Stupa, Nepal
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Nepal Reiseführer

Key Facts
Offizielle Landesbezeichnung

Demokratische Bundesrepublik Nepal.

Gebiet

147.181 qkm.

Bevölkerung

28.850.717 (UNO Schätzung 2016).

Bevölkerungsdichte

210 pro qkm.

Hauptstadt

Kathmandu.

Regierung

Parlamentarische Demokratie. Neue Verfassung von 2015. Zweikammerparlament, Repräsentantenhaus mit 205 für 5 Jahre gewählten Mitgliedern, Nationalrat mit 60 für 6 Jahre ernannten Mitgliedern. Die Verfassung von 1990 legte die Einschränkung der königlichen Machtbefugnisse und die Einführung des Mehrparteiensystems fest. Im Mai 2008 wurde die Monarchie abgeschafft und die Republik ausgerufen.

Staatsoberhaupt

Bidhya Devi Bhandari, seit Oktober 2015.

Regierungschef

Pushpa Kamal Dahal, seit August 2016.

Elektrizität

230 V, 50 Hz.

Denkt man an Nepal, stellt man sich imposante, eisbedeckte Berge mit Gebetsfahnen in Regenbogenfarben vor. Aber auch das ist Nepal: hupende Mopeds, unaufhörlich schnatternde Händler und grellbunte Schilder im geschäftigen Katmandu. Das kleine Land in Asien hat einen ganz speziellen Charakter.
Wenn es ein Paradies für Wanderer gibt, dann ist es hier. Nepals schroffes Himalaya-Gebirge – vom belaubten Annapurna bis hin zum majestätischen Mount Everest – bietet unzählige, seit Jahrhunderten begangene Wanderwege und rustikale Bergdörfer.
Aber Nepal ist nicht nur etwas für Bergsteiger, die sich bis zum Everest Base Camp vorkämpfen wollen. Das spirituelle und mit Naturreichtümern gesegnete Land ist auch anderweitig interessant und zeigt sich immer gastfreundlich. Im Chitwan Nationalpark sieht man z.B. mit etwas Glück den grauen Rücken eines Nashorns im hellgrünen Gras, oder man genießt in der an einem See gelegenen Stadt Pokhara in einem der ungewöhnlichen Cafés die alternative Atmosphäre des Ortes.

Reisewarnung

Nepal

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 12.01.2017
Unverändert gültig seit: 09.01.2017



Landesspezifische Sicherheitshinweise

Bandhs/ Streiks

Grundsätzlich muss in Nepal jederzeit mit kurzfristig ausgerufenen „Bandhs“ (Zwangsstreiks jedweder Art), auch im Kathmandu-Tal, und Blockaden/Straßensperren gerechnet werden; manchmal werden diese auch gewaltsam durchgesetzt. Letzteres gilt auch für sog. Transportstreiks. Nach den bisherigen Erfahrungen können diese Protestaktionen das öffentliche Leben empfindlich stören bzw. lähmen und zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gefahr für Leib und Leben führen.

Sofern es die Sicherheitslage zulässt, bemüht sich das Nepal Tourism Board Shuttle-Busse zum Flughafen zu betreiben. Nähere Informationen dazu gibt die Touristenpolizei am jeweiligen Aufenthaltsort.

Es wird empfohlen, jegliche Demonstrationen und größere Menschenansammlungen zu meiden.

Während der Streiks sind Reisen auf dem Landwege nicht oder nur unter schwierigen Bedingungen möglich. Der Flugverkehr ist von den Bandhs in aller Regel nicht betroffen, evtl. aber der Zu- und Abgang zu den Flughäfen. Zu beachten ist, dass während der Ausgangssperren und Streiks teilweise keine Ambulanzfahrzeuge fahren, Krankenhausmitarbeiter nicht erreichbar sind und auch in Notfällen keine Hilfe durch die Botschaft geleistet werden kann.

Reisen über Land

In Folge des schweren Erdbebens vom 25. April 2015 sowie heftiger Nachbeben gibt es im ganzen Land weiterhin Infrastrukturschäden und unpassierbare Straßen. 

