Unternehmungen in Jordanien

Unternehmungen

Amman

Die Hauptstadt von Jordanien ist eine moderne Stadt in der Moslems und Christen friedlich seit 1921 zusammenleben. Amman lieg eingebettet in einer Hügellandschaft zwischen der Wüste und dem fruchtbaren Jordantal. Überall in der Stadt stößt man auf Überreste aus der römisch-griechischen Zeit. Dominiert wird die Stadtmitte durch das riesige antike Amphitheater, in dem noch heute Aufführungen stattfinden. Der Herkulestempel auf dem Zitadellenhügel und das Jordan Antiquities Museum mit seinen weltbedeutenden archäologischen Funden sind einen Besuch wert. Sehr interessant sind auch die König-Hussein-Moschee und die Nationalgalerie, die zeitgenössische Kunst ausstellt. 

Aqaba

Der reizvolle Ort Aqaba am Toten Meer ist ein idealer Ausgangspunkt zur Besichtigung der Sehenswürdigkeiten Südjordaniens und zugleich ein beliebter Urlaubsort für Taucher. Sehenswert ist die historische Festung der Mameluken, die eine Kreuzritterfestung aus dem 16. Jhd ist. Neben vielen Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten bietet Aqaba vor allem Wassersportlern eins der schönsten Bade- und Tauchreviere der Gegend. Das Riff von Aqaba beherbergt eine Vielzahl von Korallen und Fischarten und einige gute Tauchzentren sind hier beheimatet. Auch eine Fahrt mit einem Glasbodenboot bringt dem Besucher die schöne Unterwasserwelt näher.
 

Baden im Toten Meer

Im Naturwunder Totes Meer kann man sich auf dem Wasser treiben lassen und dabei ein Buch lesen. Zahlreiche Flüsse, unter ihnen der Jordan, speisen das 400 m unter dem Meeresspiegel gelegene Gewässer. Im Osten ist das Tote Meer von Bergen umgeben, im Westen begrenzen es die sanften Hügel Jerusalems. Die gute Luft und eine Schlammpackung machen einen Wellnesstag am Toten Meer perfekt.
 

Burgruine von Montreal

Strategisch günstig liegt das Castrum Saboach in einer Ebene auf einem kegelförmigen Berg, umgeben von nur einem Burggraben. Die Burgruine von Montreal, in Südjordanien, stammt aus der Zeit der Jerusalem-Raubzüge und in ihren Mauern lebten einst bis zu 6000 Menschen. Einheimische Beduinen wissen viel über ihre Geschichte und man kann sich die vielen endlosen Geheimgänge und die Hallen zeigen lassen. 

Der Königsweg

Die historische Königsstraße führt von Nord nach Süd entlang des Jordans und ist eine im Alten Testament erwähnte Route. Von Amman geht es Richtung Madaba, der Mosaikstadt, und weiter südlich zum Berg Nebo. Dort soll Mose zum ersten Mal das verheißene Land erblickt haben. Von der Pilgerkirche sind noch Steinblöcke und Mosaikteile erhalten geblieben. Südlich davon liegt die Festung Machaerus, in der Johannes eingesperrt war. Nach 30 km passiert man den Ort Umm er-Rasas, in dem es Relikte aus byzantinischer und islamischer Zeit zu sehen gibt. Ein Höhepunkt ist der Mosaikboden in der St. Stefan Kirche. Der Königsweg offenbart die Schönheit des ländlichen Jordaniens und es geht vorbei an der Kreuzfahrerburg Kerak bis zur Felsenstadt Petra.
 

Die heißen Quellen von Ma´in

Oberhalb des Toten Meeres stößt man gelegentlich auf kleine Wasserläufe, die schwefelhaltig über die Felsen rinnen. Das Zischen und der Dampf verraten, dass das Wasser im Erdinneren aufgeheizt wird, - nämlich bis zu 60 Grad Celsius. Folgt man den Wasserläufen, – es gibt etwa 60 davon unter der Oberfläche –, treten diese unterschiedlich stark als heiße Quelle ans Tageslicht. Die bekannteste und kommerziell genutzte ist die Hammamat Ma´in Quelle. Die wohltuenden Quellen ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher und Einheimische an.
 

Einkaufen in Jordanien

Auf einem der zahlreichen Souks, den Märkten in Jordanien, kann man zwischen bunten Ständen schlendern und das Feilschen lernen. Nur Lebensmittel sind vom Handeln ausgenommen. Es werden Waren aller Art angeboten: Spiele, Lederwaren, Schmuck und Handwerkskunst. Besonders schön sind der Schmuckmarkt Souk Jabal und die Feisal-Straße in Amman, wo Mosaikkunst und Teppiche aus Madaba verkauft werden, und der Markt in der Freihandelszone Aqaba.

