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Nachtleben in Miami

Nachtleben

Miami schläft nie, denn wenn die Sonne untergeht, kommen die Sterne und Sternchen hervor. Viele Berühmtheiten der Unterhaltungsbranche verbringen hier die lauen tropischen Abende bei einem Glas Martini in den schicken Straßencafés und -bars, bevor sie sich in die lebhaften Clubs und zahllosen Reggae-, Merengue- und Salsa-Lokale aufmachen.

Das Nachtleben spielt sich vor allem in South Beach ab. In den letzten Jahren haben hier Prince und Mick Hucknall von Simply Red Nachtclubs eröffnet, während die örtlichen Superstars Gloria Estefan und Ricky Martin am Ocean Drive Restaurant-Bars besitzen. Die mit knallig-gelben, blauen, pink- und lilafarbenen Neonlichtern beleuchteten Art-Deco-Gebäude in South Beach bilden den passenden unbeschwerten Rahmen für Miamis hedonistische Nachtszene. Abends sind die Bars mit einem schillernden, kosmopolitischen Publikum gefüllt, und nach Mitternacht pulsiert ganz South Beach zu den internationalen Rhythmen der Clubszene, die zu den interessantesten in Amerika gehört.

Bars schließen um etwa 01.00 Uhr, Nachtclubs um ca. 06.00 Uhr. Beim Ausgehen in Miami muß man mit Getränkepreisen zwischen 8-10 US$ rechnen. Das gesetzliche Mindestalter für den Konsum alkoholischer Getränke ist 21 Jahre, und es ist ratsam, einen Ausweis bei sich zu haben. Auch für den Eintritt in die Clubs von Miami Beach (einschließlich South Beach) gilt das Mindestalter von 21 Jahren. In vielen Clubs stehen die einzelnen Nächte häufig unter einem bestimmten Thema. Einzelheiten und Veranstaltungshinweise findet man in den New Times oder in der Freitagsausgabe des Miami Herald.

Bars

Die örtliche Szene ändert sich sehr häufig, zu den derzeitigen In-Lokalen in South Beach gehören aber das Joia, 140 Ocean Drive, wo Madonna ihren letzten Geburtstag feierte, Gloria Estefans Larios on the Beach, 820 Ocean Drive, wo es die tödlichen Mohitos (Rum-Punsch) und jede Nacht kubanische Musik gibt, das für seine Martinis bekannte Astor Place, 956 Washington Avenue, und Wet Willie's, 760 Ocean Drive, Internet: www.wetwillies.com, mit einer Terrasse, Blick auf den Ozean und unwiderstehlichen Daiquiris mit gestoßenem Eis. Ebenfalls sehr angesagt ist die legendäre Freiluftbar mit Tanzclub des Clevelander Hotels, 1020 Ocean Drive, wo jede Nacht Unterhaltung geboten wird. Im News Café, 800 Ocean Drive, eines der coolsten Lokale (24 Std. geöffnet), genoß Gianni Versace seinen letzten Drink, bevor er auf der Treppe seiner Villa, die nur zwei Blöcke entfernt liegt, niedergeschossen wurde. Das sehr stilvolle Pearl, One Ocean Drive, liegt direkt am Strand und ist eine Champagner-Bar für die Reichen und elegant Gekleideten, während in der holzgetäfelten Hotelbar Raleigh, 1775 Collins Avenue, Internet: www.raleighhotel.com, ausgezeichneter Rum-Punsch serviert wird.

Kasinos

Das Spielbankschiff Casino Princessa bietet Rundfahrten für bis zu 600 Personen an, bei denen sich alles um das Glücksspiel im Las-Vegas-Stil dreht – Blackjack, Würfelspiele, Roulette und Spielautomaten gibt es an Bord. Die viereinhalbstündigen Rundfahrten beginnen täglich um 12.30 und 19.30 Uhr, sonntags auch um 01.00 Uhr am Bayside Harbour (neben dem Hard Rock Café), 401 Biscayne Boulevard. Ein Mindestalter von 21 Jahren und ein Ausweis werden verlangt, lässige Kleidung ist ausreichend.