Die schwer betroffenen Distrikte (Gorkha, Kavrepalanchok, Dhading, Nuwakot, Rasuwa mit dem Trekkinggebiet Langtang, Sindupalchok, Dolakha, Ramechhap, Okhaldunga, Makwanpur und Sindhuli) sind durch Erdrutsche oder Gerölllawinen weiterhin teilweise schwer zugänglich. Bei Reisen in diese Gebiete ist daher besondere Vorsicht geboten.  

Reisenden wird empfohlen, sich vor Reisen nach Nepal bei ihrem Reiseveranstalter oder der örtlichen Reiseleitung über die Durchführbarkeit der Reise zu informieren und während eines Aufenthalts in Nepal die aktuelle örtliche Medienberichterstattung zu verfolgen.

Infolge der nicht immer störungsfreien Kommunikation können sich in Notfällen erhebliche Schwierigkeiten ergeben, weil Hilfeleistungen nicht rechtzeitig organisiert werden können. Es wird darauf hingewiesen, dass Rettungsflüge wetter- und tageszeitbedingt nicht immer rechtzeitig durchgeführt werden können und Rettungshubschrauber nicht in alle Höhen und Landesteile fliegen können.

Das Terai, südliches Grenzland zu Indien, war in den vergangenen Jahren oftmals Schauplatz von  Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen politischen Gruppierungen und den Sicherheitskräften. Im Terai und anderen Gebieten, selbst in Kathmandu, waren in der Vergangenheit vereinzelt auch Fahrzeuge von Diplomaten und internationalen Organisationen Ziel von Angriffen. Gelegentlich wurden Ausländer bedroht.

An den Grenzübergängen zu Indien kann es auf Grund der instabilen politischen Situation sowohl auf nepalesischer als auch auf indischer Seite zu Verzögerungen beim Grenzübertritt kommen.

Kriminalität
Auf Grund der politischen Instabilität und der Unzuverlässigkeit des Rechtssystems ist eine steigende Gewaltbereitschaft und Kriminalität im ganzen Land feststellbar. In touristischen Regionen sind häufiger Taschendiebstähle vorgekommen, in abgelegeneren Gebieten auch durch vorbeifahrende Motorradfahrer.

In den vergangenen Jahren haben mehrere ausländische Touristinnen Vergewaltigungen in Thamel, dem Touristen-Viertel Kathmandus, sowie in den in Kathmandus südlicher Nachbarstadt Patan gelegenen Vierteln Sanepa und Jawalakhel angezeigt. Frauen wird deshalb empfohlen, nach Einbruch der Dunkelheit besonders vorsichtig und stets mit Begleitung unterwegs zu sein.

Kriminelle Organisationen und andere Gruppierungen erpressen in vielen Landesteilen nationale und internationale Organisationen, Geschäftsleute und Einzelpersonen und setzen Forderungen teilweise mit Gewalt durch. Auch Trekking-Touristen sind gelegentlich Ziel derartiger „Spenden-Erpressungsversuche“. Ein ortskundiger Führer kann in solchen Fällen deeskalierend wirken. 

Im Umgang mit staatlichen Sicherheitskräften ist zu beachten, dass in Nepal teils ein anderes Rechtsverständnis besteht. Nachgiebiges Auftreten wird daher angeraten.

Naturkatastrophen

Das Himalaya-Gebiet gilt insgesamt als stark erdbebengefährdet. Im Falle eines schweren Erdbebens muss davon ausgegangen werden, dass medizinische Einrichtungen und generelle Notfallausstattungen überlastet sind. Es wird daher empfohlen, sich vor Anreise mit den Verhaltensregeln für den Fall eines Erdbebens vertraut zu machen.

Während der von Juni bis Anfang Oktober andauernden Monsunzeit entstehen in ganz Nepal immer wieder Reisebehinderungen durch plötzlich auftretende Überschwemmungen (insbesondere im Grenzgebiet zu Indien) und Erdrutsche, die auch die Hauptreisewege betreffen können.

Hinweise für Trekking-Touren

Es wird dringend empfohlen, nicht alleine zu trekken. Die gesundheitlichen Risiken sind in den höher gelegenen Gebieten sehr hoch. Auch kam es in der Vergangenheit zu Übergriffen gegen allein reisende Trekker.

