'.$imageAlt.'

FOLGE UNS

Der Derreiseführer > Guides > Europa > Bulgarien

Bulgarien: Sehenswertes und Unternehmungen

Sehenswürdigkeiten in Bulgarien

Ausflugsziele

8 km von Plovdiv entfernt liegt das Kloster Batchkovo (11. Jh.). Wandmalereien, Ikonen, alte Manuskripte und Münzen können hier bewundert werden. Das Kloster liegt in Thrakien, zu dem auch die Rhodopen-Bergkette gehört. Bei archäologischen Ausgrabungen sind hier u. a. zahlreiche thrakische Goldgegenstände gefunden worden.
In Kazanluk gibt es ein Museum der Rosenölproduktion. Hier wird heute noch Rosenöl, einer der wichtigsten Exportartikel Bulgariens, hergestellt. Im ganzen Tal stehen Ruinen aus griechischer, römischer, thrakischer und türkischer Zeit.
Im 13. und 14. Jh. war Turnovo die Hauptstadt Bulgariens. Interessante Sammlungen historischer Kunstwerke können hier besichtigt werden. In der Nähe der Stadt liegen das Kloster Preobrazhenski und das Freilichtmuseum von Etur.

Ausflugsziele

121 km von Sofia entfernt liegt das Kloster von Rila, hoch in
den Bergen und umgeben von dichtem Nadelwald. Zu besichtigen gibt es
Wandgemälde, Holzschnitzereien, alte Waffen, Münzen, auf Pergament
geschriebene Handbücher und Bibeln. Der Einsiedler und Mönch Ivan
Rilsky gründete es im 10. Jh.. Während der türkischen Besatzung
(1396-1896) dienten die Gebäude als Lager für Meisterwerke bulgarischer
Kunst. Der Großteil der Gebäude wurde im 19. Jh. durch Feuer zerstört
und neu gebaut, nur der Hrelioturm aus dem 14. Jh. ist erhalten geblieben. Am Rande von Sofia liegt das Naturschutzgebiet Vitoscha-Gebirge,
das gute Wander- und Wintersportmöglichkeiten bietet. Sessellifte und
Drahtseilbahnen führen auf den 2000 m hohen Berggipfel. Es gibt mehrere
Skizentren. Außerdem kann die mittelalterliche Boyanakirche hier besichtigt werden. Ihre Freskenmalereien aus dem Jahre 1200 sollen die ältesten Bulgariens sein.

Badeurlaub am Schwarzen Meer

Die Urlaubsorte am Schwarzen Meer eignen sich hervorragend für Familienferien. Die Küste besteht aus kilometerlangen Sandstränden wie u.a. Albena, Goldstrand, Sunny Day, Elenite, Smokinya, Sonnenstrand, Pomorie, Sozopol und Dyuni. Am besten erkundigt man sich, an welchem der Strände aktuell die blaue Flagge weht. Hinter einladenden Buchten erheben sich dicht bewaldete Berge. Zahlreiche Luxus-Resorts, darunter viele Ferienanlagen internationaler Ketten, locken mit relativ günstigen Preisen. Viele Urlaubsorte sind ideal für Kinder, weil es keine Gezeiten gibt und der Strand flach abfällt. Selbst 150 m vom Ufer entfernt erreicht das Wasser oft nur Schulterhöhe. Wo es Strömungen gibt, sind diese am Strand deutlich gekennzeichnet. Der Salzgehalt ist nur halb so hoch wie im Mittelmeer. Badestellen für Kinder sind mit Spielplätzen ausgestattet. In den meisten Urlaubsgegenden werden zahlreiche Wassersportarten angeboten. Von Sofia aus gelangt man über die Autobahn Thrakien und noch schneller mit dem Flugzeug nach Burgas am Schwarzen Meer. Auch die Hafenstadt Varna ist mit einem Flughafen ausgestattet. Von Westeuropa aus gibt es im Sommer zahlreiche Charterflüge an das Schwarze Meer.

Nachtleben

Die Auswahl an Restaurants und Mehanas (einheimische Tavernen)
ist in ganz Bulgarien groß. Charakteristisch für die lebhaften Bulgaren
sind die freundliche Bedienung, das hervorragende Essen und der
ausgezeichnete Wein. Es gibt Diskotheken, Kabaretts und Bars für jeden
Geschmack und Geldbeutel. Das »Zelt des Khan« am Sonnenstrand ist einen
Besuch wert, ebenso der Gorski-Zar (»Waldkönig«) in Albena.

