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Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 13.08.2008
Reisewarnung
Vor Reisen nach Georgien wird gewarnt. Trotz weitgehender Einstellung der Kampfhandlungen und während laufender Bemühungen um einen Waffenstillstand, kommt es immer noch zu bewaffneten Zwischenfällen. In Südossetien, in Abchasien und auch ausserhalb der eigentlichen Konfliktgebiete ist die Lage angespannt und unübersichtlich. Die öffentliche Sicherheit ist in manchen Landesteilen, insbesondere in Gori und Sugdidi, nicht gewährleistet. Deutschen Staatsangehörigen wird daher weiterhin geraten, Georgien zu verlassen. Die Situation kann sich jederzeit ändern. Informieren Sie sich daher auch über die lokalen Medien.
Hinweise für Deutsche zur Ausreise aus Georgien
Für alle Grenzübergänge gilt:
Ein gültiger Reisepass ist bei der Ausreise aus Georgien mitzuführen. Sofern Privatfahrzeuge mitausgeführt werden, muss unbedingt sichergestellt sein, dass der Fahrer -sofern er nicht gleichzeitig Fahrzeughalter ist - eine *beglaubigte* Vollmacht des Fahrzeugseigentümers bzw. Fahrzeughalters vorlegen kann. Falls dies nicht möglich ist, ist mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Ausfuhr des Kfz zu rechnen.
Ausweichroute nach Eriwan (Armenien):
Aufgrund der bisher teilweise unterbrochenen Flugverbindungen wird als günstigster Ausreiseweg der Landweg nach Eriwan über den Grenzübergang Sadachlo angesehen.
Achtung! Derzeit ist diese Route nur zu empfehlen, wenn man sich bereits in Ostgeorgien (zumindest östlich von Gori) befindet. Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor allen Reisen nach Südossetien und in die unmittelbare Nähe der Konfliktregion.
Fahrtzeit:
Tiflis - Sadachlo (Grenzübergang) ca. 1 - 1½ Stunden (75 km)
Sadachlo - Eriwan ca. 3 ½ - 4 Stunden
Einreisebestimmungen nach Armenien:
Für deutsche Staatsangehörige besteht Visumspflicht, Visum nur mit regulärem Reisepass an Grenze erhältlich, Dienst- und Diplomatenpässe werden nicht visiert!!!
Visagebühr: 30-50 USD zahlbar in USD
Ausweichroute nach Baku (Aserbaidschan):
Fahrtzeit:
Tiflis - Rote Brücke (Grenzübergang) ca. 1- 1 ½ Stunden (über Rustawi)
Rote Brücke - Baku ca. 6 - 7 Stunden
Einreisebestimmungen Aserbaidschan:
Für deutsche Staatsangehörige besteht Visumspflicht, Visum nicht an der Grenze erhältlich !
Einreise ist nur mit bereits vorhandenem gültigen Visum möglich.
Ausweichroute nach Sarpi (Türkei):
Achtung! Derzeit ist diese Route nur zu empfehlen, wenn man sich bereits in Westgeorgien (zumindest westlich von Gori) befindet. Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor allen Reisen nach Südossetien und in die unmittelbare Nähe der Konfliktregion.
Fahrzeit:
Batumi - Sarpi ca. 30 - 45 Min.
Einreisebestimmungen Türkei:
Für deutsche Staatsangehörige, die sich vorübergehend bis zu 90 Tagen in der Türkei aufhalten, besteht für die Einreise keine Visumspflicht!
Mit langen Wartezeiten an allen Grenzübertritten ist zu rechnen!
Von Nachtfahrten wird aus Sicherheitsgründen ausdrücklich abgeraten!
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Regionale Konflikte
In Georgien gibt es seit Beginn der 1990er Jahre zwei ungelöste regionale Konflikte in Abchasien und Südossetien.
Grundsätzlich gilt in allen größeren Städten Georgiens, dass die gleichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind, die auch in Metropolen anderswo angewandt werden.
In Tiflis besteht eine erhöhte Sicherheitsgefährdung durch Raubüberfälle, nicht selten auch unter brutaler Gewaltanwendung selbst auf belebten Straßen. Eine besondere Aufmerksamkeit empfiehlt sich insbesondere auch für die von Ausländern bevorzugten Stadtviertel wie Wake, Wera und Saburtalo sowie Parks und Naherholungsgebiete (z. B. Schildkrötensee). Reisende sollten sich bei Dunkelheit nach Möglichkeit nicht alleine auf der Straße aufhalten und auf eine angemessene Sicherung ihrer Unterkünfte achten. Einsame Strecken sind unbedingt zu meiden, ebenso das Tragen von auffälligem Schmuck oder teuren Uhren.
