Djibouti Reise- und Sicherheitsinformationen
Reisehinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 25.01.2012
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die Kommunal- und Regionalwahlen am 20.12.2012 verliefen ruhig. In den Bezirken Balbala und Boulaos von Dschibuti-Stadt kommt es zu einem zweiten Wahlgang am 10.02.2012. Vor den Präsidentschaftswahlen im Februar 2011 war es bei einer genehmigten Demonstration der Opposition zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen, in deren Verlauf zwei Todesopfer und mehrere Verletzte zu beklagen waren. Ähnliche Vorkommnisse sind auch jetzt nicht völlig auszuschließen. Gelegentlich kommt es im Stadtrandbereich zu Auseinandersetzungen zwischen steinewerfenden Jugendbanden. Es wird empfohlen, ggf. auftretende Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig zu umgehen bzw. sich sofort zurückzuziehen, falls man unerwartet auf solche trifft.
Terrorismus / Kriminalität
Touristische und geschäftliche Aufenthalte in Dschibuti-Stadt und Umgebung verlaufen in aller Regel problemlos.
Allerdings sind auch bei Fehlen aktueller Hinweise durch die exponierte Lage Dschibutis am Horn von Afrika, die Entsendung eines dschibutischen Batallions zu den Kräften der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) und die starke westliche Truppenpräsenz in Dschibuti selbst Terroranschläge nicht auszuschließen. Zu erhöhter Aufmerksamkeit, Beachtung der aktuellen Nachrichten und zum Vermeiden von Menschenansammlungen und Demonstrationen wird daher geraten.
In wenig bevölkerten und grenznahen Landesteilen Dschibutis (nördlich des Golfs von Tadjoura, westlich des Lac Assal, südlich an der Grenze zu Somalia/Somaliland) sind reguläre Sicherheitskräfte nur spärlich vertreten. Die Region Mabla (nördlich von Tadjoura) gilt wegen kleinerer noch vorhandener Rebellengruppen als unsicher.
Nördlich der gedachten Linie Balho - Addailou - Godoria hat das dschibutische Militär eine Sperrzone eingerichtet, die nicht betreten werden kann.
Piraterie
Wegen Piratenüberfällen wird für die Schifffahrt östlich von Dschibuti entlang der somalischen Küste auf die Reisewarnung für Somalia und den Golf von Aden verwiesen.
Minengefahr
2004 erklärte die Regierung mehrere Minenräumprojekte für erfolgreich abgeschlossen. Dennoch sollten die Küstenstraße nach Obock und andere Pisten nicht verlassen werden.



