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Nachtleben in Kapstadt

Nachtleben

Kapstadt ist eine Partystadt, besonders im Sommer, wenn die Stadt von Zehntausenden von Touristen – ausländischen und südafrikanischen – überlaufen ist. Aber auch im Winter ist immer etwas los. Ausführliche Verzeichnisse, über was sich wann und wo abspielt, werden in den Freitagsausgaben der örtlichen Zeitungen, der Cape Times und The Cape Argus sowie in der Freitagsausgabe der Mail and Guardian veröffentlicht.

Die Stadt ist zu einem Mekka für Disc Jockeys aus aller Welt geworden, die riesige Rave-, Trance- und ähnliche Partys veranstalten – häufig finden diese an Stränden oder in Waldstücken statt. Kapstadt ist auch ein fester Tournee-Bestandteil von internationalen Rockgruppen. Es gibt mehrere Bezirke mit einem regen Nachtleben, und ein großer Teil des Geschehens findet in der passend benannten Long Street im Stadtzentrum statt. Der obere Abschnitt der Straße (Ecke Wale Street) wird gesäumt von Restaurants, Live-Musik-Clubs, Bars, Cafés und einigen Striptease-Clubs. Im unteren, zwielichtigen Teil der Straße Richtung Hafen sind eine Reihe von Clubs, Bordellen, Hostessenagenturen und Striptease-Läden beheimatet. Außerhalb des Stadtzentrums, in der Somerset Road in Green Point, findet man eine Vielzahl von Schwulen- und Lesbenclubs und -Restaurants. Weiter westlich wird diese Straße zur Sea Point Main Road, eine weitere Ecke, in der viel Nachtleben zu finden ist. Die unzähligen, gut besuchten Nachtlokale im V&A-Hafenviertel dagegen sind bei den Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt (obwohl im Sommer meistens die Touristen überwiegen).

Etwas weiter entfernt, im Vorort Observatory, sind die Lower Main Road und der nahegelegene River Club das Zentrum einer lässigen, alternativen Unterhaltungsszene, wo es von Studenten der benachbarten Universität Kapstadt nur so wimmelt – der richtige Ort, falls man auf der Suche nach alternativer örtlicher Musik, Philosophie, Poesie, Comedy und intensiver Gespräche über die Bedeutung des Lebens ist und gleichzeitig vegetarisch essen möchte. Am Highway N1, nördlich des Stadtzentrums, liegt Century City, ein riesiger Komplex mit Vergnügungspark, unzähligen Restaurants, mehreren Musikbühnen und die sich über mehrere Ebenen erstreckende Dockside-Disko, in der auch Live-Musik gespielt wird. Wesentlich ruhiger und familienfreundlicher ist das Nachtleben an der dem Indischen Ozean zugewandten Seite Kapstadts. Der Küstenvorort Fish Hoek ist traditionell eine 'trockene“ Gegend, wo man vergeblich nach einer Kneipe, einem Club oder einem Spirituosengeschäft sucht. In den benachbarten Orten, die man von der Kalk Bay bis Simon's Town findet, gibt es einige entzückende Restaurants, die direkt am Meer liegen.

Es bestehen keine strengen Öffnungsvorschriften, und viele Clubs bleiben bis zum Sonnenaufgang und noch länger auf. In einigen der besseren Hotels wird elegante Kleidung erwartet; in allen anderen Einrichtungen kann man so ziemlich alles tragen, obwohl Männer dazu aufgefordert werden, ihre Hemden anzubehalten. Das Mindestalter für den Genuß alkoholischer Getränke ist 18 Jahre. Der Eintrittspreis in Clubs liegt i. allg. bei 20-70 R, oft ist der Eintritt vor 23.00 Uhr frei. Alkohol ist für Ausländer sehr billig, mitunter kostet ein Bier nur 8 R.

In den monatlichen Magazinen Cape Review und Citylife gibt es detaillierte Veranstaltungskalender zum Nachtleben in Kapstadt. The Gayteway Newspaper (Internet: www.gayteway.co.za) bietet Informationen über Events in der Schwulenszene.

