Mobilität vor Ort in Kroatien

Flugzeug

Linienflüge von Zagreb nach Split, Dubrovnik, Pula und Brac bietet die nationale Fluggesellschaft Croatia Airlines (OU) an.

European Coastal Airlines bietet mit Wasserflugzeugen private Charterflüge von Split nach Jelsa auf der Insel Hvar an. Außerdem kann man Panoramaflüge über Küstenlinie und Inseln buchen.

Wichtigste Flughäfen

Die wichtigsten Inlandsflughäfen sind Rijeka (RJK), 27 km von der Insel Krk entfernt (Fahrzeit mit Bus 35 Min.) und Split (SPU).

 

Straße

Pkw: Kroatien hat ein gut ausgebautes Autobahnnetz. Über die A2 kommt man auf einer durchgängigen Autobahnstrecke von Passau über Graz und Maribor nach Zagreb, mit Anschluss an die A1 (Zagreb - Zadar - Split - Ploce) sowie die A6 nach Rijeka. Das 90 km von Ploce entfernte Dubrovnik erreicht man nur über Landstraßen. 

Von der slowenisch-kroatischen Grenze verläuft die A9 zwischen Umag und Pula auf der istrischen Halbinsel. Von der ungarischen Grenze gelangt man über Zagreb nach Rijeka und Sibenik in Mitteldalmatien. Die A7 verbindet Rupa mit der Hafenstadt Opatija.

Autobahnen sind mautpflichtig. Die Bezahlung erfolgt über ein Ticket, das man am Anfang eines mautpflichtigen Streckenabschnitts erhält. Wenn man diesen wieder verlässt, ist es vorzuzeigen, und die Maut in bar (Landeswährung oder Euro; Rückgeld oft in Landeswährung), mit Kreditkarte oder mit EC-Karte zu bezahlen.

Die bargeldlose Bezahlung ist etwas günstiger. Sie erfolgt über das Electronic Toll Collect (ETC)-System. Man kauft dafür einen Transponder, der mit einem Guthaben aufgeladen werden muss. Die Bezahlung kann in bar, mit Kredit- oder Bankomatkarte oder durch vorherige Überweisung erfolgen. Das ETC-System wird an den Strecken Zagreb-Split-Ploce, Zagreb-Rijeka, Bregana-Zagreb-Lipovac, Zagreb-Varazdin-Gorican, Beli Manastir-Osijek-Svilaj, auf der Brücke nach Krk und Rupa-Rijeka akzeptiert.

Tankstellen sind an Autobahnen und in größeren Touristenzentren rund um die Uhr geöffnet. An Landstraßen und in Ortschaften bleiben sie meist zwischen 12.30 und 15.30 sowie zwischen 19.30 und 7.00 Uhr geschlossen. Außerhalb der Öffnungszeiten kann man an Zapfsäulen-Automaten mit Banknoten bezahlen.

Der Transport von Kraftstoff im Reservekanister ist generell verboten.

Dieselkraftstoff ("Eurodiesel"), Bleifrei Superbenzin 95 Oktan ("Eurosuper" oder "Bez Dovni Benzin") sowie Bleifrei-Super Plus 98 Oktan ("Eurosuper Plus") sind flächendeckend erhältlich (auch auf den Inseln). An Tankstellen der Kette INA, OMV und Tifon ist die Bezahlung mit Kreditkarten möglich.

Bitte beachten: Oft werden Kraftstoffe mit den Bezeichnungen "Diesel" und "Super 95" (bleifrei) angeboten. "Diesel" ist jedoch speziell für Lkw gedacht, und "Super 95" (bleifrei) erfüllt nicht die europäischen Qualitätsanforderungen.

In Ost- und Westslawonien, dem west- und südwestlichen Grenzgebiet zu Bosnien und Herzegowina besteht in vielen Gebieten immer noch Gefahr durch Landminen. In den meisten Fällen sind diese Gebiete mit Plastikstreifen oder Warnschildern gekennzeichnet. Autofahrer sollten diese Gebiete auf jeden Fall meiden und Hauptstraßen nicht verlassen.

Nähere Informationen sind bei der kroatischen Minenräumanstalt Hrvatski Centar za Razminiranje abrufbar. Informationen erteilen außerdem die jeweiligen Auswärtigen Ämter.

Verkehrsberichte gibt es bei den Kroatischen Engeln (Tel. (062) 99 99 99) und beim Kroatischen Autoklub (HAK), Tel. in Kroatien: +385 1 1987, vom Ausland aus: +385 1 4693 700).

