Äthiopien Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 15.12.2009
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Lage
Die innenpolitische Lage ist in weiten Landesteilen derzeit relativ ruhig. Trotzdem wird zu erhöhter Aufmerksamkeit und Beachtung der aktuellen Nachrichten geraten. Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten gemieden werden.
Vor allem in den Randgebieten des Landes kommt es immer wieder zu Unruhen. In der Somali Region (Ogaden) im Osten, führt die äthiopische Armee derzeit bewaffnete Einsätze gegen Mitglieder der ONLF durch (siehe auch Reisen über Land).
Die Situation an der Grenze zu Eritrea bleibt angespannt.
Terrorismus
Wie in anderen ostafrikanischen Ländern können Aktivitäten terroristischer Gruppen auch in Äthiopien nicht ausgeschlossen werden.
In den letzten Jahren, zuletzt im Februar 2009, gab es vereinzelte Bombenanschläge in Addis Abeba. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich derartige Anschläge in Zukunft wiederholen werden.
Es wird daher zu erhöhter Vorsicht, insbesondere in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, geraten. Dabei sollte auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z.B. Taschen, Pakete oder Textilbündel geachtet werden. Da die bisherigen Anschläge jeweils in den frühen Abendstunden stattfanden, sollten während dieser Tageszeit öffentliche Plätze wie z.B. Tankstellen und auch Bars / Kaffeehäuser gemieden werden. Vorsicht ist auch bei der Teilnahme an Großveranstaltungen angeraten.
Reisen über Land / Entführungen / Straßenverkehr
Vor Reisen im Lande sollten genaue Erkundigungen über die Sicherheitslage eingeholt werden.
Die Infrastruktur des Landes ist schwach, gut ausgebaute Straßen für Überlandreisen sind nur begrenzt vorhanden. Am späten Nachmittag, bei Dämmerung und bei Dunkelheit sollte aus Sicherheitsgründen auf Überlandfahrten verzichtet werden.
Touristisch organisierte Besuche nach Addis Abeba und zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Landes verlaufen im Allgemeinen problemlos.
Von nicht unbedingt erforderlichen Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar wird nachdrücklich abgeraten. Neben Überfällen durch Banditen und Entführungen muss dort mit Landminen gerechnet werden.
Im März 2007 ereignete sich eine Entführung in der Danakilsenke in Nord-Afar, im Februar 2008 wurde die Entführung einer Touristengruppe nach Angaben der äthiopischen Regierung nur knapp verhindert. Im Dezember 2008 gab es einen weiteren bewaffneten Überfall auf eine internationale Reisegruppe.
Unbestätigten Informationen zufolge wurden im April 2008 mehrere Personen durch eine Landmine getötet, im April 2009 starben zwei Äthiopier bei der Explosion einer Landmine, ein Tourist wurde schwer verletzt. Im Oktober 2009 kam es in der Afarregion zu weiteren Minenanschlägen durch neu verlegte Landminen.
Es muss mit weiteren Zwischenfällen und Entführungsversuchen durch örtliche Untergrundorganisationen gerechnet werden.
Insbesondere im Grenzgebiet zu Somalia besteht die Gefahr von Entführungen. Wegen des bewaffneten Konflikts zwischen äthiopischen Streitkräften und der ONLF wird von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Jijiga abgeraten.
Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird wegen anhaltender Zwischenfälle und Übergriffe abgeraten.
Bei Reisen in andere Teile der Afar- und Somali-Region, in die Grenzgebiete zu Kenia (Moyale) und zum Sudan, in die Region Gambella sowie in den Westteil der Oromo-Region (Wellega) wird zu erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich vor Reiseantritt bei der Botschaft über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.
Die Grenzübergänge zwischen Äthiopien und Eritrea sind geschlossen.
Vereinzelte Überfälle auf durchfahrende Fahrzeuge am frühen Morgen sowie am Spätnachmittag und Abend führen zu der Empfehlung, folgende Routen nicht vor 8:00 Uhr und nicht nach 15:00 Uhr zu befahren: Strecke Metahara-Awash-Arba-Mieso und Asbe Teferi, Strecke Babile-Jijiga, Strecke Welkite-Jimma (bes. am Omo/Gibe-Fluss), Strecke Sodo-Arba Minch-Jinka, Strecke Bahir Dar-Gondar. Auch im und um den Awash-Nationalpark (bes. nördlicher Teil) kann es zu bedrohlichen Situationen und Überfällen kommen. Bewaffnete Überfälle sind zudem wiederholt aus dem Netchisar Nationalpark in Arba Minch, insbesondere in der Gegend um die Quellen, gemeldet worden.
Minengefahr besteht in der Somali Region (Ogaden), in Afar (Danakil-Senke) sowie in den Grenzregionen zu Somalia, Sudan (nördlich von Gambella), Eritrea und zu Kenia (Borana-Region). Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Es wird abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren.
Reisen über Land/ Zugverkehr
Auf der Bahnstrecke Addis Abeba - Dire Dawa verkehren keine Passagierzüge. Der in unregelmäßigen Abständen (max. 3 x pro Woche) zwischen Dire Dawa und Dschibuti verkehrende Zugverkehr (von Ausländern allerdings kaum benutzt) stellt wegen des schlechten Streckenzustands ein generelles Sicherheitsrisiko dar und war bereits mehrfach das Ziel von Sabotageakten und Sprengstoffattentaten.