Bars

Obwohl es in und um Kapstadt eine große Zahl an traditionellen Kneipen gibt (auch 'Off-Licence“ genannt), die wegen gesetzlicher Vorschriften alle Hotels angeschlossen sind, gehen die meisten Kapstädter zum Trinken in Cafés und in die Bars der Restaurants. Eines der modernsten Lokale im Stadtzentrum ist das Long Street Café, 259 Long Street, während der Schwesterbetrieb unter derselben Leitung, das Café Bardeli im Longkloof Centre in einer Abzweigung der Kloof Street (im oberen Ende der Long Street) der Tummelplatz der Kapstädter Film-, Fernseh- und Modellgemeinschaft ist. Ebenfalls in der Kloof Street (an der Ecke zur Camp Street) befindet sich das genauso angesagte Café Camissa, wo es häufig Live-Musik und Comedy-Unterhaltung gibt und Poesie-Vorlesungen abgehalten werden. Ein toller Ort, um die vorbeiziehenden Passanten zu beobachten, ist die Freiluftbar Spirit of Greenmarket auf der Veranda des Holiday Inn am Greenmarket Square. Im Victoria-and-Alfred-Hafenviertel befinden sich Dutzende von Bars und Cafés, von denen viele einen schönen Blick auf das Meer und die Berge bieten. Immer sehr beliebt ist das Quay Four (Internet: www.quai4.co.za), mit Holztisch und -bänken auf einer Terasse, von der man einen schönen Blick auf den Hafen hat. Das Rolling Stones, Lower Main Road im Stadtteil Observatory, ist eine entspannte und äußerst beliebte Bar, in der man Pool spielen kann. Weiter im Landesinneren, in einem südlichen Vorort, liegt das rund um die Uhr geöffnete, lebhafte, mediterrane Restaurant Kuzmas, Rondebosch Main Road, das über eine angeschlossene Bar verfügt und preiswert, heiter und sehr beliebt bei den finanzschwachen Studenten ist. Auch das informelle Brass Bell ist bei Einheimischen beliebt.

Eine der besten Gegenden, um den Sonnenuntergang zu beobachten, ist die westliche Atlantikküste. La Med im Glen Country Club (Internet: www.lamed.co.za), Victoria Road, Clifton, ist ein Ort, an dem man zum Abendtrunk sogar im Bikini erscheinen kann. Das Clifton Beach House, 72 The Ridge, Fourth Beach, Clifton, ist ein weiteres Lokal, das gerne von den Sonnenanbeternder unten angrenzenden Strände besucht wird. Etwas weiter die Victoria Road entlang, in Camps Bay, liegt das Barraza, 9 The Promenade, eines der Lieblingslokale des internationalen Jet Sets, der den Sommer in Kapstadt verbringt. Den besten Ausblick aber hat man in Kapstadt vom Table Mountain Bistro, das direkt auf der Bergspitze liegt. Hier kann man auch den Sonnenuntergang wunderbar genießen. Eine Sirene ertönt jeweils, wenn der Wind auffrischt, bei Beginn des Sonnenuntergangs, und um auf die letzte, zur Abfahrt bereitstehende Drahtseilbahn aufmerksam zu machen.

Kasinos

Es gibt drei Kasinos in der Kapregion drei, das beste ist das Grand West Casino and Entertainment World, Vanguard Drive, Goodwood (Internet: www.suninternational.co.za). Bei diesem riesigen Komplex, der neben dem Kasino mit 1750 Slot Machines, 66 Tischen, Bars, Lounges und Revue Bars) auch zwei Hotels, eine Eislaufbahn und mehrere Restaurants beherbergt, wurden verschiedene historische Gebäude Kapstadts rekonstruiert. Das Kasino darf nur mit Reisepaß bzw. Ausweis und angemessener Bekleidung betreten werden, Personen unter 18 Jahren ist der Zugang nicht gestattet, sie dürfen sich aber im Komplex aufhalten.