Felsenstadt Petra

Von einem Wüstenvolk im 6. Jhd. v. Chr. errichtet, liegt die Felsenstadt Petra in einem Talkessel im Bergland von Edom im Südwesten des Landes. Die in den Felsen gehauene Stadt mit Tempeln und Höhlen, war noch vor gar nicht langer Zeit von Beduinen bewohnt und gehört zu den sieben Weltwundern. Bis heute sind ca. 800 Baudenkmäler im UNESCO-Welterbe-Gebiet erhalten geblieben. Ein breiter Weg führt durch die Felsenstadt bergab und durch eine schmale und eindrucksvolle Sandsteinschlucht. Wie ein Vorhang öffnen sich die Wände der Schlucht und geben den Blick auf die Halle und Schatzkammer des Pharao frei. Die größte Attraktion Jordaniens bietet viele archäologische Funde, wie den Tempel des geflügelten Löwen, ein Kloster, ein römisches Theater sowie ein riesiges Grab, das aus einem Stein gehauen wurde. Diese einzigartige Atmosphäre in Petra dürfte ein Höhepunkt jeder Reise nach Jordanien sein.
 

Festungsanlage Al Azraq

Im Nordosten Jordaniens trifft man auf die verlassene schwarze Basaltstadt von Um al Jimal. Ein Stück weiter südlich liegt inmitten trockener Wüste das Wüstenschloss Al Azraq. Mit seinen Ecktürmen schützte es einst die quadratische Festung mit dem großen Innenhof und der drehbaren Granitplatte. Al Azraq diente Laurenz von Arabien während der arabischen Revolte 1917 als Unterschlupf und Hauptquartier. In der Vorhalle sind noch eingravierte Reste eines römischen Brettspiels zu sehen.
 

Gerasa / Jerash

Knapp eine Autostunde von Amman entfernt liegt die prachtvolle antike Stadt Jerash /Gerasa. In der Nähe des Hügellandes Gilead gelegen, ist sie eine der gut erhaltenen Städte der Herrschaft Roms. Jerash /Gerasa war jahrelang unter Wüstensand begraben und wird seit 70 Jahren nach und nach ausgegraben und restauriert. Beeindruckend sind die 600 m lange Säulenallee mit fast 500 Säulen, der Triumphbogen und der Jupiter-Tempel auf dem künstlich gestalteten Hang. Sehr gut erhalten ist auch das zweigeschossige Nymphäum der Stadt. Jedes Jahr findet im Juli ein Festival statt. Vor der Kulisse der uralten Stadt mit ihren beleuchteten Ruinen sind dann Aufführungen in toller Atmosphäre zu sehen.
 

Jordanfluss des Johannes

Der längste Fluss Jordaniens zieht sich von Nord nach Süd über 320 km Länge. Neben seiner geografischen Lage an der Grenze zu Israel, erzählt der Jordan eine bedeutende Geschichte. Das Jordantal war das erste fruchtbare Gebiet, das das Volk von Israel bei seiner Wanderung durch die Wüste sah. Die Taufstelle, an der Johannes Jesus taufte, wird heute als die Taufstelle Jesu bezeichnet und zahlreiche Ausflüge führen dorthin. Außer der Taufstelle sind noch antike Überreste und Verweise auf den Propheten Elias zu sehen. Höhlen und Kirchen zeugen von der biblischen Vergangenheit.
 

Jordanische Küche

In Jordanien isst man in privatem Rahmen viele kleinere Gerichte gemeinsam aus den Schüsseln, in denen sie gereicht werden. Wer möchte, kann jedoch auch einen eigenen Teller benutzen. Das Essen besteht aus Gemüse wie Kichererbsen, Bohnen und Auberginen und wird mit gegrilltem Fleisch und Fisch kombiniert. Das Nationalgericht der Beduinen, das Mansaf, sollte man sich nicht entgehen lassen. Auf einem riesigen Teller wird Reis mit Nüssen und Früchten durchmischt und mit Hammelfleisch und Joghurt gegessen. Dem Gast wird dazu der Nationalschnaps Arak, ein Anisschnaps, serviert. Nach dem Essen kommt man mit den Einheimischen bei einem gemeinsamen Tee leicht ins Gespräch.
 

Kerak

Die Stadt am alten Königsweg in Zentraljordanien ist schon von Weitem durch ihre Burg zu erkennen. Man kann fast das Hufgetrappel hören, wenn man die imposante Kreuzritterburg auf 900 m Höhe thronen sieht. Das Stadtbild von Kerak wird von restaurierten Gebäuden aus dem 19. Jhd. geprägt. Die Festung wurde bereits in historischen Schriften erwähnt. Mit einer Taschenlampe gerüstet, lassen sich viele Gänge und Tunnel gut erkunden. Abends erstrahlt die Festung in einer Lichtshow.
 

