Unternehmungen in Ungarn

Rundreisen

5-tägig: (a) Szentendre - Visegrád - Esztergom - Györ - Sopron. (b) Eger - Miskolc - Tokaj. 7-tägig: (a) Széksefehérvár - Veszprém - Balatonfüred - Zalaegerszeg - Keszthely - Siófok (Plattensee). (b) Kecskemét - Szeged - Baja - Mohács - Pécs.

Unternehmungen

Baja ist eine malerische Stadt an den Ufern der Donau und des Sugovica. Die kleinen Inseln und die schönen Kirchen machen den Reiz des Städtchens aus; auch hier gibt es eine Künstlerkolonie.

Kalocsa, das Zentrum des ungarischen Gewürzpaprika-Anbaus, ist auch eine Stadt der Museen, in denen die ungarische Volkskunst in ihrer ganzen Vielfalt lebendig gehalten wird. Südlich von Kalosca liegt der Gemenc-Wald, ein Naturschutzgebiet, das vielen Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum bietet.

Eger ist eine der ältesten ungarischen Städte und hat annähernd 200 historisch bedeutende Bauwerke, einschließlich eines Minaretts. Östlich von Miskolc liegt Tokaj, das Zentrum des berühmtesten Weinanbaugebietes des Landes. Auf halber Strecke zwischen Tokaj und der slowakischen Grenze erblickt man die imposante Sárospatak-Burg.

Sopron liegt nahe der österreichischen Grenze und wurde auf alten römischen Fundamenten erbaut. Der Feuerturm, das Liszt-Museum und der alte Steinbruch bei Fertörákos sind einen Besuch wert.
Der Kurort Balf und das Barockschloss Fertöd liegen ganz in der Nähe. Zwei weitere schöne Städte der Region sind Köszeg (alte Stadtmauern) und Györ an der Autobahn von Wien nach Budapest. Etwa 18 km südöstlich von Györ auf einem Hügel liegt das Kloster Pannonhalma (UNESCO-Weltkulturerbe) mit der ältesten Kirche Ungarns und einer Bibliothek, die über 250.000 Bücher enthält.

Veszprém, 10 km nördlich vom Balaton, wurde auf fünf Hügeln erbaut. Hauptsehenswürdigkeiten sind das Var-Museum, das Bischofspalais und die Gizella-Kapelle (13. Jh.).

Balatonfüred ist ein bekanntes Kurbad mit 11 Heilquellen. Von hier aus fuhr das erste Dampfschiff über den Balaton.
Eines der schönsten Städtchen am Balaton ist das malerische Tihany, das auf einer Halbinsel liegt.

Kecskemét liegt 85 km von Budapest entfernt. In dieser Industriestadt haben sich viele alte Bauwerke, darunter einige Kirchen (Szent Miklós Templom) erhalten. Es gibt zahlreiche Museen, u. a. das Museum für Naive Kunst, das Spielzeugmuseum und das Museum für Volkstümliches Kunstgewerbe sowie eine Künstlerkolonie. Vor den Toren der Stadt befindet sich der Kiskunság-Nationalpark mit dem Schäfermuseum, in dem man sich mit den Lebensgewohnheiten von Mensch und Tier in früheren Zeiten bekannt machen kann.

Szeged ist das Kultur- und Wirtschaftszentrum dieser Region. Das berühmte Opern-, Drama- und Ballettfest findet im Juli und August statt. Die schönste griechisch-orthodoxe Kirche Ungarns steht hier.

Keszthely ist eine hübsche Stadt, in der sich die älteste Landwirtschaftsakademie Europas befindet, das Georgikon, das im 18. Jahrhundert gegründet wurde. Weiterhin interessant sind die Helikon-Bibliothek in Schloss Festetics und das Balaton-Museum.

Siófok am Südufer des Sees bietet gute Sandstrände und Freizeiteinrichtungen.

Balaton und Westungarn

Der Balaton (Plattensee) bietet schöne Strände. Das Wasser ist im Durchschnitt nur 3 m tief. Die Landschaft in der Umgebung besteht aus fruchtbaren Ebenen mit kleinen Dörfern. Weiter westlich, an der österreichischen Grenze, wird das Land hügeliger.
Auf dem Weg von Budapest zum Balaton kommt man an Székesfehérvár vorbei. Sehenswert sind das barocke Rathaus (17. Jh.), der Zichy-Palast und der Romkert (»Ruinengarten«, ein Freilichtmuseum).