Plovdiv

Plovdiv, die zweitgrößte Stadt des Landes, wurde 342 v. Chr.
gegründet. Durch die Altstadt fließt die Marica. Das moderne
Geschäftszentrum bildet einen interessanten Gegensatz zu den
Renaissancegebäuden der Altstadt. In den engen Gassen stehen malerische
Häuser aus dem Mittelalter, deren obere Stockwerke sich so sehr neigen,
dass sie die gegenüberstehenden Häuser fast berühren. Es gibt
zahlreiche römische Ruinen und ein antikes Amphitheater. Das Archäologische Museum bietet eine ausgezeichnete Sammlung goldener thrakischer Kunstgegenstände und Küchengeräte. Das Völkerkundemuseum und die Kirchen St. Marina und St. Nedelya sind ebenfalls sehenswert.

Seebäder

Wegen ihres hervorragenden Klimas sind Druzhba (das älteste Seebad) und Varna als Seekurorte sehr beliebt. Albena, Bulgariens neuestes Seebad, wurde nach einer Dorfschönheit benannt und liegt am Waldrand. Dieses Musterbeispiel moderner bulgarischer Baukunst bietet ausgezeichnete Restaurants und ein reges Nachtleben. 15 km von Varna entfernt liegt der Goldstrand, zweitgrößter Urlaubsort am Schwarzen Meer. Die Hotels und das Unterhaltungsangebot sind ausgezeichnet. Der Sonnenstrand ist ideal für Familienurlaub mit Kleinkindern. Es werden außerdem Ökotouren in Naturgebieten angeboten. In der Nähe liegt der Fischerort Nessebar, der im 7. Jh. gegründet wurde. Hölzerne Fischerkaten und 48 byzantinische Kirchen können hier besichtigt werden.
Das südbulgarische Sandansky an der griechischen Grenze hält den Sonnenscheinrekord.

Sofia

Die Architektur der Hauptstadt Sofia geht auf das 4. Jh. v. Chr. zurück und ist reich an Beispielen griechischer, römischer, byzantinischer, bulgarischer und türkischer Baukunst. Zahlreiche Theater, Museen, Opernhäuser, Kunstgalerien, die Universität, Wochenmärkte, zahlreiche Kirchen und Moscheen sowie über 300 Grünanlagen und Sportstadien sind beliebte Attraktionen in Sofia.

Ein Beispiel moderner Architektur ist der Prinz Alexander von Battenberg Platz. Hier befinden sich zahlreiche Museen und der ehemalige Königspalast, der die Nationale Kunstgalerie beherbergt. Das Kvadrat 500 ist der neue Teil der Nationalen Kunstgalerie, in dem ausländische Kunst und bulgarische Kunst seit Mitte des 19. Jahrhunderts ausgestellt wird. 

Sofias Gotteshäuser

Die Goldkuppeln der eindrucksvollen Alexander-Newski-Gedächtniskirche sind weithin sichtbar. Sie wurde Anfang des 20. Jh. nach dem Ende des russisch-türkischen Krieges als Dank für die Befreiung von den Türken gebaut und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke auf dem Balkan. In der Krypta befindet sich ein Museum mit zahlreichen Ikonen der Orthodoxen Kirche, außerdem hat die Kirche einen ausgezeichneten Chor. Die byzantinische St. Sophienkirche stammt aus dem 6. Jh. und verfügt über eine Krypta und eine Ausgrabungsstätte. Die im 5. Jh. in der Römerzeit erbaute St. Georgskirche (Sweti Georgi Rotunda) im Stadtzentrum hat großartige Freskenmalereien (14. Jh.) und beherbergt Kunst aus dem Mittelalter. Die kleine Sveta Petka Samardjiyska-Kirche wurde im 14. Jh. errichtet. In den Innenräumen einer ehemaligen Moschee, der Großen Moschee von Sofia (bekannt für ihre neun Kuppeln), ist das Nationale Archäologische Museum untergebracht. Besonders eindrucksvoll ist die Banja-Bashi-Moschee, die größte Moschee in Sofia.