Reisen über LandBeim Besuch entlegener Gegenden ist für Reisende ohne georgische oder russische Sprachkenntnisse generell sprach- und ortskundige Begleitung zu empfehlen. In Georgien gibt es keine Campingplätze oder Parkzonen für Wohnmobile. Von wildem Camping wird aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten, es besteht eine erhebliche Gefahr durch Überfälle. Bei Klettertouren im Hohen Kaukasus hat es in der Vergangenheit wiederholt tödliche Unfälle gegeben, meist aufgrund plötzlichen Wetterwechsels.
Straßenverkehr
Die schlechten Straßenverhältnisse und die von in Deutschland gängigen Verkehrsgewohnheiten abweichende, teilweise aggressive Fahrweise bringen erhöhte Unfallgefahren im Straßenverkehr mit sich.
Stand: 13.08.2008
Reisewarnung
Vor Reisen nach Georgien wird gewarnt. Trotz weitgehender Einstellung der Kampfhandlungen und während laufender Bemühungen um einen Waffenstillstand, kommt es immer noch zu bewaffneten Zwischenfällen. In Südossetien, in Abchasien und auch ausserhalb der eigentlichen Konfliktgebiete ist die Lage angespannt und unübersichtlich. Die öffentliche Sicherheit ist in manchen Landesteilen, insbesondere in Gori und Sugdidi, nicht gewährleistet. Deutschen Staatsangehörigen wird daher weiterhin geraten, Georgien zu verlassen. Die Situation kann sich jederzeit ändern. Informieren Sie sich daher auch über die lokalen Medien.
Hinweise für Deutsche zur Ausreise aus Georgien
Für alle Grenzübergänge gilt:
Ein gültiger Reisepass ist bei der Ausreise aus Georgien mitzuführen. Sofern Privatfahrzeuge mitausgeführt werden, muss unbedingt sichergestellt sein, dass der Fahrer -sofern er nicht gleichzeitig Fahrzeughalter ist - eine *beglaubigte* Vollmacht des Fahrzeugseigentümers bzw. Fahrzeughalters vorlegen kann. Falls dies nicht möglich ist, ist mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Ausfuhr des Kfz zu rechnen.
Ausweichroute nach Eriwan (Armenien):
Aufgrund der bisher teilweise unterbrochenen Flugverbindungen wird als günstigster Ausreiseweg der Landweg nach Eriwan über den Grenzübergang Sadachlo angesehen.
Achtung! Derzeit ist diese Route nur zu empfehlen, wenn man sich bereits in Ostgeorgien (zumindest östlich von Gori) befindet. Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor allen Reisen nach Südossetien und in die unmittelbare Nähe der Konfliktregion.
Fahrtzeit:
Tiflis - Sadachlo (Grenzübergang) ca. 1 - 1½ Stunden (75 km)
Sadachlo - Eriwan ca. 3 ½ - 4 Stunden
Einreisebestimmungen nach Armenien:
Für deutsche Staatsangehörige besteht Visumspflicht, Visum nur mit regulärem Reisepass an Grenze erhältlich, Dienst- und Diplomatenpässe werden nicht visiert!!!
Visagebühr: 30-50 USD zahlbar in USD
Ausweichroute nach Baku (Aserbaidschan):
Fahrtzeit:
Tiflis - Rote Brücke (Grenzübergang) ca. 1- 1 ½ Stunden (über Rustawi)
Rote Brücke - Baku ca. 6 - 7 Stunden
Einreisebestimmungen Aserbaidschan:
Für deutsche Staatsangehörige besteht Visumspflicht, Visum nicht an der Grenze erhältlich !
Einreise ist nur mit bereits vorhandenem gültigen Visum möglich.
Ausweichroute nach Sarpi (Türkei):
Achtung! Derzeit ist diese Route nur zu empfehlen, wenn man sich bereits in Westgeorgien (zumindest westlich von Gori) befindet. Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor allen Reisen nach Südossetien und in die unmittelbare Nähe der Konfliktregion.
Fahrzeit:
Batumi - Sarpi ca. 30 - 45 Min.
Einreisebestimmungen Türkei:
Für deutsche Staatsangehörige, die sich vorübergehend bis zu 90 Tagen in der Türkei aufhalten, besteht für die Einreise keine Visumspflicht!
Mit langen Wartezeiten an allen Grenzübertritten ist zu rechnen!
Von Nachtfahrten wird aus Sicherheitsgründen ausdrücklich abgeraten!
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Regionale Konflikte
In Georgien gibt es seit Beginn der 1990er Jahre zwei ungelöste regionale Konflikte in Abchasien und Südossetien.
