Unternehmungen in Tansania

Die Küste

Im Fischerdorf Msasani, ca. 8 km von der Hauptstadt entfernt, kann man Gräber aus dem 17. Jahrhundert besichtigen. Im südlich gelegenen Kilwa Kisiwani gibt es arabische und portugiesische Ruinen zu erforschen.
In der Umgebung von Dar es Salaam liegen zahlreiche Strände, besonders empfehlenswert sind Kunduchi, Mjimwena und Mbwa Maji. Das Fischerdorf Kunduchi liegt ca. 24 km nördlich der Hauptstadt. Ganz in der Nähe befinden sich Ruinen persischer Moscheen und Grabstätten. Das Bahari- und das Kunduchi Beach-Hotel liegen ca. 3 km von der Insel Mbudya entfernt. Die unbewohnte Insel gehört zu einem geschützten Korallenriff und ist ideal zum Tauchen, Schnorcheln und Angeln. Das African Vacation Village auf der Halbinsel in der Nähe von Kunduchi ist eine weitere unabhängige Hotelanlage. Die Insel Sinda (14 km vor Dar es Salaam) bietet ideale Bedingungen zum Schnorcheln und Muschelsammeln.
72 km nördlich von Dar es Salaam liegt Bagamoyo.
Die kleine Stadt liegt in der Nähe von Sansibar in einer wunderschönen
Bucht mit herrlichen Stränden. Die Moschee und die arabischen
Grabstätten gehen auf das 18. und 19. Jahrhundert zurück. 5 km südlich
liegt das Dorf Kaole, dessen nahe gelegene Moschee und Säulen 800 Jahre alt sein sollen. Die zweitgrößte Hafenstadt des Landes, Tanga, ist idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zur Usambara-Bergkette und nach Moshi am Fuße des Kilimanjaro.

Unternehmungen

Anmerkung

Auf Sansibar sollte man die islamischen Sitten und Gebräuche beachten. Weitere Informationen unter Welt des Islam (s. Anhang).
Die Insel Mafia kann in ca. 40 Flugminuten von Dar es Salaam erreicht werden. Hier gibt es eine einzigartige Unterwasserwelt. Die Mafia Island Lodge ist bei Sportanglern aus aller Welt beliebt. Motorboote und Ausrüstungen kann man mieten.

Dar es Salaam

Die Hafenstadt und ehemalige Hauptstadt Dar es Salaam ist idealer
Ausgangspunkt für jeden Urlaubsaufenthalt in Tansania. Vom Flughafen
sind der Kilimanjaro, Dodoma (die neue Hauptstadt) und Sansibar
leicht erreichbar. Man kann Wildtiere aller Art beobachten, angeln und
eine Reihe von Wassersportarten ausüben. Die Strände laden zum
Schwimmen und Sonnenbaden ein. Die geschäftige Metropole hat einige
Sehenswürdigkeiten: Das Nationalmuseum, das Observatorium und die Universität von Dar es Salaam sowie das Dorfmuseum mit Beispielen traditioneller Architektur und traditionellen Kunstgewerbes.

