Unternehmungen in Nepal

 

Unbegleitete Touren im Langtang-Nationalpark verboten.

 

Hinweis

Unbegleitete Touren im Langtang-Nationalpark sind von der Regierung verboten worden.

 

Unternehmungen

Berge

Wer nach Nepal fährt, kann sich der Faszination der unendlich scheinenden Bergwelt wohl kaum entziehen, doch muss man nicht gleich den Mount Everest besteigen, um einen Eindruck vom Bergsteigerleben zu bekommen. Einige einheimische Reisebüros organisieren Tagesausflüge in die Berge mit Begleitung und bieten auch Gruppen-Trecks von mehreren Tagen Dauer an. Die Landschaft ist oft rau und zerklüftet, aber immer aufregend schön, und die Wege sind unbefestigt. Die kurzen, populärsten Strecken sind auch ohne Führung zu bewältigen, i. A. empfiehlt sich jedoch ein erfahrener Führer, der am besten durch ein gutes Reisebüro vermittelt sein sollte (weitere Informationen zum Trekking s. Land & Leute). Einige Reisebüros bieten Flüge mit einem Kleinflugzeug über den Mount Everest an. Man kann auch von Jomosom und anderen Ortschaften westlich der Hauptstadt Flüge über die eindrucksvolle Annapurna-Bergkette buchen.
 

Das Kathmandu-Tal

Die Städte Patan und Bhaktapur hatten früher die gleiche
Bedeutung wie Kathmandu. Jede dieser Städte hat ihren eigenen
Durbar-Platz und eine Kumari (s. o.). Der Königspalast in Patan ist ein
Muss für jeden Besucher des Landes. Bhaktapur ist eine schöne, ruhige
Stadt, in deren Seitenstraßen man noch stärker als in Kathmandu das
Gefühl hat, dem 20. Jahrhundert entronnen zu sein. Auf dem Platz der
Töpfer sind ganze Familien damit beschäftigt, geschickt Tonwaren aller
Größen zu formen und nach dem Trocknen in der Sonne zu lackieren. Das
Dorf Nagarkot erreicht man mit dem Bus oder durch Wälder und an
Terrassenfeldern vorbeiwandernd durch eine Landschaft, die jeden
verzaubert. An nebelfreien Tagen hat man einen ausgezeichneten Blick
auf den Mount Everest. Einfache Übernachtungsmöglichkeiten sind
vorhanden, es gibt allerdings keinen Strom - im Restaurant at the End of the Universe
wird das Essen über der Feuerstelle in einer Ecke auf dem Boden
zubereitet, während sich vor dem Fenster die majestätische Ruhe der
Bergwelt nach allen Seiten hin ausbreitet. Westlich von Kathmandu steht
in Swayambhunath der älteste und bedeutendste Buddhatempel des
Landes mit seinem berühmten großen starrenden Augenpaar. Im Tal stößt
man überall auf Götterschreine für alle Zwecke, in denen Einheimische
regelmäßig Farbpulver und kleine Opfergaben weihen. Die Tradition
gebietet, dass man an Schreinen und Tempeln immer links vorbeigeht.
Die abgelegene Stadt Pokhara
liegt 200 km westlich von Kathmandu in der Mitte von Nepal (am
Phewa-See). Nirgendwo sonst auf der Welt hat man so einen guten Blick
auf den Himalaya. Von Pokhara aus brechen zahlreiche Gruppen mit
Führung zum Trekking auf.

