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Touren und Ausflüge in Prag

Prag Rundgänge

Bootsrundfahrten

Prague Sightseeing Tours veranstaltet drei spezielle Bootsrundfahrten. Die zweieinhalbstündige Fahrt auf der Moldau mit Mittagessen und Musik führt unter der Karlsbrücke hindurch. Die zweistündige Moldau-Fahrt mit Kaffee und Kuchen ist preiswerter und kommt am Prager Burgviertel und an der Kleinseite vorbei.

Die 'Prag bei Nacht'-Tour beinhaltet eine dreistündige Flussfahrt mit Abendessen, bevor man eine Stunde lang mit dem Reisebus an den schönsten Plätzen Prags vorbeifährt. Sämtliche Bootsrundfahrten beginnen am Platz der Republik, wo ein Bus die Teilnehmer abholt.

Telephone: 222 31 46 61/46 55 (Prague Sightseeing Tours)
Busrundfahrten

Die Prague Sightseeing Tours fahren am Námestí Republicky (Platz der Republik) ab und enden im Stadtzentrum - von den meisten 4-Sterne-Hotels werden Teilnehmer kostenlos abgeholt. Die dreistündige große Stadtrundfahrt führt zu allen bekannten Sehenswürdigkeiten und schließt auch einen Rundgang mit ein.

Die 'Getting Acquainted By Bus'-Tour bringt Touristen innerhalb von zwei Stunden zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten - u.a. dem Nationalmuseum, dem Wenzelsplatz und dem Hradcany-Burgbezirk. Sämtliche Rundfahrten sind in Englisch (andere europäische Sprachen nur auf Anfrage).

Ausflüge zu den Schlössern der Umgebung, u.a. Karlstein und Konopiste, können bei Cedok, Na príkope 18, Prag 1, bei diversen Reisebüros und Touristeninformationen gebucht werden.

Telephone: 222 31 46 61/46 55 (Prague Sightseeing Tours); 224 19 76 37 (Cedok)
Rundfahrt mit der Straßenbahn

Dopravní podnik hl. m. Prahy bietet Rundfahrten mit der historischen Straßenbahnlinie 91 durch das Stadtzentrum an. Die Rundtour führt von Výstaviste nach Malá Strana, dann über die Moldau zum Nationaltheater, anschließend über den Wenzelsplatz und kehrt über den Námestí republicky nach Výstaniste zurück. Die Straßenbahn ist Sa, So und an Feiertagen von 13.00-20.00 Uhr in Betrieb (April-Okt.). Die gesamte Rundfahrt dauert eine Stunde. Zusteigen kann man an allen Haltepunkten.

Telephone: 23 12 33 49, 296 12 49 00 (Dopravní podnik hl. m. Prahy)
Website: www.dp-praha.cz
Rundgänge

Prague Walks, Nezamyslova 7, Prag 2, bieten ein Programm mit Rundgängen zu bestimmten Themen an, u.a. den 90-minütigen Rundgang 'Samtene Revolution', den 75-minütigen Geisterrundgang und den zwei Stunden dauernden Zizkov-Kneipenbummel. Die Treffpunkte sind je nach Rundgang unterschiedlich, meistens trifft man sich aber an der Astronomischen Uhr am Altstädter Ring oder an der nächstgelegenen Straßen- oder U-Bahnstation. Es gibt Führungen in Englisch, Französisch, Deutsch, Russisch und Spanisch. Individuelle Touren mit Führung können organisiert werden.

Pragotur Guides Centre, Staromestké námestí 1, Prag 1, hat ebenfalls qualifizierte Führer, die diverse europäische Sprachen sprechen.

Telephone: 261 21 46 03 (Prague Walks); 224 48 25 62 (Pragtour Guides Centre)

Ausflüge ab Prag

Karlovy Vary (Karlsbad)

Der größte Kurort der Tschechischen Republik wurde 1358 an der Tepla gegründet und war lange Zeit ein dekadenter Ort mit berühmten Besuchern und heimlichen Affären. Zu den gekrönten Häuptern, Geistesgrößen, Staatsmännern, Literaten und Musikern, die Karlsbad besuchten, gehörten u.a. Friedrich I., der russische Zar Peter d. Große, der deutsche Staatsmann Otto v. Bismarck, die österreichische Kaiserin Maria-Theresia, Friedrich Schiller, Theodor Fontane, G.W. Leibniz, der 'Teufelsgeiger' Paganini, die Komponisten J.S. Bach, Wagner, Chopin, Liszt und Brahms und die Schauspieler Douglas Fairbanks und Mary Pickford. Die frühere Glanzzeit des Ortes spiegelt sich in den zahlreichen Kurbädern und Hotels wider, von denen das Grand Hotel Pupp das vornehmste ist. Es wird auch behauptet, es sei das eleganteste Hotel des Landes. Karlsbad ist besonders während der Hochsaison von ausländischen Touristen übervölkert sein. Weitere Informationen sind bei Kur-Info, Vrídelní kolonada, Karlovy Vary erhältlich. Karlovy Vary erreicht man vom Bahnhof Florenc mit dem Bus (Fahrzeit: 2 Std. 30) oder mit dem Zug von Hlavní nádrazí (Fahrzeit: 4 Std.).

