Urlaubstipps Tirol

Sicherheitshinweise, Botschaften und Fremdenverkehrsämter in Mexiko

Reisewarnung

Mexiko

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 19.11.2014
Unverändert gültig seit: 13.11.2014



Aktuelle Hinweise

Aufgrund von teilweise gewaltsamen Massenprotesten und Ausschreitungen wird von Reisen in den Bundesstaat Guerrero - mit Ausnahme von Flugreisen nach Ixtapa-Zihuatanejo und Acapulco - aktuell dringend abgeraten.

Von der Benutzung der Küstenstraße zwischen Acapulco (Guerrero) und Manzanillo (Colima) wird dringend abgeraten.

Im Bundesstaat Michoacán können bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Bürgerwehren, Angehörigen der Organisierten Kriminalität und Sicherheitskräften noch immer nicht ausgeschlossen werden. Von nicht zwingend notwendigen Reisen in die Region Tierra Caliente und ländliche Gebiete im Bundesstaat Michoacán wird daher dringend abgeraten.

Von nicht zwingend notwendigen Reisen in den Bundesstaat Tamaulipas wird ebenfalls abgeraten.

In Mexiko-Stadt, aber auch an anderen Orten kommt es regelmäßig zu Demonstrationen und Protestaktionen, die gelegentlich von Gewalt begleitet sind. Kundgebungen jeder Art sollten gemieden werden.

Bis etwa Ende November muss an der Atlantikküste und im Golf von Mexiko mit tropischen Stürmen und intensiven Regenfällen gerechnet werden. Es wird empfohlen, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen und den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge zu leisten.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

Die Kriminalität stellt in Mexiko ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

In einigen Fällen sind auch Polizeikräfte bzw. uniformiertes Sicherheitspersonal an Straftaten beteiligt bzw. Kriminelle, die sich als solche ausgeben. Die Gewalt erstreckt sich von Raubüberfällen über Entführungen bis hin zu Tötungsdelikten. In vielen Regionen kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und der Organisierten Kriminalität. Die Gewalt ist besonders ausgeprägt in nördlichen Bundesstaaten wie beispielsweise Tamaulipas, Coahuila, Chihuahua, Nuevo León, aber auch in Zacatecas, Durango, Sinaloa, Michoacán, Guerrero und Morelos. Betroffen sind insbesondere Großstädte wie Tijuana, Ciudad Juárez, Reynosa, Matamoros, Tampico, Acapulco, Torreón und Chihuahua. Auch in den an Mexiko-Stadt angrenzenden Gemeinden des Estado de México hat die Zahl der Gewaltdelikte weiter zugenommen.

Die Gewalt beschränkt sich keineswegs auf diese genannten Orte.

Verbreitet sind auch virtuelle Entführungen oder Erpressungen, in denen eine Entführung oder ein Unfall eines Angehörigen nur vorgetäuscht wird. Bei unbekannten Anrufern sollten Reisende zurückhaltend mit persönlichen Informationen sein, Ruhe bewahren und versuchen auf anderem Wege mit dem betreffenden Angehörigen einen Kontakt herzustellen.

Gewalt gegen Frauen hat, auch in den Touristenregionen, zugenommen. Frauen sollten, insbesondere nachts und in einsamen Gebieten, nicht allein unterwegs sein. Sexuelle Übergriffe sollten umgehend bei der nächstgelegenen Dienststelle des „Ministerio Público“ (Staatsanwaltschaft) zur Anzeige gebracht werden.

Personen, die einen längeren, nicht rein touristischen Aufenthalt in Mexiko planen (insbes. im Rahmen von Freiwilligendiensten) wird geraten, sich im Vorfeld an die deutsche Botschaft Mexiko zu wenden.

Naturkatastrophen

Ganz Mexiko ist Erdbebengebiet. Es gibt Erdbeben-Apps wie z.B. Alerta Sísmica D.F. über die im Bedarfsfall auch Anweisungen der Behörden veröffentlicht werden.

In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Mai bis November Hurrikan-Saison. Es muss mit Tropenstürmen, starken Regenfällen und in der Folge mit starken Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden.

Reisende sollten die regionalen Wettervorhersagen verfolgen und die Hinweise der lokalen Sicherheitsbehörden beachten.