Weiterhin wird empfohlen, nur bekannte Routen zu begehen, in Gruppen zu bleiben, ausschließlich seriöse Agenturen und Führer zu nutzen sowie vor Aufsuchen abgelegener Gebiete aktuelle Informationen über die Sicherheitslage einzuholen. Darüber hinaus sollten sich Reisende bei der Deutschen Botschaft in Kathmandu unter Angabe der Trekking-Route und der Versicherungsdaten bzw. der evtl. Mitgliedschaft in einer Rettungsfluggesellschaft registrieren Die Registrierung kann maximal 10 Tage vor Ihrer geplanten Reise unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de vorgenommen werden.

Beim Trekking sollten Reisende die Risiken der Höhenkrankheit nicht unterschätzen und bei den ersten Anzeichen (Übelkeit, Kopfschmerzen oder Atemnot) absteigen. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit kommt in der Regel jede Hilfe zu spät. Ebenso ist zu bedenken, dass Helikopter-Rettungsflüge wetter- und tageszeitbedingt nicht immer sofort durchgeführt werden können. Das Auswärtige Amt verweist hierzu auf das Merkblatt zur Höhenkrankheit.

Alle Trekker müssen ein gültiges TIMS-Certificate (Trekkers' Information Management System) vorweisen, das von den TIMS-Stellen des Nepal Tourism Board (NTP) bzw. der Trekking Agents Association of Nepal (TAAN) sowohl für Trekker, die mit einer Agentur reisen als auch für Individual-Trekker ausgestellt wird. Die Gebühr muss in nepalesischen Rupien entrichtet werden. Reiseagenturen, die diesen Verbänden nicht angehören, müssen die Zertifikate bei NTB bzw. TAAN einholen. Gelegentlich werden die Zertifikate von hilfsbereiten Vermittlern ausgefüllt. Da jeder Tourist für den Inhalt seiner Genehmigung selbst verantwortlich ist, gilt es, auf eine korrekte Ausfüllung zu achten. Nähere Informationen sind erhältlich bei NTB, Tel. 00-977-1-422 57 09, E-mail: mediacenter@ntb.org.np Die Trekking Gebühren unterliegen laufenden Anpassungen.

Wiederholt kam es zu Erpressungen von Trekkern, die mit frei angeheuerten Trägern ohne Versicherungsnachweise für die Träger unterwegs waren. Das Einschalten einer verlässlichen Reiseagentur und das Mitführen der entsprechenden Zahlungsnachweise beugen rechtlichen Schwierigkeiten vor.

Freiwilligendienste/Voluntourism-Aufenthalte

Bei der Aufnahme von Freiwilligendiensten (sogenannten Voluntourism) bei vermeintlich gemeinnützigen Organisationen wird zu einer gewissen Vorsicht geraten. Dies gilt insbesondere für Tätigkeiten in Kinderheimen oder wenn dem Freiwilligen ein größerer Geldbetrag für seine Dienste in Rechnung gestellt werden soll. Es ist vermehrt vorgekommen, dass lokale oder internationale Nichtregierungs-Organisationen armutsrelevante Projekte zur eigenen Bereicherung vortäuschen.

Es wird empfohlen, sich vor Abreise beim Hauptsitz der Organisation über die Anstellungsbedingungen, die Art der Arbeit sowie die Versicherungsdeckung zu informieren. Zur Aufnahme einer Freiwilligenarbeit in Nepal muss eine Arbeitserlaubnis von den nepalesischen Behörden erteilt werden. Die Ausübung dieser Tätigkeiten mit einem Touristenvisum ist illegal und wird bestraft.

Krisenvorsorgeliste

Alle Reisenden haben die Möglichkeit sich im elektronischen Meldesystem des Auswärtigen Amts (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de) anzumelden. Hierüber werden im Bedarfsfall Sicherheitshinweise versandt. Auch sollten dort Informationen zu möglichen Ansprechpartnern in Deutschland sowie Angaben zur Mitgliedschaft bei einer Rettungsfluggesellschaft und die Reisekrankenversicherung hinterlegt werden. Insbesondere Reisenden, die nicht Teil einer Pauschalreisegruppe sind wird geraten, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Pauschalreisende werden ggfs. über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.


Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.