Unternehmungen in Venezuela

Unternehmungen

Ausflüge: Vom Avilaberg hat man eine gute Aussicht über
die Stadt und die Küste. 30 km außerhalb der Stadt gibt es mehrere gute
Strände mit ausgezeichneten Bars und Restaurants. Weitere Informationen
über die Urlaubsorte in den folgenden Rubriken.

La Guaria ist der Haupthafen von Caracas. Obwohl
Industrieansiedlungen das Stadtbild verändert haben, lohnt sich ein
Abstecher in die Altstadt und zur Hügelstraße, die aus der Stadt hinaus
führt. Weiter nach Westen auf der Panamerikana kommt man nach Maracay. Die Oper, die Stierkampfarena und das Gomez-Mausoleum sind sehenswert. Ein Ausflug zum Gomez-Landhaus, der Rancho Grande, bietet sich an.
Die Badeorte Ocumare de la Costa und Cata mit ihren herrlichen Stränden kann man über den 1130 m hohen Portachuelo-Pass im zentralen Hochland erreichen. Die meisten Inseln kann man per Boot erreichen. Vor der Küste bei Tucacas liegt Morrocoy, eine der reizvollsten Inseln; Hunderte palmenbewachsener Korallenriffe laden hier zum Tauchen und Fischen ein. Palma Sola und Chichiriviche
sind ebenfalls vielbesucht. Bei der ca. vierstündigen Überfahrt von
Vela de Coro und Punto Fijo nach Aruba und Curaçao sollte man mit
Verspätungen rechnen.
Der quirlige Badeort Puerto la Cruz
bietet gute Strände, Bars und Restaurants. In der Nähe gibt es auch
einsame Strände. Der Jachthafen Morro liegt nicht weit von Puerto la
Cruz entfernt in der Region Lecherías. In der Lagunenstadt Pueblo Viejo
mit ihren Häusern im Stil alter karibischer Gebäude sind Boote das
einzige Verkehrsmittel. Die Gegend um Puerto la Cruz steigt immer mehr
in der Gunst der Besucher. Südlich von Coro liegt Barquisimento, eine
der ältesten Städte Venezuelas. Die viertgrößte Stadt des Landes und
Hauptstadt der Llanos ist besonders wegen ihrer modernen Kathedrale
bekannt.

Maracaibo und der Lago de Maracaibo liegen in dem Gebiet zwischen der Sierra de Perije an der kolumbianischen Grenze und der weiter östlich gelegenen Bergkette Cordillera de Mérida. Stadt und Umland profitieren seit langem vom größten Ölfeld der Welt. Bei einem Ausflug zur Halbinsel Guajira,
dem ursprünglichen Siedlungsgebiet der Motilone- und Guajiro-Indios,
kann man einen Einblick in ihre Lebensweise erhalten (Visum zur
Wiedereinreise von Kolumbien nach Venezuela erforderlich). Nördlich von
Maracaibo leben die Goaro-Indios, deren Lebensstil sich seit der
spanischen Kolonialzeit kaum verändert hat. Ihre Pfahlbauweise brachte
Venezuela auch seinen Namen »Klein-Venedig« ein.
Die schneebedeckten hohen Gipfel und eisigen Plateaus der Cordillera de Mérida
prägen das Landschaftsbild dieser Region. Lagunen, Berge, Strände, alte
Dörfer, geschichtsträchtige Städte, Sanddünen und Seen mit indianischen
Pfahldörfern sind typisch für diese Gegend, die reich an
Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten ist. Der Sierra-Nevada-Nationalpark ist ebenfalls sehenswert.
Das Touristenzentrum Mérida
in der Sierra Nevada im Süden ist eine Stadt mit breiten, modernen
Alleen gesäumt von hochmodernen Bauwerken. Einige alte Gebäude aus der
Kolonialzeit haben sich jedoch erhalten. Im Hintergrund ragen die
Gipfel des Bolívar (5007 m) und des Espejo auf. Zu den
Sehenswürdigkeiten gehören Museen mit Exponaten moderner Kunst und
Zeugnissen aus der Kolonialzeit, das Valle Grande, die Blumenuhr, Los
Chorros de Milla, die Mucubaji-Lagunen, Los Anteojos, Tabay, Pogal, Los
Patos, San-say und die berühmte Schwarze Lagune. Eine Bergbahn (die
höchste Drahtseilbahn der Welt, sie fährt bis auf 4675 m Höhe)
verbindet die Stadt mit Pico Espejo, von hier eröffnet sich ein Panoramablick auf die höchsten Gipfel der Anden und die Llanos. Der Andenklub bietet Ausflüge nach Los Nervados an, dem höchstgelegenen Bergdorf des Landes. Abstecher nach San Javier del Valle, einem erholsamen Bergort, und nach Jaji (schöne Kolonialbauten) sind ebenfalls zu empfehlen.