Clubs

Die Clubszene von Miami kennt man erst, wenn man im Liquid, 1532 Washington Avenue, gewesen ist. Dieser unglaublich exklusive Club zählt Madonna zu seinen Stammgästen und gehört ihrer besten Freundin Ingrid Casares. Ein ebenfalls heißer Club mit Restaurant in South Beach ist das Casa Salsa, 524 Ocean Drive, das dem Latino-Herzensbrecher Ricky Martin gehört und puertoricanische Musik spielt. Sehr lebhaft geht es im ähnlichen Samba Room, 1501 Collins Avenue, zu, wo diverse Latino-Musikrichtungen aufgelegt werden. In der exzentrischen Crobar, 1445 Washington Avenue, wo Engel an Bungee-Seilen über der Tanzfläche hängen, trifft man u. a. George Clooney an. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Chili Pepper, Streets of Mayfair Mall, 2911 Grand Avenue, einer der zahlreichen Tanzclubs in Coconut Grove. Im Level, 1235 Washington Avenue, einem alten Filmpalast, den man in einen riesigen Club umgebaut hat, wurden schon Nelly und Queen Latifah gesichtet. Im Mynt, 1921 Collins Ave., ist nicht nur alles mintgrün, es duftet auch leicht nach Minze. Der Nikki Beach Club, 1 Ocean Drive, ist sehr strandnah gelegen, weshalb viele Gäste im Bikini oder Tanga kommen. Der Tanzclub Opium Garden, 136 Collins Avenue, Internet: www.opiummiami.com, mit seiner fernöstlichen Atmosphäre einem ausgezeichneten asiatischen Restaurant angeschlossen ist und von Stars und Leuten besucht wird, denen das Geld locker sitzt; u. a. verkehren in diesem Open-Air Club in Form eines Amphitheaters Enrique Iglesias und Missy Elliot.

Live-Musik

Die neuesten Latino-Rhythmen kann man im Café Nostalgia at the Forge, 432 41st Street in Miami Beach, hören. Das Lokal verfügt über eine kleine Tanzfläche und eine eigene Band, die authentische Salsa-Musik spielt. Eine der angesagtesten Lokalitäten in Miami für Salsa, Merengue und Latino-Hip-Hop ist das La Covacha, 10730 Northwest 25th. Im unglaublich beliebten Mango's Tropical Café, 900 Ocean Drive, spielt man extravaganten Salsa im Stil von South Beach und tanzt dazu auf Tischen und der Straße. Live-Jazz und Blues gibt es jede Nacht im lässigen Van Dyke Café, 846 Lincoln Road, Internet: www.thevandyke.com/jazz , und im etwas nobleren Jazz-Club Jazid, 1342 Washington Avenue. Beide Lokale befinden sich in Miami Beach.

Kultur

Mit der Florida Grand Opera, der New World Symphony, dem Florida Philharmonic Orchestra und dem Jackie Gleason Theater of the Performing Arts, kann sich die Kulturszene von Miami durchaus sehen lassen. Gute Quellen für Veranstaltungshinweise sind die örtlichen Tageszeitungen, besonders die New Times und die Freitagsausgabe des Miami Herald sowie ein ausgezeichneter, täglich aktualisierter Veranstaltungskalender im Internet (Internet: www.miami.nightguide.com) mit Hinweisen zu besonderen Veranstaltungen.

Karten sind an den diversen Veranstaltungsorten und telefonisch durch die Kartenagentur Ticketmaster (Tel: (305) 358 58 85. Internet: www.ticketmaster.com ) erhältlich.

Musik

Miamis neueste Konzerthalle ist das Miami Performing Art Center (MPAC) (Internet: www.miamipac.org). Das MPAC besteht aus einem Studio Theater, einer Konzerthalle, einem Opernhaus und einem Education Center und bietet Platz für 2400 Gäste.
Die Florida Grand Opera (Internet: www.fgo.org) erlebt zur Zeit eine Renaissance und bricht mit ihrem Repertoire von beliebten Klassikern und weniger bekannten Werken im Dade County Auditorium, 2901 West Flagler Street (Tel: (305) 547 54 14), sämtliche Verkaufsrekorde. Das führende regionale Sinfonieorchester der USA, das Florida Philharmonic Orchestra, tritt ebenfalls regelmäßig dort auf.
Die New World Symphony (Internet: www.nws.org), eine einzigartige Orchesterakademie in den USA, kann von Ende September bis Anfang Mai im historischen Lincoln Theater, 555 Lincoln Road, Miami Beach (Tel: (305) 673 33 31), gehört werden. Als weltweit einziges Sinfonieorchester dieser Art bildet die New World Symphony talentierte Absolventen für Musikkarrieren aus.
Beide Sinfonieorchester spielen gelegentlich auch im historischen Gusman Center for the Performing Arts (Internet: www.gusmancenter.org), 174 East Flagler Street (Tel: (305) 374 24 44), einem umgebauten Filmpalast aus den zwanziger Jahren, in dem heute zahlreiche Kunstaufführungen, u. a. das jährliche Miami Film Festival, veranstaltet werden.


