Unternehmungen in Madagaskar

Unternehmungen

Antananarivo, oft als Tana abgekürzt, ist auf drei Ebenen erbaut. Der Palast der Königin und das damit verbundene königliche Dorf (Rova) stehen unter Denkmalschutz. Auf der niedrigsten Ebene der Stadt befindet sich der Analakely-Markt. Auf dem Zuma-Markt ist freitags am meisten los; man sollte sich aber vor Taschendieben in Acht nehmen. Tsimbazaza, der Zoo und Botanische Garten, ist Do, So und an öffentlichen Feiertagen geöffnet. Das Touristen-Informationsbüro liegt ganz in der Nähe. Nach Sonnenuntergang sollte man sich nicht zu weit vom Hotel entfernen.

Taolanaro (vormals Fort Dauphin) liegt an der Südostspitze der
Insel und war die erste französische Siedlung auf Madagaskar. Teile der
Festung aus dem 17. Jahrhundert sind noch zu sehen. Die Stadt und ihre
Umgebung sind für Meeresfrüchte, Orchideen und fleischfressende
Pflanzen bekannt, die man auch im landwirtschaftlichen Mandona-Zentrum in der Baie de Sainte-Luce sehen kann. In der Nähe befindet sich der Berenty-Nationalpark, in dem einige seltene Tierarten leben.

Antsirabe (170 km von der Hauptstadt entfernt) ist ein
Thermalbad sowie Madagaskars größtes Industriezentrum. Die Stadt wird
von vulkanischen Hügeln mit Kraterseen umgeben. Madagaskars
zweithöchster Berg, der Tsiafajovona, ragt westlich der Straße von Antananarivo empor.

Mantasoa liegt 80 km von der Hauptstadt entfernt und ist ein
beliebtes Picknick- und Ausflugsziel. Das Gelände umfasst einen
künstlichen See, Pinienwälder und Madagaskars erstes Industriegelände.
Ampefy (90 km von der Hauptstadt entfernt) ist ein vulkanisches Gebiet mit Wasserfällen, einem Vulkansee und Geysiren.
Perinet (auch Andasibe) liegt 140 km von der Hauptstadt entfernt, ist ein Naturschutzgebiet und die Heimat des Indri (schwanzloser Maki) sowie vieler Orchideenarten.

Ambohimanga ist der Geburtsort des Staates Madagaskar und liegt
20 km von der Hauptstadt entfernt. Die Stadt ist von Wäldern umgeben
und als »Blaue Stadt«, »Heilige Stadt« und auch als »Verbotene Stadt«
bekannt. Auch hier gibt es einen königlichen Palast. Die Zitadelle war
einmal eine bedeutende Merina-Festung, und es stehen noch heute
Gebäude, die für Zeremonien benutzt wurden. Das Haupttor besteht aus
einer Steinscheibe, die nur von 40 Männern bewegt werden kann. Sonntags
finden hier rituelle Ahnenverehrungen statt.

