Reisepartner
Click here HOLIDAYCHECK

Reisetipps und Hotels mit Hotelbewertungen von Urlaubern für Urlauber

Click here MIETWAGENCHECK

Günstige Mietwagen für Ihren Urlaub im großen Preisvergleich

Click here REISEINHALTE.DE

Auf Reiseinhalte.de erhalten Sie viele Tipps zu Urlaub und Reisen

Click here FERIENHÄUSER

Vergleich von über 200.000 Ferienhäusern und -wohnungen in ganz Europa.

Nachtleben in Oslo

Nachtleben

Nachtleben oder das, was die meisten Menschen darunter verstehen, entstand erst sehr spät in Oslo. Über Jahrhunderte hinweg war das Familienleben der Dreh- und Angelpunkt der norwegischen Gesellschaft. Die meisten Menschen erlebten Geselligkeit zu Hause. Strenge Alkoholkontrollen und eine Form der Prohibition im frühen 20. Jahrhundert haben zum Ausgehen nicht gerade ermutigt. Seit den späten 1980-er Jahren jedoch, als die Alkoholgesetzte gelockert wurden, durfte man bis 02.00 Uhr Alkohol konsumieren. Zahlreiche Clubs und Kneipen öffneten, um sich die Gesetzesänderung zu Nutze zu machen.

Das Magazin What's on in Oslo listet die meisten Orte zum Ausgehen und liegt in den Foyers der Hotels und in den Fremdenverkehrsämtern kostenlos aus. Ein guter Ausgangspunkt ist die Rosenkrantz Gate, eine Straße, die voll ist mit Bars, Musik-Kneipen und anderen nächtlichen Anziehungspunkten. Viele Nachtclubs befinden sich in der Karl Johans Gate und in deren Nähe. Das Nachtleben in Oslo ist im Allgemeinen sehr entspannt, schicke Freizeitkleidung wird überall, außer in den teuersten Restaurants, akzeptiert.

Alkohol ist in Norwegen nach wie vor extrem teuer. Das Mindestalter liegt für Bier und Wein bei 18 Jahren und für Spirituosen bei 20 Jahren. Das Nationalgetränk Akevitt ist ein feuriger Brandwein, der mit einer Gewürzmischung destilliert wurde. Viele Norweger gehen am späten Freitag- oder Samstagabend nach dem so genannten Vorspiel (Vorglühen) aus, bei dem zu Hause schon ein paar Drinks genommen werden. Ab 22.00 Uhr ist am Wochenende die Atmosphäre in den Straßen - gelinde gesagt - lebhaft.

Bars

The Dubliner, Rådhusgate 28, ist ein typischer Irish-Pub, genauso wie die Kilkenny Inn in der Øvre Slottsgate. Ebenso ist der Scotsman in der Karl Johans Gate bei ständig im Ausland lebenden Personen und Besuchern beliebt, außerdem liegt das Angus Steakhouse direkt nebenan. Englisch wird im The Belfry, Lille Grensen 7, häufiger als Norwegisch gesprochen. Neu ist die australische Kneipe Down Under im Fridtjof Nansens Plass.Im Sommer steht eine Auswahl an Bars und Restaurants mit Sitzplätzen im Freien auf der Hafenseite der Aker Brygge und vor der Akershus Festning zur Verfügung. Diese Lokalitäten können das Reisebudget allerdings etwas strapazieren.Das schicke Stravinsky in der Rosenkrantzgate 17 wird gerne von Leuten besucht, die nichts gegen etwas Club-Atmosphäre haben - jeden Mittwochabend ist Disko. Das Kristiania Bar and Café direkt am Hauptbahnhof in der Jernbanetorget ist ein elegantes Keller-Lokal, das jeden Freitag- und Samstagabend sehr voll ist. Einen eher entspannten Abend kann man in der 21. Etage der Summit Bar im Radisson Scandinavia Hotel erleben, wo man einen Cocktail schlürfen und gleichzeitig den Panoramablick über die Stadt und die Fjorde genießen kann.