Die Nationalparks

Die 11 Nationalparks Tansanias bedecken eine Fläche von 33.660 qkm. Zusätzlich gibt es die einmalige Ngorongoro Conservation Area, ein Schutzgebiet, in dem die Masai weiterhin ihre Rinder hüten, sowie zehn weitere Wildreservate.
Der weltbekannte Serengeti-Nationalpark
umfasst eine Fläche von 14.763 qkm. Im artenreichsten Tierschutzgebiet
Tansanias findet man u. a. Gnus, Gazellen, Zebras, Elefanten, Löwen und
unzählige Vogelarten. Jedes Jahr kann man die eindrucksvolle
Nord-Süd-Wanderung der riesigen Herden auf der Suche nach Weideland
beobachten. Beste Besuchszeit: November bis Mai.
Ngorongoro Conservation Area: Dieses
Schutzgebiet erstreckt sich zwischen dem Natron-See im Nordosten, dem
Enaysi-See im Süden und dem Manyara-See im Osten. Im Schutzgebiet liegt
auch der aktive Vulkan Ol Doinyo Lengai (Gottesberg), der 1994 letztmals ausbrach. Das Herzstück des Parks ist der 610 m tiefe Ngorongoro-Krater, der
mit seinen 20 km Durchmesser und einer Gesamtfläche von 311 qkm ein
Zehntel des Schutzgebietes ausmacht. Der Krater bietet einer
unvorstellbar artenreichen Tierwelt Schutz und Lebensraum. U. a. sind
hier Zebras, Gnus, Gazellen, Elefanten, Nashörner, Leoparden, Löwen,
Giraffen und Büffel beheimatet. Der sodahaltige Magadi-See am
Kratergrund lockt zahlreiche Vögel, insbesondere Flamingos, an.
Manyara-See-Nationalpark: Das Rift Valley
bildet den beeindruckenden Hintergrund einer Region mit Wäldern,
Savannen, Sümpfen und dem sodahaltigen See. Der Park ist vor allem die
Heimat großer Elefantenherden; aber auch Büffel, Paviane, Nashörner,
Impalas, Löwen, Giraffen, Leoparden, Zebras, andere Herdentiere und
verschiedene Affenarten sind hier anzutreffen. In Manyara gibt es auch
zahlreiche Vogelarten.
Der Arusha-Nationalpark liegt im
Ngurdoto-Krater, der zu einem vor ca. 250.000 Jahren erloschenen Vulkan
gehört. Von besonderen Aussichtspunkten kann man Büffel, Nashörner,
Elefanten, Giraffen und Warzenschweine beobachten.
Mikumi-Nationalpark:
Dieses Reservat umfasst 1300 qkm. Hier kann man Löwen, Zebras,
Flusspferde, Leoparden, Geparden, Giraffen, Impalas, Gnus und
Warzenschweine in freier Wildbahn sehen. Ein beliebtes Besucherziel ist
der Kikaboga Hippo Pool, die Badestelle der Flusspferde. Obwohl Dezember bis März die beste Besuchszeit ist, sind Ausflüge ganzjährig möglich.
Ruaha-Nationalpark:
Eines der weltweit größten Elefantenschutzgebiete (ca. 118 km von
Iringa entfernt) liegt in den südlichen Hochländern an einer
wetterfesten Straße. Man kann auch zahlreiche Antilopenarten
beobachten. Die Landschaft der Ruaha-Schlucht ist unvergesslich. Flug- und Buslinien verbinden Iringa mit Dar es Salaam und anderen Städten. Beste Besuchszeit: Juli bis November.
Tarangire-Nationalpark: Dieser Park ist knapp 130 km von Arusha entfernt und liegt 8 km abseits der Straße, die vom Kap der Guten Hoffnung nach Kairo führt. Der Artenreichtum dieses Parks wird nur noch durch die Serengeti übertroffen.
Gombe-Nationalpark: In dem an den Ufern des Tanganjika-Sees in der Nähe von Kigoma
gelegenen Schutzgebiet leben ca. 200 Schimpansen. Seit ca. 30 Jahren
wird hier das Verhalten der Schimpansen erforscht und aufgezeichnet.
Selous-Game Reserve:
Das Selous-Wildreservat im Süden des Landes ist Heimat einer der
größten Elefantenherden der Erde. Löwen, Nilpferde, Krokodile und
andere Tiere sind ebenfalls in großer Zahl vertreten. 1982 wurde das
Reservat von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Man kann
Wandersafaris und Flussfahrten mit Führern unternehmen.
Weitere Nationalparks in Tansania sind Katavi, Kilimanjaro, Mahale Mountains, Rubondo und Udzungura Mountains. Ferner gibt es die Meeres- und Wasserschutzgebiete Kilwa Reserve, Tanga Coral Gardens, Rufigi Delta und Latham Island Reserve.

Kilimanjaro

Der mit 5895 m höchste Berg Afrikas zieht Bergsteiger aus aller Welt
an. Alle Aufstiege müssen von einem Führer begleitet werden.
Gipfelstürmer sollten ca. drei Tage einplanen und warme Kleidung
mitnehmen. Es gibt drei Rasthütten in verschiedenen Höhen, in der
letzten sollte man sich genügend Zeit zur Akklimatisierung lassen.

Sansibar und Mafia-Insel

Die Insel Sansibar ist nur 20 Flugminuten von Dar es Salaam entfernt. Die Stadt Sansibar beherbergt einige eindrucksvolle Bauwerke - die Altstadt Stone-Town
wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Häuser der
Altstadt sind aus glitzernden Korallenblöcken erbaut und zeichnen sich
durch zahlreiche Balkone aus. Das ehemalige Haus des britischen
Forschungsreisenden Dr. Livingstone ist einen Besuch wert. Die Anglikanische Kathedrale wurde auf den Überresten des alten Sklavenmarkts errichtet. Vor dem Palast des Sultans und dem Beit-el-Ajaib
(Haus der Wunder) am Hafen gleiten heute noch malerische Dhaus vorbei.
Inmitten tropischer Vegetation und duftender Gewürzplantagen stößt man
auf Paläste, Festungen, Aquädukte und Badehäuser.