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Dubai Geschichte

Dubais Geschichte mag vielleicht nicht so umfangreich sein wie die einiger Länder im Nahen Osten, wie Ägypten oder Jordanien, aber die Entwicklung der Stadt von einem kleinen Perlenfischer-Dorf zu einer modernen Handelsmetropole ist eine faszinierende Geschichte, die im Dubai-Museum in der Innenstadt von Bur Dubai auf zahlreichen schwarz-weiß Fotos gezeigt wird.

Dubai wurde erst 1833 gegründet, als etwa 800 Mitglieder des Stammes der Bani Yas, angeführt von der Familie Maktum, sich am Dubai Creek niederließen. Während des 19. Jahrhunderts, bevor das Öl entdeckt wurde, war der natürliche Hafen des Creeks der kommerzielle Motor der Stadt. Dubai etablierte sich als ein Zentrum für Angler, Perlenfischer und den Seehandel. Auch heute verkehren noch alte 'Daus' zwischen dem Dubai Creek, Asien und Afrika. 

Ende des 19. Jahrhunderts hatte Dubai sich zu einer florierenden Hafenstadt entwickelt. Der Souk (Arabisch für "Markt") auf der Deira-Seite des Creeks war mit 350 Geschäften der größte Markt an der Küste. Es herrschte ein stetiges Gedränge an Besuchern und Geschäftsleuten. In den 1930er Jahren lebten fast 20.000 Menschen in Dubai, ein Viertel davon waren Ausländer.

In den 1950er Jahren drohte der Creek zu verschlammen, was wohl ein Ergebnis der zunehmenden Zahl an Schiffen war, die in den Hafen kamen. Der damalige Herrscher von Dubai, Scheich Rashid bin Saeed Al Maktoum, beschloss, die Wasserstraße auszubaggern. Es war ein ehrgeiziges und kostspieliges Vorhaben, aber letztlich ein visionäres Projekt. Die Maßnahmen führten zu einem höheren Güterumschlag und stärkten Dubais Position als ein wichtiger Knotenpunkt für Handel und Wiederausfuhr.

Als 1966 das Öl entdeckt wurde, nutzte Scheich Rashid die Öleinnahmen um die Entwicklung der Infrastruktur in Dubai voranzutreiben. Ein neuer Tiefseehafen und das erste Terminalgebäude am Flughafen Dubai wurden gebaut. Er ließ auch die Landebahn verlängern, so dass jede Art von Flugzeug den Flughafen anfliegen konnte. 1985 gab es zwei wesentliche Entwicklungen: In Jebel Ali wurde der größte künstliche Hafen der Welt gebaut, der von einer Freihandelszone umgeben ist, und die Fluggesellschaft Emirates hob zum ersten Mal ab.

Dubais Entwicklungsformel war offensichtlich – visionäre Führung, qualitativ hochwertige Infrastruktur, eine Auswanderer-freundliche Umgebung, keine Körperschaftsteuer oder Steuern auf Privateinkommen und niedrige Einfuhrzölle. Das Ergebnis war, dass Dubai schnell zu einem Wirtschafts- und Tourismuszentrum für eine Region wurde, die sich von Ägypten bis zum indischen Subkontinent und von Südafrika bis in die GUS-Länder ausdehnt.

Seit den 1960er Jahren hatten Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan, der damalige Herrscher von Abu Dhabi, und Scheich Rashid bin Saeed Al Maktoum die Vision, eine Föderation der Emirate in der Region zu schaffen. Ihre Idee wurde 1971 realisiert, als die Stadt die Unabhängigkeit von der britischen Kolonialherrschaft erlangte und Dubai, Abu Dhabi, Sharjah, Ajman, um Al Quwain, Fujairah und (1972) Ras Al Khaimah sich zu den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammenschlossen.