Buchen Sie bei unseren Partnern
Nachtleben in London
Nachtleben
Londons Nachtleben hat in jeder Hinsicht viel zu bieten von einigen der flippigsten Nachtclubs in Europa über trendbewußte, stilvolle Bars bis hin zu den traditionellen Londoner Pubs. Überall in der Stadt kann man interessante Orte zum Ausgehen finden, am meisten aber konzentriert sich das Nachtleben im West End, besonders in Soho, dem Zentrum der Trendsetter und der Schwulen- und Lesbenszene. Das gesetzliche Mindestalter für den Konsum von Alkohol ist 18 Jahre. Fast alle Clubs verlangen Eintrittspreise, die meist nach 22.00 oder 23.00 Uhr ansteigen und recht hoch sein können, besonders im West End. Die Kleiderordnung hängt zwar vom Stil des jeweiligen Clubs ab, seine Turnschuhe sollte man jedoch besser zu Hause lassen.
Es gibt es eine Reihe von Lokalitäten mit speziellen Lizenzen, die länger geöffnet bleiben dürfen. Nachtclubs öffnen normalerweise um 21.00 Uhr, füllen sich um 23.00/00.00 Uhr und sind unter der Woche bis 03.00 Uhr geöffnet, am Wochenende bis 05.00 Uhr. Getränke sind in London maßlos teuer, die Preise sind oft aber von Pub zu Pub und Club zu Club verschieden. Ein großes Glas Bier (Pint) kostet ab 2,10 £ aufwärts, ein Glas Wein kostet i. allg. ab 2,50 £. Auch die Getränkepreise sind im West End (in den meisten Fällen) unverschämt hoch. Nur wenige Lokalitäten kann man nach der Musik einteilen, denn diese unterscheidet sich ja nach Abend, und Gast-DJs treten regelmäßig auf. Am besten hält man sich mit einem Blick auf das Veranstaltungsverzeichnis in der wöchentlich erscheinenden Zeitschrift Time Out (Internet: www.timeout.com) auf dem laufenden.
Bars
Für den Besuch eines traditionellen englischen Pubs eignet sich das George Inn, 77 Borough High Street, SE1, aus dem 17. Jahrhundert besonders gut die einzige noch bestehende, mit Emporen ausgestattete Postkutschenschenke in London. Ganz in der Nähe befindet sich eine bei den Förderern des Globe-Theaters, Touristen und Anwohnern gleichermaßen beliebte Kneipe, The Anchor, Bankside, SE1. Dieser beliebte Pub aus dem 17. Jahrhundert hat eine Terrasse zur Themse hinaus, auf der man an den wenigen sonnigen Tagen sehr schön sitzen kann. Ebenfalls interessant ist The Crown, 51 New Oxford Street, WC1, im Stadtzentrum, in dem viele Biersorten zu den niedrigsten West End-Preisen verkauft werden. Eine tolle Bereicherung der Szene Sohos ist das Yo!Below unter Yo!Sushi, 52 Poland Street, W1, wo japanische Zeichentrickfilme gezeigt werden, die Angestellten Karaoke singen, man sein Bier selber zapfen kann und es Masseusen gibt. Bierliebhaber sollten sich die Freedom Brewing Company, 41 Earlham Street, WC2, nicht entgehen lassen, wo hausgebrautes Bier verkauft wird. Das Match, 45-47 Clerkenwell Road, EC1, gehört Cocktail-Guru Dick Bradsell. Hier wird eine riesige Auswahl bekannter und weniger bekannter Cocktails angeboten. Eine bis spät nachts geöffnete Bar im West End ist das Point 101, 101 New Oxford Street, WC1, das sich den veralteten Schankbestimmungen mit viel Platz und der neuesten Tanzmusik widersetzt. Das in 180 m Höhe liegende Vertigo, Stockwerk 42, Tower 42, Old Broad Street, EC2, ist eine der am höchsten gelegenen Bars im Vereinigten Königreich. Die vom Boden bis zur Decke reichenden Fenstern bieten einen tollen Ausblick über die Stadt. Ein wahrer Geheimtip in London ist das im Westen Londons an der Themse liegende The Bell & Crown, 11-13 Thames Road, W4, mit seinen Tischen im Freien und guter Pub-Kost. Das preisgekrönte Fire Stables, 27-29 Church Road, SW19, ist ein preisgekröntes Pub-Restaurant in Wimbledon Village und eignet sich ausgezeichnet für einen entspannten Besuch an einem Wochenendvormittag. Die Sperrstunde in britischen Pubs ist seit dem 24. November 2005 Geschichte. Kneipenwirte dürfen jetzt im Königreich 24 Stunden lang geöffnet haben und müssen nicht schon um 23.00 Uhr die letzte Runde einläuten.
Kasinos
London hat über 20 Kasinos. Für genaue Adressenangaben und andere Informationen sollte man sich mit der British Casino Association, 38 Grosvenor Gardens, SW1 (Tel: (020) 77 30 10 50; Internet: www.british-casinos.co.uk) in Verbindung setzen.
Clubs
Britische Garage-Musik ist in London derzeit immer noch am angesagtesten, die Clubs der Hauptstadt bieten jedoch viele ganz unterschiedliche Musikrichtungen. Überall auf der Welt sorgen Londoner Club-Klänge für volle Tanzböden, und in der Hauptstadt war die Szene noch nie so lebhaft wie dieser Tage. Der weltbekannte Superclub Ministry of Sound, 103 Gaunt Street, SE1 (Internet: www.ministryofsound.co.uk), ist nach einem Jahrzehnt immer noch erfolgreich und hat eine unglaubliche Tonanlage, aus der die beliebte House- und Garage-Musik dröhnt. Im Moment sind das Home, 1 Leicester Square, WC1 (Internet: www.homecorp.com) und das Fabric, 77A Charterhouse Street, EC1 (Internet: www.fabric-london.com) die beiden größten Konkurrenten; beide sind relativ neue, riesige Clubs, deren Erfolg die Stärke der Londoner Clubszene bestätigt. Einige der besten Garage-Nächte im Land werden im äußerst stilvollen The End, 18A West Central Street, WC1, veranstaltet. Im Westen Londons sollte man den Notting Hill Arts Club, 21 Notting Hill Gate, W11, wegen seiner entspannten Atmosphäre aufsuchen. In den letzten zehn Jahren hat sich auch das südlich der Themse liegende Brixton den Ruf erworben, ein lebhaftes Nachtleben zu haben. The Fridge, Town Hall Parade, SW2, ist schon seit langem sehr beliebt, und die Fridge Bar nebenan gehört zu den besten Bar-Clubs der Stadt. Leicht bekleidete 'Berufs-Tänzerinnen und eine Lichter-Show unterhalten die Clubgänger im Stringfellows, 16-19 Upper St Martin's Lane, WC2. Die beliebteste Schwulennacht ist G.A.Y. im Astoria, 157 Charing Cross Road, WC2.
Comedy
Der beste Ort für Comedy ist immer noch der Comedy Store (Tel: (020) 73 44 02 34) im Haymarket House, Oxenden Street, SW1. Die Jongleurs-Comedy und Cabaret-Clubs befinden sich in Clapham, Camden Lock und Bow (Tel: (020) 75 64 25 25).
Live-Musik
International bekannte Interpreten und Gruppen treten im Earl's Court Exhibition Centre, SW5, und in der Wembley Arena auf. Gleich daneben befindet sich das riesige Wembley Stadium, wo einst sehr berühmte Stars spielten. Die vorerst letzte Veranstaltung fand dort allerdings im November 2000 statt, da das Stadion derzeit im Rahmen eines fünfjährigen Renovierungsprojekts umgebaut wird. Mainstream-Popstars kann man in der London Arena, Limeharbour, E14, hören, und das Astoria (LA1), 157 Charing Cross Road, WC2, und die Brixton Academy, 211 Stockwell Road, SW9, sind allein wegen der einzigartigen Atmosphäre einen Besuch wert. Im Shepherd's Bush Empire, Shepherds Bush Green, W12, und im Forum, 9-17 Highgate Road, NW5, finden mittelgroße Konzerte statt, während das originelle Mean Fiddler, 28A Kilburn High Street, NW10, Folk-, Country- und Rockkonzerte veranstaltet. Zu den Pubs, in denen regelmäßig Live-Musik gespielt wird, gehören Bull & Gate, 389 Kentish Town Road, NW5, und Swan, 215 Clapham Road, SW9. Für Jazz-Musik sollte man sich ins Jazz Café, 5 Parkway, NW1, oder in den legendären Ronnie Scott's Jazz Club, 47 Frith Street, W1, im Herzen von Soho aufmachen.
Kultur
Londons Kulturszene kombiniert langjährige, vertraute Traditionen mit dem Elan neuer Kreativität. Die schiere Bandbreite der in London angebotenen kulturellen Aktivitäten es gibt u.a. über 150 Theater und 300 Kunstgalerien ist atemberaubend. Zeitgenössische Künstler wie Tracy Emin und Zadie Smith ergänzen das kulturelle Erbe von Turner und Shakespeare. Der klotzige graue Betonbunker am Südufer der Themse das South Bank Centre, South Bank SE1 (Tel: (020) 7960 4242. Internet: www.sbc.org.uk) ist eines der wichtigsten Kulturzentren der Stadt. Es beherbergt die Hayward Gallery und drei Konzerthallen: die Royal Festival Hall, der Sitz des London Philharmonic Orchestra (Internet: www.lpo.co.uk), die Queen Elizabeth Hall und den Purcell Room. Nebenan befindet sich das vielgerühmte Royal National Theatre, South Bank, SE1 (Tel: (020) 74 52 34 00 (Informationen) oder 74 52 30 00 (Theaterkasse). Internet: www.nationaltheatre.org.uk) mit seinen drei Theatersälen: Olivier, Cottesloe und Lyttleton. Das National Film Theatre (Tel: (020) 79 28 32 32) ist ebenfalls hier ansässig.
Nördlich der Themse spielt sich ein Großteil des Kulturlebens im Barbican Centre ab, Silk Street, EC2 (Tel: (020) 76 38 88 91 (Karten), 76 38 41 41 (Informationen). Internet: www.barbican.org.uk). Diese vielseitige Aufführungsstätte der darstellenden Künste hat ein abwechslungsreiches, ganzjähriges Veranstaltungsprogramm. Hier haben auch die Royal Shakespeare Company (Internet: www.rsc.org.uk) und das London Symphony Orchestra (Tel: (020) 75 88 11 16. Internet: www.lso.co.uk) ihren Sitz.
Zu den jährlichen Höhepunkten der Kultursaison gehört die renommierte Summer Exhibition in der Royal Academy of Arts, Piccadilly, W1 (Tel: (020) 74 13 17 17) und die ebenfalls im Sommer stattfindende Reihe der BBC Promenade Concerts (die Proms) in der Royal Albert Hall, Kensington Gore, SW7 (Tel: (020) 75 89 82 12. Internet: www.bbc.co.uk). Stehplätze sind für 3 £ ein Schnäppchen und die Last Night mit dem BBC Symphony Orchestra (Tel: (020) 77 65 42 16) ist eine äußerst unterhaltsame, ungenierte Feier englischen Nationalstolzes.
Einzelheiten zu den wöchentlichen Veranstaltungen liefern die Visitor Call-Hotline des Londoner Fremdenverkehrsamts (Tel: (09 06) 133 77 99) und die Zeitschrift Time Out (Internet: www.timeout.com). Zu den Kartenagenturen gehören First Call Ticketing (Tel: (020) 74 20 00 00) und Ticketmaster UK (Tel: (020) 73 44 44 44. Internet: www.ticketmaster.co.uk).
Musik
Das weltberühmte Royal Opera House, Covent Garden WC2 (Tel: (020) 730 44 00. Internet: www.royalopera.org), Sitz der hervorragenden Royal Opera, ist nach einem grundlegenden Umbau wieder geöffnet. Zwar hat man versucht, die Eintrittspreise zu senken, die Karten für das Ballet und die Oper sind aber immer noch oft unerschwinglich. Eher zugänglich sind die Vorstellungen der English National Opera im London Coliseum, St Martin's Lane, WC2 (Tel: (020) 76 32 83 00). Große Konzerte werden in der Royal Festival Hall, South Bank Centre, South Bank, SE1 (Tel: (020) 79 60 42 42. Internet: www.sbc.org.uk), im Barbican, Silk Street, EC2 (Tel: (020) 76 38 88 91 (Karten) oder 76 38 41 41 (Informationen). Internet: www.barbican.org.uk) und in der Royal Albert Hall, Kensington Gore, SW7 (Tel: (020) 75 89 82 12 (Kartenverkauf). Internet: www.royalalberthall.com), dem Sitz des Royal Philharmonic Orchestra (Tel: (020) 76 08 23 81. Internet: www.rpo.co.uk), veranstaltet. Die traditionelle Wigmore Hall, 36 Wigmore Street, W1 (Tel: (020) 79 35 21 41) wird häufig von Musikkennern wegen der dort stattfindenden, exzellenten Kammermusikabende und Solovorstellungen besucht. Weniger formelle Konzerte finden in Hallen und Kirchen Londons statt, u.a. in St. Martin-in-the-Fields, Trafalgar Square, WC2 (s. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten), St. John's, Smith Square, SW1 und St. James's, Piccadilly, W1. Im Sommer findet das City of London Festival statt, während dessen einen Monat lang diverse Musikveranstaltungen aufgeführt werden. Auch im Freilichttheater im Holland Park (Tel: (020) 76 02 78 56) und im Garten des Kenwood House in Hampstead Heath, NW3 (Tel: (020) 79 73 34 27), finden im Sommer Musikaufführungen statt.
