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Rio de Janeiro – brasilianische Lebensfreude erleben

Nicht erst seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 sind Brasilien und insbesondere die Stadt an der Guanabara-Bucht ein beliebtes Reiseziele der Deutschen. Die Copacapana, der Zuckerhut, der Karneval und nicht zuletzt das brasilianische Lebensgefühl ziehen zahlreiche Urlauber jedes Jahr nach Rio de Janeiro. Dabei hat die brasilianische Metropole noch weit mehr zu bieten als einen Badeurlaub an einem der Traumstrände dieser Welt.

Reiseempfehlungen

Beste Reisezeit

Rio de Janeiro liegt direkt am Atlantik und an der Guanabara-Bucht, weshalb das Klima tropisch bis subtropisch ist. Unabhängig zu welcher Jahreszeit Sie in die Metropole reisen, es erwarten Sie viele Sonnenstunden und warme Temperaturen mit einem Jahresdurchschnitt von 22,6°. Der Nachteil ist, dass das ganze Jahr mit ausgiebigen Niederschlägen zu rechnen ist. Als Regenzeit können die Monate ab Dezember bis April bezeichnet werden, die gleichzeitig zum brasilianischen Sommer gehören. Aufgrund der warmen Temperaturen von mindestens 30° herrschen beste Bedingungen für einen Badeurlaub, weshalb zahlreiche Einheimische Urlaub an den Traumstränden machen. Der Winter ist in Brasilien aufgrund der warmen Meeresströmungen ebenfalls recht warm und die Temperaturen liegen zum Beispiel im Juli durchschnittlich bei ungefähr 20°. Wer hauptsächlich Sightseeing und andere Unternehmungen machen möchte, für den empfehlen sich Juli und August als Reisemonate sehr gut, weil dann die Temperaturen mild sind und am wenigsten Regen fällt.

Must-Sees

Die Lage der Metropole ist mit der Bucht und den bewaldeten Hügeln und Hängen einmalig traumhaft. Wer einen Vorgeschmack auf das Reiseziel braucht, kann sich ein 360°-Video von DER.COM ansehen, das einen Rundblick über die Stadt, die Strände und die Wahrzeichen wie den Zuckerhut bietet. Ein bedeutendes Wahrzeichen der Stadt, die Christus-Statue auf dem Corcovado, ist für jeden Urlauber ein Muss. Den Gipfel können Sie mit einer Zahnradbahn oder über eine Serpentinenstraße erreichen. Die letzten Meter hoch bis zum Cristo Redentor geht es über eine Treppe mit 220 Stufen oder mit einem Panorama-Aufzug. Wer oben angelangt ist, kann den Blick über die ganze Stadt schweifen lassen und sich als nächstes Ziel den Zuckerhut vornehmen, der sich gegenüber des Corcovado auf der Halbinsel Urca befindet. Der Zuckerhut bietet zum einen wunderbare Ausblicke über die Stadt und zum anderen viele Möglichkeiten im Dschungel des Hügels spazieren zu gehen. Bei klarem Wetter eröffnet sich ein atemberaubender Weitblick, der sich in einem der Bars und Bistros bis zum Sonnenuntergang ohne Probleme genießen lässt. Wunderbare Orte, um die Sonne mit einer Caipirinha in der Hand untergehen zu sehen, sind außerdem die Strände Ipanema und Copacabana. Diese sind natürlich an heißen Tagen ein Muss, weil es sich dort am besten aushalten lässt.

Weitere Strandtipps:

  • Leblon: sehr sicher, weil er in einem reichen Bezirk liegt; für Kleinkinder gibt es einen separaten Bereich
  • Leme: eignet sich für Familien, weil es dort relaxter zugeht
  • Mangarita: etwas abgelegen, umgeben von Regenwald
  • Richtung Barra da Tijuca: Ruhigere Strände außerhalb des Zentrums (z.B. Grumari)
  • Costa Verde: südlich von Rio, ca. 2 Autostunden entfernt: Einsame Traumstränden vom Regenwald umsäumt

Wem es an den Stränden Rios zu heiß ist, kann alternativ in den Botanischen Garten im Viertel Jardim Botânic gehen, der im 19. Jahrhundert angelegt worden ist. Wer möchte, kann dort das Kuhlamm-Museum, das Portal der Kaiserlichen Akademie der Schönen Künste und eine ehemalige Schießpulverfabrik besichtigen. Darüber hinaus gibt es auf 140 Hektar ungefähr 6500 verschiedene Pflanzenarten zu bestaunen, von denen einige vom Aussterben bedroht sind. Wenn es am Abend kühler ist, geht es zurück ins Stadtzentrum, wo sich mit der Praça  Floriano einer der beeindruckendsten Plätze Rio de Janeiros befindet. An diesen schließt sich das Cinelândia an, ein lebhaftes Viertel mit Kinos, Cafés und Bars.

Für Fußball-Fans sicherlich ein Muss. Das Maracanã-Stadion, einige Kilometer westlich des Zentrums. Es wurde 1950 anlässlich der Weltmeisterschaft für 79.000 Zuschauer gebaut und war auch 2014 wieder der Austragungsort des Finalspiels, das zum Sieg und Weltmeistertitel der deutschen Nationalmannschaft geführt hat.

Restaurants und Bars

Wer eine Pauschalreise bucht, isst normalerweise im Hotel, weil die Mahlzeiten inkludiert sind. Allerdings sollte jeder Besucher Rio de Janeiros auch einmal außerhalb der Unterkunft essen, um die regionale Küche kennen zu lernen, die den kulturellen Mix der Stadt aus Afrikanern, Indianern, Portugiesen, Franzosen und Italienern widerspiegelt. Am Morgen oder Nachmittag ist die Confeitaria Colombo eine gute Wahl. Das Kaffeehaus gibt es seit 1894, besitzt vier Filialen und bietet leckeren Kaffee und Snacks in einem tollen Ambiente.

