Sicherheitshinweise, Botschaften und Fremdenverkehrsämter in Kosovo

Reisewarnung

Kosovo

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 20.01.2017
Unverändert gültig seit: 17.01.2017



Landesspezifische Sicherheitshinweise

Im Norden Kosovos (Gemeinden Zubin Potok, Leposavic, Zvecan und Nord-Mitrovica) hat sich die Lage seit den gewalttätigen Zusammenstößen Ende Juli 2011 weitgehend beruhigt, sie bleibt aber angespannt. Am 19. September 2013 wurde auf einen Konvoi der EU-Rechtsstaatlichkeitsmission zwischen Zvecan und Leposavic ein Anschlag verübt. Dabei kam ein EULEX-Beamter ums Leben. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es erneut zu isolierten sicherheitsrelevanten Vorkommnissen kommt.

Reisenden wird deshalb geraten, sich vor Reisen in den Norden von Kosovo über die Lage kundig zu machen, die Reisen umsichtig vorzubereiten, ortskundige Personen dabei einzubeziehen bzw. sich bei individuell durchgeführten Reisen von Ortskundigen begleiten zu lassen, vorsichtig zu handeln und beispielsweise größere Menschenansammlungen zu meiden.

Innenpolitische Lage

Im restlichen Teil Kosovos ist die Lage grundsätzlich ruhig und stabil. Die Opposition hat im ersten Halbjahr 2016 teilweise gewalttätige Protestaktionen gegen die Regierung durchgeführt. Aktuell hat sich die Lage beruhigt, das Potential für solche Proteste besteht aber weiterhin.
Es wird daher empfohlen, größere Menschenansammlungen zu meiden und sich über die lokalen Medien über die Sicherheitslage vor Ort zu informieren.

Reisen über Land

Bei Nachtfahrten durch Kosovo besteht ein erhöhtes Risiko: U.a. mindere Qualität des Straßenbelags sowie der Straßen- und Kfz-Beleuchtung erfordern höchste Aufmerksamkeit.

Kosovo ist nach Einschätzung von UNMAAC mittlerweile weitgehend minenfrei. Reisenden wird jedoch geraten, die befestigten Straßen und ständig befahrenen Wege nicht zu verlassen, um ein Restrisiko auszuschließen.

Kriminalität

Besucher des Landes werden in der Regel nicht Opfer von Verbrechen, die von organisierter Kriminalität ausgehen. Vor dem Hintergrund der weit verbreiteten Armut wird jedoch empfohlen, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, nachts möglichst nicht allein unterwegs zu sein und sich aufmerksam zu verhalten.

In Kosovo befinden sich mehrere hunderttausend illegale Schusswaffen in Privatbesitz; die Hemmschwelle zu deren Einsatz ist vergleichsweise niedrig. Der Einsatz von Waffengewalt richtet sich jedoch in aller Regel nicht gegen Ausländer. 


Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.