Sicherheitshinweise, Botschaften und Fremdenverkehrsämter in Papua-Neuguinea

Reisewarnung

Papua Neuguinea

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 21.12.2016
Unverändert gültig seit: 15.12.2016



Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate in Papua-Neuguinea ist sehr hoch. Besondere Vorsicht wird bei Aufenthalten in der Hauptstadt Port Moresby, in Lae, im Hochland, in Mount Hagen sowie auf der Insel Bougainville (siehe unten) empfohlen. Insbesondere im Hochland kann es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Clans kommen. In den Bergbauprovinzen Southern Highlands, Enga und Hela kam es bei Auseinandersetzungen innerhalb der lokalen Bevölkerung teilweise zur Verhängung eines unbefristeten Ausnahmezustandes, wie zuletzt in und um Lae an der Nordostküste. Demonstrationen und Versammlungen von größeren Menschengruppen sollten prinzipiell gemieden werden, da die Möglichkeit gewaltsamer Ausschreitungen besteht. Es muss damit gerechnet werden, dass in einer Notlage Hilfe durch Sicherheitskräfte nur eingeschränkt zur Verfügung steht.

Die Zahl der bewaffneten Raubüberfälle, Einbrüche und Überfälle auf Autos im Straßenverkehr („Carjacking“) ist deutlich gestiegen. Täter zeigen dabei eine hohe Gewaltbereitschaft, bis hin zum Tötungsdelikt. Vor allem an Geldautomaten ist Umsicht geboten.

Die Zahl der Berichte über gezielte Vergewaltigungen steigt; Übergriffe erfolgen meist ohne Vorwarnung, alleinreisende Frauen sind hierbei besonders gefährdet.

Auf Grund der Gefahr einer Ansteckung mit HIV/AIDS sollten Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere Vergewaltigung, unverzüglich einen Arzt aufsuchen – siehe auch Abschnitt „Medizinische Hinweise“.

Nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich außerhalb bewachter Anlagen (z.B. Hotels, Restaurants) nicht zu Fuß fortbewegen und auf Überlandfahrten verzichten. Nachdrücklich wird empfohlen, ausschließlich Transportmittel der Hotels beziehungsweise der Reiseveranstalter zu verwenden und wegen der Gefahr von Überfällen auf die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis zu verzichten. Die Fenster eines Fahrzeuges sollten wegen der Überfallgefahr geschlossen und die Türen verriegelt sein.

Bougainville

In der autonomen Provinz Bougainville ist mit einer noch höheren Kriminalitätsrate als in anderen Landesteilen zu rechnen. Insbesondere betroffen ist der Süden der Insel, der von mehreren Rebellengruppen kontrolliert wird. Das Bergland in Zentralbougainville um die Panguna-Mine ist eine verbotene Zone. Es wird dringend davon abgeraten, dieses Gebiet ohne offizielle Genehmigung zu betreten. Reisende nach Bougainville müssen sich grundsätzlich vor Reiseantritt mit der Provinzverwaltung von Bougainville in Verbindung setzen (Telefon: +675 973 9798) und die Provinzverwaltung bei Ankunft nochmals kontaktieren.

Reisen über Land - Straßen- und Schiffsverkehr, Trekkingtouren

Bei Individualreisen sollte man besondere Vorsicht walten lassen. Sie sollten besonders umsichtig geplant werden. Es gibt in Papua-Neuguinea keine Infrastruktur für Individualtouristen. Öffentlicher Transport steht nur sehr eingeschränkt durch Kleinfahrzeuge (siehe dazu ergänzender Hinweis) und aufgrund der geografischen Gegebenheiten, auch nicht in allen Gebieten, zur Verfügung. Reisende werden an öffentlichen Plätzen und auch in Unterkünften häufig zu Opfern von Raubüberfällen. Einfache Unterkünfte sind weit unter  internationalem Standard und verfügen oftmals nicht über Sicherheitspersonal. Organisierte Gruppenreisen mit ortskundiger Begleitung sind in jedem Fall vorzuziehen.

Der ohnehin ausbesserungsbedürftige Zustand von Straßen und Brücken bei Überlandfahrten hat sich nach einer langen Dürreperiode und darauffolgenden monsunartigen Regenfällen nochmals deutlich verschlechtert.
Überflutungen und Erdrutsche sind keine Seltenheit. Reisende sollten sich vor Beginn einer Überlandfahrt bei örtlichen Stellen nach der Passierbarkeit von Straßen und Brücken erkundigen und bei Hindernissen (z.B. Erdrutsch, beschädigte Brücke) aufgrund der Überfallgefahr durch Wegelagerer besonders umsichtig zu sein.

Fähr- und Küstenschiffe sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Ihre Sicherheitsstandards entsprechen in der Regel nicht internationalen Standards.

Besondere Umsicht wird auch auf Wandertouren empfohlen. Gewalttätige, von rivalisierenden Stammesgruppen ausgehende Zwischenfälle bei der Begehung des Kokoda Trek können nicht ausgeschlossen werden. Auf dem Black Cat Track in der Morobe Provinz kam es 2013 zu einem Überfall auf eine ganze Trekkinggruppe

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.