Pemba, Mozambique
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© www.123rf.com / Jaco Janse Van Rensburg

Mosambik Reiseführer

Key Facts
Offizielle Landesbezeichnung

Republik Mosambik.

Gebiet

799.380 qkm.

Bevölkerung

28.751.362 (UNO Schätzung 2016).

Bevölkerungsdichte

31 pro qkm.

Hauptstadt

Maputo.

Regierung

Republik seit 1990 (im Commonwealth seit 1995). Verfassung von 1990. Parlament mit 250 alle fünf Jahre gewählten Mitgliedern. Ein erstes Friedensabkommen zwischen der Regierung und den rechtsgerichteten Renamo-Rebellen wurde 1992 unterzeichnet. 1994 fanden die ersten freien Wahlen statt, bei denen General Chissano im Amt bestätigt wurde. Unabhängig seit 1975 (ehemalige portugiesische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Filipe Nyussi, seit Januar 2015.

Regierungschef

Carlos Agostinho do Rosário, seit Januar 2015.

Elektrizität

220 V, 50 Hz.

Mosambik hat es in den letzten Jahrzehnten nicht leicht gehabt: die portugiesische Kolonialherrschaft wurde von jahrelangem Bürgerkrieg, furchtbarer Hungersnot und Naturkatastrophen abgelöst. Seit der Unterzeichnung des Friedensvertrages von 1992 ist Mosambik mit seinem Wiederaufbau beschäftigt und öffnet auch Touristen wieder seine Tore.
Mosambik hat als Reiseziel Beachtliches zu bieten. Es gibt unendlich lange Strände, an denen sich Palmen im Wind wiegen und das Wasser warm, ungefährlich und voller interessanter Meeresbewohner ist. Auch angeln kann man hier. Die Tierwelt Mosambiks ist sehr vielseitig und lässt sich in mehreren erstklassigen Wildparks und Reservaten beobachten.
Selbst historische Denkmäler kann man auf den Inseln vor der Küste entdecken. In den selten besuchten Wäldern gibt es gute Wanderwege, aber vor den zahlreichen übrig gebliebenen Landminen ist noch immer äußerste Vorsicht geboten.

Reisewarnung

Mosambik

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 10.01.2017
Unverändert gültig seit: 04.01.2017



Aktuelle Hinweise

Regierung und Opposition haben sich  auf eine Waffenruhe bis zunächst 4. März.2017 geeinigt. Die Militärkonvois zur Begleitung ziviler Fahrzeuge auf der EN7 zwischen Vanduzi und Catandica (Provinz Manica) sowie auf zwei Teilstücken der EN1 zwischen Save und Caia (Provinz Sofala ) wurden eingestellt.

Reisenden in den Provinzen Manica, Sofala, Tete, Zambezia, Niassa und Nampula, wo es vereinzelt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem bewaffneten Arm der Oppositionspartei RENAMO und Sicherheitskräften des Landes gekommen ist  wird empfohlen, die Nachrichten, insbesondere der lokalen Medien, und die Lage vor Ort aufmerksam zu verfolgen. Überlandfahrten sollten weiterhin mit erhöhter Vorsicht durchgeführt werden.

 


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

Mosambik verzeichnet ein erhöhtes Niveau an Gewaltkriminalität, vor allem innerhalb der Städte. Es wird empfohlen, bei einem eventuellen Überfall Wertgegenstände ohne Gegenwehr herauszugeben. Im Auto sollten die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Mobiltelefoneund andere Wertsachen sollten nicht sichtbar im Auto liegen. 

Insbesondere in Maputo kommt es auch zu Entführungen, die auch Ausländer betreffen. Fast immer handelt es sich aber um Unternehmer, die vor Ort tätig sind. Es wird zu Wachsamkeit und umsichtigem Verhalten geraten.

Es kommt immer wieder vor, dass mosambikanische Polizisten Touristen wegen angeblicher Verkehrsdelikte festhalten und zur Zahlung von „Bußgeldern“ auffordern. Grundsätzlich ist nur die Verkehrspolizei (dunkelblaue Hose, weißes Hemd, blaue oder weiße Kappe) zur Verhängung von Bußgeldern wegen Verkehrsdelikten berechtigt, die Schutzpolizei (graue Uniformen) darf Verkehrsteilnehmer für allgemeine Identitätskontrollen anhalten. Es wird empfohlen, in solchen Fällen stets Ruhe zu bewahren und auf Aufnahme eines ordentlichen Protokolls zu bestehen. Bußgelder sollten nur im Polizeirevier gegen offizielle Quittung gezahlt werden. Es wird empfohlen, sich vorab mit den mosambikanischen Verkehrsvorschriften vertraut zu machen. Hinweise hierzu geben u.a. Mietwagenfirmen.

Es sind auch Fälle bekannt, in denen ausländische Staatsangehörige bei Identitätskontrollen von der Schutzpolizei bedroht und zur Zahlung von Bestechungsgeldern gedrängt wurden. Auch hier wird empfohlen, Ruhe zu bewahren und die Ausweispapiere ohne Diskussion zur Kontrolle vorzuweisen. Grundsätzlich sollten keine Zahlungen an die Polizisten getätigt werden, ohne dass hierfür eine offizielle Quittung („recibo“) ausgestellt wird. Wenn möglich, sollte der Name des Polizisten notiert und der Vorfall im Anschluss direkt bei der nächstgelegenen Polizeistation und der Deutschen Botschaft gemeldet werden.

Reisen über Land / Straßenverkehr
Fahrten über Land bergen aufgrund des z. T. extrem schlechten Straßenzustands und des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer ein hohes Unfallrisiko und erfordern daher ein sehr hohes Maß an Aufmerksamkeit. Überlandfahrten bei Dunkelheit sind besonders gefährlich und sollten vermieden werden.

Mosambik wird während der Regenzeit (insbesondere, aber nicht ausschließlich in den Monaten Januar bis März) immer wieder von tropischen Stürmen bis hin zur Zyklonstärke heimgesucht. Starke Regenfälle in den Nachbarländern verursachen hohe Flusspegelstände und u. U. Überschwemmungen. Hierdurch können Personen- und Sachschäden entstehen sowie Verkehrsverbindungen unterbrochen werden. Die Botschaft empfiehlt daher, sich regelmäßig über die Wetter- und Straßenlage zu unterrichten, insbesondere, wenn Reisen über Land anstehen.

Flugreisen
Die europäische Kommission hat mit Wirkung vom 21. April 2011 eine Betriebsuntersagung gegen alle in Mosambik registrierten Fluglinien verkündet, siehe Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://ec.europa.eu/transport/air-ban/list_de.htm . Davon betroffen ist auch die staatliche Luftfahrtgesellschaft Linhas Aéreas de Moçambique LAM

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet. Wenn sich auch vor den Küsten Mosambiks längere Zeit keine erfolgreichen Kaperungen mehr ereignet haben, bleibt die Gefahr latent vorhanden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird empfohlen, Vorsicht walten zu lassen und sich beim Maritime Security Centre unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.mschoa.org zu registrieren.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.