Clubs

Das Skansen, Rådhusgate 25 (Internet: www.skansen.no) ist als der Treffpunkt für House Musik bekannt. Obwohl der Club relativ klein ist, ist er regelmäßig Gastgeber für internationale DJs. Das Sikamikanico, in der Møllergate, spielt House, Techno und andere Musik, die in eine ähnliche Richtung geht. Das Pure Liquid, Christian IVs Gate 12, öffnete im Juni 2006 nach einer kostspieligen Renovierung wieder seine Türen und bietet jetzt auf zweieinhalb Stockwerken ein extrem schickes Nachtleben mit erfahrenen DJs und Barkeepern. Das Tiger Tiger, Torggata 5, ist bei der großen Masse der Clubgänger sehr schnell beliebt geworden. Einen Besuch ist auch das Stratos wert, das sich im 11. Stock vom Folketeaterbygningen in der Youngstorget 2 (Internet: www.stratos.as) befindet und einen Club und ein Restaurant mit einer wunderbaren Aussicht über alle Teile Oslos hat.

Live-Musik

Das Stortorvets Gjæstgiveri, in der Grensen 1, ist ein lebendiges und traditionelles Jazz-Lokal, in dem Raggae-Bands und Bands im New Orleans-Stil spielen. Das Blå, Brenneriveien 9 (Internet: www.blx.no), das unten am Fluss Akerselva liegt, gilt bei vielen als der beste Jazz-Club Oslos. Der Herr Nilsen Jazzklubb, CJ Hambros Plass 5 (Internet: www.herrnilsen.no) ist ebenfalls sehr gut. Einer der besten Treffpunkte für Blues-Musik in Europa befindet sich im Herzen Oslos und trägt den angemessenen Namen Muddy Waters, Grensen 13 (Internet: www.muddywaters.no). Im Untergeschoss, im Club Rock Bottom, tummeln sich die Fans von Rockmusik. Im Oslo Spektrum, Sonia Henies Plass 2 (Internet: www.oslospektrum.no) spielen alle großen, internationalen Gast-Musiker. Das Skuret Kulturpub, Christian Krohgs Gate 2 (Internet: www.skuret.no), bietet ein regelmäßiges Programm aus Auftritten von Rock-Bands und Quiz-Nächten rund um das Thema Musik an. Das Smuget, Rosenkranzgate 22, ist einer der aktivsten Musik-Clubs Europas.

Kultur

Oslo hat, so wie man es von einer Hauptstadt erwartet, eine lebendige und vielfältige Kunstszene. Die Bühnen und Konzerthallen der Stadt ziehen regelmäßig international bekannte Künstler an. Die Norweger sind stolz auf ihr Kulturerbe, was zweifelsohne daran liegt, dass sie über Jahrhunderte hinweg von Dänemark und Schweden dominiert wurden.

Eintrittskarten für nahezu alle Aufführungen in Oslo, von Konzerten bis hin zu Sportveranstaltungen, können bei jedem Postamt gekauft werden. Eintrittskarten können auch bei Billett Service (Tel: 8153 31 33; Internet: www.billettservice.no oder www.ticketmaster.no) bestellt werden und dann bei einem Postamt abgeholt oder an eine Adresse im Ausland geschickt werden.

