A hippo swims down the Congo
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© Creative Commons / Peter Harrison

Kongo (Republik) Reiseführer

Key Facts
Offizielle Landesbezeichnung

Republik Kongo.

Gebiet

342.000 qkm.

Bevölkerung

4.740.992 (UNO Schätzung 2016).

Bevölkerungsdichte

14 pro qkm.

Hauptstadt

Brazzaville.

Regierung

Republik seit 1992. Verfassung von 2002. Übergangsparlament mit 75 ernannten Mitgliedern. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie). Aufgrund der politischen Umorientierung von Militärherrschaft zu demokratischem Mehrparteiensystem kommt es immer wieder zu Unruhen.

Staatsoberhaupt

Denis Sassou-Nguesso, seit 1997.

Regierungschef

Clément Mouamba, seit April 2016.

Elektrizität

220 V, 50 Hz; Adapter empfehlenswert.

Wasserfälle, Stromschnellen und Sümpfe charakterisieren die üppige Landschaft der Republik Kongo, deren Norden aus riesigen, unberührten Wäldern mit einer reichen Tierwelt besteht.
Der Wald ist auch Heimat mehrerer Eingeborenenstämme, die ihre traditionelle Lebensweise beibehalten haben. Hinter dem schmalen, sandigen Küstenstreifen, der von Lagunen unterbrochen wird, erheben sich die Mayombe Mountains. In der Hauptstadt Brazzaville gibt es viele faszinierende Dinge zu entdecken.
Die Republik Kongo erlangte ihre Unabhängigkeit 1960, und ihr erster gewählter Präsident war Abbé Fulbert Youlou, ein katholischer Priester. Er führte die Republik hin zu einem Einparteienstaat, ein Trend, der auch anderswo in Afrika zu beobachten war. Seit der Unabhängigkeit leidet das Land unter ständigem Bürgerkrieg, und obwohl 2003 ein Friedensabkommen mit den Rebellen aus dem Süden abgeschlossen wurde, sind Überreste der als Ninjas bekannten Rebellengruppen der südlichen Pool-Region noch immer aktiv.

Reisewarnung

Kongo (Republik Kongo)

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 14.02.2017
Unverändert gültig seit: 02.02.2017



Landesspezifische Sicherheitshinweise

In einigen Regionen des südlichen Departments „Pool“ waren und sind großangelegte Militäroperationen zu beobachten. In der gesamten Südregion werden Suchaktionen gegen Rebellengruppen durchgeführt, bei denen neben Militär und Polizei auch irreguläre Milizen eingesetzt werden.
Von Reisen in das Department Pool wird daher dringend abgeraten.

Reisen von Brazzaville nach Pointe Noire sind deswegen bis auf weiteres nur auf dem Luftweg vertretbar. Täglich finden zahlreiche Flüge zwischen den beiden Metropolen statt, alle Fluggesellschaften gelten nach EU-Standards als unsicher.

Im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten ist die Republik Kongo ein relativ sicheres Reiseland. Bei Reisen im Kongo ist dennoch generell und im ganzen Land eine erhöhte Wachsamkeit und Umsicht geboten, größere Menschenansammlungen und die Nähe zu Militär- und Polizeiposten sollten gemieden werden.
Anweisungen von Militär- und Polizeiposten ist unbedingt Folge zu leisten.
Insbesondere das generell bestehende Verbot von Foto- und Videoaufnahmen, gerade auch mit Mobiltelefonen, von Militärpersonen und allen öffentlichen, sicherheitsrelevanten Einrichtungen (Militärposten, Flughafen, Fährhafen, Kasernen, Krankenhäuser, Brücken, aber auch Areale von Palmölplantagen und Rodungsflächen im Regenwald) wird mit besonderer Konsequenz durchgesetzt. Hohe Geldstrafen und eine vorübergehende Inhaftierung bei Verstößen sind nicht auszuschließen.

Kriminalität

Einige Stadtteile in Brazzaville (Ouenze, Talangaï, Bakongo, Poto Poto, Makélékélé) sollten wegen erhöhter Kriminalität nach Einbruch der Dunkelheit nur wenn unbedingt erforderlich und dann möglichst ohne Wertsachen besucht und nachts am besten ganz gemieden werden. Dies gilt auch für die Hafenstadt Pointe Noire, wegen der sich verschlechternden Wirtschaftslage ist hier seit einiger Zeit eine erhöhte Kriminalität zu beobachten.

Straßenverkehr & Reisen über Land

Von einer Nutzung der Nationalstraße Nr. 1 von Brazzaville Richtung Kinkala und weiter über Mindouli bis Pointe Noire wird dringend abgeraten. Bei der Nutzung der Nationalstraße Nr. 2 von Brazzaville Richtung Norden bis Ouesso sind Straßensperren und Kontrollen, z.T. auch durch irreguläre Milizen, zu passieren.
Wer Fahrten auf dieser Strecke unternimmt, sollte sich besser einem Konvoi anschließen, Nachtfahrten sollten allgemein vermieden werden.

Das Straßennetz (auch die Nationalrouten), ist insgesamt in schlechtem Zustand, was Verkehrsunfälle begünstigt. Besondere Vorsicht ist auf der Nationalstraße Nr 1 zwischen Pointe Noire und Brazzaville geboten. Hier besteht erhöhte Gefahr durch intensiven Schwerlastverkehr mit durchweg nicht verkehrssicheren LKW auf weitgehend unbefestigten Straßenabschnitten. Von Fahrten mit Taxis und Bussen auf dieser und anderen Fernstrecken wird unbedingt abgeraten. Dies gilt insbesondere für die Regenzeiten.

Eisenbahn- und Flugverkehr

Der stets stark überfüllte Zug zwischen Pointe Noire und Brazzaville verkehrt bis auf weiteres nicht mehr, da die im Department Pool operierenden Milizen Brücken gesprengt haben.

Innerkongolesische Flugverbindungen gibt es vor allem zwischen Brazzaville/Kayi/ Dolisie, Brazzaville/Ouesso und Brazzaville/Pointe Noire. Der technische Zustand der Flugzeuge wie auch der Ausbildungsstand der Piloten erfüllen zumeist nicht die internationalen Normen. Alle in der Republik Kongo zugelassenen und operativen Fluggesellschaften stehen auf der „schwarzen Liste“ der EU (Externer Link, öffnet in neuem Fensterec.europa.eu/transport/air-ban).

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.