Theater & Konzerte

Das Jackie Gleason Theater of the Performing Arts, 1700 Washington Avenue (Tel: (305) 673 73 00; Internet: www.gleasontheater.com), ist der führende Aufführungsort in Miami Beach für Broadway-Shows, Konzerte und Tanz. Insbesondere treten hier die Florida Philharmonic, das Miami City Ballet, die Concert Association of Florida und andere gefeierte Truppen und Orchester auf. Ebenfalls in South Beach befindet sich das intime, im Art-Deco-Stil errichtete Colony Theater, 1040 Lincoln Road (Tel: (305) 674 10 40), in dem ein aufregendes und vielseitiges Programm aus Tanz, Theater, Musik und Film veranstaltet wird. Weitere erwähnenswerte Theater sind das Edge Theater, 405 Espanola Way, Miami Beach (Tel: (305) 531 60 83), das für Komödien und Klassiker aus dem 20. Jahrhundert bekannt ist, und das Coconut Grove Playhouse, 3500 Main Highway, Coconut Grove (Tel: (305) 442 40 00. Internet: www.cgplayhouse.com), ein in den USA für innovative Inszenierungen bekanntes Theater.

Tanz

Floridas renommiertes und international bekanntes Miami City Ballet hat ein vielseitiges Repertoire aus klassischen und zeitgenössischen Inszenierungen und tritt in diversen Veranstaltungsorten auf, u. a. im Jackie Gleason Theater, 1700 Washington Avenue (Tel: (305) 673 73 00. Internet: www.gleasontheater.com).

Film

In jedem größeren Einkaufszentrum gibt es einen Kinokomplex. Im dreidimensionalen Imax Cinema at Sunset Place, 5701 Sunset Drive, South Miami (Tel: (305) 663 46 29. Internet: www.imax.com/miami), kann man die ultimative 3-D-Filmerfahrung machen, denn die Leinwand ist so hoch wie ein sechsstöckiges Gebäude und die Lautsprecher des Soundsystems sind über das gesamte Kino verteilt. Freunde des Experimentalfilms sollten sich zum Bill Cosford Cinema im Memorial Building der Universität von Miami in Coral Gables (Tel: (305) 284 48 61) aufmachen. Im Sommer hat es allerdings geschlossen.

Miamis Film- und Unterhaltungsbranche hat während der letzten Jahre einen deutlichen Zuwachs erfahren, und tatsächlich basiert der einstmalige wilde Ruf der Stadt auf der Fernsehserie Miami Vice aus den achtziger Jahren. Heute ist Miami das drittgrößte Zentrum für Film- und Fernsehproduktionen in den USA. Zu den neueren, in Miami spielenden Filmen gehören u.a. Verrückt nach Mary (1998), Bodyguard (1992), Ace Ventura (1994), True Lies (1994), Schnappt Shorty (1995) und Striptease (1996), nicht zu vergessen die alten Klassiker Citizen Kane (1941), Key Largo (1948) und die drei James-Bond-Filme Dr. No (1962), Leben und sterben lassen (1973) und Goldfinger (1964).

Kulturelle Veranstaltungen

Das Art Deco Weekend (Internet: www.artdecoweekend.com) ist das weltweit größte jährlich stattfindende Festival, das der Erhaltung dieses ganz besonderen Stils gewidmet ist. Es findet jeweils im Januar statt, hat ein riesiges Programm mit Straßentheater, Big-Band-Konzerten und Umzügen in South Beach. Das Miami Film Festival (Internet: www.miamifilmfestival.com), bei dem Filme und Videos von Filmemachern aus den gesamten USA sowie in einem Forum auch kleinere, unabhängige Werke gezeigt werden, findet jedes Jahr im Frühjahr (Februar und März) statt.

Literarische Anmerkungen

Miami selbst hat keine sehr große literarische Vergangenheit, allerdings sind im Laufe der Jahre zahlreiche Schriftsteller nach Florida gezogen, ganz besonders nach Key West. Zu ihnen gehörten Ernest Hemingway (1899-1960), der Autor von In einem anderen Land (1929), Wem die Stunde schlägt (1940) und Der alte Mann und das Meer (1952), Elizabeth Bishop (1911-79), eine der gefeiertsten amerikanischen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts und Tennessee Williams (1911-83), Dramatiker und Autor von Die Katze auf dem heißen Blechdach (1944) und Endstation Sehnsucht (1955). Hemingway, der rauhe, ungestüme Romanschriftsteller machte sich in den Kneipen von Key West einen Namen (s. Ausflüge). Sein schönes, im spanischen Kolonialstil errichtetes Haus, 907 Whitehead Street (Tel: (305) 294 11 36. Internet: www.hemingwayhome.com), in dem er einige seiner besten Werke schrieb, kann besichtigt werden. Die zeitgenössische amerikanische Romanschriftstellerin Alison Lurie hat ebenfalls ein Haus in Key West und machte diese Insel zum Schauplatz ihres Werks Die Wahrheit über Lorin Jones (1989).