Unternehmungen in Louisiana

Unternehmungen

Monroe, ganz in der Nähe, ist eine weitere am Fluss gelegene Stadt mit vielen historischen Häusern und einem Museum. Louisiana Purchase Gardens and Zoo (Monroe) ist ein 40 ha großer Park mit moosbedeckten Eichen, Gartenanlagen und gewundenen Wasserwegen. Der 29 km lange Wanderweg Dogwood Trail Drive führt über die höchsten Hügel des Staates, vorbei an blühendem Hartriegel, der die ganz eigene Schönheit der Region offenbart.

Baton Rouge

Baton Rouge, die Hauptstadt von Louisiana, liegt inmitten der Plantagenregion. Der Blues spielt eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Stadt, er wurde von den Sklaven bei der Baumwollernte gesungen. In Baton Rouge wurden viele berühmte Bluesmusikanten der USA geboren. Zahlreiche Clubs, Konzerte und Feste huldigen dieser schwermütigen Musik.
Das 135 m hohe marmorne Capitol Building ist ein 34-stöckiges Gebäude mit einer Aussichtsplattform mit Blick auf die 11 ha große Gartenanlage des Kapitolgrundstücks; das Old Capitol ist eine Mischung normannischer, gotischer und maurischer Architektur. Im Governor's Mansion sind Ausstellungsstücke aus Kunst, Naturgeschichte und Völkerkunde zu besichtigen. Der 56 ha große Baton Rouge Zoo beheimatet über 400 Tiere. Das Louisiana Arts and Science Center Riverside befindet sich in einer nachgebauten Bahnstation; das Freilichtmuseum The Rural Life Museum auf dem Gelände einer ehemaligen Plantage gewährt einen Einblick in die Arbeitsweisen des 19. Jahrhunderts.
In dieser Region stehen viele eindrucksvolle alte Plantagenhäuser, von denen manche Übernachtung und Frühstück sowie Besichtigungstouren anbieten. Das schönste Plantagenhaus, Le Petit Versailles, gehörte im 19. Jahrhundert dem Pflanzer Valcourt Aimé, der als Louis XIV. von Louisiana bekannt war.

Lafayette

Auch Lafayette, eine Stadt mit wunderschönen Gartenanlagen und Veranstaltungsort des Mardi Gras, ist einen Besuch wert. Im industriellen und kulturellen Zentrum des »Cajun«-Landes wohnen 100.000 Menschen, von denen viele Französisch sprechen. Die ersten Siedler kamen 1764 aus Nova Scotia (Kanada) auf der Flucht vor den Briten hierher, nachdem sie sich geweigert hatten, ihren katholischen Glauben abzulegen und der britischen Krone Treue zu schwören. Sie wurden ursprünglich »Acadians« genannt, was später zu Cajuns verkürzt wurde. Das Land besteht zum großen Teil aus Sümpfen und sumpfigen Flussarmen. In Acadian Village und Vermilionville befinden sich originalgetreue Nachbildungen alter Cajundörfer.
Von der Stadt Houma aus kann man zahlreiche Ausflüge in das Atchafalaya-Gebiet unternehmen, das ehemalige Delta des Mississippi. Dieses riesige Sumpfgebiet wird von Hunderten von Kanälen durchzogen, in denen man sich ohne Führer hoffnungslos verirren kann. Hier kann man Alligatoren, Schlangen, Wasservögel und viele andere Tiere in freier Wildbahn beobachten. New Iberia ist die Heimat der weltberühmten Tabasco-Soße. Man kann an Führungen durch subtropische Gärten teilnehmen, oder staatliche Herrenhäuser aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg, Reismühlen und die Farmen und Fabriken zur Herstellung von Tabasco besichtigen. St. Martinville ist eine ruhige und elegante Stadt, die früher als »Le Petit Paris« bekannt war, da hier luxuriöse Bälle und Opern in großem Stil stattfanden. Das Cajun-Museum und die Kirche sind einen Besuch wert, ebenso wie der Creole Nature Trail in der Nähe des Lake George, wo man Enten, Gänse, Alligatoren, Biber- und Moschusratten in freier Wildbahn sehen kann.

Natchitoches

Die älteste Stadt Louisianas liegt am Cane River und wurde 1714 als Fort und Handelsposten gegründet, der die Spanier von der Invasion der französischen Kolonie abhalten sollte, und ist heute ein landwirtschaftliches Zentrum mit unheimlichem Flair. Die meisten der zahllosen historischen Gebäude bieten Übernachtung mit Frühstück an. Die Stadt ist umgeben von Pecannussbäumen, Baumwollfarmen und Herrenhäusern aus dem 18. Jahrhundert. Die Umgebung von Natchitoches ist als Crossroads-Region bekannt, weil hier die spanische und französische Kultur des Südens mit dem Pioniergeist des Nordens zusammentrifft. Es ist außerdem eine Hochburg der Country-Musik und brachte Künstler wie Jerry Lee Lewis und Mickey Gilley hervor. In Marthaville findet jedes Jahr ein Geigenwettbewerb statt.