Spezialreisen

Besonders zu empfehlen sind Donau-Kreuzfahrten auf einem von zwei modernen Luxusdampfern (für je 236 Passagiere), die durch sieben Länder die Donau hinabfahren. Die Reise beginnt in Passau oder Wien und endet in Ruse (Ostbulgarien). Landgänge gehören zum Angebot. Nach Beendigung der Donaufahrt kann man entweder per Bus eine Bulgarien-Rundreise machen oder am Schwarzen Meer oder in den Bergen seinen Urlaub fortsetzen.
Wanderurlaub wird immer beliebter. Man kann auch mit dem Pferdewagen oder der Schmalspurbahn über Land fahren. In Plovdiv und in der Museumsstadt Koprivstiza (östlich von Sofia) werden Mal- und Fotografiekurse veranstaltet.
Neben den offensichtlichen Touristenattraktionen gibt es in Bulgarien auch anerkannte Kurbäder und über 500 Mineralquellen mit traditionsreicher Geschichte, die sich für einen »Kurlaub« anbieten.

Weltkulturerbe

Bulgarien besitzt neun Stätten, die in die UNESCO-Liste der Weltkulturerbe aufgenommen wurden. Dazu zählen unter anderem der Madara-Reiter, ein in den Fels gehauener Reiter, der mit einem Speer einen Löwen ersticht. Dieses befindet sich auf dem Madara Plateau in der Donauebene.
In der Nähe von Boyana, einem Vorort von Sofia, gibt es die berühmten Wandgemälde, die ebenso Replikate der Ikonen von Konstantinopel enthalten.
Die Ivanoho Felsenklöster in der Nähe der Stadt Ruse erstrecken sich über mehr als 5 km und bestehen aus Klosterzellen, Kirchen und Kapellen, die von Einsiedlermönchen zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert in den Fels gegraben wurden.
Das Naturreservat am Sreburasee befindet sich nahe der Donau, 16 km westlich der Stadt Silistra.

Wintersportorte

Die Beliebtheit Bulgariens als Wintersportland nimmt ständig zu. Die bulgarischen Skigebiete sind vielleicht nicht ganz so weitläufig wie die traditionellen Wintersportregionen, aber die vorhandenen Pisten eignen sich hervorragend für Anfänger und Fortgeschrittene und zählen zu den besten Europas. Skilanglauf wird immer beliebter; markierte Langlaufstrecken führen durch hohe Fichtenwälder.

Im nur 70 km von Sofia entfernten Borovets wurden bereits Skiweltmeisterschaften ausgetragen. Der Kurort Borovets liegt im Rila-Gebirge und im Rila Nationalpark auf einer Höhe von 1350 m. Von November bis April stehen Skiläufern u.a. die weit über die Landesgrenzen hinaus beliebten Pisten des 2400 m hohen Wintersportzentrum Yastrebets (»Habichtsnest«) zur Verfügung sowie die ausgezeichneten Pisten der Wintersportzentren Sitnyakovo und Markudjik. Fachwerkhäuschen (bis zu 6 Personen) können gemietet werden. Das Nachtleben findet überwiegend in Hotels statt. Eine besondere Attraktion ist im Rila-Gebirge das zum UNESCO-Welterbe gehörende Kloster Rila. Der höchste Berg nicht nur Bulgariens, sondern der ganzen Balkanhalbinsel, ist der im Rila-Gebirge gelegene Musala mit einer Höhe von 2925 m. 

Das riesige moderne Skigebiet Pamporovo, südlich von Plovdiv in den Rhodopen, verfügt über Pisten mit allen Schwierigkeitsgraden. Auch Snowboarder kommen in dieser großartigen Landschaft auf ihre Kosten. Unterhalb des Snejanka-Gipfels beginnen die wichtigsten Skipisten. Pamporovo ist einer der südlichsten Wintersportorte Europas. Vom Restaurant des Fernsehturms in Pamporovo kann man bis nach Griechenland und zum Ägäischen Meer gucken.

Im 1800 m hoch gelegenen Vitosha-Berg, der die Hauptstadt Sofia überblickt, befinden sich die Skizentren Aleko und Vitosha Tulip sowie die Skipiste Konyarnika.

Die kleine Stadt Bansko im Südwesten Bulgariens liegt am Fuße des Pirin-Gebirges, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Das Skigebiet Bansko ist eins der größten und beliebtesten Skigebiete Bulgariens. Es verfügt über Pisten, die alle Schwierigkeitsgrade abdecken sowie über Slalom- und Riesenslalomabfahrten, Langlaufloipen und auch Skifahren bei Flutlicht ist hier möglich. Bei gutem Wetter reicht der Panoramablick bis an das Ägäische Meer.