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Stadtgeschichte von San Francisco

Die Stadt hieß einst ganz einfach Yerba Buena (gutes Kraut) und war mit 400 Einwohnern eines von vielen unbedeutenden kleinen Fischerdörfern aus der spanischen Kolonialzeit. Als dann 1847 die Region dem US-amerikanischen Gebiet angeschlossen wurde, benannte man den Ort nach einer alten Franziskaner-Mission ganz in der Nähe in San Francisco um. Die Stadt wuchs und entwickelte sich schnell. Besonders der Goldrausch 1849 führte zu einer extrem starken Zuwanderung von Glücksrittern mit dem verzweifelten Wunsch nach einem neuen Leben im "goldenen Westen".

Einwanderer kamen aus aller Welt. Tausende Chinesen entflohen einer Hungersnot in ihrer Heimat und fristeten dann ein hartes Leben beim Eisenbahnstreckenbau oder im Bergbau. Viele japanische Immigranten wurden zu Bauern. Später folgten Mexikaner und Filippinos sowie Sklavenbesitzer mit ihren schwarzen Leibeigenen aus dem Süden. Die Sklaven erlangten bald schon die Freiheit: ein früher Indikator für die tolerante und fortschrittliche Gesellschaft, die heute in scheinbarer Harmonie auf den 43 Hügeln lebt, wie dem Nob Hill, dem Russian Hill, dem Telegraph Hill und dem Twin Peaks, auf denen diese dynamische, pulsierende Stadt steht. Bis zum heutigen Tag hat sie sich diese wunderbar erfolgreiche Mischung aus natürlichen Vorzügen und menschlichem Einfallsreichtum bewahrt, die auf den individuellen Fähigkeiten und den kulturellen Unterschieden ihrer Einwohner aus aller Welt beruht. 

Ein Erdbeben im Jahre 1906 führte zu großer Zerstörung. Die tatkräftigen Bewohner San Franciscos machten jedoch aus der Not eine Tugend und bauten ihre Umgebung mit Elan und neuen Ideen wieder auf: Die von Pferden gezogenen Straßenbahnen wurde durch die berühmten Cable Cars ersetzt, von denen auch heute noch drei Linien fahren und die zu einem Wahrzeichen San Franciscos und zu einem Nationaldenkmal der Vereinigten Staaten geworden sind. Die Golden Gate Bridge, die 1937 für den Verkehr zugelassen wurde, eröffnete neue Dimensionen für die harmonische Verbindung von Menschenwerk und Natur und entwickelte sich zum Symbol einer nahezu perfekten Stadt.

Noch heute gibt es in San Francisco eine enge Beziehung zwischen Materialismus und Geld auf der einen Seite und innovativen Denkweisen und Radikalismus auf der anderen. Im Stadtteil Haight Ashbury blühte im sogenannten "Summer of Love" 1967 die alternative Kultur und Gesellschaft; Homosexuelle kämpften für eine neue Heimat, in der sie offen und glücklich leben konnten, und fanden diese in der Castro und der Polk Street. Stadtviertel mit einem einzigartigen Charakter wie Chinatown, die größte asiatische Siedlung außerhalb Asiens, Japantown und North Beach reflektieren die kulturelle und historische Vergangenheit der unterschiedlichen Volksgruppen.

Trotz des rapiden Wachstums der Internet- und Software-Unternehmen, die in der Gegend South of Market und im nahe gelegenen Silicon Valley angesiedelt sind, ist es in der Stadt ruhiger geworden. San Francisco ist das Finanzzentrum der Westküste und hatte einst den wichtigsten Pazifikhafen; mittlerweile steuern die meisten Frachtschiffe aber Oakland an. Der bedeutendste Industriezweig ist der Tourismus. Er bringt San Francisco jedes Jahr Umsätze in Milliardenhöhe ein.