Unternehmungen in Northwest Territories

Unternehmungen

Auf alten Spuren wandeln

Menschen haben schon vor über 4.000 Jahren ihre Spuren in den Northwest Territories hinterlassen. Die Artefakte aus der Siedlungsgeschichte dieses Gebietes sind im Prince of Wales Northern Heritage Centre in Yellowknife ausgestellt. Im Aulavik Nationalpark auf der Bankinsel können archäologische Stätten besucht werden, die älter als 3000 Jahre alt sind. Die ältesten liegen in der Nähe des Shoran Sees. Es handelt sich u.a. um Spuren von ovalen Behausungen der Thule, von denen heute noch in Ringform gelegte Steine zeugen, die als Beschwerung des Zeltrandes dienten. Im Tuktut Nogait-Nationalpark gibt es über 360 archäologische Stätten, die meisten befinden sich entlang der Küste und den Flüssen. Zu sehen sind meist Zeltringe aus Steinen, Lagerstellen, Plätze für die Trocknung von Fleisch oder sichtgeschützte Verstecke der Jäger. 
 
Zahlreiche historische Stätten zeugen auch von der jüngeren Geschichte der Northwest Territories wie das Dörfchen Fort McPherson mitten im Zentrum des Peel River / Mackenzie Deltas am Dempster Highway, die archäologische Stätte Kittigazuit auf der gleichnamigen Insel an der Mündung des Mackenzies sowie Pokiak, das gegenüber Aklavik liegt. Nicht überall gibt es noch etwas zu sehen, aber die alten Geschichten werden noch erzählt. 
 

Dicke Fische an der Angel

Die Northwest Territories sind wegen ihrer unzähligen Seen und Flüsse ein wahres Anglerparadies. Ganz gleich mit welcher Methode, ob Blinkern,  Fliegenfischen, Eisanglen oder Hochseefischen etc., alle Angler fangen hier die ganz dicken Fische wie Hecht, Forelle und Saibling und werden zu Hause viele tolle Erlebnisse zu berichten haben. Mit etwas Glück können Angler ganz nebenbei wilde Tiere wie Moschusochsen, Adler, Füchse etc. beobachten.

Dörfer der kanadischen Ureinwohner

In der Nähe von Yellowknife liegen am Great Slave Lake und am Great Bear Lake die Dörfer der kanadischen Ureinwohner Dene (darunter u.a. Dettah, Yellowknives, die Tlicho Gemeinschaft der Wekweèt, die Tłı̨chǫ Gemeinschaft der Behchokǫ̀, die Tłı̨chǫ Gemeinschaft der Gamèti sowie die N‘dilo), in denen die traditionelle Lebensweise der Stämme weitgehend aufrechterhalten wird. Wer über die indianische Kultur und Geschichte direkt von den kanadischen Ureinwohnern erfahren möchte, kann die Dene besuchen. 

Inuvik liegt im Nordwesten im Mackenzie-Delta und ist über die Straße von Dawson City (Yukon) erreichbar. Größte Attraktionen der Gegend sind Rundfahrten durch das Delta und Besuche der Inuit-Siedlungen wie z. B. Aklavik.

Durch die Wildnis paddeln

Das Flusssystem des Mackenzie Rivers mit seinen Zuflüssen bietet Kanu- und Kajakfahren ein schier endloses Terrain in unberührter Natur. Geführte Touren dauern etwa sieben bis zwanzig Tage. Ein erfahrener Outdoor-Führer ist unentbehrlich. Bei Paddlern sind der Buffalo River, der Kakisa River und der East Arm des Great Slave Lakes sehr beliebt. 
Im Nááts’ihch’oh Park Reserve ist das Nahanni- und das Natla/Keele-Flusssystem ein lohnendes Ziel für Kanufahrer, die Wildwasser bevorzugen. Auf dem South Nahanni lockt eine kontinuierliche Kette aus Stromschnellen auf einer Strecke von 50 km, die quer durch die Rock Gardens führt. Mehrere Reiseveranstalter bieten Boots- und Floßtouren an, die zu den Virginia Falls führen. Auch auf dem Natla-Keele River gibt es geführte Paddeltouren.
Eine reizvolle Stromschnelle nach der anderen bietet auch der Slave River abenteuerlustigen Kajakfahrern am Rand des Wood-Buffalo-Nationalparks.

Durch Natur pur wandern

Wer die Natur der Northwest Territories durchwandert, kommt an unzähligen Seen, Flüssen und dramatischen Canyons vorbei, kann in Ruhe von Anhöhen aus die weite Aussicht über die unberührte Natur genießen und Tiere in freier Wildnis beobachten. Tagesausflügler finden geeignete Wanderwege rund um den Hay River, Inuvik, Norman Wells, Fort Simpson, Fort Smith und Yellowknife. Spektakuläre Wanderrouten führen Rucksackwanderer, die mehrere Tage unterwegs sind, oberhalb der Baumgrenze auf dem Canol Heritage Trail durch die Mackenzie Mountains von Norman Wells bis zur Grenze zum Yukon. Ein beliebtes Ziel ist auch das Ram Plateau im Nahanni Park Reserve wegen seiner dramatisch schönen Landschaft. Alle Nationalparks der Northwest Territories bieten Wanderern ein wundervolles Terrain. Bei erfahrenen Kletterern steht der Cirque of the Unclimbables im Nahanni Park Reserve ganz oben auf der Liste. 

