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Stadtgeschichte von Buenos Aires

Buenos Aires, gegründet 1536 von dem spanischen Entdecker Pedro de Mendoza, wurde benannt nach der Schutzpatronin der Seefahrer, Santa María del Buen Ayre (span. Heilige Maria des Guten Windes). Nachdem Mendozas erste Siedlung (im heutigen Stadtteil San Telmo) aufgegeben wurde, wurde im späten 16. Jahrhundert - angeführt von einem anderen abenteuerlichen Spanier namens Juan de Garay - ein zweiter und erfolgreicher Versuch unternommen, eine Stadt zu gründen. Während des 17. und 18. Jahrhundert wuchs Buenos Aires schnell, und im Hafen florierte der Handel.

Als die Briten zu Beginn des 19. Jahrhunderts ins Land einfielen, schafften sie es nicht, die Stadt einzunehmen. 1810 formierte sich unter den Argentiniern eine Bewegung, die für die Freiheit von der spanischen Herrschaft kämpfte; die Unabhängigkeit wurde sechs Jahre später erreicht.

Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einer Masseneinwanderung nach Buenos Aires, als Arbeitskräfte aus dem Ausland für die Arbeit in der Landwirtschaft und den Bau der Eisenbahnstrecken ins Land gebracht wurden. Diese Entwicklung endete Mitte des 20. Jahrhunderts, als Investitionen aus dem vom Krieg zerstörten Europa ausblieben und sich die Wirtschaft des Landes verschlechterte. Einwanderer kamen aus anderen Teilen Argentiniens und waren gezwungen, in Slums zu hausen. Diese wurden auch treffend als Villas Miseria beschrieben.

Eines der bekanntesten Ereignisse in der jüngeren Geschichte Buenos Aires war die Wahl des Präsidenten Juan Perón im Jahr 1946. Starke sozialistische Wurzeln machten ihn unter der Arbeiterklasse populär, ebenso wie seine viel gefeierte Ehefrau Eva Perón, auch bekannt als Evita.

Anti-Perón-Kräfte waren zahlreich und bombardierten mit Unterstützung der eigenen argentinischen Armee den Plaza de Mayo, um Perón zu vertreiben. Dieser Versuch gelang zunächst nicht, doch Perón wurde später insgesamt zwei Mal von der Macht entfernt – das letzte Mal im Jahr 1976, und es folgte eine brutale Militärdiktatur, die bis 1983 andauerte. Nach der Niederlage im Falklandkrieg kehrte Argentinien zu einer demokratischen Regierung zurück.

2001 erlebte Argentinien einen katastrophalen wirtschaftlichen Absturz, der Buenos Aires erstarren und verzweifeln verließ. Es kam zu vielen zum Teil sehr heftigen Protesten in der Hauptstadt. Proteste sind heute noch häufig in Buenos Aires, besonders auf der Avenida de Mayo. Aber obwohl die aktuelle Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner sicherlich nicht nur Befürworter hat, ist die Stadt ein sehr viel ruhigerer und stabilerer Ort als vor einem Jahrzehnt geworden.