- Abchasien: Die Autonome Republik Abchasien in Nordwest-Georgien gehört völkerrechtlich weiter zu Georgien, steht seit 1993 aber nicht mehr unter dem Einfluss der georgischen Regierung. Die Sicherheitslage in diesem Landesteil ist seitdem prekär. Es kommt zu bewaffneten Zwischenfällen. In mehreren Teilen des Landes liegen ferner teils nicht gekennzeichnete Minenfelder. Abchasien ist grundsätzlich für den internationalen Reiseverkehr gesperrt; die Ein- und Ausreise ist weder über die russische Nordgrenze noch über die Waffenstillstandslinie entlang des Enguri-Flusses möglich. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass die Einreise über die russisch-abchasisch/georgische Grenze (z. B. Grenzübergang Psou) nach Georgien von den georgischen Behörden als illegaler Grenzübertritt behandelt wird. Bei anschließender Weiterreise über die Waffenstillstandslinie am Enguri-Fluss in benachbarte georgische Landesteile bzw. beim Ausreiseversuch über reguläre georgische Grenzübergänge drohen daher Festnahme und Strafverfahren. Auch bei späteren Reisen nach Georgien droht die Verweigerung der Einreise, sollte sich aus dem Pass ergeben, dass zuvor auf illegalem Wege nach Abchasien/ Georgien eingereist wurde.
- Oberes Kodorital: In diesem unter georgischer Kontrolle stehenden Teil Abchasiens ist die Lage zur Zeit unübersichtlich. Militärische Aktionen werden durchgeführt.
- Südossetien: In Südossetien sind die Hauptkampfhandlungen eingestellt. Die Lage ist aber immer noch unübersichtlich. Es finden noch bewaffnete Zwischenfälle statt. Ausdrücklich gewarnt wird daher vor allen Reisen nach Südossetien und in die unmittelbare Nähe der Konfliktregion. Dies umfasst insbesondere die Umgebung und das Stadtgebiet von Gori und die Hauptverbindungsstrasse (M1) zwischen Tiflis und Kaschuri. Auf dieser Strecke ist es auch zum Beschuss von zivilen Fahrzeugen gekommen. Von der Nutzung der M1 in Nähe der Konfliktgebiete wird daher dringend abgeraten.
- Westmegrelien (Umgebung von Sugdidi): Hier besteht aufgrund der hohen Zahl von Vertriebenen aus Abchasien und der damit verbundenen sozialen Spannungen sowie der Nähe des Konfliktgebietes ein Risiko von Übergriffen. Besondere Vorsicht ist daher geboten.
- Pankisi-Tal: Im Pankisi-Tal leben u. a. etwa 1.500 tschetschenische Flüchtlinge. Nach mehreren Sicherheitsoperationen seit August 2002 haben die georgischen Sicherheitskräfte die Kontrolle zumindest über den besiedelten, unteren Teil des Tals wiedererlangt. Insgesamt bleibt die Sicherheitslage dort aber unübersichtlich.
- Swanetien: Hier bestand in der Vergangenheit eine erhöhte Sicherheitsgefährdung durch bewaffnete Raubüberfälle. Die Sicherheitslage in dieser Hochgebirgsregion hat sich zuletzt stabilisiert. Von Erkundungen auf eigene Faust wird aber weiter dringend abgeraten. Bei den Reiseplanungen sollte man sich nur auf erfahrene, bekannte Reiseunternehmen verlassen. Insbesondere sollten nach Swanetien keine Wertsachen, nur das nötigste Bargeld und Reisedokumente möglichst nur in Kopie mitgenommen werden.
Grundsätzlich gilt in allen größeren Städten Georgiens, dass die gleichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind, die auch in Metropolen anderswo angewandt werden.
In Tiflis besteht eine erhöhte Sicherheitsgefährdung durch Raubüberfälle, nicht selten auch unter brutaler Gewaltanwendung selbst auf belebten Straßen. Eine besondere Aufmerksamkeit empfiehlt sich insbesondere auch für die von Ausländern bevorzugten Stadtviertel wie Wake, Wera und Saburtalo sowie Parks und Naherholungsgebiete (z. B. Schildkrötensee). Reisende sollten sich bei Dunkelheit nach Möglichkeit nicht alleine auf der Straße aufhalten und auf eine angemessene Sicherung ihrer Unterkünfte achten. Einsame Strecken sind unbedingt zu meiden, ebenso das Tragen von auffälligem Schmuck oder teuren Uhren.
Reisen über LandBeim Besuch entlegener Gegenden ist für Reisende ohne georgische oder russische Sprachkenntnisse generell sprach- und ortskundige Begleitung zu empfehlen. In Georgien gibt es keine Campingplätze oder Parkzonen für Wohnmobile. Von wildem Camping wird aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten, es besteht eine erhebliche Gefahr durch Überfälle. Bei Klettertouren im Hohen Kaukasus hat es in der Vergangenheit wiederholt tödliche Unfälle gegeben, meist aufgrund plötzlichen Wetterwechsels.
Straßenverkehr
Die schlechten Straßenverhältnisse und die von in Deutschland gängigen Verkehrsgewohnheiten abweichende, teilweise aggressive Fahrweise bringen erhöhte Unfallgefahren im Straßenverkehr mit sich.