Musik

Das Osloer Philharmonieorchester gibt zweimal wöchentlich Konzerte (außer im Juli und in der ersten Augusthälfte) im Konserthuset, Munkedamsveien (Tel: 23 11 31 00; Internet: www.oslokonserthus.no), das im Stadtzentrum liegt. Die norwegische Oper und Ballett, Kirsten Flagstads Plass 1 (Internet: www.operaen.no), ist die neueste Errungenschaft in der Osloer Kulturszene. Das preisgekrönte Gebäude am Hafen öffnete Anfang 2008 seine Türen und sticht durch sein Design in der Silhouette der Stadt hervor. Die eindrucksvolle, winkelige Gebäude-Struktur aus Glas ragt über den ausgedehnten Fjorden.
Das Opern-Haus ist Gastgeber für Opern- und Ballett-Vorführungen sowie für Theaterstücke und moderne Musikkonzerte von Künstlern von Weltrang.
Das Radio Orchester und das norwegische Kammerorchester präsentieren Konzertserien in verschiedenen Veranstaltungsorten der Stadt. Auch das Oslo Sinfonietta (Tel: 22 42 70 95; Internet: www.oslosinfonietta.no), das seit 1985 zeitgenössische Musik macht, tritt an verschiedenen Veranstaltungsorten auf.
Die alte Aula der Universität von Oslo, Karl Johansgate (Tel: 22 85 95 55) hat eine hervorragende Akustik, was sie zu einem der beliebtesten Veranstaltungsorte für musikalische Auftritte macht.
Ebenfalls beliebt ist Gamle Logen, Grev Wedels Plass (Tel: 22 33 44 70; Internet: www.logen.no), die Konzerthalle des Komponisten Edvard Griegs, der durch Renovierungen wieder zu ihrem alten Glanz verholfen wurde.
Die Staatsakademie der Musik, Gydas Vei (Tel: 23 36 70 00; Internet: www.nmh.no) bietet das umfangreichste Konzertprogramm in Oslo an. Die meisten Konzerte sind kostenlos, obwohl bei einigen die Öffentlichkeit nicht zugelassen ist.
Der Chor der Osloer Kathedrale singt sowohl zeitgenössische als auch traditionelle Lieder. Er gibt gelegentlich Konzerte und tritt bei Gottesdiensten auf. Andere Konzerte werden ebenfalls gelegentlich in der Kathedrale gegeben.

Theater & Konzerte

Allgemeine Informationen über das norwegische Theater gibt die Internetseite www.teaternett.no. Das kunstvoll verzierte Nationaltheater von Oslo, Stortings Plass 15 (Tel: 22 00 14 00; Internet: www.nationaltheatret.no) bringt meist norwegische Stücke auf die Bühne. Das internationale Ibsen-Bühnen-Festival findet hier alle zwei Jahre statt. Das Nationaltheater von Oslo verfügt über zwei Bühnen im historischen Gebäude und über eine weitere im Torshovteatret, Vogts Gate 64, im Osten von Oslo, wo das Unternehmen eher experimentelle Stücke aufführt. Die andere große Theatergesellschaft Oslos ist das Norwegische Theater, Kristian IV's Gate 8 (Tel: 22 42 43 44; Internet: www.detnorsketeatret.no), die in der zweiten Form der norwegischen Sprache, in Nynorsk (neues Norwegisch) Stücke aufführt. Das Oslo Nye Teater, Rosenkrantzgate (Tel: 22 34 86 00; Internet: www.oslonye.no) präsentiert auf seinen vier Bühnen, Hovedscenen, Centralteatret, Cafescenen und Dukketeatret (Puppentheater) eine Vielzahl von Genres.

Tanz

Norwegen hat eine starke Volkstanztradition, die Masurkas und Polkas auf die Tanzfläche bringt. Internationale und norwegische Künstler treten regelmäßig im Dansens Hus, Kristian IVs Gate (Tel: 22 42 00 60; Internet: www.dansenshus.com) auf. Im Sommer gibt es zweimal wöchentlich Auftritte von Volkstanzgruppen im Konserthuset (Siehe Musik). Jeweils dienstags, mittwochs, freitags und samstags steht im Juli und August ein traditioneller "Norwegischer Abend" im Norsk Folkemuseum auf Bygdøy (Siehe Stadtbesichtigung) auf dem Programm.
Das Norwegische Nationalballett gibt seine Aufführungen auf seiner eigenen Bühne in der Norwegischen Oper, Storgaten 23 (Tel: 23 31 50 00 oder 81 54 44 88 für Buchungen; Internet: www.operaen.no). Außerdem gibt es zahlreiche Aufführungen außerhalb und zeigt dabei die besten norwegischen Tänzer und Gastkünstler aus dem Ausland. Es verfügt über ein vielfältiges Repertoire, in dem sowohl traditionelle als auch zeitgenössische Stücke enthalten sind.

