Unternehmungen in Curaçao

Unternehmungen

Ausflüge

In der Nähe von Hato, unweit vom Flughafen, können imposante
Tropfsteinhöhlen besichtigt werden. Im riesigen Höhlenlabyrinth gibt es
Stalaktiten, Höhlenmalereien sowie unterirdische Bäche und Wasserfälle
zu bewundern. Das täglich geöffnete Seaquarium bietet einen
faszinierenden Einblick in die Unterwasserwelt: man kann 400 Fischarten
bestaunen und Haie, Riesenschildkröten und Rochen füttern. In Cas Cora, einer ehemaligen Plantage, gibt es einen Zoo und einen Botanischen Garten. Außerhalb von Willemstad liegt die Universität der Niederländischen Antillen. Etwas weiter entfernt stößt man auf das Landhuis Papaya, das Ceru Grandi (ein altes dreistöckiges Plantagenhaus) und den Strand von Boca San Pedro. Boca Tabla ist eine faszinierende Unterwasserhöhle an der Nordküste. Ganz in der Nähe liegt das malerische Fischerdorf Westpoint. Der St.-Christoffel-Nationalpark,
ein Naturschutzgebiet, nimmt fast den gesamten nordwestlichen Teil der
Insel um den gleichnamigen Berg ein. Besonders beeindruckend sind die
Höhlen mit Felsmalereien der Arawak-Indianer. Im Nationalpark gibt es
500 verschiedene Pflanzen- sowie 150 Vogelarten zu entdecken, darunter
Kolibris, Leguane und das scheue Curaçao-Rotwild. Die Ruinen der Zorgvliet-Plantage und die heute noch in Privatbesitz befindliche Savonet-Plantage mit dem Savonet-Museum aus dem 18. Jahrhundert liegen an den Ausläufern des Berges.

Willemstad

Willemstad, die Hauptstadt, wurde von der UNESCO zum
Weltkulturerbe erklärt und beeindruckt durch ihre interessante Architektur.
Neben farbenfrohen Giebelhäusern im holländischen Stil stehen
Cunucu-Häuser (afrikanische Hütten aus Lehm und Flechtwerk), mit Stroh
gedeckte Häuschen und elegante Landhäuser reicher Plantagenbesitzer. Willemstad
ist außerdem eines der attraktivsten Einkaufsparadiese der Karibik. Im
historischen Stadtzentrum erinnert eine Statue an den berühmten Freiheitskämpfer
Mañuel Carel Piar und ein Mahnmal an die im 2. Weltkrieg gefallenen Soldaten.
Die holländische Königsfamilie stiftete eine weitere Statue für die geleistete
Unterstützung im 2. Weltkrieg. Das senfgelbe Fort Amsterdam ist heute der
Regierungssitz der niederländischen Antillen und steht im historischen Zentrum
von Willemstad, dessen Befestigungen zwischen 1648-1861 strategische Bedeutung
hatten. Die heute noch erhaltene Kirche des Forts war gleichzeitig Lagerhaus für
Lebensmittel zu Belagerungszeiten und kann besichtigt werden. Eine Kanonenkugel
steckt noch heute in der südwestlichen Kirchenwand. In der Nähe befindet sich
auch ein Gebäude aus der holländischen Kolonialzeit, die heutige Residenz des
Gouverneurs
. Das Curaçao-Museum befindet sich in einem historischen
Gebäude aus dem Jahr 1853 und zeigt alte Möbel, Gemälde, Landkarten sowie
indianische Kunstgegenstände. Die Königin-Emma-Pontonbrücke und die
Königin-Juliana-Brücke, die in einer Höhe von 490 m den Hafen überspannt,
zählen ebenfalls zu den Wahrzeichen von »Klein-Holland«. Der Hafen hat einen
Schwimmenden Markt, auf dem man farbenfrohe, mit Obst und Gemüse beladene
Lastkähne sieht. In der Nähe liegt das moderne Marktgebäude, in dem samstags ab
06.00 Uhr morgens das geschäftige Markttreiben stattfindet. Wer über die
Wilhelmina-Brücke spaziert, kommt zum Scharloo-Viertel, dessen
Gebäude aus dem 18. Jahrhundert stammen. Ganz in der Nähe liegt das Maritime
Museum
, das die Bedeutung der Schifffahrt für die Insel durch die
Jahrhunderte beleuchtet. Die Mikvé-Israël-Emmanuel-Synagoge ist das
älteste jüdische Gotteshaus der westlichen Hemisphäre und ebenso interessant wie
der jüdische Beth-Haïm-Friedhof. Das dortige Museum hat eine große
Sammlung historisch interessanter Kunstwerke. Bei der alten Werft, an der Stelle
eines ehemaligen Sklavenmarktes, ist heute das Museum Kurá Hulanda
angesiedelt. Es dokumentiert die Geschichte der afrikanischen Bewohner von
Curaçao, die während der Kolonialzeit als Sklaven auf den Plantagen arbeiteten,
und besitzt die beste Sammlung afrikanischer Objekte in der gesamten
Karibik.