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Georgien Länderinfos - Reise- und Sicherheitsinformationen

 

 


Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 25.06.2008

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Weiterhin sind alle Verkehrsverbindungen über Land zwischen der Russischen Föderation und Georgien unterbrochen; direkte See- und Luftverbindungen gibt es jedoch inzwischen wieder. Die Verbindungen zwischen Georgien und anderen Staaten bestehen uneingeschränkt. Die Lage im Land ist insgesamt ruhig, aber nicht in allen Landesteilen stabil.

Reisebeschränkungen

In Georgien gibt es seit Beginn der 1990er Jahre zwei ungelöste regionale Konflikte in Abchasien und Südossetien. Es wird von Reisen in die folgenden Landesteile Georgiens abgeraten:
  • Abchasien: Die Autonome Republik Abchasien in Nordwest-Georgien gehört völkerrechtlich weiter zu Georgien, steht seit 1993 aber nicht mehr unter dem Einfluss der georgischen Regierung. Die Sicherheitslage in diesem Landesteil ist prekär. In mehreren Teilen des Landes liegen teils nicht gekennzeichnete Minenfelder. Abchasien ist grundsätzlich für den internationalen Reiseverkehr gesperrt; die Ein- und Ausreise ist weder über die russische Nordgrenze noch über die Waffenstillstandslinie entlang des Enguri-Flusses möglich. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass die Einreise über die russisch-abchasisch/georgische Grenze (z. B. Grenzübergang Psou) nach Georgien von den georgischen Behörden als illegaler Grenzübertritt behandelt wird. Bei anschließender Weiterreise über die Waffenstillstandslinie am Enguri-Fluss in benachbarte georgische Landesteile bzw. beim Ausreiseversuch über reguläre georgische Grenzübergänge drohen daher Festnahme und Strafverfahren. Auch bei späteren Reisen nach Georgien droht die Verweigerung der Einreise, sollte sich aus dem Pass ergeben, dass zuvor auf illegalem Wege nach Abchasien/ Georgien eingereist wurde.
  • Oberes Kodorital: In diesem unter georgischer Kontrolle stehenden Teil Abchasiens, der erst im Juli 2006 Ziel einer großangelegten halbmilitärischen Polizeioperation der georgischen Regierung war, kann es auch weiterhin zu bewaffneten Angriffen durch unbekannte Kräfte kommen.
  • Süd-Ossetien: Die Region liegt ebenso wie Abchasien nicht im Einflussbereich der georgischen Regierung. Die Sicherheit von Reisenden ist nicht gewährleistet. Es kommt immer wieder zu Auseinandersetzungen mit Schießereien.
Besondere Verhaltensmaßnahmen sollten getroffen werden für:
  • Westmegrelien (Umgebung von Sugdidi): Hier besteht aufgrund der hohen Zahl von Vertriebenen aus Abchasien und der damit verbundenen sozialen Spannungen sowie der Nähe des Konfliktgebietes ein Risiko von Übergriffen. Besondere Vorsicht ist daher geboten.
  • Pankisi-Tal: Im Pankisi-Tal leben u. a. etwa 1.500 tschetschenische Flüchtlinge. Nach mehreren Sicherheitsoperationen seit August 2002 haben die georgischen Sicherheitskräfte die Kontrolle zumindest über den besiedelten, unteren Teil des Tals wiedererlangt. Insgesamt bleibt die Sicherheitslage dort aber unübersichtlich.
  • Swanetien: Hier bestand in der Vergangenheit eine erhöhte Sicherheitsgefährdung durch bewaffnete Raubüberfälle. Die Sicherheitslage in dieser Hochgebirgsregion hat sich zuletzt stabilisiert. Von Erkundungen auf eigene Faust wird aber weiter dringend abgeraten. Bei den Reiseplanungen sollte man sich nur auf erfahrene, bekannte Reiseunternehmen verlassen. Insbesondere sollten nach Swanetien keine Wertsachen, nur das nötigste Bargeld und Reisedokumente möglichst nur in Kopie mitgenommen werden.
Kriminalität
Grundsätzlich gilt in allen größeren Städten Georgiens, dass die gleichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind, die auch in Metropolen anderswo angewandt werden.

In Tiflis besteht eine erhöhte Sicherheitsgefährdung durch Raubüberfälle, nicht selten auch unter brutaler Gewaltanwendung selbst auf belebten Straßen. Eine besondere Aufmerksamkeit empfiehlt sich insbesondere auch für die von Ausländern bevorzugten Stadtviertel wie Wake, Wera und Saburtalo sowie Parks und Naherholungsgebiete (z. B. Schildkrötensee). Reisende sollten sich bei Dunkelheit nach Möglichkeit nicht alleine auf der Straße aufhalten und auf eine angemessene Sicherung ihrer Unterkünfte achten. Einsame Strecken sind unbedingt zu meiden, ebenso das Tragen von auffälligem Schmuck oder teuren Uhren.

Reisen über Land
Beim Besuch entlegener Gegenden ist für Reisende ohne georgische oder russische Sprachkenntnisse generell sprach- und ortskundige Begleitung zu empfehlen. In Georgien gibt es keine Campingplätze oder Parkzonen für Wohnmobile. Von wildem Camping wird aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten, es besteht eine erhebliche Gefahr durch Überfälle. Bei Klettertouren im Hohen Kaukasus hat es in der Vergangenheit wiederholt tödliche Unfälle gegeben, meist aufgrund plötzlichen Wetterwechsels.

Straßenverkehr
Die schlechten Straßenverhältnisse und die von in Deutschland gängigen Verkehrsgewohnheiten abweichende, teilweise aggressive Fahrweise bringen erhöhte Unfallgefahren im Straßenverkehr mit sich.

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