Kathmandu

Die nepalesische Hauptstadt ist ein zauberhafter Ort und, im Gegensatz zu vielen Landeshauptstädten, absolut unverwechselbar. Die Stadtmitte bildet der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Durbar-Platz mit zahlreichen wunderschönen buddhistischen und hinduistischen Tempeln und Schreinen, die nachts als Tierställe dienen und in deren Außenwänden sich Nischen für Verkaufsstände befinden. Der alte Königspalast und die Statue des Affengottes befinden sich ebenfalls auf dem Durbar-Platz. Außerdem findet man hier das Haus der lebenden Göttin Kumari, in dem ein durch verschiedene Rituale ausgewähltes Mädchen ca. vom sechsten Lebensjahr an bis zur Pubertät wohnt. Sie verlässt das Haus nur, um die täglichen Bitten ihrer Anhänger entgegenzunehmen, die sie auf einem Thron im Tempel empfängt, und um an zahlreichen Festen teilzunehmen. Bei dem großen Erdbeben im April 2015 wurden am Durbar-Platz zahlreiche Tempel und Paläste zerstört. 
Hinter dem Durbar-Platz beginnt ein Markt, der sich über große Teile der Altstadt ausbreitet. In einigen Gassen werden Lebensmittel und Haushaltsgegenstände ebenso wie Souvenirs für Touristen oder bunte Armbänder und Kosmetik oder Kerzen und Räucherstäbchen angeboten. In den engen Gassen der Altstadt findet man zahlreiche kleine Restaurants, Buch- und Bekleidungsgeschäfte. Hier kommen Motorfahrzeuge nur im Schrittempo vorwärts, weil sie die Fahrbahn mit Fußgängern, Radfahrern und Kühen teilen.
Der Berg außerhalb der Stadt beheimatet den berühmten Affentempel, der Pilger und Touristen gleichermaßen anzieht. Freche Paviane leben hier in Scharen, beim Picknicken muss man aufpassen, dass sie einem nicht die Leckerbissen aus der Hand stibitzen.

Mustang

Das ehemalige buddhistische Königreich Mustang liegt im Himalaya im Norden des gleichnamigen Distrikts Mustang, der an Tibet grenzt. Mitten in den Bergen des Annapurna befindet sich Jomsom, der Verwaltungssitz und beliebteste Tourismusort dieser unwirtlichen und bis vor kurzem noch recht unbekannten Gegend am Rande der bewohnbaren Welt. Hierher führt eine Straße, die das Dorf über Beni mit Pokhara verbindet. Von Pokhara aus besteht auch eine Flugverbindung nach Jomsom.
Das ehemalige Königreich Mustang ist 2563 km2 groß, liegt 2500 bis 3900 m über dem Meeresspiegel und hat ein trockenes Klima. Dieser Landstrich mit den vielen Gebirgswüsten wird durch den Fluss Kali Gandaki geteilt, der durch Thak Khola - die tiefste Schlucht der Welt - führt.

Die karge und raue Schönheit der Bergwelt Mustangs ist bei Trekking-Reisenden und Bergsteigern mittlerweile ein beliebtes Reiseziel. Der gesamte Distrikt Mustang steht unter dem staatlichen Schutz des Naturschutzprojektes Annapurna Conservation Area Project (ACAP). Trekker müssen deshalb eine Eintrittsgebühr für den Nationalpark bezahlen. Alle Reisende, die eine Trekking-Tour nach Nepal planen, benötigen außerdem noch vor ihrer Abreise eine TIMS Card. Trekking-Touren sind im ehemaligen Königreich Mustang nur als organisierte Touren mit einem Guide und ab zwei Personen möglich. 

Die Monate April bis Oktober sind für Bergwanderungen am besten geeignet. Im Winter kann es sehr kalt werden. Hauptreisezeiten in Mustang sind der August und der Oktober. Die Monsunzeit dauert zwar von Juni bis September an, aber weil Mustang im Regenschatten des Himalayas liegt, ist der Distrikt im August größtenteils trocken. Es empfiehlt sich jedoch, noch vor dem Monsun anzureisen, weil die Straße nach Jomsom wegen der Regenzeit mit großer Wahrscheinlichkeit überschwemmt ist. Auch der Oktober ist ein beliebter Reisemonat, weil das Wetter vor dem Winter meist recht stabil ist.