 

 

Telefon: (17) 322 93 12 (Kurinfo)
Kuttenberg (Kutná Hora)

Kuttenberg (Kutná Hora): Das zum Weltkulturerbe erklärte Kutná Hora (Kuttenberg) liegt 65 km östlich von Prag und wurde im späten 13. Jahrhundert für seine Silberminen bekannt. Mit der Einführung der königlichen Münze 1308 erlebte die Stadt, die an Bedeutung nur von Prag übertroffen wurde, eine kurze Blütezeit, bis die Minen erschöpft waren. Am interessantesten ist die außergewöhnliche gotische Kathedrale St. Barbara mit ihrem zeltartigen Dach, das nur von drei zierlichen Türmen gestützt wird. Wie bei vielen anderen Prager Gebäuden stammt auch der Entwurf dieser Kathedrale aus der Werkstatt von Peter Parler. Das Bauwerk wurde von den Zünften der Bergarbeiter zu Ehren ihrer Schutzheiligen finanziert. Einen Einblick in das harte Leben der Bergarbeiter erhält man durch die vom Hrádek (Kastell) des Museums der Silbererzförderer (Barborská) organisierten Führungen in die Bergwerke (Schutzkleidung wird zur Verfügung gestellt).

Der Hauptbahnhof von Kutná Hora befindet sich im Vorort Sedlec. Verbindungen bestehen zum Prager Bahnhof Hlavní nádrazí und nach Masasykov nádrazí an der Wolsonova am östlichen Ende von Hyberská (Fahrzeit: rund 1 Std. mit dem Schnellzug). Um zur Stadt zu gelangen, müssen Besucher in den Nahverkehrszug (Richtung Sedlec) umsteigen. Von der U-Bahnstation Zelivského fährt außerdem ein Bus nach Sedlec.

Obwohl sich die meisten Touristen nicht lange in Sedlec, dem trostlosen, drei Kilometer nordöstlich vom Stadtzentrum von Kutná Hora entfernten Vorort aufhalten, lohnt es sich vom Bahnhof zu Fuß zu gehen, um das makabre Beinhaus in Zámecká ul zu sehen. Es gehört zu einer ehemaligen Zisterzienser-Abtei — heute die größte Tabakfabrik in Mitteleuropa. Der Friedhof wurde international bekannt, als im Mittelalter Abt Jindrich mit einem Topf voller Erde von Golgatha aus Jerusalem zurückkehrte, die angeblich wundersame Eigenschaften der Leichen-Konservierung besitzen sollte. Von überall her, sogar aus Flandern, kamen Beerdigungsanfragen, und wegen der zusätzlichen 30.000 Menschen, die 1318 an der Pest verstarben, musste eine Krypta hinzugefügt werden, damit man alle Gebeine unterbringen konnte. Gekauft wurde das Beinhaus 1784 von der adeligen Familie Schwarzenberg, die 1870 einen einheimischen Holzschnitzer mit der Verarbeitung der Gebeine beauftragte. Die daraus hervorgegangenen Skulpturen, Kronleuchter und sogar das in Bein geschnitzte Schwarzenberger Wappen muss man einfach gesehen haben. Besucher können das Kloster mit dem Beinhaus vom Stadtzentrum mit der Buslinie 1 oder 4 erreichen. Kutná Hora hat besonders viele bebilderte Schilder, die den Weg zu sämtlichen Sehenswürdigkeiten anzeigen.

Das Touristeninformationsbüro, Palackého námestí 377 und das Kultur- und Informationszentrum von Kutná Hora, Sankturin House, Palackého námìsti 377, erteilen weitere Auskünfte.

 

Telefon: (327) 605 80 28 74 (Kultur- und Informationszentrum von Kutná Hora)
Troja (Trojský zámek)

Das einzige Schloss Prags, Troja, wurde von der Familie Sternbeck Ende des 17. Jahrhunderts gebaut, als eine Lobpreisung an die regierende Habsburger Dynastie. Ein großer Teil der üppigen barocken Inneneinrichtung feiert die Habsburger, vor allem die Siege Leopold I. über die Türken. Der exquisite formelle Garten reicht bis zum Fluss, wo Ruderboote geliehen werden können (Mai-Okt.). Troja kann mit der Buslinie 112 von der U-Bahnstation Nádrazí Holesovice oder auf einem angenehmen Spaziergang am Ufer der Moldau entlang (30 Min.) erreicht werden. Das Schloss ist Di-So von 10.00-18.00 Uhr (April-Okt.) und Sa und So von 10.00-17.00 Uhr (Nov.-März) geöffnet.

Telefon: 26 89 07 16
Vysehrad

Kein anderer Ort ist derart mit der Landesgeschichte verbunden wie die Burg Vysehrad drei Kilometer südlich des Prager Stadtzentrums. Archäologische Funde belegen allerdings nicht die alte Theorie, dass es sich hier um die erste Siedlung slawischer Stämme handelt, sondern dass Vysehrad im 11. und 12. Jahrhundert von wesentlich größerer Bedeutung war als die Burg. Die aus den 1880er Jahren stammende, neugotische Kirche sv. Petr a Pavel (St.-Peter-und-Paul) ist für die Öffentlichkeit geschlossen, sie hat jedoch eine eindrucksvolle Fassade. Neben der Kirche liegt der Slavín-Friedhof, die letzte Ruhestätte tschechischer Künstler, Wissenschaftler und Akademiker — ein Zeichen dafür, wieviel Respekt man ihnen stets zollte (Politiker und Soldaten sind hier nicht begraben). Hier findet man u.a. die teilweisesehr kunstvollen Gräber von Smetana, Dvorák und Mucha. Im Vorort Vyshrad liegen die kubistischen Villen (an den Straßen Neklanova und Rasínovo nábrezí). Die Entwürfe des Architekten Josef Chochols sind für den tschechischen Kubismus besonders charakteristisch. Vysehrad kann man mit der U-Bahn oder der Straßenbahnlinie 17 erreichen (Besucher sollten vor den Straßentunneln aussteigen).