Mosaikstadt Madaba

Die Stadt südlich von Amman wurde durch den Fund eines riesigen Mosaiks weltbekannt. Auf 25x5 m Länge ist in der Kirche St. Georg die Landkarte Palästinas aus dem Jahr 565 zu sehen. Der archäologische Park und Museumskomplex beheimatet außerdem zahlreiche herausragende Mosaike aus der Kirche der Jungfrau Maria. In der Nähe befindet sich die Mosaikschule Madabas, die einzige ihrer Art im ganzen Nahen Osten. 

Mukawir

Mitten in Jordaniens Wüstenlandschaft, nahe dem Toten Meer und dem Ort Mukawir, erhebt sich der kleine Berg Machaerus. Nach historischen Überlieferungen wurde hier einst Johannes der Täufer von Herodes hingerichtet. Zu sehen sind noch einige antike Säulen und es beeindruckt die herrliche Panoramaaussicht mit den Farbnuancen der Wüste. Touristisch wenig frequentiert, kann man die Weite und die Ruhe in dieser geschichtsträchtigen Umgebung genießen.
 

Nationalpark Wadi Rum

Ohne menschliches Zutun wurde der tief gelegene Nationalpark östlich von Aqaba durch Wind und Wetter einzigartig geformt. Die monolithischen Felsformationen sind auch als der Grand Canyon von Jordanien bekannt. Sie ragen bis 1700 m in die Höhe und gehören seit 2011 zum UNESCO-Welterbe. Für Bergsteiger sind sie eine Herausforderung, für Wanderer bleibt der Weg vorbei an Schluchten mit 4000 Jahre alten Felsenzeichnungen unvergessen. Ab dem Besucherzentrum kann man Touren mit dem Jeep, Kameltouren mit Übernachtung und Ausflüge vorbei an den sieben Säulen der Weisheit bis zur höchsten Brücke Burda buchen. Eindrucksvoll ist der Anblick während des Sonnenunterganges, wenn die Felsen wie in purpurnes Feuer gehüllt sind.
 

Naturreservat Dana

Im Naturreservat Dana, in Zentraljordanien, kann man wilde Steinböcke beobachten und unzählige kleine Tiere in Sand- und Steinspalten entdecken. Das 300 km² große Gebiet präsentiert sich auf den ersten Blick als Steinwüste. Eine Kette aus Tälern und Bergen bis zum Jordan-Flachland bietet eine ungeahnt reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Viele Wanderer und Naturliebhaber werden von der schroffen Schönheit der Berge und den ursprünglichen Ortschaften in ihren Bann gezogen.
 

Naturschutzgebiet Azraq und Shawmari

Das geschützte Feuchtgebiet im trockenen Osten ist eins der schönsten Naturschutzgebiete Jordaniens. Viele Zugvögel machen im überfluteten Marschland Qa´al- Azraq Pause und einige überwintern im Sumpfland. Natürliche und auch vor langer Zeit künstlich angelegte Teiche bieten optimale Bedingungen. Besonders im Frühling präsentiert sich ein buntes Bild, wenn sattes Grün und tausende, wilde Blumen sprießen. Das Wildreservat Shawmari befindet sich neben dem Feuchtgebiet und ist ein Aufzuchtzentrum für bedrohte Wildtiere. Man kann Herden von weißen Antilopen, Straußen und Wüstengazellen beobachten.
 

Umm ar-Rasas

Bei den Ausgrabungen zwischen Amman und Madaba wurden beeindruckende, byzantinische Kirchenmosaike in der Siedlung Umm ar-Rasas entdeckt. Sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein großer Mosaikteppich zeigt Darstellungen von alt- und neutestamentlichen Städten entlang des Jordans. Sehenswert ist der 15 m hohe Turm in Umm ar-Rasas. Er diente Mönchen in frühchristlicher Zeit als Rückzugsort. Bemerkenswert sind auch die antiken Mosaike in der Stephanus-Kirche, sie zeigen Stadtansichten aus Palästina, Ägypten und Jordanien. 

Wüstenschloss Qasr Amra

Östlich von Amman befindet sich das Wüstenschloss Qasr Amra, das eher einer Burg gleicht. Das Anwesen, das eindrucksvoll ist und mitten in der Wüste liegt, besteht aus einem Badehaus im römischen Stil, Audienzhalle, Gewölben und Wandbemalungen. Der gut erhaltenen Bau aus dem Jahre 700 n. Chr. gehört seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die zahlreichen Fresken zeigen Menschen und Tiere im alltäglichen Leben und stellen Jagdszenen dar. Im Außenbereich befindet sich eine Brunnenanlage. Qasr Amra ist ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch der Wüstenschlösser Qasr Kharaneh und Al Azraq.