Frische, landestypische Küche wird zum Beispiel im Margutta im Stadtteil Ipanema serviert. Die Gerichte besitzen eine mediterrane Note und werden idealerweise von einem der guten Weinen von der umfangreichen Weinkarte begleitet. Wer sich beim Essen ein Unterhaltungsprogramm wünscht, sollte ins Rio Scenarium gehen. Das Lokal eignet sich aber auch nur für einen oder zwei Drinks in einem spektakulären Ambiente.

Lebensfreude pur

Ausgelassene Partystimmung, glitzernde Kostüme und lautstarke, rhythmische Klänge – kaum einer kann sich dem Strom übersprudelnder Lebensfreude entziehen. Der Karneval findet in Rio de Janeiro zur gleichen Zeit wie in Deutschland statt und ist trotz des Anscheins nach fröhlicher Leichtigkeit eine ernste Angelegenheit für die Einwohner. Denn eigentlich handelt es sich beim Carnaval um einen harten Wettkampf der Sambaschulen der Stadt, die in vier Ligen aufgeteilt sind und den Karneval organisieren. Die Tänzer der Escolas de Samba nehmen an den Paraden teil und zeigen ihre Kunst, um in einer Liga zu bleiben oder im besten Fall aufzusteigen. Ein Urlaub zur Karnevalszeit lohnt sich daher nicht nur, um die Lebensfreude hautnah zu erleben und mitzufeiern, sondern vor allem für Samba-Fans, die abgesehen von den Paraden auch die Tanzschulen besuchen können. Die Gebäude erinnern an Arenen und ermöglichen einen Einblick in das disziplinierte Training der Sambatänzer.

Grundsätzlich können Sie in Rio de Janeiro das ganze Jahr feiern und das besondere Lebensgefühl der Brasilianer teilen. Typisch sind die Partys am Abend an der Copacabana, bei denen barfuß im Sand getanzt und Bier oder Caipirinha getrunken wird. Sehr gut zum Feiern eignet sich aber auch die Lapla, die Partymeile von Rio, wo es zahlreiche Bars gibt und an den Wochenenden Samba getanzt wird. Wer im Nachtleben Rio de Janeiros unterwegs ist, sollte umsichtig sein und lieber auf den belebten Hauptstraßen bleiben.  Vor allem in ruhigen und abgelegenen Nebenstraßen ist die Gefahr für kriminelle Zwischenfälle relativ groß.

Aktivitäten rund um Rio de Janeiro

Wie bereits eingangs erwähnt, lohnt sich eine Reise in die Metropole nicht nur allein für einen Badeurlaub. Die Stadt selbst sowie die Umgebung bieten zudem zahlreiche Möglichkeiten für Urlauber, aktiv zu sein und das Land und seine Natur noch intensiver kennen zu lernen.

Surfen

Wassersportler kommen zum Beispiel am Barra Strand auf ihre Kosten, der einer der längsten in Rio ist. Dort finden sich zahlreiche Surfschulen, die spezielle Kurse anbieten und jedes Jahr Surfmeisterschaften veranstalten. 12 km von Barra da Tijuca entfernt, liegt Recreio. Dort ist der Strand weniger bebaut und es herrschen sehr gute Bedingungen für Surfer. Darüber hinaus erfüllen auch etwas entferntere Küstenabschnitte wie beispielsweise bei Búzios die Anforderungen für optimale Surf-Spots.

Tauchen

Für Tauchfans ein Paradies: tropische Gewässer mit bis zu 40 m Sichtweite, Wracks, Steilwänden, Riffen und Großfischen. Der Nordosten bietet zwar die besseren Tauchgebieten, aber im Süden, an der Küste Rio de Janeiros, sind die Tauchgänge dennoch ein tolles Erlebnis. Zudem ist die Gegend noch nicht so populär, sodass die herausragende Unterwasserwelt recht ungestört erlebt werden kann. Ungefähr 180 km von Rio de Janeiro entfernt, befindet sich eines der schönsten Tauchreviere Brasiliens. Rund um Búzios finden sich Korallenbänke, reiche Fischgründe sowie Unterwasserhöhlen und es lassen sich Meeres-Schildkröten, Delfine und manchmal sogar Wale beobachten.

Wandern

Im Tijuca Nationalpark gibt es zahlreiche Wanderrouten von leicht bis mittelschwer, die durch die atemberaubende Landschaft des subtropischen Bergregenwaldes führen, der unter Naturschutz steht. Wanderungen sind zum Beispiel auf den 1.022 Meter hohen Pico da Tijuca möglich, dem höchsten Berg des Nationalparks. Die Highlights sind die Aussicht auf die Metropole sowie die zahlreichen Tierbeobachten von exotischen Vögeln bis zu Meerkatzen. Wandern können Aktivurlauber aber auch am Meer wie beispielsweise an den Stränden von Guaratiba, die etwa eine Stunde Autofahrt von Rio de Janeiro entfernt liegen.

Ob ausgiebiges Sonnenbaden an den Hot Spots Ipanema und Copacabana, Wassersport an abgelegenen Stränden oder das Erkunden der Natur – ein Aufenthalt in Rio de Janeiro kann sehr abwechslungsreich sein und bringt Sie der brasilianische Lebensfreude sicher näher.

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