Geschäftsleben & Kommunikationsmittel

Geschäftsleben & Kommunikationsmittel

Italienischkenntnisse sind von großem Vorteil. Terminvereinbarung ist üblich. Ministerien und fast alle Behörden schließen um 13.45 Uhr. Beamte sind nachmittags ohne vorherige Termine nicht erreichbar.
Rom
Zwar sind die Römer weniger formell als ihre Mailänder Landsleute, Geschäftliches wird aber trotzdem sehr ernst genommen. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand (Begrüßungsküsse spart man sich für Freunde und Familie auf), danach werden Visitenkarten ausgetauscht. Falls möglich sollte man eine Seite der Visitenkarte in Italienisch bedrucken lassen und auch alle Unternehmensunterlagen in italienischer Sprache zur Verfügung stellen. Kollegen sollten mit dem Nachnamen angesprochen werden, und akademische/berufliche Titel respektiert werden. Zwar sprechen einige italienische Geschäftsleute Englisch oder Französisch, Italienisch ist aber die vorherrschende Geschäftssprache. Es ist ratsam, einen Dolmetscher zu beauftragen, um mögliche Mißverständnisse zu vermeiden.

Eine gepflegte Erscheinung ist äußerst wichtig. Männer sind mit Anzug und Krawatte gut beraten, Frauen mit einem Hosenanzug oder einem Kostüm und schicken Accessoires; auch kann es nicht schaden, das eine oder andere Designerstück zu tragen. Das persönliche Verhältnis ist überaus wichtig, und Entscheidungen werden erst getroffen, wenn sich die beiden Parteien vertrauen. Ein Geschäftsessen am Mittag bietet eine ideale Gelegenheit, um sich etwas besser kennenzulernen, und ein privates Schwätzchen ist ein wichtiger Bestandteil eines jeden Geschäftstreffens. 
Venedig
Venedig ist keine junge Stadt - nur wenige junge Leute können sich die astronomisch hohen Mieten und erheblichen Kosten für die ständig anfallenden Renovierungsarbeiten leisten, weshalb viele Bürger der Stadt sich gezwungen sahen, auf die andere Seite der Lagune nach Mestre zu ziehen. Trotz seiner 23.000 Studenten beträgt das Durchschnittsalter der Einwohner von Venedig 46 Jahre und das Geschäftsleben ist dementsprechend eher konservativ geprägt. Geschäftsreisende werden selten zum venezianischen Geschäftspartner nach Hause eingeladen oder gar zu einer Tour durch das Nachtleben mitgenommen - Venezianer sind sehr häuslich, stehen früh auf, um die Stadt noch vor den Touristen zu durchqueren, und schließen ihre Fensterläden gegen 21 Uhr. Wie viele Inselbewohner erscheinen die Venezianer reserviert und etwas unnahbar. Sie sind jedoch gleichzeitig sehr stolz auf ihre einzigartige, kleine Stadt und Besucher werden oftmals reich entlohnt mit einem eleganten Mittagessen in einem der edelsten Restaurants der Stadt oder einem Aperitif mit Venedigs berühmten cichetti (Häppchen).

In Geschäftsangelegenheiten sollte man stets die Form wahren - Geschäftspartner sollten im Zweifel immer mit der Höflichkeitsform Lei (dem italienischen „Sie”) angeredet werden. Die Kleidung sollte eher konservativ sein - Anzug oder Jackett mit Krawatte - und Pünktlichkeit wird geschätzt. Obwohl einige leitende Angestellte Englisch sprechen, sollten geschäftliche Verhandlungen möglichst auf Italienisch abgewickelt werden. Italiener wissen es zu schätzen, wenn ein ausländischer Besucher versucht, ihre Sprache zu sprechen, auch wenn nur Grundkenntnisse vorhanden sind. Reguläre Geschäftszeiten sind von 09.00-17.00 Uhr; während der italienischen Sommerferien im August ist so gut wie alles, was nicht unmittelbar mit dem Tourismus zusammenhängt, geschlossen.
Florenz
Es ist wichtig, daß man zwischen der lässigen Lebensart der Italiener und ihrem eher förmlichen Einstellung in geschäftlichen Dingen unterscheidet. Die Florentiner sind zwar unglaublich stolz auf ihre Stadt und geben gerne mit den besten Restaurants und Weinen an, ein gewisses Maß an Förmlichkeit sollte man bei geschäftlichen Dingen allerdings wahren. Treffen sollten im voraus vereinbart werden, und auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt. Visitenkarten werden normalerweise beim Kennenlernen ausgetauscht. Adrette Kleidung ist immer angebracht. Italienische Geschäftspartner sollten immer mit Lei (dem italienischen „Sie”) angesprochen werden, außer das „tu” wird angeboten. Viele Geschäftsleute in höheren Positionen sprechen zwar Englisch, wenn möglich sollte Geschäftliches aber in Italienisch getätigt werden, denn Italiener wissen es immer zu schätzen, wenn ein Besucher versucht, ihre Sprache zu sprechen, auch wenn er eher magere Italienischkenntnisse hat. Die abendliche Unterhaltung findet ebenfalls in Restaurants statt oder man geht ins Theater (Opern sind sehr beliebt). Wird man zu einem Geschäftspartner nach Hause eingeladen, was eher selten vorkommt, so sollte man eine Flasche Wein, Schokolade oder auch Blumen für die Gastgeberin mitbringen. Zur Sommerferienzeit im August sind sehr viele Geschäfte und Büros in der Stadt geschlossen.
Mailand
Entgegen ihrer sonst eher lässigen Lebenseinstellung sind Italiener in geschäftlichen Dingen recht formell. Für ein Treffen sollte man einen Termin im voraus vereinbaren, und auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt. Visitenkarten werden normalerweise ausgetauscht, wenn man sich vorstellt. Adrette Kleidung ist immer angebracht - und dem eleganten Ruf der Stadt entsprechend, putzen sich die Mailänder für jeden Anlaß heraus. Die meisten Geschäftsleute in führenden Positionen sprechen Englisch oder Deutsch, wissen es aber zu schätzen, wenn sich Besucher Mühe geben, ihre Sprache zu sprechen. Italienische Kollegen sollten gesiezt werden, außer wenn das Du angeboten wird. Leitende Angestellte arbeiten häufig wesentlich länger über die Geschäftszeiten hinaus.