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Stand: 15.12.2009
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Lage
Die innenpolitische Lage ist in weiten Landesteilen derzeit relativ ruhig. Trotzdem wird zu erhöhter Aufmerksamkeit und Beachtung der aktuellen Nachrichten geraten. Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten gemieden werden.
Vor allem in den Randgebieten des Landes kommt es immer wieder zu Unruhen. In der Somali Region (Ogaden) im Osten, führt die äthiopische Armee derzeit bewaffnete Einsätze gegen Mitglieder der ONLF durch (siehe auch Reisen über Land).
Die Situation an der Grenze zu Eritrea bleibt angespannt.
Terrorismus
Wie in anderen ostafrikanischen Ländern können Aktivitäten terroristischer Gruppen auch in Äthiopien nicht ausgeschlossen werden.
In den letzten Jahren, zuletzt im Februar 2009, gab es vereinzelte Bombenanschläge in Addis Abeba. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich derartige Anschläge in Zukunft wiederholen werden.
Es wird daher zu erhöhter Vorsicht, insbesondere in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, geraten. Dabei sollte auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z.B. Taschen, Pakete oder Textilbündel geachtet werden. Da die bisherigen Anschläge jeweils in den frühen Abendstunden stattfanden, sollten während dieser Tageszeit öffentliche Plätze wie z.B. Tankstellen und auch Bars / Kaffeehäuser gemieden werden. Vorsicht ist auch bei der Teilnahme an Großveranstaltungen angeraten.
Reisen über Land / Entführungen / Straßenverkehr
Vor Reisen im Lande sollten genaue Erkundigungen über die Sicherheitslage eingeholt werden.
Die Infrastruktur des Landes ist schwach, gut ausgebaute Straßen für Überlandreisen sind nur begrenzt vorhanden. Am späten Nachmittag, bei Dämmerung und bei Dunkelheit sollte aus Sicherheitsgründen auf Überlandfahrten verzichtet werden.
Touristisch organisierte Besuche nach Addis Abeba und zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Landes verlaufen im Allgemeinen problemlos.
Von nicht unbedingt erforderlichen Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar wird nachdrücklich abgeraten. Neben Überfällen durch Banditen und Entführungen muss dort mit Landminen gerechnet werden.
Im März 2007 ereignete sich eine Entführung in der Danakilsenke in Nord-Afar, im Februar 2008 wurde die Entführung einer Touristengruppe nach Angaben der äthiopischen Regierung nur knapp verhindert. Im Dezember 2008 gab es einen weiteren bewaffneten Überfall auf eine internationale Reisegruppe.
Unbestätigten Informationen zufolge wurden im April 2008 mehrere Personen durch eine Landmine getötet, im April 2009 starben zwei Äthiopier bei der Explosion einer Landmine, ein Tourist wurde schwer verletzt. Im Oktober 2009 kam es in der Afarregion zu weiteren Minenanschlägen durch neu verlegte Landminen.
Es muss mit weiteren Zwischenfällen und Entführungsversuchen durch örtliche Untergrundorganisationen gerechnet werden.
Insbesondere im Grenzgebiet zu Somalia besteht die Gefahr von Entführungen. Wegen des bewaffneten Konflikts zwischen äthiopischen Streitkräften und der ONLF wird von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Jijiga abgeraten.
Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird wegen anhaltender Zwischenfälle und Übergriffe abgeraten.
Bei Reisen in andere Teile der Afar- und Somali-Region, in die Grenzgebiete zu Kenia (Moyale) und zum Sudan, in die Region Gambella sowie in den Westteil der Oromo-Region (Wellega) wird zu erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich vor Reiseantritt bei der Botschaft über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.
Die Grenzübergänge zwischen Äthiopien und Eritrea sind geschlossen.
Vereinzelte Überfälle auf durchfahrende Fahrzeuge am frühen Morgen sowie am Spätnachmittag und Abend führen zu der Empfehlung, folgende Routen nicht vor 8:00 Uhr und nicht nach 15:00 Uhr zu befahren: Strecke Metahara-Awash-Arba-Mieso und Asbe Teferi, Strecke Babile-Jijiga, Strecke Welkite-Jimma (bes. am Omo/Gibe-Fluss), Strecke Sodo-Arba Minch-Jinka, Strecke Bahir Dar-Gondar. Auch im und um den Awash-Nationalpark (bes. nördlicher Teil) kann es zu bedrohlichen Situationen und Überfällen kommen. Bewaffnete Überfälle sind zudem wiederholt aus dem Netchisar Nationalpark in Arba Minch, insbesondere in der Gegend um die Quellen, gemeldet worden.
Minengefahr besteht in der Somali Region (Ogaden), in Afar (Danakil-Senke) sowie in den Grenzregionen zu Somalia, Sudan (nördlich von Gambella), Eritrea und zu Kenia (Borana-Region). Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Es wird abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren.
Reisen über Land/ Zugverkehr
Auf der Bahnstrecke Addis Abeba - Dire Dawa verkehren keine Passagierzüge. Der in unregelmäßigen Abständen (max. 3 x pro Woche) zwischen Dire Dawa und Dschibuti verkehrende Zugverkehr (von Ausländern allerdings kaum benutzt) stellt wegen des schlechten Streckenzustands ein generelles Sicherheitsrisiko dar und war bereits mehrfach das Ziel von Sabotageakten und Sprengstoffattentaten.