Budapest und Umgebung

Die Hauptstadt Budapest (Internet: www.budapestinfo.hu/de) ist zweifelsohne eine der reizvollsten europäischen Städte. Die Stadtteile Buda, Óbuda und Pest waren bis 1873 selbstständige Städte. Pest am linken Donauufer ist das Geschäftsviertel. Das alte Buda mit seinen mittelalterlichen Bauwerken ist durch die berühmte Kettenbrücke mit Pest verbunden. In Buda stehen die Matthiaskirche und die Fischerbastei, von der man einen herrlichen Ausblick genießen kann. Auch hoch oben auf dem Gellértberg (Gallért-Hegy) eröffnet sich eine wunderbare Aussicht. Hier steht auch die habsburgische Zitadelle. Auf dem Vár-Hegy thront die eindrucksvolle Budaer Burg mit dem Königlichen Palais, in dem die Nationalgalerie untergebracht ist. Im Historischen Museum, das ebenfalls im Schloss beheimatet ist, kann man Reste der alten Stadt sowie gotische Skulpturen sehen. Im Stadtteil Pest liegen das Parlament, das Ungarische Nationalmuseum, die Belvárosi-Templom, die älteste Kirche in Budapest (12. Jh.), das Museum der Schönen Künste (bedeutende Sammlung europäischer Gemälde) und das Ethnografische Museum. Die Margarethen-Insel, ein großer Freizeit- und Vergnügungspark mit Sportanlagen, ist mit Buda und Pest durch eine Brücke verbunden. In Budapest gibt es etwa 126 heiße Quellen, das Thermalwasser wird zur Behandlung der verschiedensten Krankheiten verwendet. Empfehlenswert ist eine Bootsfahrt auf der Donau, die Dampfer legen am linken Donauufer auf der Pester Seite ab.
Flussaufwärts liegt Szentendre, eine alte serbische Marktstadt, in der der Maler Károly Ferenczy lebte und wirkte. Das Museum wurde nach ihm benannt und beherbergt neben einer Gemäldesammlung archäologische und völkerkundliche Abteilungen. Im Orthodox-Serbischen Museum für Kirchengeschichte sind viele Meisterwerke der Kirchenkunst aus dem 14.-18. Jahrhundert ausgestellt. Vor den Toren des Künstlerstädtchens lockt ein Freilichtmuseum (Skanzen).
Die frühere königliche Festungsstadt Visegrád, 20 km weiter flussaufwärts, ist heute ein beliebter Urlaubsort. Im Mittelalter war Visegrád eine wichtige Stadt und königliche Residenz. Die alte Zitadelle (13. Jh.) wurde freigelegt und restauriert. Das König-Matthias-Museum befindet sich im Salomon-Turm und enthält viele interessante archäologische Fundstücke.
Im 12. und 13. Jahrhundert machten die Magyarenkönige das ehemalige römische Lager Esztergom zu ihrer Residenz. Hier steht die größte Basilika des Landes. Besonders sehenswert ist das Keresztény-Museum (v. a. sakrale Kunstwerke, u. a. Gemälde von Cranach).

Die nördlichen Hochländer

Miskolc nahe der slowakischen Grenze ist die zweitgrößte Stadt Ungarns. Sehenswürdigkeiten sind mittelalterliche Bauwerke, allen voran die Burg von Diósgyör, und ein Labyrinth künstlicher Höhlen in den Avashügeln in der Nähe des Stadtzentrums. Die schönen Bükk-Berge sind von der Stadt aus leicht zu erreichen.

Die Tiefebene

Die fruchtbare Tiefebene bedeckt über die Hälfte Ungarns.

Südungarn

Pécs (Fünfkirchen), die größte Stadt der Region - und europäische Kulturhauptstadt 2010 (Internet: http://www.pecs2010.hu/) -, bezaubert ihre Besucher durch ihre mittelalterlichen Gebäude. An die Zeit, als das Gebiet Teil des römischen Reiches war, erinnern die archäologischen Ausgrabungsstätten der UNESCO-geschützten frühchristlichen Grabkammern und die Ausstellungsstücke der Museen. Wie in so vielen ungarischen Städten, gibt es auch hier Beispiele der ottomanischen Architektur. Hervorzuheben ist die Pascha-Hassan-Yakovali-Moschee.
In Mohács an der Donau fand im Jahre 1526 die entscheidende Schlacht gegen die Türken statt, die zur türkischen Herrschaft über Ungarn führte. Auf dem Schlachtfeld befindet sich heute ein Park zum Gedenken an das historische Ereignis.