Tomb of King Tongmyong, Pyongyang, North Korea
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© Creative Commons / yeowatzup

Korea (Nord) Reiseführer

Key Facts
Offizielle Landesbezeichnung

Demokratische Volksrepublik Korea.

Gebiet

122.762 qkm.

Bevölkerung

25.281.327 (UNO Schätzung 2016).

Bevölkerungsdichte

206 pro qkm.

Hauptstadt

Pyongyang.

Regierung

Volksrepublik seit 1948. Verfassung von 1972, letzte Änderungen 1992 und 1998. Parlament: Oberste Volksversammlung (Choe Ko In Min Hoe Ui) mit 687 Mitgliedern.

Staatsoberhaupt

Kim Jong-un, seit Dezember 2011.

Regierungschef

Pak Pong Ju, seit März 2013.

Elektrizität

110/220 V, 60 Hz.

Nordkorea – offiziell die Demokratische Volksrepublik Korea – grenzt an China, das Japanische Meer, das Gelbe Meer und die entmilitarisierte Zone, die das Land von der Republik Korea (Südkorea) trennt.
Die Hauptstadt von Nordkorea, Pjöngjang, wurde nach dem Koreakrieg komplett neu erbaut und verfügt heute über breite Straßenzüge, ordentliche Parks und gigantische öffentliche Gebäude aus Marmor. Der Kulturpalast, das Große Opernhaus, der Chuch'e-Turm und das Ongrui-Restaurant sind typische Beispiele des kommunistischen Baustils. Die Stadttore von Pjöngjang und der Triumphbogen, der aus Anlass des 70. Geburtstages von Kim Il-Sung errichtet wurde, sind besonders beeindruckend.
Viele historische Gebäude in Kaesong – eine Stadt, die man von der Hauptstadt aus per Zug in sechs Stunden erreicht – sind Zeugen der 500-jährigen Geschichte des koreanischen Kaiserreiches. Wunderschöne Berge mit Kiefernwäldern umgeben sie. Kumgangsan an der Ostküste ist der größte Nationalpark der Volksrepublik Korea und besteht aus der Gebirgskette der so genannten Diamantenberge.
Nur Reiseveranstalter, die von der Volksrepublik Korea offiziell anerkannt werden, dürfen Reisegruppen nach Korea bringen. Individueller Tourismus ist nicht gestattet, und Ausländer müssen ständig von einem Fremdenführer begleitet werden.

Reisewarnung

Korea (Demokratische Volksrepublik, Nordkorea)

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 25.11.2016
Unverändert gültig seit: 18.11.2016



Landesspezifische Sicherheitshinweise

Das politische Leben Nordkoreas ist von scharfer Rhetorik geprägt, die sich besonders gegen die USA und Südkorea richtet. Behauptungen, dass die koreanische Halbinsel am Rande eines Atomkriegs stehe, sind an der Tagesordnung. An der innerkoreanischen Grenze ist es in den letzten Jahren mehrfach zu tödlichen Zwischenfällen gekommen. In den ersten Monaten des Jahres 2013, nach einem Nukleartest, der Aufkündigung des aus Zeiten des Koreakriegs datierenden Waffenstillstandsabkommens und scharfen Kriegsdrohungen gegen Südkorea und die USA, wurde den ausländischen Botschaften in Pjöngjang "aus Sicherheitsgründen" sogar die Evakuierung nahegelegt. Im Januar und im September 2016 fanden weitere Nukleartests statt. 

Auch wenn sich die Lage danach wieder entspannte:  Jeder Besucher Nordkoreas sollte damit rechnen, dass die politischen Spannungen auch schnell und unerwartet zunehmen können, wodurch der Aufenthalt im Land beeinträchtigt werden könnte, auch wenn die persönliche Sicherheit in der Regel nicht gefährdet sein wird.

Von der nordkoreanischen Propaganda werden ausländische Einflüsse als schädlich und den Sozialismus zersetzend bezeichnet. Vor Ausländern müsse man sich daher in Acht nehmen.
Als Folge dieser ständigen Aufrufe wachsam zu sein, ist es mehrfach zu Übergriffen auf fotografierende Ausländer gekommen, die ohne koreanische Begleiter zu Fuß unterwegs waren. Meist wurden die Ausländer von den Sicherheitskräften festgesetzt, aber nach kurzer Zeit wieder freigelassen.

In jüngster Zeit ist es, wegen angeblicher republikfeindlicher Verbrechen, mehrfach zu Festnahmen von Ausländern gekommen. Mehrere Ausländer wurden zu teilweise langjährigen Haftstrafen bzw. Arbeitslager verurteilt. Als republikfeindlich kann dabei eine Vielzahl von Akten eingestuft werden. Insbesondere das Mitführen und Verteilen südkoreanischer, nordkoreakritischer oder religiöser Medien aller Art - einschließlich Bibeln - wird von den nordkoreanischen Behörden als Vorwand zur Festnahme genutzt. Deutsche Staatsbürger waren bislang nicht betroffen, sind aber zu großer Vorsicht aufgerufen.

Die medizinische Versorgung, insbesondere auf dem Land, ist völlig unzureichend. Selbst auf Erste Hilfe nach Autounfällen bei Überlandfahrten muss unter Umständen stundenlang gewartet werden. Sicherheitsgurte sind auch in für den Tourismus vorgesehenen Fahrzeugen oft nicht vorhanden.


Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.