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Stadtgeschichte von Kairo

Obwohl Kairo heute Ägyptens Hauptstadt und mit 16 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes ist, hat es seine bedeutende Stellung in Ägyptens langer Geschichte erst vor historisch gesehen kurzer Zeit erlangt.

Kairo existierte noch nicht, als man die Pyramiden von Gizeh baute. Zu jener Pharaonen-Zeit war die 24 km südlich gelegene Stadt Memphis Hauptstadt. Kairo wurde erst im Jahre 116 n. Chr. gegründet, als die Römer ein altes persisches Fort am Nil wieder aufbauten, welches als „Babylon in Ägypten” bekannt war, dem heute ältesten Bezirk der Stadt.

Ab dem Ende des 9. Jahrhunderts drückte eine Folge von arabischen Herrschern der Stadt ihren Stempel auf: Ibn Tulun baute seine königliche Stadt el-Qatai und die Fatimiden die ummauerte Stadt el-Qahira, von der Kairo seinen Namen bezieht.

Im 13. Jahrhundert kamen die Mameluken zur Macht, eine Kaste türkischer Soldaten-Sklaven, danach regierten die Ottomanen, die Franzosen unter Napoleon, und zuletzt die Briten. Die verschiedenen Herrscher haben die Errichtung der jüdischen, christlichen und islamischen Religionen gefördert.

Muhammad Ali Pasha galt als Begründer des modernen Ägyptens, mit sozialen und wirtschaftlichen Reformen im frühen 19. Jahrhundert. Sein Enkel Ismail Pascha führte den Modernisierungsprozess weiter. Das moderne Kairo wurde im Jahr 1863 geboren, als Herrscher Ismail die Stadt entlang des Nils im Stil der großen europäischen Städte, vor allem inspiriert durch die breiten Boulevards von Paris, erweiterte. Sein Vermächtnis ist noch im heutigen Stadtzentrum Kairos zu sehen.

Schulden führten zur Besetzung durch die Briten, die weit bis ins 20. Jahrhundert andauerte. Große Demonstrationen führten 1922 zu Ägyptens Unabhängigkeit und Sultan Ahmad Fuad wurde König Fuad I. Sein Sohn König Farouk I. heiratete später Königin Farida Zulficar.

Nach dem Sturz des Königs im Jahre 1952 wurde der nördliche Teil des Landes zur Republik Ägypten, der südliche 1956 zur Republik Sudan. Von diesem Zeitpunkt an stieg Kairo zur Hauptstadt der arabischen Welt auf. Die große und schnell wachsende Bevölkerung hat Kairo zur größten Stadt in Afrika und der muslimischen Welt werden lassen.