Mailands Tempo entspricht eher dem von London als Rom und ist Welten entfernt von der Trägheit und dem Staub Süditaliens. Lange gemächliche Mittagspausen kommen hier auch sehr viel seltener vor. Nach Hause wird man nicht sehr oft eingeladen, da viele Mailänder recht weit von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen und zwischen den Vororten und dem Stadtzentrum pendeln. Trotz des Drucks bei der Arbeit genießen die Mailänder ihr Leben, und man entspannt sich nach Geschäftsschluß oft ausgiebig in Bars. Geschäfte werden selten während langer Mittagessen oder ausgedehnter Sitzungen am Nachmittag abgeschlossen, denn man diskutiert oft noch nach Geschäftsschluß in Bars oder gastronomischen Stätten in den besten Hotels der Stadt weiter. Handel und Geschäfte sind das Herzblut dieser Stadt, und das rasante Tempo, das die kreativen, gutinformierten, durch und durch modernen Mailänder im Geschäftsleben an den Tag legen, mag Besucher sehr überraschen.

Bürozeiten

Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.

Economy

Deutsch-Italienische Handelskammer
Via Napo Torriani 29, I-20124 Milano
Tel: (02) 67 91 31.´
Internet: www.ahk-italien.it

Italienische Handelskammer für Deutschland
Kettenhofweg 65, D-60325 Frankfurt/M
Tel: (069) 97 14 52 10.
Internet: www.itkam.de
Zweigstellen in Berlin, Leipzig, Hamburg und Freiburg.

Italienische Handelskammer für Österreich
Reisnerstraße 20, A-1030 Wien
Tel: (01) 715 87 82.
Internet: www.italcham.at

Italienische Handelskammer für die Schweiz
Seestraße 123, CH-8027 Zürich
Tel: (044) 289 23 23.
Internet: www.ccis.ch

Unione Italiana delle Camere di Commercio, Industria, Artigianato e Agricoltura
Piazza Sallustio 21, I-00187 Rom
Tel: (06) 470 41.
Internet: www.unioncamere.it

Geschäftskontakte

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Kommunikationsmittel in Italien

Telefon

Die Landesvorwahl ist 0039. Die nationale Stadtvorwahl für Rom ist 06. Meist können die öffentlichen Telefone nur mit Telefonkarten genutzt werden, diese werden in Zeitungsläden, im Kiosk, in Geschäften für Telefonzubehör oder in Tabakläden verkauft. Eine kostengünstige Variante ist die Callingcard. Hier wird eine Einwahlnummer vorweg gewählt und die Art zu telefonierens ist an allen Tastentelefonen möglich.

Mobiltelefone

GSM 900/1800. Mobilfunkgesellschaften umfassen u.a. Vodafone Omnitel (Internet: www.vodafone.it) und Wind (Internet: www.wind.it). Internationale Roaming-Verträge bestehen.

Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum regulären Heimattarif des jeweiligen Anbieters nutzbar. Roaming-Gebühren wurden innerhalb der EU Mitte 2017 abgeschafft. 

Internet

Hauptanbieter sind u.a. TIM e Telecom (Internet: www.tim.it/) und Virgilio (Internet: www.virgilio.it). Drahtlosen Zugang zum Internet via Wi-Fi-Hotspots hat man in den Stadtgebieten von Rom, Mailand, Venedig und Bologna. Die meisten Unterkünfte bieten in diesen Städten kostenlose Nutzung des Internets (www.hotspotlocations.com). Zugang zum Internet hat man in Italien außerdem an speziellen von der Telecom Italia eingerichteten Kiosken auf Flughäfen, Bahnhöfen, in größeren Hotels und an anderen Orten im öffentlichen Raum. Internet-Cafés gibt es in allen größeren Städten. Mobiles Surfen im Internet ermöglichen u.a. auch kostenpflichtige Goodspeed-Wi-Fi-Hotspots (Internet: goodspeed.io/de/index.html). 

Post

Briefe innerhalb Europas benötigen in der Regel 7-10 Tage. Postlagernde Sendungen sind mit dem Vermerk Fermo Posta und dem Namen der Stadt zu versehen. Briefmarken werden außer in Postämtern auch in Tabakläden verkauft. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 08.00/08.30-12.00/12.30 und 14.00/14.30-17.30/18.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.