Reise nach Dänemark: Tipps für erholsamen Urlaub an der Nordsee - Nyhavn, Copenhagen, Denmark

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Reise nach Dänemark: Tipps für erholsamen Urlaub an der Nordsee

Bei einem Urlaub in Dänemark gibt es für Besucher viel zu entdecken: malerische Sandstrände, prächtige Landschaften oder komfortable Ferienhäuser. Vor allem die Nordseeküste ist als riesiges Dünen-Paradies bekannt. Dieser Beitrag informiert über die Einreise nach Dänemark und über Wissenswertes zur Nordseeküste des Landes.

Nach Dänemark einreisen

In der Hauptreisezeit fahren besonders viele Menschen in den Urlaub an die Nordsee. Aber auch für beliebte Sommer-Kreuzfahrtreisen ist die dänische Küste beliebtes Ausflugsziel. Deshalb besteht im Sommer an den Grenzübergängen zeitweilig ein hohes Verkehrsaufkommen. Außerdem sollten internationale Besucher wissen, dass Dänemark seit Anfang 2016 laut Informationen des Auswärtigen Amts stichprobenweise Grenzkontrollen durchführt. Auch dadurch kann es an der dänisch-deutschen Grenze durchaus zu Wartezeiten kommen.

Wer bei der Einreise nach Dänemark die gültigen Ausweispapiere vergessen hat, bekommt gegebenenfalls Schwierigkeiten. Mitunter werfen die Behörden dem Fahrer Menschenschmuggel vor und ordnen infolgedessen unverzüglich Untersuchungshaft an. Aus diesem Grund sollten bei der Einreise nach Dänemark keine unbekannten Personen im eigenen Auto mitgenommen werden. Um stressfrei einzureisen, darf der Personal- oder Reisepass nicht fehlen und muss stets griffbereit sein.

Außerdem gilt es, die Zollbestimmungen Dänemarks zu beachten. Internationalen Gästen ist es gestattet, eine begrenzte Anzahl an Lebensmitteln und Waren ins Land einzuführen. Bis zu zehn Liter Alkohol, 800 Zigaretten, 200 Zigarren sowie ein Kilo Tabak sind für den persönlichen Bedarf erlaubt.

In Dänemark günstig übernachten

Wer in Dänemark übernachten möchte, dem stehen unterschiedliche Möglichkeiten offen.

  • Wer nicht unbedingt eine Metropole wie Kopenhagen erkunden möchte, kann vom landesüblichen „Jedermannsrecht“ Gebrauch machen. Offiziell ist wildes Zelten im Land zwar untersagt, doch lockerte die Regierung diese Regel für ein Dutzend öffentliche Wälder auf. An Stellen mit roten oder weißen Pfeilen darf man sein Zelt aufschlagen.
  • Wer wandert, Rad fährt oder segelt, kann auf einem von insgesamt 750 Naturlagerplätzen unterkommen. Die Übernachtung ist entweder komplett kostenfrei oder kostet nicht mehr als 30 Kronen – etwa vier Euro – pro Nacht. Ein Drittel der Naturlagerplätze ist zudem mit Schutzhütten ausgestattet, was ein selbst mitgebrachtes Zelt nicht erforderlich macht. Vier bis sechs Personen finden in den gemütlichen Hütten Platz.
  • Eine schöne wie komfortable Übernachtungsmöglichkeit im Dänemark-Urlaub an der Nordsee sind geräumige Ferienhäuser. Darin heißen die Dänen oftmals auch Hunde herzlich willkommen. Häufig schließt sich an das großzügige Ferienhaus ein kleiner Garten an, der dem vierbeinigen Freund genügend Platz zum Auslauf bietet. Meist gehören die Ferienhäuser Privatpersonen, die neben der Einrichtung einen großen Teil relevanter Urlaubsutensilien bereitstellen.

Die Strände der dänischen Nordseeküste erkunden

Bei durchschnittlichen Temperaturen von angenehmen 19 Grad laden die dänischen Nordseeküsten zu einem Spaziergang ein. Die insgesamt 7314 Kilometer lange Küste ist für jedermann zugänglich. Dies ist im wahrsten Sinne des Wortes zu verstehen. An vielen Abschnitten der Küste gibt es rollstuhlgerechte Wege oder Autoparkplätze. Außerdem kennen die Dänen keine Kurtaxe. Liegestühle und die an der Ostsee beliebten Strandkörbe finden sich hier jedoch selten.

