Ruins, old town, Panama City
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Panama Reiseführer

Key Facts
Offizielle Landesbezeichnung

Republik Panama.

Gebiet

75.517 qkm.

Bevölkerung

3.990.406 (UNO Schätzung 2016).

Bevölkerungsdichte

48 pro qkm.

Hauptstadt

Panamá.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1972. Verfassung von 1983, letzte Änderung 2004. Einkammerparlament mit 71 Mitgliedern. Unabhängig von Spanien seit 1821, Beitritt zur Republik Großkolumbien; 1903 Loslösung von Großkolumbien.

Staatsoberhaupt

Juan Carlos Varela, seit Juli 2014.

Elektrizität

110 V, 60 Hz. Amerikanische Stecker. Adapter sind notwendig.

Panama ist eine aufregende Mischung verschiedener kultureller Einflüsse. Es liegt in der Mitte Amerikas und bildet durch seine natürliche Landbrücke das Verbindungsglied zwischen Nord- und Südamerika.
Seine strategische Lage und prächtige Landschaft, die sowohl Dschungel als auch sonnenverwöhnte Sandstrände umfasst, garantieren Panamas international bedeutsame Rolle. Seit 500 Jahren zieht sich eine wichtige Handelsroute durch das Land, zuerst unter den Spaniern, dann als Teil des unabhängigen Großkolumbien, danach des modernen Kolumbien und im 20. Jahrhundert als unabhängige Nation.
Die Zone um den 1914 fertig gestellten Panamakanal wurde jedoch amerikanisches Protektorat. Erst 1977 erklärte sich die USA bereit, bis 1999 die Kontrolle über das Gebiet an Panama zurückzugeben.
In den 1980er Jahren regierte der oberste Militärchef Panamas, der Diktator Manuel Noriega, das Land. Er war in Washington äußerst unpopulär und wurde unter US-Präsident George Bush mit Hilfe eines Militäreingriffs gewaltsam entfernt.
Heute hat Panama zu sich gefunden und ist bereit für ehrgeizige neue Projekte, zu denen u. a. die Erweiterung des Panamakanals zählt.

Reisewarnung

Panama

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 16.02.2017
Unverändert gültig seit: 15.02.2017



Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität
In Panama-Stadt muss in einigen Stadtteilen mit Gewaltkriminalität gerechnet werden. Reisende sollten auf offener Straße keinen auffälligen Schmuck tragen, wenig Bargeld und höchstens eine Kreditkarte bei sich haben. Ein großes Risiko von Raubüberfällen besteht in Panama-Stadt, in den Stadtteilen San Miguelito, Tocumen, Juan Díaz, 24 de Diciembre, El Chorrillo, Santa Ana, Curundu, Calidonia und Pacora sowie in der zweitgrößten Stadt Panamas Colon (auch tagsüber). Wer nach Einbruch der Dunkelheit zu Fuß geht, setzt sich einem höheren Risiko aus. Passagiere von Kreuzfahrtschiffen, die in Colon anlegen, sollten sich organisierten Landausflügen anschließen. Es wird dringend davon abgeraten, auf eigene Faust die Stadt Colon und das Hafengelände  zu erkunden.

Auch in als sicherer geltenden Stadtteilen von Panama-Stadt oder an anderen bei Touristen beliebten Orten kann es zu Diebstahl oder Überfällen kommen. Es ist daher stets Vorsicht zu wahren - auch bei harmlos erscheinenden Kontaktaufnahmen. Es besteht das Risiko, zufälliges Opfer von Auseinandersetzungen krimineller Banden zu werden.

Waffen sind verbreitet und es kommt gelegentlich zu Raubüberfällen mit Waffeneinsatz, die unter Umständen auch ohne Vorwarnung eingesetzt werden.
Widerstand des Opfers kann Täter zusätzlich provozieren und das Risiko für Leib und Leben erhöhen. Ruhige Herausgabe der vom Täter geforderten Wertgegenstände oder Geldbeträge kann die Gefahr reduzieren.
Es ist ratsam, stets einen kleineren Geldbetrag mit sich zu führen.

Seit August 2008 gilt Ausweispflicht für Ausländer. Daher ist es ratsam, den Originalreisepass – zumindest aber eine Kopie, aus der auch der Einreisestempel hervorgeht - mit sich zu führen. Ausweiskontrollen werden regelmäßig durchgeführt.

Bei Ankunft am Internationalen Flughafen Tocumen sollte man am Taxistand in der Eingangshalle des Flughafens registrierte Taxis und auch in der Stadt ausschließlich registrierte Funktaxis anfordern. Taxi-Anhalten an der Straße birgt Risiken.
Im Osten und Süden der Urwaldprovinz Darien, insbesondere im Grenzgebiet zu Kolumbien, bestehen hohe Sicherheitsrisiken. Es wird dringend davon abgeraten, sich dort aufzuhalten.  In dem Gebiet operieren kriminelle Organisationen, die auch vor Waffengebrauch nicht zurückschrecken. Weiterhin gibt es Einfälle von illegalen bewaffneten Gruppen aus Kolumbien.

Daneben besteht das Risiko von Denguefieber, Cholera und Gelbfieber. Die ärztliche Versorgung ist sehr mangelhaft. Polizeiliche Zugangssperren sollten respektiert werden. Es liegt im Ermessen dieser Kontrollposten, dem Reisenden die Weiterfahrt zu verwehren.

Naturkatastrophen
Panama kann in der Wirbelsturm-Saison (Juni bis November) von Ausläufern der Stürme heimgesucht werden. Zu starken Überschwemmungen kam es in den Provinzen Chiriqui und Bocas del Toro (November 2008) sowie in den Provinzen Panama, Colon und Darien (Dezember 2010). In Panama kann es auf Grund der regionalen Plattentektonik zu Erdbeben kommen, die in den vergangenen Jahren jedoch harmlos verliefen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.