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Stadtgeschichte von Shanghai

Bis zur Song Dynastie (960-1126) war das Gebiet Marschland. Danach wurde es von mongolischen und anderen nordischen Nomadenvölkern besiedelt, die in das Land eingefallen waren. Bis zum Jahre 1291 hatte sich Shanghai zu einer Kreisstadt entwickelt.

Die Stadtmauer wurde 1553 errichtet (interessanterweise, um die Stadt gegen japanische Piraten zu schützen), 1685 folgte eine Zollstelle. Shanghai geriet erst in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, als es während des Ersten Opiumkrieges im Juni 1842 von einer britischen Seeflotte eingenommen wurde.

Durch den Vertrag von Nanking, mit dem sich fünf Städte dem westlichen Kolonialhandel öffnen mussten, wurde Shanghai um Gebiete erweitert, die von den drei Kolonialmächten Großbritannien, Frankreich und USA kontrolliert wurden. 

Die britischen und amerikanischen Konzessionen wurden bald als das so genannte International Settlement zusammengefasst. Die unbehagliche Koexistenz zwischen dem China der Qing Dynastie mit Shanghai als Handelszentrum auf der einen Seite und den westlichen Mächten auf der anderen bescherte der Stadt fast ein Jahrhundert lang eine rasante Entwicklung. Heute ist der Yu-Garten in der Altstadt alles, was noch an die vorkoloniale Zeit Shanghais erinnert. Vom Kolonialismus zeugen die Architektur der ehemaligen französischen Konzession sowie die vornehmen alten Gebäude am Platz des Volkes und an der Uferpromenade des Waterbund (kurz: Bund).

Bis zum Jahre 1937 hatte sich Shanghai zur fünftgrößten Stadt der Welt und Chinas modernster Metropole entwickelt, in der zahlreiche östliche und westliche Kulturen zusammenlebten. Von den politischen Auseinandersetzungen, die im Rest des Landes tobten, war Shanghai dank seines Kolonialstatus verschont geblieben. Im August desselben Jahres jedoch fielen die ersten - chinesischen - Bomben auf die ausländischen Konzessionen.

Es folgte ein Exodus der ausländischen Siedler, und als der Krieg 1941 im Pazifik ausbrach, blieben den Japanern nur wenige Ausländer für ihre Internierungslager. Die Briten und die Amerikaner gaben ihre Kolonialrechte 1943 zugunsten ihrer neuen Alliierten, den Chinesen, auf. Nach der Kapitulation der Japaner 1945 übernahm China die Macht in Shanghai. 

Nur vier Jahre später fiel die Stadt jedoch in die Hände der chinesischen Roten Armee. Unter kommunistischer Führung wurden die Shanghaier Unternehmen verstaatlicht, und die Stadt erfreute sich keiner großen Beliebtheit bei der politischen Elite. Das änderte sich mit der Kulturrevolution, als Mao Zedong die Metropole zum zentralen Stützpunkt seiner „Viererbande” und seiner Kampagne gegen die Führung in Peking machte. Shanghai blieb das Zentrum der Kulturrevolution und ihrer Exzesse bis zum Tode Mao Zedongs 1976. Der Wiederaufbau danach ging nur schleppend voran.

Als Deng Xiaoping in den späten 1980er Jahren den Mächten des Kapitalismus freie Zügel ließ, ergriff Shanghai seine Chance. Durch die Unterstützung der Regierung, für die Shanghai schon damals eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen Expansion Chinas spielte, hat sich die Metropole mit halsbrecherischer Geschwindigkeit entwickelt und profitiert Dank des Beitritts zur Welthandelsorganisation WTO im Jahre 2001 von massiven Investitionen, einem kommunalen Wiederaufbau sowie einer wirtschaftlichen Renaissance.

Heute ist Shanghai die bei weitem reichste Stadt Chinas. Hunderte von futuristisch anmutenden Wolkenkratzern, schillernde Restaurants, Bars, Hotels sowie urbaner Wohlstand, ein hoher Bekanntheitsgrad von Markennamen und eine schlaue Einkaufskultur machen Shanghai zum Rivalen anderer asiatischer Metropolen wie HongkongSingapur und Bangkok.

Der Große Preis von China der Formel 1 fand 2004 zum ersten Mal in Shanghai statt, und im selben Jahr kürte die Zeitschrift Time die Stadt zur angesagtesten Metropole der Welt. Im Jahr 2007 war sie Austragungsort der ersten Special Olympics Asiens und 2010 der Expo Shanghai.