Sicherheitshinweise, Botschaften und Fremdenverkehrsämter in Südsudan

Reisewarnung

Südsudan

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 01.02.2017
Unverändert gültig seit: 25.01.2017

Aktuelle Hinweise

Vor Reisen in den Südsudan mit Ausnahme der Hauptstadt Dschuba wird gewarnt.
Von nicht notwendigen Reisen nach Dschuba wird abgeraten.
Nach den bewaffneten Auseinandersetzungen Mitte Juli 2016 in der Hauptstadt Dschuba hat sich die Sicherheitslage in der Hauptstadt wieder normalisiert. Aus anderen Landesteilen wird weiterhin von Kampfhandlungen berichtet.

Reisenden wird dringend empfohlen, sich vor Reiseantritt mit der Botschaft in Dschuba in Verbindung zu setzen, um die für den sicheren Aufenthalt in der Stadt erforderlichen persönlichen Sicherheitsmaßnahmen zu beraten und sich unbedingt in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes einzutragen: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de

Landesspezifische Sicherheitshinweise

In den Landesteilen Central Equatoria, , Western Equatoria, in den Grenzgebieten zu Uganda und der Demokratischen Republik Kongo, in Unity State  und Upper Nile kommt es auch weiterhin immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der südsudanesischen Armee und bewaffneten Kämpfern unterschiedlicher ethnischer Gruppen.
Vor Reisen in den Südsudan wird daher – mit Ausnahme der Hauptstadt Dschuba – weiterhin gewarnt.

Die Grenzziehung zwischen Sudan und Südsudan ist nach wie vor ungeklärt. Auch operieren Rebellenverbände aus dem Sudan im Grenzgebiet zwischen beiden Staaten. Dies kann zu bewaffneten Auseinandersetzungen in der Grenzregion zum Sudan führen.

Im Grenzgebiet zu Uganda, zur Zentralafrikanischen Republik und zur Demokratischen Republik Kongo kommt es zudem zu Übergriffen durch marodierende Bewaffnete und Kriminelle.

Es wird empfohlen, militärische Einrichtungen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden.

Reisen über Land

Die Infrastruktur in Südsudan ist in vielerlei Hinsicht unzureichend. Versorgungsmängel (u. a. Treibstoffknappheit) sind weit verbreitet. Daher ist eine sorgfältige Planung von Reisen sehr wichtig. So sind Reisen außerhalb des Großraums der Hauptstadt Dschuba wegen mangelnder Infrastruktur, insbesondere während der Regenzeit von Mai bis Oktober, und aufgrund von Sicherheitsgefährdungen nur eingeschränkt möglich.

Die Unfallgefahr bei Fahrten über Land darf wegen der schlechten Straßen nicht unterschätzt werden. Nachtfahrten sollten ganz vermieden werden. Mit Bandenüberfällen, aber auch mit willkürlichen Maßnahmen der Polizei oder anderer Sicherheitsorgane, muss gerechnet werden.  

Eine Durchquerung des Landes ist weder in Nord-Süd- noch in Ost-West-Richtung gefahrlos möglich.

In Südsudan bestehen außerhalb der größeren Städte vielerorts Gefahren durch gewaltsam ausgetragene Stammeskonflikte. Bei Überlandfahrten in Südsudan wird empfohlen, sich zuvor mit UNDSS in Verbindung zu setzen und deren Empfehlungen hinsichtlich polizeilicher oder militärischer Eskortierung zu befolgen. In einigen Landesteilen können gewaltsam ausgetragene Stammes- und andere Konflikte Reisende, die sich nicht an die UNDSS-Vorgaben halten, in Gefahr bringen.

Weiterhin besteht erhebliche Gefahr durch Landminen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.