Caracas

Die venezolanische Hauptstadt liegt in einem langen, engen Tal, 16 km
von der Küste entfernt. Neben zahlreichen modernen Gebäuden findet man
noch immer erhaltene Altstadtteile wie San José und La Pastora. Schön ist die Plaza Bolívar, an der sich die alte Kathedrale und das Casa Amarilla (Erzbischöfliches Palais) erheben. Das Capitol
(Parlamentsgebäude) wurde 1873 in nur 114 Tagen gebaut und feiert mit
seinen Wandmalereien die Erfolge der venezolanischen Armee. Im Panteon Nacional ist der Sarg des Freiheitskämpfers Simón Bolívar aufgebahrt. Der Jardín Botáníco, der Parque Nacional del Este und der Country Club sind ideal für ausgedehnte Spaziergänge. Die Stadt bietet gute Museen, besonders interessant sind das Museo de Bellas Artes, das Museo del Arte Colonial, das Museo del Arte Contemporáneo und das Museo de Transporte. Bei einem Stadtbummel sollte man auch einen Besuch der Casa Natal del Libertador
(Nachbau des Geburtshauses Bolívars, das durch ein Erdbeben zerstört
wurde) und des daneben liegenden Museums einplanen, in dem man diverse
persönliche Gegenstände Bolívars bewundern kann. Für Nachtschwärmer ist
der Boulevard de Sabana Grande mit Nachtklubs, Bars und Cafés die richtige Adresse.

Die Llanos

Diese große, dünn besiedelte Region von Grassteppen östlich der Cordillera de Mérida
und nördlich des Orinicos ist überwiegend flach. Das Gebiet erstreckt
sich bis zur Nordküste und ist Zentrum der Rinderzucht. Zahlreiche
Flüsse schlängeln sich durch die Landschaft; an ihren Ufern liegen
Wälder und Sümpfe, in denen Silberreiher, Papageien, Alligatoren und
Affen leben. Auf den Rodeos kann man die Reitkünste der Steppenbewohner
und ihre Kunstfertigkeit mit dem Lasso bewundern. Zur Entspannung kann
man auch am Joropo, Venezuelas Nationaltanz, teilnehmen.

Die Nordküste

Die 4000 km lange Karibikküste ist eines der Haupturlaubsgebiete des
Landes. Es gibt herrliche Strände und Feriendörfer, deren Ausstattung
von komfortabel bis luxuriös reicht. Es gibt täglich Flüge nach
Porlamar auf der Insel Margarita, die mit ihren schönen
Stränden, guten Hotels und Einkaufszentren viele Besucher anzieht.
Westlich von Caracas liegen Macuto, Marbella, Naiguata, Carabelleda,
Leguna und Oriaco, die alle sehr gute Strände bieten. Nördlich von
Maiquetia liegt die zauberhafte Insel Los Roques.

Ostvenezuela

Die Küste nördlich des Berglands von Guyana bietet schöne Strände und
Urlaubsorte wie Higuerote, La Sabana und Lecheria, wo im späten Juni
das San-Juan-Festival der Trommeln stattfindet. Das Bergland von Guyana
südlich des Orinoco erstreckt sich über die Hälfte der Landesfläche und
ist für seinen Gold- und Diamantenreichtum bekannt. Die Orinocoregion
und das Orinoco-Delta haben sich zu einer wichtigen Handelsregion
entwickelt. Die alte Stadt Ciudad Bolívar (ehemals Angostura)
am Südufer des Orinocos erlebt gegenwärtig einen Bauboom, aber man kann
noch immer Spuren der Kolonialvergangenheit finden. Der tierreiche Gran-Sabana-Nationalpark
ist das größte Plateau Venezuelas. Santa Elena, der Guri-Damm und die
Danto-Wasserfälle sind schöne Ausflugsziele. In der Pionierstadt Santa Elena de Uairén findet jeden August eine Fiesta statt. Die Besteigung des in der Nähe des Dorfes Peraitepin gelegenen Roraimaberg zu Fuß kann bis zu 14 Tage dauern. Der Aufstieg auf den Gipfel des Tepuly ist ebenso schweißtreibend wie lohnenswert; in Los Caribes können die Diamantenbergwerke besichtigt werden. Nach einem kräftigen Regenschauer suchen die Kinder von Icaban nach Goldnuggets, die von den Berghängen heruntergewaschen wurden.
Im Orinoco-Delta kann man Bootsausflüge nach La Tucupita unternehmen. In Canaima (mit 3 Mio. ha einer der größten Nationalparks der Welt) kann man die Salto del Angel (Engel-Wasserfälle)
bestaunen. Die Wasser des Flusses Churum donnern 979 m tief in einen
Abgrund. Touren beinhalten einen Besuch zu den Wasserfällen und anderen
Naturwundern, wie den vielen seltenen Pflanzen (es gibt über 500
Orchideenarten). Unterkunft findet man an den Ufern der Lagunen. Andere
Nationalparks liegen im Bundesstaat Bolívar und im Bundesterritorium des Amazonas (El Cocuy und Autana).