Clubs

Es gibt buchstäblich Hunderte von Clubs in Kapstadt, die von Diskos mit gängiger Musik, Lokalitäten mit Live-Musik bis zu äußerst alternativen Clubs reichen, bei denen die Türsteher nicht nur Kleidung, sondern auch Körperpiercing und -sprache begutachten, bevor sie entscheiden, wer hereingelassen wird. Zu den meisten Hotels gehören Tanzlokale, die sich allerdings an Sicheres und Bewährtes halten. Die etwas abenteuerlichen Clubs – The River Club, Observatory Road, Observatory, The Purple Turtle, Ecke Long Street und Shortmarket Street und der Moomba Club Sociale, 77 Hout Street – bieten alle eine bunte Mischung aus alternativer Musik, Themennächten und Live-Musik. The Jet Lounge, 70 Long Street, und The Piano Lounge, Ecke Loop Street und Wale Street, spielen eine Mischung aus House, Jungle, Trance und Jazz. Im Baseline, 72 Long Street, gibt es zwei Tanzflächen auf denen DJs mit House, R&B und HipHop aufwarten. Die beliebtesten Schwulen- und Lesbenclubs in Kapstadt sind Detour, Sky Angels, Bronx und die Blah Bar (alle befinden sich in der Somerset Road, Green Point).

Live-Musik

Die besten Informationen über Live-Musik erhält man aus der Tagespresse, denn ein großer Teil der Live-Musik wird in wenig bekannten Stätten und nicht zu festen Zeiten gespielt. Beliebt ist The Jam, 43 De Villiers Street, District Six, in dem örtliche und alternative Musik gespielt wird. In Marcos African Place, 15 Rose Lane, im Bo-Kaap Viertel, kann man einheimischen Musik und Küche genießen. Im Drum Café wird afrikanische Musik gespielt, jeden Montag findet ein Trommel-Workshop statt. Im The Green Dolphin, Victoria and Alfred Waterfront, dem wahrscheinlich besten Jazzlokal in Kapstadt, wird jedoch regelmäßig Jazz gespielt. Tolle Lokalitäten, um örtliche Musik zu hören, sind das Café Camissa, 80 Kloof Street, und das Mama Afrika, 176 Long Street. Große Konzerte mit international bekannten Künstlern finden normalerweise im Three Arts Theatre in der Plumstead Main Road, Bellville Velodrome, dicht am N1-Highway, statt, und sehr große Starts treten im Green Point Stadium, Somerset Road, und im Bellville Velodrome, Cronje Drive, Bellville, auf.

Kultur

Es ist schwierig, einen Kulturstil oder ein Genre festzulegen, das für Kapstadt bezeichnend ist. Obwohl Kapstadt von den vorherrschenden afrikanischen Einflüssen wegen seiner geographisch isolierten Lage abgeschnitten ist, hat es doch eine wachsende ost- und westafrikanische Bevölkerungsgemeinschaft, die ihre eigenen Einflüsse in die Stadt brachte. Die beiden bedeutendsten Beiträge zu Südafrikas Kultur finden sich auf dem Gebiet der Bildenden Kunst – insbesondere bei der Malerei und der Bildhauerei – und im einzigartigen Jazz-Stil des Kaps, der von Musikern wie Abdullah Ibrahim, Basil 'Manenberg” Coetzee und Robbie Jansen verkörpert wird.

Karten zu allen größeren Veranstaltungen können bei Computicket (Tel: (083) 915 80 00. E-Mail: info@computicket.com; Internet: www.computicket.com) gebucht werden. Veranstaltungsverzeichnisse findet man in den Freitagsausgaben der Tagespresse – im The Cape Argus und den Cape Times. Außerdem gibt es Veranstaltungsinformationen im The Independent (Internet: www.iol.co.za). Informationen über kulturelle Veranstaltungen in und um Kapstadt sind in den monatlichen Magazinen Cape Review und Citylife zu finden, auch in der The Mail and Guardian (Internet: www.mg.co.za) gibt es Veranstaltungskalender. Andere Internetseiten mit Veranstaltungsinformationen sind Artthrob (Internet: www.artthrob.co.za) und Cape Town Today (Internet: www.capetowntoday.co.za).

Musik

Das Cape Town Philharmonic Orchestra (Internet: www.ctpo.org.za) tritt regelmäßig in der City Hall, Grand Parade (Tel: (021) 465 20 29) und in diversen anderen Veranstaltungsstätten auf (für Details s. Tagespresse). Die bedeutendsten Kulturzentren in der Stadt – die Baxter Concert Hall, Main Road, Rondebosch (Tel: (021) 685 78 80. Internet: www.baxter.co.za) und das Artscape Theatre Centre, 1-10 DF Malan Street, Foreshore (Tel: (021) 410 98 00. Fax: (021) 421 54 48. E-Mail: artscape@artscape.co.za; Internet: www.artscape.co.za) veranstalten regelmäßig Opern, klassische Musik sowie Jazz und Unterhaltungsmusik. Weiter entfernt, auf einem bezaubernd gelegenen Weingut an der Lynedoch Road, außerhalb von Stellenbosch, liegt der Spier-Komplex (Tel: (021) 809 11 00. E-Mail: info@spier.co.za; Internet: www.spier.co.za). Er ist heute als eines der besten Zentren Kapstadts für Musik und die darstellenden Künste etabliert und veranstaltet jedes Jahr von November bis März ein Kunstfestival (Tel: (021) 881 31 90).

Theater & Konzerte

Neben dem Baxter, Artscape und Spier (s. Musik oben), ist das Theatre on the Bay, Link Street, Camps Bay (Tel: (021) 438 33 01. Internet: www.theatreonthebay.co.za) das bedeutendste Theater in Kapstadt. Das Little & Arena Theatre, 37 Orange Street (Tel: (021) 480 71 29. Internet: www.uct/co/za/depts/drama/ocation.htm) gehört zum Institut für Schauspielkunst der Universität of Capetown und ist ein beliebter Veranstaltungsort für Theaterinszenierungen. In den vielen über die Stadt verstreuten Gemeindehäusern finden außerdem regelmäßig Aufführungen von Amateur- und Berufsschauspielern statt (für Details s. Tagespresse).

Tanz

Die führende zeitgenössische Tanztruppe der Stadt, Jazzart (Tel: (021) 410 98 48 oder 98 28. Fax: (021) 419 71 29. E-Mail: dance@jazzart.co.za), hat an verschiedenen Veranstaltungsstätten regelmäßig Aufführungen. Gastierende Tanz- und Ballett-Truppen aus dem In- und Ausland erscheinen häufig im Baxter, Artscape und Spier (s. Musik oben).

Film

Obwohl die Film- und Fernsehindustrie in Kapstadt sehr bedeutend ist, stammen die südafrikanischen Spielfilme vor allem aus der Industriehauptstadt Johannesburg. In jedem größeren Einkaufszentrum befindet sich ein von Ster-Kinekor oder Nu-Metro betriebener Kinokomplex, in dem Mainstream-Filme gezeigt werden. Karten können durch Computicket (Tel: (083) 915 80 00. E-Mail: info@computicket.com; Internet: www.computicket.com) bestellt werden. Experimentalfilme kann man in den Cinema Nouveau-Kinos sehen, die sich u.a. im Cavendish Nouveau, Cavendish Square, Dreyer Street, Claremont (Tel: (021) 683 40 63) und im V&A Nouveau, Kings Warehouse, V&A Waterfront (Tel: (021) 425 82 22) befinden. Das Labia Theatre, 68 Orange Street (Tel: (021) 424 59 27. Internet: www.labia.co.za) ist das älteste und alternativste Programmkino in Kapstadt. Für die Freunde riesiger Leinwandfilme zeigt das IMAX Theatre, BMW Pavilion, V&A Waterfront (Tel: (021) 419 73 65. Internet: www.imax.co.za), sensationelle Dokumentarfilme im IMAX-Format.