Faszinierende arktische Küste

Die arktische Küste im Norden der Northwest Territories sowie die Bankinsel,  Prinz-Patrick-Inseln und Victoria-Insel im kanadisch-arktischen Archipel werden im Winter durch den überfrorenen Ozean zu einer sich endlos erstreckenden Schneelandschaft. Die Region bietet einen atemberaubenden Anblick und eine faszinierende Vergangenheit. Wer mit dem Schneemobil von Inuvik nach Tuktoyaktuk zur arktischen Küste braust, bekommt einen Eindruck von der Schönheit und Weite des Landes. Die beiden Städte sind inzwischen durch die Allwetterstraße Inuvik-Tuktoyaktuk Highway (ITH) miteinander verbunden. Der Frühling ist die Zeit, in der die Eisfischer hier Hauptsaison haben und in der die großen Karibuherden zu ihrem Sommerquartier neben dem Beaufortsee ziehen. In den Klippen und Tälern des Tuktut Nogait-Nationalparks nisten zahlreiche Raubvögel. Im Aulavik Nationalpark auf der Bankinsel tummeln sich Moschusochsen in großer Zahl und durch die weite Tiefebene fließt der ruhige Thomsen Fluss, während man mit Glück an der Küste Eisbären, Robben und Wale entdecken kann. Im Sommer brüten in den Schutzgebieten für Zugvögel auf der Bankinsel hunderttausende Schneegänse.

Golfbälle einlochen

Wer hätte es gedacht? Die Northwest Territories bieten Golfern hervorragende Möglichkeiten, den Golfschläger zu schwingen. In den Monaten Juni und Juli ist das sogar rund um die Uhr möglich, weil dann die Sonne nicht untergeht. Beliebte Golfplätze haben u.a. die Orte Fort Simpson, Fort Smith, Gamètì, Yellowknife, Hay River und Ulukhaktok.

Nationalparks: Weite, unberührte Natur

Der Wood-Buffalo-Nationalpark, eine UNESCO-Welterbe-Stätte südlich vom Great Slave Lake gelegen, ist die Heimat der größten in der Wildnis lebenden Bisonherde der Welt, ein bekanntes Natur- und Vogelschutzgebiet und das weltgrößte Lichtschutzgebiet.
In der Dehcho Region befindet sich das Nahanni National Park Reserve (UNESCO-Weltnaturerbe) in den Mackenzie Mountains. Hier fließt der South Nahanni River, an dem der spektakuläre Wasserfall Virginia Falls aus einer Höhe von 96 m in die Tiefe donnert. Der Park ist nur per Flugzeug von Fort Simpson und Yellowknife oder Watson Lake aus erreichbar, da sonst nur Wanderwege in die Wildnis führen.
Im Nááts’ihch’oh-Nationalpark können die Besucher mit etwas Glück Grizzlybären, Dallschafe und Bergziegen vor die Kameralinse bekommen. 
Der Tuktut Nogait-Nationalpark am Ufer der Nordwestpassage ist die Heimat von ca. 68.000 Bluenose Karibus.
 

Schäumende Wasserfälle

Neben den Virginia Falls gibt es in den Northwest Territories viele weitere großartige Wasserfälle. Die 325 km lange Wasserfallroute führt Autofahrer zu beeindruckenden sich in die Tiefe stürzende Wassermassen. Am Wegesrand liegen auch wunderschöne Campingplätze jeweils in der Nähe dieser natürlichen Attraktionen. Die Strecke beginnt an der Grenze zu Alberta, wo aus dem Alberta Highway 35 der NWT Highway 1 wird. Im Twin Falls Gorge Territorial Park nahe Enterprise gibt es am Hay River zwei spektakuläre Wasserfälle: Die Alexandra Falls und die Louise Falls. Beide sind über einen 3 km langen Wanderweg durch den Hay River Canyon miteinander verbunden. Die Lady Evelyn Falls ergießen sich in Kaskaden am Kakisa Fluss nahe der gleichnamigen Siedlung der Dene. Die Sambaa Deh Falls am Mackenzie Highway sind ein Naturschauspiel am Trout River. Von hier führt ein 1 ½ km langer Wanderweg zu den Coral Falls. 

Yellowknife

Yellowknife liegt am nördlichen Ufer des Great Slave Lakes und ist die Hauptstadt der Northern Territories. Im Winter entschädigen das wundervolle Naturschauspiel der Nordlichter und die wunderschönen Schneelandschafent für die arktische Kälte. Faszinierend sind auch die Eisstraßen, die im Winter von Yellowknife u.a. zu den Diamanten-Minen, zu der Gemeinschaft der Dettah und quer durch die Yellowknife Bay führen. Das Prince of Wales Northern Heritage Centre bietet detaillierte Einblicke in die Geschichte der kanadischen Ureinwohner. Auf dem Great Slave Lake und dem Great Bear Lake werden Bootsfahrten angeboten. Kanuten, Segler, Windsurfer und Angler finden im Sommer auf und an den hunderten von Seen rund um Yellowknife ein wahres Paradies.