Theater & Konzerte
Die Londoner Theaterszene ist außerordentlich vielfältig; das Royal National Theatre und die Royal Shakespeare Company konkurrieren mit den großen kommerziellen Theatern im West End sowie mit den Repertoire-Theatern, den mittelgroßen 'Off-West End-Theatertruppen und den kleinen, unabhängigen Theatern (fringe theatres).
Im West End kosten Eintrittskarten zu den großen Musicals bis zu 40 £. Sie können im voraus an den Theaterkassen gekauft werden oder am Vorstellungstag zum halben Preis an der Kartenverkaufsstelle am Leicester Square. Die im Herbst 1999 wieder ans Old Vic zurückgekehrte Peter Hall Company, The Cut, Waterloo, SE1 (Tel: (020) 79 28 76 16. Internet: www.oldvictheatre.com), hat traditionelle Theaterstücke im Repertoire. Etwas weiter die Straße entlang befindet sich das Young Vic, 66 The Cut (Tel: (020) 7928 6363. Internet: www.youngvic.org), das moderne Inszenierungen zeitgenössischer und klassischer Stücke präsentiert. Von der unvergleichlichen English Stage Company am Royal Court, Sloane Square, SW1 (Tel: (020) 75 65 50 00. Internet: www.royalcourttheatre.com) werden weiterhin ausgezeichnete neue Stücke gefördert. Experimentelle Inszenierungen von hohem Niveau kann man auch in 'Off-West End-Theatern sehen, wie z.B. dem Donmar Warehouse, Earlham Street, WC2 (Tel: (020) 73 69 17 32), dem Almeida, Almeida Street, N1 (Tel: (020) 73 59 44 04) und dem Tricycle Theatre, 269 Kilburn High Road, NW6 (Tel: (020) 73 28 10 00); letzteres beherbergt auch ein Kino.
Es gibt Dutzende von kleinen lokalen Theatern, in denen Geniales bis völlig Verrücktes gezeigt wird, dazu gehört u.a. das King's Head, 115 Upper Street, N1 (Tel: (020) 72 26 19 16), das älteste Pub-Theater in London. Von Mai bis September veranstaltet das Globe Theatre, New Globe Walk, SE1 (Tel: (020) 74 01 99 19. Internet: www.shakespeares-globe.org), Open-Air-Inszenierungen von Shakespeare und dessen Zeitgenossen. Auch im Regents Park, NW1 (Tel: (020) 74 86 24 31) finden im Sommer Aufführungen im Freien statt.
Tanz
Tournee-Tanztruppen treten im Sadler's Wells Theatre in der Rosebery Avenue auf, EC1 (Tel: (020) 78 63 80 00. Internet: www.sadlers-wells.com). Da man hier nicht nur die finanzkräftige Elite anlocken möchte, sind die Eintrittspreise erschwinglicher als im Royal Opera House (s. oben), wo das Royal Ballet seinen Sitz hat.
Film
Die Ealing Studios im Westen der Stadt (Tel: (020) 85 67 66 55) produzierten die sogenannten 'Ealing Comedies Komödien mit schwarzem Humor, englischer Exzentrizität und einem typischen Londoner Schauplatz, wie z.B. in Passport to Pimlico (1949) und The Ladykillers (1955). Vor dem Krieg etablierte sich Alfred Hitchcock in den Elstree Film Studios (Internet: www.elstreefilmstudios.co.uk) mit spannenden Filmen, die ebenfalls in London spielten, wie The 39 Steps (1935), in dem Richard Hannay (Robert Dunat) gefährlich von Big Bens Zifferblatt baumelt. Die Filme Sliding Doors (1997), Shakespeare in Love (1998) und Notting Hill (1999) erwiesen sich als extrem erfolgreich, da man mit Hollywoodstars in einem Londoner Umfeld die Zuschauer anzog. Das faszinierende Gangstermilieu im East End wurde in Guy Ritchies Lock, Stock and Two Smoking Barrels (1998) und Snatch (2000) porträtiert.