Kulturelle Veranstaltungen

Von diesen gibt es viele verschiedene, allerdings finden sie unregelmäßig, ohne einen regulären Jahresplan, statt. Zahlreiche Delikatessen- und Weinfeste finden zu unterschiedlichen Zeiten an diversen Orten am westlichen Kap statt. Genaueres erfährt man in der Tagespresse. Dennoch gibt es einige Konstanten. Jeden Sommer (Dez.-März) versammeln sich die Shakespeare-Freunde zur Maynardville Shakespeare Season – normalerweise werden die Stücke mit einem modernen Touch präsentiert – in der wunderbaren Umgebung des Maynardville Open Air Theatre (Tel: (021) 400 25 07) in Wynberg. Die abendlichen Sommerkonzerte (Summer Sunset Concerts) auf dem Rasen des Amphitheaters in den Kirstenbosch Botanical Gardens jeden Sonntag um 17.30 Uhr (Dez.-März) sind immer sehr beliebt. Über 5000 Personen finden sich ab dem frühen Nachmittag im Park ein, bringen Decken, Picknickkörbe, Kerzen und Wein für einen Abend mit klassischer, ethnischer, volkstümlicher und Jazzmusik mit.

Mit dem im September stattfindenden Cape Town One City Festival wird die multikulturelle Vielfalt der Stadtbevölkerung mit Musik, Schauspiel, Tanz, Filmen und anderen kulturellen und religiösen Veranstaltungen gefeiert, an denen örtliche Künstler und Prominente teilnehmen. Obwohl dieses Festival erst 1999 eingeführt wurde, ist es heute schon als die führende kulturelle Veranstaltung in Kapstadt etabliert.

Das älteste und warscheinlich authentischste Festival ist der Kaapse Klopse oder 'Coon Carnival', der auf die Traditionen der malaiischen Sklaven zurückgeht, die im Tweede Nuwe Jaar (Zweites Neujahr) durch die Straßen zogen. Die Nachfahren dieser Sklaven feiern heute den Karneval mit einer lauten, bunten Parade, die sich durch die Straßen von Kapstadt an der Grand Parade bis zum Greenpoint Stadium hinzieht. Organisier wird der Kaapse Klopse von der Cape Minstrel Association (Tel: (021) 418 56 14. Internet: www.espafrika.com).



Literarische Anmerkungen

Seit Sir Francis Drake die Kaphalbinsel als das 'lieblichste Kap in der ganzen Welt“ beschrieb, hat Kapstadt in der internationalen Literatur sehr häufig eine Rolle gespielt. Am häufigsten wurde die Stadt als eine Metapher für das Apartheid-System benutzt und als ein Symbol der Unterdrückung Schwarzafrikas durch die Weißen. Seit der Freilassung Nelson Mandelas und dem Ende der Apartheid aber ist die Stadt zu einem Symbol der Freiheit und Demokratie geworden; und viele der wichtigsten politischen Werke über Südafrika – von Persönlichkeiten wie Mandela, Erzbischof Desmond Tutu und Govan Mbeki – wurden in Südafrika verfaßt. Der Schriftsteller, der die südafrikanische Literatur aber wohl am meisten geprägt hat, ist J.M. Coetzee (er gewann zweimal den Booker-Literaturpreis). Seine Romane, zu denen Disgrace (Schande, 1999), Foe (Mr. Cruso, Mrs. Barton und Mr. Foe, 1986), Waiting for the Barbarians (Warten auf die Barbaren, 1980), The Life and Times of Michael K (Leben und Zeit des Michael K., 1983) und Dusklands (1974) zählen, treffen den Kern der südafrikanischen Psyche und tauchen tief in die politische und gesellschaftliche Landschaft Südafrikas ein. Coetzee wurde in Kapstadt geboren und ist Professor für Englisch an der Universität Kapstadt. Ebenfalls an dieser Universität als Professor für Englisch tätig ist André Brink. Er gewann dreimal den CNA-Preis, den führenden Literaturpreis in Südafrika, kam zweimal in die engere Auswahl für den Booker-Preis und gewann 1980 den Martin-Luther-King-Preis und den französischen Prix Medicis Etranger. Zu Brinks acht Romanen gehören u.a. Looking on Darkness (Blick ins Dunkel, 1974), Rumours of Rain (Stimmen im Wind, 1978), A Dry White Season (Weiße Zeit der Dürre, 1979) und An Act of Terror (Zeit des Terror, 1991).