Sicherheitshinweise, Botschaften und Fremdenverkehrsämter in Mazedonien

Reisewarnung

Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 11.01.2017
Unverändert gültig seit: 05.01.2017



Aktuelle Hinweise

Die Grenze zwischen der ejR Mazedonien und Griechenland wurde bis auf weiteres für Flüchtlinge geschlossen.

Immer wieder versuchen Migranten, die Grenze illegal zu überqueren. Mitunter wird sowohl seitens der Migranten als auch der an der Grenze postierten Sicherheitskräfte Gewalt angewandt. Diejenigen Migranten, die mazedonisches Staatsgebiet erreichen, werden von mazedonischen Sicherheitskräften in Gewahrsam genommen und wieder zurück geschickt.

Es wird dringend empfohlen, nur die offiziellen Grenzübergänge zu benutzen, Migranten nicht über die Grenzen zu begleiten und keine unbekannten Anhalter mitzunehmen.

Wer Migranten im eigenen Fahrzeug transportiert, oder ihnen auf sonstige Art und Weise dabei hilft, die Grenze illegal zu überqueren oder die ejR Mazedonien ohne gültigen Sichtvermerk zu durchqueren, erfüllt den Straftatbestand der Schleusung. Diese wird mit Freiheitsstrafen von mindestens vier Jahren, bei Beteiligung Minderjähriger von mindestens acht Jahren geahndet.

Der am 20. August 2015 im Zusammenhang mit der Migrationssituation für Teile der ejR Mazedonien ausgerufene Krisenzustand gilt weiter, derzeit bis zum 30. Juni 2017.

Betroffen sind die Gegenden an der Südgrenze zu Griechenland und der Nordgrenze zu Serbien. Die Registrierungszentren Vinojug (an der griechisch-mazedonischen Grenze bei Gevgelija) und Tabanovce (an der mazedonisch-serbischen Grenze) wurden zu militärischem Sperrgebiet erklärt. Die mazedonische Regierung hat darüber hinaus einen 22 km langen Zaun entlang der grünen Grenze zu Griechenland errichtet und setzt militärische Kräfte ein, um, laut eigener Aussage, die Migrationsbewegung besser regulieren zu können. Militärische und Polizeikräfte führen in einem fünf Kilometer breiten Gebiet entlang der Grenze vermehrt Kontrollstreifen zur Grenzsicherung durch. Touristen wird empfohlen, dieses Gebiet zu meiden.

Die regulären Grenzübergänge und der touristische Reiseverkehr sind von diesen Maßnahmen nicht betroffen. Aufgrund der besonderen Situation muss jedoch mit längeren Wartezeiten gerechnet werden.  

Reisenden wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise und die Medienberichterstattung zu den weiteren Entwicklungen zu verfolgen.

 


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Bei Reisen in die nördlichen und nordwestlichen Grenzgebiete abseits der Hauptverkehrsverbindungen wird nach wie vor zu besonderer Vorsicht geraten.

Die mazedonischen Behörden haben in einigen Räumen weiterhin nicht immer rechtzeitige Hilfs- und Zugriffsmöglichkeit. Die allgemeine Kriminalitätsrate ist aber nach wie vor niedrig.

Aufgrund der seit dem Frühjahr 2015 anhaltenden innenpolitischen Krise, kam es im Land und insbesondere in Skopje immer wieder zu Demonstrationen, in den vergangenen Monaten allerdings seltener und ohne größere Zwischenfälle. Reisenden wird dennoch dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.