New Orleans

New Orleans, das immer noch unter den Folgen des Hurrikans Katrina leidet, der im August 2005 die Stadt verwüstete und überfluten ließ, ist für seinen einzigartigen Charme weltberühmt und ist ein Schmelztiegel vieler unterschiedlicher Kulturen, einschließlich französischer, spanischer, afrikanischer, karibischer und deutscher. Diese Einflüsse spiegeln sich in einer faszinierenden Mischung in der ausgezeichneten Küche, Architektur und Kultur der Stadt wider. Es gibt zahllose Museen und Kunstgalerien zu besichtigen. Die Stadt ist die Wiege des Jazz und des Cocktails, die typisch für ihren Lebensstil sind. Das einzigartige French Quarter ist ein sehr beliebtes Touristenziel mit seinen Gebäuden aus der Kolonialzeit, versteckten Innenhöfen, interessanten schmiedeeisernen Geländern und dem New Orleans Jazz, der durch die Straßen klingt. Jackson Square, Dreh- und Angelpunkt des französischen Viertels, ist ein Treffpunkt für Pantomimen, Musikanten, Stepptänzer und andere Künstler. Es gibt viele ausgezeichnete Restaurants, Bars und Nachtklubs. Die Stadt liegt an der Mündung des Mississippi und lädt ein zu schönen Spaziergängen am Fluss oder auf der Esplanade, die den Atlantik überblickt.
In Cabildo, einem ehemaligen spanischen Herrschersitz, fand der historische Kauf des Staates Louisiana statt; Casa Hove ist ein schönes Beispiel kreolischer Baukunst. Weitere Anziehungspunkte sind der International Trade Mart; Duelling Oaks (im 18. Jahrhundert fanden hier Duelle statt); das Conti Wax Museum; Audobon's House, wo der berühmte Maler lebte und arbeitete; der Audubon Zoo and Zoological Garden; das Aquarium of the Americas (vier Biotope mit unterschiedlicher Fisch- und Pflanzenwelt); Vieux Carré; Orleans Ballroom und St. Louis Cathedral. In den ausgezeichneten Cafés des französischen Markts am Flussufer wird französisches Gebäck serviert. Pontalba House ist ein interessantes staatliches Museum mit antiken Möbeln und Dekorationen. Sehenswert sind die Preservation Hall, in der jede Nacht original New Orleans Jazz gespielt wird, und The Garden District, in dem Herrenhäuser mit weißen Säulen stehen, die von schönen Gärten mit Eichen und eleganten schmiedeeisernen Zäunen umgeben sind.
Am Ende der Canal Street ist die Anlegestelle für zahlreiche Fähren, die den Mississippi überqueren oder auf- und abfahren. 1-11-tägige Kreuzfahrten werden auch angeboten. Steamboat Natchez bietet Hafen- und Abendkreuzfahrten und John James Audubon eine Zoo-Kreuzfahrt zwischen dem Aquarium und Riverfront Park zum Audubon Zoo. Die Cypress Swamp Tours bieten besondere Kreuzfahrten durch die Louisiana-Sümpfe an. Informationen über Mississippi-Kreuzfahrten erteilt die New Orleans Steamboat Company (s. Reiseverkehr International).

Shreveport

Shreveport ist ein bedeutendes Erdgas- und Ölzentrum nahe der texanischen Grenze und gilt als typisch amerikanisch. Die Stadt ist auch ein bekanntes Handels- und Unterhaltungsgebiet mit drei großen Veranstaltungen pro Jahr, die Besucher von nah und fern anziehen. Auf dem Shreve Square gibt es diverse Nachtklubs, Restaurants und Geschäfte. Das Louisiana State Exhibit Museum mit Dioramas, einer Kunstgalerie, historischen Wandgemälden und archäologischen Fundstücken ist ebenso sehenswert wie das R. W. Norton Museum, das Old-West-Künstler ausstellt, und das American Rose Center.
Diese Gegend ist wegen der vielen Wälder und Seen, die ausgezeichnete Angel-, Kanu- und Wandermöglichkeiten bieten, als Sportler-Paradies bekannt. Aktivurlaube werden angeboten. In Toledo Bend findet jedes Jahr ein Fishing Tournament statt. Der Louisiana Downs Thoroughbred Racetrack, auf der anderen Seite des Red Rivers in Bossier City, ist vom späten Frühling bis zum Herbst für Pferderennen geöffnet. Die Poverty Point State Commemorative Area ist eine alte Indianersiedlung aus der Zeit um 1700 v. Chr. und eine der wichtigsten archäologischen Ausgrabungsstätten der USA. Auch der Kurort Hot Wells ist einen Besuch wert.