Sicherheitshinweise, Botschaften und Fremdenverkehrsämter in El Salvador

Reisewarnung

El Salvador

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 07.02.2017
Unverändert gültig seit: 01.02.2017



Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

El Salvador hat im Vergleich zu Deutschland und vielen anderen, auch  lateinamerikanischen Ländern eine sehr hoheKriminalitäts- und Gewaltrate. Dabei geht die größte Gefahr im Land von rivalisierenden Jugendbanden aus. Ausländer und Touristen sind bislang keine besondere Zielgruppe von Gewaltaktionen. Dennoch besteht landesweit die Gefahr, „zum falschen Zeitpunkt, am falschen Ort“ als Unbeteiligte/r betroffen zu sein.
Dass auch reisende Ziel oder Opfer von Diebstählen, Raubüberfällen, Einbrüchen oder sonstigen Delikten werden, kann nicht ausgeschlossen werden. Die Hemmschwelle beim Gebrauch von Gewalt ist sehr niedrig. Im Falle eines Überfalles wird daher dringend empfohlen, auf Widerstand zu verzichten.

Häufig kommt es zu Überfällen auf Personen, nachdem sie Geld in Banken oder am Geldautomaten abgehoben haben. Vom Abheben hoher Bargeldbeträge wird dringend abgeraten. Auch das „Klonen“ von Kreditkarten kommt immer wieder vor.
Die Nutzung von Geldautomaten in Einkaufszentren, Hotels oder Banken ist vorzuziehen.

Es wird dringend empfohlen, Reisedokumente (Pässe, Flugtickets, Reisekrankenversicherung u.ä.) an einem sicheren Platz (z.B. im Hotelsafe) aufzubewahren und Kopien der wichtigsten Unterlagen (Pass etc.) mitzuführen, um sich ggfs. ausweisen zu können.
Reisenden wird geraten, sich elektronisch in der Deutschenliste der deutschen Auslandsvertretung zu registrieren (unter: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de) zu registrieren und die dort hinterlegten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand zu halten.

Von der Benutzung der Busse des regulären öffentlichen Nahverkehrs wird dringend abgeraten. Die Fahrzeuge sind nicht in verkehrssicherem Zustand. Viele Busunternehmer werden von kriminellen Gruppen erpresst (Schutzgelderpressung). Den Geldforderungen wird mit extremer Gewalt Nachdruck verliehen, zahlreiche Überfälle auf Busse und auch Morde an Busfahrern und Passagieren sind die Folge.
Fernbusse ohne Zwischenhaltestellen weisen allgemein und sicherheitstechnisch weit höhere Standards auf. Mehrere Busunternehmen bieten Direktverbindungen in die Hauptstädte der umliegenden Länder an. Die dafür eingesetzten Busse sind meist in einem guten technischen Zustand.

Die Fahrt in zugelassenen Taxis ist der Benutzung von Bussen in jedem Fall vorzuziehen. Es wird empfohlen, auch bei kurzen Wegstrecken ein Auto zu benutzen (zugelassene Taxis haben ein „A“ als ersten Buchstaben auf dem Nummernschild). Die Flughafentaxis werden von der Kooperative ACACYA (Tel. +503-2521-1000) betrieben. Reisende sollten unter keinen Umständen auf Taxis oder sonstige Fahrzeuge zurückgreifen, deren Fahrer dort ihre Dienste außerhalb des eingezäunten ACACYA-Parkplatzes anbieten.

Halten Sie die Türen und Fenster Ihres Autos geschlossen. Nehmen Sie keine Anhalter mit und halten Sie auch nicht bei einem scheinbaren Unfall, sondern verständigen Sie die nächste Polizeidienststelle (schon mancher Unfall wurde fingiert, um den zu Hilfe Eilenden auszurauben).

Reisen über Land

Bei Reisen in das Landesinnere El Salvadors ist Vorsicht geboten. Nächtliche Reisen außerhalb der Städte und auf abgelegenen Strecken sollten auf jeden Fall vermieden werden, allein sollte nicht gereist werden. Auf Wandertouren oder ähnliche Ausflüge ohne kundige Begleitung abseits der Hauptverkehrsstraßen sollte ebenfalls verzichtet werden.

Von Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch im eigenen PKW oder Mietwagen, wird nicht nur wegen der Kriminalität, sondern auch wegen der erhöhten Unfallgefahr dringend abgeraten.
In San Salvador, Santa Ana und San Miguel, sowie den Departamentos La Paz, La Libertad, Cuscatlán, Usulután und Sonsonate ist besondere Vorsicht geboten.

Naturkatastrophen 

In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Juni bis Ende November Wirbelsturmsaison. Es muss mit Tropenstürmen, starken Regenfällen und unter Umständen auch mit Erdrutschen gerechnet werden. Reisende sollten die Wettervorhersagen für El Salvador (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.snet.gob.sv/) verfolgen und die Hinweise der lokalen Sicherheitsbehörden (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.proteccioncivil.gob.sv) beachten. Eine Echtzeit-Regenkarte für El Salvador kann man unter folgendem Link finden: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.snet.gob.sv/googlemaps/radares

Des Weiteren besteht die Gefahr von Vulkanausbrüchen. Der im Osten El Salvadors bei San Miguel gelegene Vulkan Chaparrastique ist nach vermehrtem Ascheausstoß im Dezember 2013 weiterhin leicht aktiv.

Starkregenfälle können in der Regenzeit (ca. Mai bis Oktober) wie zuletzt 2011 geschehen, innerhalb kurzer Zeit die Infrastruktur im gesamten Land schwer beschädigen.

El Salvador ist ein stark erdbebengefährdetes Land. Es wird deshalb empfohlen, sich vor Reiseantritt mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut zu machen.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.