Aktuelle Hurrikan-Informationen sind im Internet u.a. unter  Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.nhc.noaa.gov und  Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.wunderground.com/tropical/ abrufbar.

Der Vulkan Popocatépetl ist seit 1994 wieder verstärkt aktiv. Es gilt eine Sperrzone von 12 km um den Krater. Tagesaktuelle Verhaltenshinweise und festgesetzte Warnstufen finden sich auf der folgenden Homepage des mexikanischen Zivilschutzes:

Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.cenapred.gob.mx/es/Instrumentacion/InstVolcanica/MVolcan/.

Einschränkungen für den Flugverkehr im Großraum Mexiko können sich kurzfristig ergeben.

Reisen im Inland

Sofern eine Reise in die nördlichen und mittleren Landesteile erforderlich ist, ist es ratsam, sich vor Ort über möglicherweise erforderliche Verhaltensmaßnahmen zu erkundigen (beispielsweise über bestimmte Stadtteile, die man ggf. insbesondere nachts meiden sollte).

Es wird wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr dringend dazu geraten, nur während des Tages zu reisen und Nachtfahrten – auch mit dem Bus – zu vermeiden. Zudem sollte, auch bei Fahrten auf Autobahnen, nur Halt an belebten Rastplätzen und Tankstellen gemacht werden. Stopps an kleinen Haltebuchten sollten vermieden werden. Bei Überlandfahrten wird empfohlen auf keinen Fall anzuhalten, wenn am Straßenrand die Bitte um Pannenhilfe signalisiert wird. In solchen Fällen informieren Reisende besser die Polizei an der nächsten Polizeiwache oder Tankstelle über den Notfall.

Auf Fahrten als Anhalter sollten und auf die Mitnahme von Anhaltern sollten Reisende unbedingt verzichten.

Individualreisen in entlegene Gebiete sollten nicht ohne professionelle Führung unternommen werden. Es sollte generell darauf geachtet werden, dass der Reiseleiter oder Fremdenführer im Besitz eines offiziellen Ausweises von SECTUR (mexikanisches Tourismusministerium) ist.

Zu Urlaubsreisen mit Wohnmobil/Campingwagen kann wegen der ungenügenden Zahl von bewachten Campingplätzen nicht geraten werden.

Es wird davon abgeraten, die Ruinen in Teotihuacan bei Mexiko-Stadt mit Linienbussen zu besuchen. Touristenbusse dorthin sind weiterhin unbedenklich.

Weitere Hinweise zur Sicherheit:

-        Opfer eines Überfalls sollten keinerlei Gegenwehr leisten, da die Täter sofort von Waffen Gebrauch machen!

-        Auf auffälligen (Mode-) Schmuck sollte verzichtet und Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mitgenommen werden. Diese sollten nicht sichtbar am Körper getragen werden. Manche Diebe sind allerdings auf den Diebstahl von verdeckt getragenen Gürteltaschen spezialisiert.

-        Vorsicht an Geldautomaten: Möglichst nur Geldautomaten nutzen, die sich innerhalb von gesicherten Gebäuden wie z.B. Banken, Hotels oder Einkaufszentren befinden. Auch dort sollten Reisende auf Personen in unmittelbarer Umgebung achten, die sie unter Umständen ausspähen oder ihnen folgen. Es hat bereits Überfälle mit Todesfolge auch auf deutsche Staatsangehörige gegeben.

-           Wichtige Dokumente (Reisepass, Flugticket, etc.) sollten in der Unterkunft sicher deponiert werden. Kopien dieser Dokumente sollten in elektronischer Form in der Privatmail hinterlegt werden, so dass sie im Bedarfsfalle abgerufen werden können.

-        Im Pkw sollte nur mit geschlossenen Fenstern und verriegelten Türen gefahren werden.

-        Taxis sollten von offiziellen Taxiständen (Sitios) genommen oder telefonisch bestellte werden. Bei auf der Straße angehaltenen Taxis besteht besonders nach Einbruch der Dunkelheit, aber auch tagsüber ein beachtliches Risiko, entführt und/oder ausgeraubt zu werden.

-        Der Genuss alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit (also beispielsweise auf der Straße) ist in ganz Mexiko verboten und wird mit Geldstrafe oder Gefängnis geahndet.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:

Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de