Mahajanga ist die Provinzhauptstadt an der Mündung des größten Flusses von Madagaskar, dem Betsiboka.
Die Straße zur Stadt ist nur zwischen Juli und Oktober befahrbar. Man
kann mit Booten nach Nosy Bé und zu anderen Inseln fahren. Die
interessantesten Höhlen der Insel liegen in der Nähe von Anjohibe, 90 km im Landesinneren. Bei Ankarafantsika befindet sich ein Naturschutzgebiet.
Nosy Bé
ist Madagaskars wichtigstes Urlaubsgebiet. Die Insel wird von kleineren
Inseln umgeben und liegt vor der Westküste. Man kann sie in einer
Flugstunde von der Hauptstadt aus erreichen. Die größte Stadt ist Andoany (Hell-Ville). Ganz in der Nähe stößt man auf die Ruinen eines indischen Dorfes aus dem 17. Jahrhundert.
Der kosmopolitische Küstenhafen Antsiranana
(früher Diégo Suarez) an der nördlichsten Inselspitze überblickt einen
schönen Golf. Oberhalb der Stadt entfaltet sich eine herrliche
Landschaft mit Seen, Wasserfällen, Höhlen und Regenwald. Für den Besuch
des nahe gelegenen Nationalparks am Montagne d'Arbre ist eine Genehmigung vom Ministère des Eaux et Forêts (Außenstelle in der Stadt) erforderlich. Boote fahren zur Insel Nosy Bé. ^
Bei Ramena
gibt es einen schönen Sandstrand, allerdings wird hier vor Haien
gewarnt. Die Straße Richtung Süden zur Hauptstadt ist nur zwischen Juli
und Oktober befahrbar.
Ile Ste-Marie (Nosy Boraha) ist eine
Insel vor der Ostküste, 150 km nördlich von Toamasina. Einige
historische Stätten sind hier zu finden, einschließlich Madagaskars
ältester katholischer Kirche.
Die Provinzhauptstadt Toamasina
liegt an der Ostküste und hat den größten Hafen des Landes. Sie liegt
acht Autostunden von Antananarivo entfernt und bietet wie die
Landeshauptstadt mehrere Märkte, einschließlich des Bé-Basar. 11 km nördlich der Stadt liegen die Ivolina-Gartenanlagen mit zahlreichen Pflanzen- und Tierarten.
Das weiter südlich gelegene Vatomandry ist ein beliebter Strandurlaubsort; wegen der Haie kann man allerdings nicht im Meer baden.

Toliara ist die Provinzhauptstadt der Südwestküste mit
herrlichen Stränden sowie Gelegenheiten zum Tauchen, Fischen, Segeln
und weiteren Wassersportarten.

Das zentrale Hochland

Die Hauptstadt und mehrere andere wichtige Städte liegen in der zentralen Region der Hauts Plateaux, einer Kette schroffer und von Schluchten durchzogener Berge, die in der Mitte Madagaskars von Nord nach Süd verlaufen.

Der Norden

Der üppig-grüne Norden des Landes wird von zwei großen Bergen überragt.
Der Tsarantanana (2880 m), der höchste Berg der Insel, ist besonders im
höher gelegenen Regenwald mit Riesenfarnen und Flechten bewachsen. Der
Nationalpark Montagne d'Arbre (1500 m) beherbergt die berühmten
Orchideen und zahlreiche Lemurarten. Im Osten fällt zwischen Dezember
und März der Monsunregen.

Der Süden

Im kargen Süden fallen vor allem die vielen seltsamen affenbrotbaumartigen Pflanzen auf.
Die Provinzhauptstadt Fianarantsoa
ist ein wichtiges Zentrum der Wein- und Reisproduktion sowie ein guter
Ausgangspunkt, um das südliche Hochland zu erforschen. Zu den
interessantesten Ortschaften der umliegenden Berge gehört Amabalavao, das die »Heimat der Verstorbenen« sein soll. Man stellt hier Antemore-Papier und Lamba-Aridrano-Seide her. An den nahe gelegenen Ambondrome- und Ifandana-Felsen
kann man die Knochen der hier verehrten Vorfahren sehen. Der
Ifandana-Felsen war 1811 der Schauplatz eines Massenselbstmords. In Ambositra und den benachbarten Zafimaniny-Dörfern werden komplizierte Holzeinlegearbeiten hergestellt. Der Isalo-Nationalpark
liegt in einer Sandsteinbergkette (erreichbar per Fahrzeug mit
Allradantrieb oder zu Fuß mit einem Führer, Zelten ist möglich). In Ranomafana ist ein Thermalbad. Im Strandurlaubsort Mananjary an der Ostküste sollte man der Haie wegen nicht im Meer baden.

Der Westen

Der Westen Madagaskars war einst mit üppigen Laubwäldern bewachsen,
besteht aber heute überwiegend aus Savanne. Dieser Landesteil ist nur
spärlich bevölkert, der größte Wirtschaftszweig der Region ist die
Zucht von Zebus, einer Ochsenart, die im 8. Jahrhundert von südostasiatischen Siedlern eingeführt wurde.