Die Kinos in den Stadtteilen sind weniger teuer als die im West End, in denen eine Eintrittskarte etwa 8-10 £ kostet. Zwei große Kinoketten sind Odeon (Tel: (08 70) 505 00 07; Internet: www.odeon.co.uk) und Warner (Tel: (020) 74 37 43 47, Warner West End Village in Leicester Square, WC2). Das führende eigenständige Kino in London ist der Barbican Screen, Silk Street, EC2 (Tel: (020) 76 38 88 91), wo unabhängige Filme, Experimentalfilme und Kassenschlager gezeigt werden, während der Zauber der IMAX-Kinos im größten britischen Kino erlebt werden kann, dem neuen BFI London IMAX Cinema, South Bank, SE1 (Tel: (020) 79 02 12 34. Internet: www.bfi.org.uk). Jedes Jahr findet von November bis Dezember das London Film Festival (Internet: www.lff.org.uk) einen Monat lang in verschiedenen Lokalitäten statt.
Kulturelle Veranstaltungen
Die ausgelassenen oft sehr wilden und sogar gewalttätigen Festivitäten am Silvesterabend sind seit langem eine Londoner Tradition und spielen sich vor allem auf dem überfüllten Trafalgar Square ab. Wenige Wochen später begrüßen Löwen-Tänzer in Chinatown, WC2, das chinesische Neujahr. Jedes Jahr im Juli finden das Coin Street Festival, Gabriel's Wharf, SE1, das Greenwich and Docklands Festival (Internet: www.festival.org), das Soho Festival im West End und das eintägige irische Fleadh in Finsbury Park, N4, sowie das Mardi Gras-Festival mit Schwulen und Lesben-Parade statt. Die afro-karibische Kultur wird an dem Bank-Holiday (gesetzlichen Feiertag)-Wochenende im August mit dem zweitägigen Notting Hill Carnival (Internet: www.nhct.org.uk) gefeiert. Dieser Straßenkarneval der größte in Europa mit farbenfrohen Umzügen, Steeldrum-Bands und karibischen kulinarischen Köstlichkeiten wird von über zwei Millionen Menschen besucht. Zu den ernsthafteren Ereignissen gehören die Parade Trooping of the Colour im Juni, der offiziellen Geburtstagsfeier der Königin, und die eindrucksvolle Lord Mayor's Show im November, an der die bereits Jahrhunderte währende Unabhängigkeit der City of London mit farbenprächtigen Umzügen gefeiert wird.
Literarische Anmerkungen
Seit vielen hundert Jahren ist London Zufluchtsort und Inspiration für Schriftsteller. Auf dem Friedhof Bunhill Fields stehen Denkmäler zu Ehren von John Bunyan, Daniel Defoe und William Blake. Bloomsbury gab seinen Namen einer Gruppe von Literaten, zu denen auch Virginia Woolf gehörte. Der grüne, idyllische Vorort Hampstead war einst das Zuhause von John Keats, H.G. Wells und D.H. Lawrence. Einige der berühmtesten Schriftsteller des Landes haben im Poets' Corner in Westminster Abbey ihre letzte Ruhestätte gefunden. Das London des 19. Jahrhunderts, die hoffnungslos überbevölkerte Metropole des Industriezeitalters und ihr legendärer Nebel, wird lebhaft in den Romanen von Charles Dickens geschildert. Von finsteren Machenschaften in der englischen Hauptstadt handeln die Sherlock Holmes-Geschichten von Arthur Conan Doyle, Robert Louis Stephensons The Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde (1886) und der Roman The Secret Agent (1923) von Joseph Conrad. Die unvergleichliche Atmosphäre Londons während der Kriegsjahre wurde von Graham Greene mit The Ministry of Fear (1943) eingefangen. Weniger lange ist es her, daß Martin Amis mit London Fields (1989) ein deprimierendes Porträt von Londons Verfall vor der Jahrtausendwende zeichnete. Chris Petit ergründete mit Robinson (1993) die Tiefen Sohos. Ferner bereicherten Tobias Hill mit Underground (1999), einer poetischen Kriminalgeschichte, die sich vor allem in der U-Bahn abspielt, und Jake Arnott mit The Long Firm (1999), das in der Londoner Unterwelt der sechziger Jahre spielt, die umfangreiche Londoner Literaturszene.
