahrräder, Motorroller und Golfcarts genutzt. In Regionen wie Tortuguero gehört zudem der Bootsverkehr zum alltäglichen Nahverkehr.

Auf immer mehr Buslinien sowie im Nahverkehrszug kann inzwischen kontaktlos mit dem elektronischen Bezahlsystem SINPE-TP bezahlt werden.

Bahn

Überland- und Güterzüge verkehren zwischen San José und Heredia, Pavas, Belén, Cartago, Alajuela sowie Paraíso.

 

Reisen auf dem Wasser

Der Schiffsverkehr spielt in Costa Rica vor allem in Küsten- und Regenwaldregionen eine wichtige Rolle, wo Flüsse, Kanäle und Meeresbuchten häufig bessere Verkehrswege als Straßen bieten. Ein landesweites Fährnetz gibt es zwar nicht, in einigen Regionen sind Boote jedoch unverzichtbar.

Ein bekanntes Beispiel ist Tortuguero an der Karibikküste. Der Ort ist in der Regel nur per Boot oder Flugzeug erreichbar. Boote verkehren über ein weit verzweigtes Kanalsystem zwischen Tortuguero und Anlegestellen auf dem Festland, darunter La Pavona und Moín.

An der Pazifikküste verbinden Autofähren den Hafen von Puntarenas mit den Orten Paquera und Playa Naranjo auf der Nicoya-Halbinsel. Die Fähren befördern Passagiere, Fahrzeuge und Güter und werden sowohl von Einheimischen als auch von Reisenden genutzt. Sie sind ein wichtiger Verkehrsweg zu beliebten Urlaubszielen wie Montezuma und Santa Teresa.

Auch auf der Osa-Halbinsel, in der Drake Bay und am Golfo Dulce gehören Bootsverbindungen zum Alltag. In einigen abgelegenen Küstenregionen sind Boote die wichtigste Möglichkeit, Lodges, Strände und kleinere Siedlungen zu erreichen.

Im Landesinneren werden auf verschiedenen Flüssen Bootsfahrten angeboten. Besonders im Tortuguero-Nationalpark zählen Fahrten durch die Kanäle zu den beliebtesten Naturerlebnissen.

Fahrpläne und Verbindungen können insbesondere während der Regenzeit von Mai bis November aufgrund von starkem Regen oder hohem Wellengang kurzfristig geändert oder vorübergehend eingestellt werden. Es empfiehlt sich daher, Abfahrtszeiten vor Ort zu überprüfen.