Links-/Rechtsverkehr
Right
Straßenklassifizierung

Autobahnen sind mit einem A und einer Zahl gekennzeichnet.

Schnell- und Staatsstraßen sind teils wie Bundesstraßen ausgebaut, teils autobahnähnlich, mit mehreren getrennten Fahrbahnen. Sie sind mit einem D (Abkürzung für Državna cesta) und einer oder mehreren Zahlen beschildert:
- einstellig für Staatsstraßen, die zumeist durch das ganze Land, bis an Landesgrenzen, verlaufen;
- zweistellig für Staatsstraßen auf dem Festland;
- dreistellig für Inselhauptstraßen (100er), grenzüberschreitende Zweigstrecken (200er), Zweigstrecken (300er), Hafenzufahrten (400er) und Verbindungsstrecken (500er).

Autovermietung

Mietwagen kann man in Kroatien bei internationalen und nationalen Anbietern sowohl direkt an Flughäfen als auch in Städten oder größeren Ferienorten buchen.

Reisebus

Fernbusse und regionale Buslinien verkehren zwischen den größeren Städten recht häufig. Der größte Autobus-Terminal in Kroatien befindet sich in Zagreb. Informationen erteilt Autobusni Kolodvor

Bestimmungen

- Promillegrenze: 0,5 ‰. Für Fahrer bis 24 Jahren und für Berufskraftfahrer 0,0 ‰.

- Helmpflicht für Radfahrer unter 16 Jahren.
 
- Gurtanlegepflicht.
 
- Telefonieren am Steuer ist nur über eine Freisprechanlage erlaubt.
 
- Autofahrer müssen vom letzten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag im März auch tagsüber innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften mit eingeschaltetem Licht fahren. Für Motorradfahrer gilt eine ganzjährige Pflicht.
 
- Das Tragen von fluoreszierenden Warnwesten ist für Autofahrer Pflicht, wenn sie ihr Fahrzeug außerhalb von geschlossenen Ortschaften verlassen, z.B. bei Panne oder Unfall. 
 
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
in geschlossenen Ortschaften: 50 km/h; 
auf Landstraßen: 90 km/h; 
auf Schnellstraßen: 110 km/h;
auf Autobahnen: 130 km/h.
 
Mit Anhängern außerhalb geschlossener Ortschaften:
auf Land- und Schnellstraßen: 80 km/h;
auf Autobahnen: 90 km/h.
 
Für Autofahrer bis 24 Jahren gelten folgende Höchstgeschwindigkeiten: 
auf Landstraßen: 80 km/h;
auf Schnellstraßen: 100 km/h;
auf Autobahnen: 120 km/h.

Abschleppdienst

Bei Pannen bietet der ADAC-Auslands-Notruf: Tel. +49 89 22 22 22 ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. 

Unterlagen

Nationaler oder internationaler Führerschein, Fahrzeugschein. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen.

Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Außerdem kann die Grüne Karte die Unfallaufnahme erleichtern. 

In der Stadt unterwegs

Das öffentliche Verkehrsnetz in Zagreb ist gut ausgebaut. Es besteht aus Trams, Bussen und der Seilbahn.

Fahrkarten sind für Tram, Bus und Seilbahn gültig. Die Fahrkarten erhält man direkt beim Fahrer (außer in den neuen Trams), an den Verkaufsstellen der Zagrebački električni tramvaj (ZET) oder an Kiosken TISAK. Es gibt Einzelfahrkarten, Tagesfahrkarten, Dreitageskarten und Wochenkarten.

 

Bahn

Die Bahn wurde in Kroatien lange Jahre vernachlässigt. Mit Ausnahme von Dubrovnik sind jedoch alle größeren kroatischen Städte mit der Bahn erreichbar.

Besonders der Nordosten Kroatiens ist gut erschlossen. Die Verbindungen zwischen Nordwesten und Osten sind schneller und komfortabler als die Route nach Dalmatien. Auf der Route nach Split verkehren moderne Züge mit Neigetechnik. Der Ausbau einer Schnellzug-Trasse ist für die nächsten Jahre geplant.

 

Schiff

Regelmäßige Fährverbindungen zwischen allen Häfen und vom Festland zu den Inseln. Passagier- und Autofähren verkehren zwischen Rijeka, Zadar, Split und Dubrovnik.

Die größte kroatische Personenschifffahrtsgesellschaft Jadrolinija unterhält die meisten internationalen und nationalen Fähr-, Schiff- und Schnellschiffslinien.