Film

Informationen über die Programme der Kinos in Oslo gibt die Internetseite www.oslokino.no. Im Stadtzentrum gibt es zahlreiche Kinos, darunter das Colosseum, Fridtjof Nansens Vei, das Eldorado, Torggata 9 und das Vika Kino, Ruseløkkveien. Die zentrale Telefonnummer für Reservierungen von Eintrittskarten für alle großen Kinos ist 8203 0000. Filme werden in Norwegen in der Originalsprache und mit norwegischen Untertiteln gezeigt. Eine Ausnahme bilden Kinderfilme, die in der Regel synchronisiert sind. Das Norsk Filminstitutt, Dronningens Gate 16 (Tel: 22 47 45 00) zeigt alternative und klassische Filme.

Literarische Anmerkungen

Literarische Werke werden in Norwegen zahlreich produziert. Trotzdem sind nur relativ wenige davon bisher in andere Sprachen übersetzt worden.

Zu den bekanntesten, norwegischen Schriftstellern, die in Oslo gelebt und gearbeitet haben, gehört Bjørnstjerne Bjørnson. 1903 war er der erste norwegische Schriftsteller, der den Nobelpreis erhielt. Sein großer Freund und Rivale, Henrik Ibsen, hat diese Ehrung nie erhalten, obwohl sich die Nachwelt ihm gegenüber viel freundlicher verhielt. Wie Bjørnson ist Ibsen kein gebürtiger Osloer. Er zog 1850 in die Hauptstadt, wo er gleich im ersten Jahr zwei Theaterstücke schrieb, die Tragödie Catilina und Das Hünengrab. Ursprünglich wollte Ibsen Arzt werden, aber als er 1851 durch die Aufnahmeprüfungen für das Medizinstudium fiel, zog er nach Bergen, um dort in einem kleinen Theater zu arbeiten. 1857 kehrte er als Direktor des neuen norwegischen (Norske) Theaters nach Oslo zurück. Später wurde er Direktor des Christiania Theaters. 1864 erhielt Ibsen vom Staat ein Stipendium für Auslandsreisen. Fortan reiste er 27 Jahre lang im Ausland umher und kehrte zwischendurch nach Norwegen nur für kurze Besuche zurück. In den 1870-er Jahren arbeitete er mit dem Komponisten Edward Grieg an der Premiere von Peer Gynt (1867). 1891 kehrte Ibsen schließlich dauerhaft nach Norwegen zurück und verstarb am 23. Mai 1906 in Oslo.

1920 war Knut Hamsun der zweite norwegische Schriftsteller, der den Nobelpreis erhielt. Ursprünglich aus Nordland, zog er 1878 nach Oslo, wo er eine Zeit lang in Armut lebte, bevor er sich aufmachte, um durch die Vereinigten Staaten von Amerika zu ziehen. Sein späteres Leben ist von seiner Unterstützung für die Nazis überschattet. Zwei seiner berühmtesten Werke sind Hunger (1890) und Segen der Erde (1917).

Im Gegensatz zu Hamsun war Sigrid Undset, die in Oslo aufwuchs und dort ihre frühen Romane schrieb, ein Mitglied des Widerstands und eine ausgesprochene Gegnerin des Naziregimes. Ihr literarisches Werk wurde von den Nazis verboten und sie wurde gezwungen, ins Exil nach Amerika zu fliehen bis der Krieg vorbei war. 1928 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur. Ihr berühmtestes Buch ist Kristin Lavransdatter (1920-1922), ein historischer Roman, der im Norwegen des 14. Jahrhunderts spielt.

Der bekannteste zeitgenössische Schriftsteller ist Jostein Gaarder, der 1990 für sein Werk Das Kartengeheimnis den Preis der norwegischen Literaturkritiker erhielt. Sein Roman Sofies Welt (1991) über die Geschichte der Philosophie wurde in über 50 Sprachen übersetzt und verfilmt.