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Lemurs in Madagascar
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Madagaskar Reiseführer

Key Facts
Offizielle Landesbezeichnung

Republik Madagaskar.

Gebiet

587.041 qkm.

Bevölkerung

20.042.552 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

34 pro qkm.

Hauptstadt

Antananarivo (ehem. Tananarive). Einwohner: 1.612.632 (Schätzung 2009).

Regierung

Republik seit 1992 (III. Republik). Verfassung von 1992. Zweikammerparlament: Nationalversammlung (127 Mitglieder) und Senat (100 Mitglieder. Ein Drittel der Mitglieder wird vom Staatsoberhaupt ernannt). Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Hery Rajaonarimampianina, seit Januar 2014.

Regierungschef

Commodore Jean Ravelonarivo, seit Januar 2015.

Elektrizität

(überwiegend) 220 V sowie 127 V, 50 Hz. Zweipolstecker sind gebräuchlich.

Madagaskar ist einer der atemberaubendsten und interessantesten Orte der Welt und Heimat zahlreicher sonderbarer, seltener Tierarten, die streng geschützt sind. Auf Madagaskar gibt es z.B. allein mehr als 70 verschiedene Lemurenarten.
Hier lebte bis vor wenigen Hundert Jahren auch der Elefantenvogel, der mit 3 m Höhe und bis zu 450 kg Gewicht größte Laufvogel, den es je gab.
Goldgelbe Sandstrände und riesige Palmen säumen die Küste. Das Landesinnere ist vielgestaltig und reicht von Savannen-Hochebenen über Vulkane bis hin zu dichten Wäldern und beeindruckenden Wasserfällen. Die Hauts Plateaux teilen die Insel, deren Ostküste aus bewaldeten Bergen besteht. Der westliche Teil der Insel wird von sanft geschwungenen Ebenen bestimmt.
Polynesische, arabische, Bantu- und europäische Einflüsse haben auf Madagaskar zu einer einzigartigen, faszinierenden Kultur geführt.

Reisewarnung

Madagaskar

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 25.05.2015
Unverändert gültig seit: 21.05.2015



Landesspezifische Sicherheitshinweise

In den letzten Jahren hat sich die politische Lage zwar entspannt, dennoch wird empfohlen, die aktuellen Entwicklungen in den Medien zu verfolgen und Menschenansammlungen jeder Art zu meiden.

Bei Individualreisen durch das Land wird zu erhöhter Vorsicht geraten, da es immer wieder zu Überfällen auf Touristen kommt. Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen.   Nach Einbruch der Dunkelheit sollten sich Reisende außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht  zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit besonderer Vorsicht.

Kriminalität

Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb der Hotels - verwendet werden.

Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Ausweiskopie reicht nicht aus.

Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und nach Möglichkeit die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen  Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav

Piraterie auf hoher See

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Center unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.mschoa.org dringend empfohlen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:

Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.auswaertiges-amt.de


Allgemeine Reiseinformationen

Sprache

Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse unerlässlich, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.

Reisen über Land/ Straßenverkehr

Das innermadagassische Flugnetz ist zwar relativ dicht, allerdings kommt es aufgrund von wirtschaftlichen Problemen der nationalen Fluggesellschaft Air Madagascar immer wieder zu Annullierungen und, teilweise massiven, Verspätungen.

Zudem ist der Betrieb der Fluggesellschaft Air Madagascar in der Europäischen Union seit Jahren wegen Sicherheitsmängeln Beschränkungen unterworfen. Näheres dazu unter:
Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://ec.europa.eu/transport/air-ban/list_en.htm   

Reisenden wird empfohlen, bei ihrer betreffenden (Reise-)Kranken- und Rückholversicherung zu erfragen, ob sich bei Benutzung von Air Madagascar-Flügen für innermadagassische Verbindungen versicherungstechnische Einschränkungen ergeben.

Die Hauptverkehrsachsen zwischen der Hauptstadt und den wichtigsten Küstenstädten sind zwar asphaltiert, ihr Zustand verschlechtert sich allerdings wegen mangelnder Wartung stetig.
Viele Straßen sind nicht befestigte Erdpisten, die in der Regenzeit (Dezember bis April) nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind. Oftmals bleiben Regionen völlig von der Außenwelt abgeschnitten.

Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden.

Naturkatastrophen

Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren tropischen Wirbelstürmen (Zyklonen) heimgesucht.

Geldversorgung

In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit Kreditkarten(Visa, Master, Maestro etc.) Geld bis zu einem relativ geringen Gegenwert abgehoben werden kann.

Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros, Fluggesellschaften und Supermärkte akzeptieren Kreditkarten.

Hotels und Kommunikation

In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es akzeptable Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.

Als Folge der politischen und wirtschaftlichen Krise ist der Tourismus in Madagaskar stark zurückgegangen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.

Das Mobilfunknetz ist relativ gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Airtel und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und einige ländliche Regionen erreichbar. Roaming aus dem deutschen Handynetz funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch unproblematisch, bei Einreise am Flughafen, eine lokale SIM-Karte (prepaid) zu erwerben.