Unternehmungen in Seychellen

Unternehmungen

Cousin liegt zwei Stunden mit dem Schiff von Mahé entfernt und
wurde 1968 vom internationalen Verband für Vogelschutz gekauft und zum
Vogelschutzgebiet erklärt. Hier sind u. a. die seltene und geschützte
Feen-Seeschwalbe, der Toc-Toc-Vogel und der Bürstenrohrsänger
beheimatet. Die beste Besuchszeit ist Mai oder April, wenn rund eine
Viertelmillion Vögel hier nisten. Die Besichtigung der Insel ist nur
für Gruppen möglich. Sie dauert ein bis zwei Stunden und wird von
Reisebüros vor Ort organisiert, meist in Verbindung mit einem Ausflug
zu mehreren Inseln.

Silhouette hat ca. 200 Einwohner und ist vom Beau-Vallon-Strand auf Mahé aus zu sehen. Ein traditionelles Plantagenhaus aus Holz kann hier besichtigt werden.

Desroches ist die größte Insel des Amirantes-Archipels und 193
km (eine Flugstunde) südwestlich von Mahé gelegen. Das Korallenriff um
die Insel hält die Küstengewässer ruhig und macht sie ideal für alle
Wassersportarten. Obwohl die Insel erst vor kurzem als Urlaubsgebiet
erschlossen wurde, kann man bereits Schnellboote und Ausrüstungen zum
Wasserskifahren, Windsurfen, Segeln, Fischen und Tauchen mieten.
Tauchen ist hier ein besonderes Vergnügen, die Unterwasserlandschaft
mit ihren Höhlen und unzähligen Fischarten ist faszinierend. Es werden
auch Tauchkurse angeboten. Von September bis Mai ist das Wasser am
klarsten. Zur Unterkunft stehen 20 Häuschen zwischen Kokospalmen und
Kasuarina-Bäumen zur Verfügung.

La Digue liegt eine drei- bis dreieinhalbstündige Schiffsreise
von Mahé oder eine halbe Stunde mit dem Flugzeug entfernt. Hier gibt es
kaum Autos, und der Ochsenkarren ist weiterhin das Hauptverkehrsmittel.
Man kann aber auch Fahrräder mieten, um majestätischen alten
Plantagenhäusern wie dem Château St. Cloud, den Vanilleplantagen, Kopra-Betrieben und herrlichen Stränden einen Besuch abzustatten.

Frégate liegt 15 Flugminuten von Mahé entfernt. Der Fregattvogel u.a. seltene Vogelarten sind hier zuhause.
Die Insel Thérèse ist für ihre Thermalquellen und Schildkröten-Kolonie berühmt.

Curieuse ist mit dichtem Gebüsch und großen Takamaka-Bäumen
überwachsen und etwa 3 km lang. Die Insel ist ein Schutzgebiet für
Riesenschildkröten, die von Aldabra eingeführt wurden. Besuche können
von Praslin aus organisiert werden.

Praslin: Die zweitgrößte Insel ist zwei bis drei Stunden mit dem
Schiff oder 15 Min. mit dem Flugzeug von Mahé entfernt (es gibt 20
Linienflüge pro Tag). Die Insel ist berühmt für das Tal Vallée de Mai,
aus dem die Coco-de-Mer-Palme mit der riesigen, eindrucksvoll geformten
Seychellennuss stammt. Regelmäßige Touren zu den kleineren Inseln wie Cousin, Aride, Curieuse und La Digue werden angeboten.

Aride liegt zwei Stunden von Mahé entfernt, ist die nördlichste
der Granitinseln und Heimat einer riesigen Seevogelkolonie. Besuchern
ist die Insel von Oktober bis Ende April zugänglich.

Bird: Liegt sechs bis acht Schiffsstunden oder 30 Flugminuten
von Mahé entfernt und ist für die Millionen von Seevögeln bekannt, u.a.
die schwarzen Rußseeschwalben, die zwischen Mai und September hier
brüten. Die Insel liegt am Rand des kontinentalen Sockels (der
Meeresboden fällt hier auf 2000 m Tiefe ab), was sie zu einem
bevorzugten Ziel für Fischer macht.

Granitinseln

Mahé: Die Mehrheit der Bevölkerung lebt auf dieser größten Insel
der Seychellen, die von Korallenriffen umgeben ist. Hier liegen die
Hauptstadt Victoria, der internationale Flughafen, der Hafen
und die meisten Hotels. Auf Mahé erwarten den Besucher an die 70
Strände mit feinem, weißem Pulversand und üppigem Pflanzenwuchs.
Ausflüge kann man im Glasbodenboot von Victoria aus zum nahe gelegenen Ste. Anne Marine National Park unternehmen, der die Inseln Ste. Anne, Cerf, Long, Round und Moyenne einschließt. Interessant ist auch eine Tour mit dem Bus zum Markt, zum Botanischen Garten
und zu den im Kolonialstil erbauten Herrenhäusern, die sogar noch im
Stadium des Verfalls würdevoll aussehen. Weiter geht es durch die alten
Vanille- und Zimtplantagen und immer wieder durch den allgegenwärtigen
Dschungel. Am höchsten Punkt der Insel liegt der Morne Seychellois National Park. Das National Museum in Victoria informiert über Geschichte, Musik und Folklore der Seychellen.

Koralleninseln

Denis: Eine fünf- bis siebenstündige Schiffsreise oder 30
Flugminuten von Mahé entfernt liegt die Insel Denis am Rande des
kontinentalen Sockels. Zahlreiche Tiefseeangler zieht es hierher, von
Oktober bis Dezember wird hier Fächerfisch gefangen. Seevögel haben
über die Jahre eine dicke Schicht Guano hinterlassen, die den üppigen
Pflanzenwuchs fördert. Mindestaufenthalt zwei Tage.

Pflanzen- und Tierwelt

Dank der außerordentlichen Geschichte dieser abgelegenen Inseln gibt es
auf den Seychellen Pflanzen, die nirgendwo anders auf diesem Planeten
gedeihen. 81 seltene Pflanzenarten sind die Nachkommen des üppigen
tropischen Waldes, der die Inseln vor dem relativ späten Eintreffen der
Menschen (vor 200 Jahren) bedeckte. Einzigartig und besonders
hervorzuheben ist die auf Praslin im Vallée de Mai wachsende
Coco-de-Mer-Palme. Besonders auffällig ist die eigenartige Form ihrer
Samenschoten - sie sind die größten, die in der Natur vorkommen. Unter
den zahlreichen Orchideenarten findet man Vanille, die zur Gewinnung
von Vanilleessenz vor allem früher viel angebaut wurde. Die meisten
seltenen Pflanzenarten kann man auch im Botanischen Garten von Victoria
bewundern. Die Seychellen üben außerdem eine große Anziehungskraft auf
Vogelkundler aus. Millionen von Seeschwalben nisten auf einigen Inseln
- unter ihnen die anmutigsten Seevögel überhaupt, die
Feen-Seeschwalben. Auf Aride können die größten Kolonien der Welt von
rosaroten Seeschwalben und anderen tropischen Vögeln beobachtet werden.
Auf der Insel La Digue gibt es nur noch 30 Pärchen des
Paradiesfliegenschnäppers. Die Seychellenschamadrossel gibt es nur auf
Frégate, den Wasapapagei nur auf Praslin und die melodische
Seychellen-Grasmücke nur auf Cousin und Aride.