Eine liberale Einstellung haben die Dänen auch zum Thema Nacktbaden am Strand. Anders als in anderen europäischen Ländern sind die FKK-Strände in Dänemark nicht ausgewiesen. Denn an und für sich haben die Dänen gegen FKK nichts einzuwenden. Ausnahmeregelungen herrschen lediglich an beliebten Stränden auf Holmsland Klit oder am Henne Strand vor.

Abseits vom Badevergnügen weckt das Dünenparadies der dänischen Strände Entdeckerlust. Zwar ist die Landschaft rau und karg, doch tut dies der Lebensfreude keinen Abbruch. Die meist menschenleere, weite Landschaft trägt relativ schnell zu einem entspannten Urlaubsfeeling und zu Gelassenheit bei. Möglicherweise ist sie der Ursprung des dänischen Sprichwortes, das übersetzt „es wird schon irgendwie gehen“ heißt.

Ein charakteristisches Bild an den Nordseestränden geben die kleinen Fischerboote ab.

Ein charakteristisches Bild an den Nordseestränden geben die kleinen Fischerboote ab.

Ausgelassen zu Heavy Metal im kleinen Fischerörtchen Agger feiern

Normalerweise gehört das zwischen Nordsee und dem Limfjord gelegene Fischerörtchen „Agger“ zu den ruhigsten Ferienorten in ganz Dänemark. Nur selten kommen Touristen – abgesehen von den Erholungssuchenden – aufgrund mangelnder Sehenswürdigkeiten hierher. Zu stark war der Einfluss der Natur in der Vergangenheit: Bis auf die Fischerei gedieh in Agger kein Nährboden für Landwirtschaft. Doch einmal im Jahr kommt es im ruhigen Örtchen Agger, ähnlich wie im deutschen Wacken, zu einem spektakulären Kontrast-Programm: Aus der ganzen Welt strömen dann Metal Fans zum beliebten „Heavy Agger“ zusammen. Wenngleich das Festival innerhalb der Szene eher ein Geheimtipp ist, feiern die sonst zurückhaltenden Dorfbewohner ausgelassen mit. Selbst die Fischer lassen von ihren Kuttern ab, um fleißig beim Auf- und Abbau zu helfen.

Das Fischerörtchen Agger ist unter anderem für seinen schönen Yachthafen bekannt.

Das Fischerörtchen Agger ist unter anderem für seinen schönen Yachthafen bekannt.

Am breitesten Nordseestrand auf Rømø entlanggehen

Die Insel Rømø ist die größte Insel entlang der dänischen Nordsee. Auf den feinweißen Sandstränden knapp hinter der deutschen Grenze können Urlauber neue Kraft tanken. Nicht umsonst wurde der unberührte Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere 2014 als UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Gleichzeitig ist das „typische Nordseefeeling“ den Menschen nicht fremd. Inmitten von Dünen und Heidekräutern sind die einzigartigen charakteristischen Reetdächer der Region zu finden.

Das Highlight auf Rømø ist natürlich der 20 Kilometer lange Sandstrand. Der Ausgangspunkt für viele Aktivitäten erweist sich als ideal für die Bedürfnisse von Aktivurlaubern und Erholungssuchenden. Es gibt eine Aktivzone, in der gesegelt oder gesurft werden kann. Wer die passende sportliche Ausrüstung nicht dabei hat, kann sie sich oftmals in den vor Ort befindlichen Sportcentern ausleihen. Die Ruhezone ist hingegen den Familien mit Kindern, entspannten Schwimmern und Sonnenanbetern vorbehalten.

Dänische Spezialitäten kennenlernen

Abseits der dänischen Nordseeküste bietet sich die perfekte Gelegenheit, bei einem Zwischenstopp die leckeren landestypischen Spezialitäten auszuprobieren. Viele Restaurants servieren im Sommer die landestypische Hausmannskost „Snysk“ – eine herzhafte Gemüsesuppe mit Erbsen, Bohnen, Kartoffeln und vielen Kräutern. Zum Kaffee tischen die Gastgeber die dänische Antwort auf das Croissants auf: Das mit Mohn bestückte, aus gebundenen Blätterteigeinlagen servierte „Tebirkes“. Als leckere Nascherei für zwischendurch bevorzugen die Dänen Lakritz, das landesweit beinahe beliebter als Schokolade ist. Es kommt nicht nur in seiner ursprünglichen Form, sondern auch in Chips, im Honig oder im Bier vor.

Pixabay.com © suedelbien (CC0 Creative Commons)
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